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OS X Online-Banking mit MoneyMoney: Ein Schulterklopfer für den schlanken Kandidaten

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ifun.de Leser Detlef hat sich mehrere Wochen mit den unterschiedlichen, im App Store erhältlichen Banking-Applikationen auseinandergesetzt und die angebotenen Helfer im Alltagseinsatz getestet. Im Laufe des Wochenendes hat uns Detlef einen Erfahrungsbericht zukommen lassen, der seine finale Entscheidung für die schlanke Banking-App MoneyMoney begründet und eine Handvoll Punkte aufzählt, die ihn letztlich gegen Outbank und StarMoney haben entscheiden lassen.

Wir haben den Artikel gelesen, strukturiert und uns von den MoneyMoney-Entwicklern versichern lassen, dass wir es hier mit einer unbeeinflussten Nutzer-Meinung zu tun haben. Somit möchten wir euch die Lektüre der folgenden 1000 Wörter ans Herz legen. Eine subjektive Perspektive auf ein ganz alltägliches Problem. Detlef schreibt:

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Für den Mac gibt es mittlerweile eine ganze Reihe umfangreicher Online-Banking-Apps. Die meisten davon habe ich auch ausprobiert und getestet. Für mich ist dabei weniger entscheidend, dass sich die Mac-Apps mit ihren iOS-Pendants abgleichen – meine iOS-App, Banking 4i, brauche ich nur für den schnellen Status-Check unterwegs – das eigentliche Banking-Geschäft erledige ich jedoch auf meinem MacBook. Hier tätige ich Überweisungen, verwalte Daueraufträge und prüfe Auswertungen. Und vor allem Hier soll mich meine Banking-App unterstützen.

Zu meiner Ausgangssituation

Ich verwalte mehrere Konten für drei Familienmitglieder. Dabei hat jedes Familienmitglied ein Giro-, mindestens ein Tagesgeld- und ein Sparkonto. Die Sparkonten sind mal flexibel und mal als Festgeld ausgelegt. Auch Kreditkarte und PayPal-Konten wollen verwaltet werden.

Welche Anforderung stelle ich an die Banking App

Es muss möglich sein, die einzelnen Konten einem Familienmitglied eindeutig visuell zuzuweisen. So, dass ich auf den ersten Blick erkennen kann welches Konto zum welchem Familienmitglied gehört. Dies lässt sich bei den meisten Banking-Apps mehr oder minder gut realisieren. Fast überall lassen sich Kontenbezeichnung einfach um den entsprechenden Vornamen ergänzen. Auch lässt sich die Reihenfolge der einzelnen Konten in der Regel frei wählen, so dass man diese nach Familienmitglied gruppieren kann. Hier sehe ich jedoch den ersten entscheidenden Vorteil für MoneyMoney.

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MoneyMoney ermöglicht das Erstellen von Kontogruppen, so dass ich drei Gruppen entsprechend der Vornamen der Familienmitglieder erstellt habe. Ein weiterer Vorteil von MoneyMoney ist, dass man jeder Kontogruppe und jedem Konto ein eigenes Icon in einer definierten Farbe zuweisen kann. Familienmitglied eins bekommt die Farbe blau, Familienmitglied zwei wird grün und Nummer drei bekommt orange. Jede Kontoart bekommt nun noch ihr eigenes Icon – Girokonten bekommen Icon 1, Tagesgeldkonten Icon 2 u.s.w. Damit kann ich in MoneyMoney die Familienkonten visuell wesentlich übersichtlicher als bei allen anderen Mitbewerbern arrangieren.

Da jedoch nicht jeder Mac-Nutzer die Konten aller Familienmitglieder in einer Banking App verwaltet, möchte ich noch auf andere Konstellationen hinweisen, in denen die freie Sortierung den Banking-Alltag erleichtern kann. Zum einen beim Klassiker: Die Kombination aus Privat- und Geschäfts-Konto. Zum anderen: Die Gruppierung nach Instituten. Eine Option, die von vielen Banking-Apps bereits vorgeben wird – oft jedoch ohne die in MoneyMoney vorhandene Flexibilität. OutBank etwa, gruppiert die Konten fest anhand des Bankzugangs.

Ein Beispiel: Mehrere Konten, verteilt auf drei Institute

  • MoneyMoney: flexibel, freie Gruppierung
  • StarMoney: Feste Gruppierung, alternative Darstellung nach Kontoinhaber sortiert
  • OutBank: Es gibt genau drei festgelegte Gruppierungen

Da nicht jedes Kreditinstitut den Kontenabruf mit einer Banking App zulässt, bin ich zudem auf Offline-Konten angewiesen, die manuell gepflegt werden. Dies können z.B. Festgeld-Konten sein, auf die einmal der Betrag X eingezahlt wird, auf denen anschließend aber keinen Kontobewegungen mehr stattfinden. Konten, für die ich eine Offline-Funktionalität benötige, bei der ich den Anlagebetrag einmalig eintragen und gegebenenfalls noch die Zinszahlungen etc. nachtragen kann. Diese Funktionalität stellen die meisten Banking Apps zur Verfügung, mal flexibler mal sehr rudimentär. So bietet OutBank Offline-Konten nur in Form von Kassenbüchern, die immer gruppiert werden, an. Ein Punkt, der die Übersicht der nach Familienmitgliedern geordneten Konten erschwert.

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Ein weiterer Pluspunkt für MoneyMoney. Hier wird, ich habe es oben bereits erwähnt, jedes Konto einzeln flexibel behandelt.

Die Grundfunktionen sollten selbstverständlich auch vorhanden sein. Hierzu zähle ich:

  • Überweisungen
  • terminierte Überweisungen
  • Umbuchungen
  • terminierte Umbuchungen
  • Daueraufträge einrichten, ändern und löschen

Ein Pflichtenkatalog, der von allen Banking-Apps erfüllt wird. Jede weitere Funktion wie z.B. Depot-Abfrage oder die Abholung von Kontoauszügen ist zwar schön, wir von mir allerdings nicht sehr hoch bewertet. Viel wichtiger ist mir, dass die Banking App schnell ist und mich nicht bei jeder Aktion kurz warten lässt.

Die Kontenabfrage und die Aktualisierung muss flutschen. Ich möchte keine Kaffee-Pause einlegen, wenn ich am aktuellen Stand meiner Konten interessiert bin. Während OutBank sich hier wirklich sehr viel Zeit lässt ist StarMoney doch um einiges schneller. Aber auch hier geht meine Bestnote an MoneyMoney, ich kenne keine App die hier schneller ist.

MoneyMoney – Besonderes und Eigenarten

Die Tatsache, dass MoneyMoney keine Adressbucht kennt, rechne ich der App als weiteres Alleinstellungsmerkmal an. Eine Datenbank die zur Pflege der eigenen Bankkontakte dient. Wenn eine neue Überweisung getätigt werden muss, bedienen sich andere Banking Apps eben diesen Adress-Datenbank, um schnell die entsprechenden Empfänger-Informationen bereitzustellen.

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Diese Datenbank kann üblicherweise auf zwei unterschiedliche Arten gefüllt werden. Zum einen durch die automatische Anlage bei neuen Buchungen. Dies führt jedoch dazu, dass die Datenbanken oft mit Einträge von Discountern zugemüllt werden, bei denen man im Laufe der Woche mit seiner EC-Karte bezahlt hat. Dieser Weg hat den entscheidenden Nachteil, dass die Datenbank sehr schnell anwächst und somit unübersichtlich wird.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Daten einmalig selbst händisch einzutragen – etwa bei jeder ersten Überweisung an einen Empfänger.

Wie gesagt, MoneyMoney kennt diese Funktion gar nicht. Die letzten genutzten Empfänger bietet MoneyMoney bereits automatisch an. Andernfalls nutzt man einfach eine vorhanden Buchung an den Empfängers als Vorlage. Eine Vorgehensweise, die genau so schnell wie ein Adressbuch ist, unter der Haube aber dafür sorgt, dass keine zusätzliche Datenbank gepflegt werden muss.

Eine weitere Funktionalität ist die flexible Kategorisierung der Buchungen. Hierbei lassen sich einzelne Kategorien einer Kategorie-Gruppe zuweisen, so dass sich unter der Kategorie-Gruppe „Versicherungen“ zum Beispiel die einzelnen Versicherungen gruppieren kann. Die Kategorien setzt ebenfalls auf Farbkennzeichnungen. Jeder Kategorie und jeder Kategorie-Gruppe kann eine eigene Farbe zugewiesen werden.

Tortendiagramme vermitteln anschließend einen schnellen, visuellen Eindruck aller Ein- und Ausgaben der Kategorien einer Kategorien-Gruppe. Eine tolle Funktion um einen Überblick über den Verbleib des eigenen Geldes zu bekommen. Vor allem, da die Betrachtungszeiträume hier frei gewählt werden können.

Sind alle Kategorien definiert, führt MoneyMoney fortan die Kategorisierung automatisch und bei neuen Buchungen zudem selbständig durch. Ein Automatismus, der sehr genau ist, da man bei der Erstellung einer Kategorien, die Vorgaben sehr präzise definieren kann. Weitere Infos gibt es hier.

Keine Frage, die Kategorisierung von Umsätzen ist nichts neues, auch andere Banking Apps bieten diese. Aber: MoneyMoney ist hier wieder super flexibel.

Wem die Kategorisierung zu aufwändig ist, der kann sich mit Hilfe der Ein- und Ausgaben-Übersicht auch direkt ein Bild über die einzelnen Konten und/oder Konto-Gruppen machen. Hier wird neben der Torten- die Darstellung im Balken-Diagram angeboten.

Abschließen möchte ich mit zwei Sätzen der MoneyMoney-Homepage, die den Funktionsumfang der Mavericks-kompatiblen Mac-App meiner Meinung nach auf den Punkt bring: „Aufmachen – Zahlen angucken – zumachen“ und „Finden Sie heraus, wo Ihr Geld herkommt und wo es hingeht„.

Genau dies sind die Punkte, die MoneyMoney aus meiner Sicht ausgesprochen gut beherrscht. Ohne viel Schnick Schnack auf das wesentlich konzentriert und dabei einfach und schnell zu bedienen. Vom MoneyMoney Support-Team können sich andere Hersteller zudem eine Scheibe abschneiden, insbesondere die, der in diesem Artikel erwähnten Alternativen. Auf jede meiner Anfragen, jedes Problem, wurde individuell eingegangen und dies frei von den üblichen Textbausteinen.

Ich finde den Preis 15€ mehr als gerechtfertigt, vor allem, da sich MoneyMoney 30 Tage kostenfrei und in vollem Umfang testen lässt

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07. Jan 2014 um 12:38 Uhr von Detlef Fehler gefunden?


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