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Ab Juli 2026 nur noch im Anzeigemodus

Office für Mac: Ältere Kaufversionen verlieren Bearbeitungsfunktionen

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69 Kommentare 69

Microsoft wird die Nutzungsmöglichkeiten von Office 2019 für Mac ab dem 13. Juli 2026 deutlich einschränken. Die Anwendungen wechseln dann in einen reduzierten Betriebsmodus, der das Öffnen und Anzeigen von Dokumenten weiterhin erlaubt. Das Bearbeiten, Speichern und Nutzen zahlreicher weiterer Funktionen wird dagegen nicht mehr möglich sein.

Office

Hintergrund ist ein digitales Zertifikat, das von den Office-Anwendungen zur Lizenzprüfung verwendet wird und Mitte Juli 2026 ausläuft. Microsoft hat bereits darüber informiert, dass nur ausreichend aktuelle Office-Versionen ein erneuertes Zertifikat erhalten. Ältere Installationen wechseln nach Ablauf automatisch in den sogenannten „Modus mit eingeschränkter Funktionalität“.

„Modus mit eingeschränkter Funktionalität“

In diesem Modus können Benutzer Dateien zwar öffnen und anzeigen, können diese aber nicht mehr bearbeiten und speichern. Besonders betroffen sind Nutzer von Office 2019 für Mac. Die Kaufversion wurde 2018 als Alternative zum Microsoft-365-Abonnement eingeführt und ausdrücklich als Einmalkauf vermarktet. Käufer sollten die Software dauerhaft nutzen können und lediglich für spätere Hauptversionen erneut bezahlen müssen.

Das Problem: Die für die weitere Nutzung erforderliche Office-Version 16.83 wird von Office 2019 nicht mehr erreicht. Microsoft weist in seinen Support-Dokumenten darauf hin, dass sich dies weder durch Updates noch durch eine Neuinstallation beheben lässt. Für Besitzer von Office 2019 existiert damit kein technischer Ausweg.

Office Pakete

Office 2019: Beworben wurde damals eine „Dauerlizenz“

Anders sieht es bei Office 2021 für Mac aus. Diese Version wird noch bis Oktober 2026 unterstützt und kann auf kompatiblen Macs auf die benötigte Versionsnummer aktualisiert werden. Voraussetzung ist allerdings mindestens macOS Monterey. Nutzer älterer Mac-Systeme können dadurch ebenfalls vor Einschränkungen stehen.

Geänderte Formulierung auf Support-Seite

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt eine Änderung auf einer Microsoft-Supportseite zum Supportende von Office 2019 für Mac. Dort hatte Microsoft im Jahr 2023 erklärt, dass die Anwendungen nach dem Ende des offiziellen Supports weiterhin funktionieren würden. Gleichzeitig wurde lediglich vor ausbleibenden Sicherheitsaktualisierungen gewarnt.

Inzwischen wurde die betreffende Seite überarbeitet. Die frühere Zusicherung, dass die Anwendungen weiterhin funktionsfähig bleiben, findet sich dort nicht mehr. Stattdessen verweist Microsoft darauf, dass die gespeicherten Daten weiterhin verfügbar bleiben und mit unterstützten Office-Produkten oder Microsoft 365 genutzt werden können.

Microsoft Word

Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern drei Wege: die weitere Verwendung im eingeschränkten Lesemodus, den Wechsel auf die kostenlosen Office-Webanwendungen oder den Umstieg auf Microsoft 365 beziehungsweise eine neuere Office-Kaufversion. Betroffen sind ausschließlich die Mac-, iPhone- und iPad-Ausgaben der entsprechenden Office-Versionen. Windows- und Android-Versionen werden von der Zertifikatsumstellung nicht erfasst.

Microsoft Office Home 2024 wird derzeit für einen Einmalpreis von 119,99 Euro angeboten, der Jahreszugang zu Microsoft 365 Family für bis zu sechs Personen kostet aktuell 99 Euro.

Produkthinweis
Microsoft Office Home 2024 | Aktivierungscode per E-Mail 119,99 EUR 149,99 EUR

01. Juni 2026 um 06:43 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    69 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Vor diesem Hintergrund empfehle ich die deutsche Softwareschmiede Softmaker.de

    Die haben ein hervorragendes Office.

  • Das ist ja lächerlich.
    Software teuer als Einmalkauf statt im Abo erworben, und dann wird das einfach unbrauchbar gemacht.
    Würde mich mal interessieren, was da die Verbraucherschützer zu sagen. Zumal unter der vorherigen Zusicherung, dass es unbegrenzt funktionieren würde…

    • Jetzt braucht es ein paar User, die willens sind, das mit der Verbraucherschutzbehörde mal durchzukämpfen.

      Ist schon eine Frechheit von MS.

      • Nicht durchkämpfen. Bekannt machen und die Leute zum Wechseln animieren. Das tut MS auf Dauer deutlich mehr weh.

    • Wo wurde denn zugesichert das es unbegrenzt funktioniert?

      „Life-Time“ bezieht sich immer auf den Produktzyklus. Nicht die Lebenszeit des Kunden. Und irgendwann wird der alte Scheiß halt nicht mehr upgedated.

      Und gänzlich neu ist das ja auch nicht. Kapiert nur niemand.

      • Es gibt einen Unterschied zwischen „keine Updates mehr“ und „wird unbrauchbar gemacht“. Kapiert nur nicht jeder.

      • Es werden aber nicht nur keine neuen Updates mehr bereitgestellt, sondern aktiv Funktionen herausgenommen.

        Den Unterschied solltest du erkennen.

  • Eine ehemals Kauflizenz wird nachträglich im Funktionsumfang eingeschränkt??? Ähm … nein … das nicht erlaubt! In welcher Zeile der AGB’s habe ich das überlesen?

    • Das hat doch 1 Password genauso gemacht (Version 7?).
      Ich konnte damals auf dem Mac nach einem Update die Einträge nur noch bewundern.
      Neuen hinzufügen oder alte bearbeiten?
      Keine Chance.

      • Mein 1Password läuft immer noch tadellos.

      • Kenn ich, ist bei mir exakt genauso verlaufen obwohl man eine Life-Time Lizenz gekauft hatte. Man soll jetzt auf eines ihrer Abo-Modelle upgraden . . . nein Danke!

        Zum Glück brachte Apple die Passwörter App und der komplette Umzug wurde direkt durchgeführt.

      • Das stimmt so nicht. Die gekaufte Lifetime-Lizenz war und ist voll einsatzfähig. Nur neue Features gehen nicht.

      • Version 7 läuft bei mir uneingeschränkt. Wie schon an anderer Stelle beschrieben gibt es lediglich keine neuen Funktionen.

      • Nein, Du hast ein Upgrade gemacht (Major-Version erhöht), kein Update.

  • Das macht den Einmalkauf mit der damit verbundenen dauerhaften Nutzungsmöglichkeit irgendwie sinnlos. Mag sein, daß das Produkt schon etwas älter ist, aber trotzdem im Nachhinein die Hauptfunktion zu berauben, ist nicht die feine Art. Wenn man wollte, könnte man das Zertifikat nachreichen durch ein Update o. ä.
    Ich nutze privat sowieso kein MS-Office sondern LibreOffice auf macOS und Linux.

  • Bin zwar nicht betroffen, aber es ist eine Frechheit, das sowas erlaubt ist.

  • Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt…
    Nach den ersten Meldungen das Microsoft Updates PCs schrotten bin ich zu einem Mac miniM4 gewechselt.
    War am Anfang etwas schwierig und gewöhnungsbedürftig.
    Pages und Numbers gibts wohl auch nun als Abo…Ich benötige das aber so selten das mich das wenig stört. Ansonsten gehts dann halt zu ner guten freien Office Lösung.

  • Da mein alter Mac nur bis Office 2019 funktioniert, frage ich mich ob man das mit einem Crack oder ähnlichem umgehen kann und die Software weiterhin nutzen kann?

    • Nutze einfach LibreOffice und gut ist. Damit kann man auch Word- und Excel-Dokumente bearbeiten. Und das für völlig kostenlos.
      Ich nutze LibreOffice schon sehr lange, vorher OpenOffice seit Version 0.x als es sich von StarOffice abgespaltet hatte. Noch nie ein ernstzunehmendes Problem gehabt. Und es läuft auf macOS, Windows und Linux. Wobei ich privat kein Windows nutze. Dafür LibreOffice auf Windows im Büro.

      Bzw. kann man den alten Mac auch mit moderneren macOS betreiben, insbesondere wenn es ein Intel-Mac ist. Da gibt es den OpenCore Legacy Patcher, einfach mal in der Suchmaschine deiner Wahl suchen. Ich nutze so macOS Sequoia auf meinem iMac late 2012, der das so nativ nicht mehr unterstützen würde.

  • Spätestens das ist ein Grund Microsoft Office den Rücken zu kehren. Es gibt sehr gute, meist kostenlose Alternativen.

  • Dass dieses Vorgehen mit europäischem bzw. deutschem Recht vereinbar ist, kann ich mir nur schwer vorstellen.

    • Mit akzeptieren der EULA stimmst du dem zu! Vertragsfreiheit nennt man das. – Hast Du sicher noch nie gelesen. Ist ja auch recht viel.

      • Auch AGB müssen sich an geltendes Recht halten.

      • Vertragsfreiheit unterliegt dem deutschen Gesetz. Vertragsfreiheit heißt eben nicht, dass jeder Sch… den man da reinschreibt zum Gesetz wird. Deutsches Verbraucherschutzrecht hebelt unzulässige EULA-Klauseln im Regelfall aus. Insbesondere wären hier wohl zu nennen Unerwartete und überraschende Klauseln (§ 305c BGB) und/oder Unangemessene Benachteiligung (§ 307 BGB)

      • Ein gekauften Produkt nach X Jahren unbrauchbar zu machen, ist sicherlich nicht mit geltendem Recht vereinbar. Völlig egal, was in den AGBs steht.

  • Den „Modus mit eingeschränkter Funktionalität“ brauche ich keine Lizenz, das erlaubt mir jede MS Office Version kostenlos. Also am Ende schlicht komplett den Kauf verloren und kein Vorteil zum Demo/Kostenlos-Modus der aktuellen Version.

    • richtig erkannt. Die Software fällt auf eine kostenlose Variante zurück. Kauf ist verloren, Geld ist weg.
      Technisch gesehen gäbe es sicherlich Möglichkeiten, dieses „Calling Home“ wieder zu aktivieren bzw. ein Zertifikat zu tauschen. Aber so ist es ja schon fast Betrug. Man kauft eine Software für dauerhafte Nutzung per Einmalkauf und dann das.

      Lieber LibreOffice o. Ä. nutzen, dann kann man auch in 20 Jahren noch seine Dokumente bearbeiten.
      Was heute mit Office kommt, kann morgen schon Windows sein. Microsoft kontrolliert, wer was nutzen darf und wann bzw. wie lange. Das hat schon mit XP und der Aktivierung angefangen. Nur hat sich darüber noch keiner Gedanken gemacht.

  • Schon daneben, was M$ hier mal wieder durchzieht. Aber: wieviele Leute wohl wirklich betroffen sind von dem Problem, frage ich mich schon

  • Bitte helft mir mal: Im verlinkten Artikel steht: „This article applies to Microsoft 365 subscription plans only.“ Wo genau steht denn, dass wenn ich mein Office 2019 einfach so weiterlaufen lasse wie bisher, es dann nicht mehr funktioniert? Und wie sollte das umgesetzte werden, wenn ich an der installierten Software nichts ändere?

  • Das ganze ist doch Betrug auf höchster Ebene Ich hoffe das die EU gegen den Laden vorgeht und den Milliarden Strafe aufbrummt Zu dem ist die neuste Version von Outlock 2024 für jemand der viele Mailadressen hat nicht mehr brauchbar Es wird Zeit das MS dicht gemacht wird

  • Ich bezweifle auch dass das rechtmäßig ist. Wir kaufen allerdings seid Jahren das 365 Abo im Angebotspreis für unter 60€ für 1 Jahr, manchmal gabs noch 3 Monate oben drauf. Das teilen wir uns noch mit den Schwiegereltern. So ist die ganze Familie versorgt und die Kinder können auch ihre PowerPoints für die Schule am Mac, iPad oder iPhone erstellen. Wir sind damit ganz zufrieden.

    • Die Zeiten der unter 60€ Abos sind leider aber auch vorbei. Unter 100€ geht kaum noch was, seitdem MS die „KI-Erweiterungen“ inkludiert hat. MS selbst verlangt mittlerweile 129€ pro Jahr Family.

    • Meine sonos boxen – auch die ältesten – funktionieren wie am ersten tag. dieses märchen wird durch wiederholung nicht wahrer.

      • Das stimmt so nicht. Ich habe / hatte zwei Boxen und habe sie mit meinem iPhone / iPad betrieben also die Musik hingeschoben. Dann kam ein Update und es war ende damit. Ich hätte mir eine neuere Box kaufen müssen damit die zwei alten wieder in der Form liefen. Oder eine Fritzbox mit Stick wo die Musik drauf ist

  • Wieder ein Grund mehr sich von MS zu verabschieden. Gibt genug Alternativen am Markt.

  • Freie Alternativen

    Da freut sich, wer den Umstieg auf LibreOffice schon vor Jahren vollzogen und sich von Microsoft verabschiedet hat.

  • so wie ich das lese betrifft das versionen ab 2019, aber nicht vorherige versionen wie z. B. 16.x? kann jmd dazu bitte was sagen

  • „Microsoft empfiehlt betroffenen Nutzern drei Wege: …, den Wechsel auf die kostenlosen Office-Webanwendungen…“

    Wie muss ich mir das genau vorstellen?
    Kann ich weiterhin meine Dokumente auf dem Mac speichern und lediglich die Neuerstellung, Bearbeitung läuft über den Web-Browser? Link wäre super

  • Das ist schlicht Betrug. Ich kann nicht eine Verifizierung derart einbauen, etwas als Dauerlizenz verkaufen, aber dann nach nur 5 Jahren sagen „Ups, jetzt noch Zertifikat aktualisieren wäre aber echt aufwändig, keine Lust mehr“. Microsoft hatte jederzeit die Möglichkeit, 1) die Lizenz-Verifikation anders zu gestalten, oder 2) die Software anders zu bewerben, oder 3) einfach die Zertifikate weiterhin zu erneuern. Dass sie sich dafür entscheiden oder entschieden haben, keinen der drei Wege zu gehen, ist böswillig.

  • Kann mir jemand erklären warum man noch Office verwendet wenn die Dateien auch von Pages geöffnet werden können, bearbeitet und als .docx Datei für Windows exportieren werden können?

    Ich versuche für mich zu verstehen wieso man noch ein Abo jährlich zahlt wenn ich denke die meisten funktionieren gegeben sind?

    Ist es aus Gewohnheit das man vielleicht Windows vor Mac verwendet hat?

    Oder gibt es ein riesiges Vorteil gegenüber Pages Numbers Keynote von den ich nichts weis?

    Liebsten Dank für any Feedback und einen schönen Start in der neue Woche wünsche ich euch allen :-)

    • Die Funktionen, die in Pages im Verhältnis zu Word nicht enthalten sind, würden mehrere Seiten hier erfordern. Für den Alltags-User mag das keinen Unterschied machen. In einer Anwaltskanzlei oder einem Wirtschaftsunternehmen ist das schlicht nicht machbar. Es gibt auch tausende von Zusatztools für Office, die es für iWork nicht gibt.

  • Was wären gute Alternativen unter iOS, iPadOS und Mac/Windows? So selten wie ich es brauche, man braucht es ja mal doch. Google Docs?

  • Gut, dass ich eine Billig-Lizenz für wenige Euronen gekauft habe, damit ist der Schaden überschaubar. Bisher hatte ich noch Bedenken, weil diese Lizenzen (bei vollem Funktionsumfang) so unfassbar günstig sind. In Kenntnis dieses unglaublichen Vorgehens von MS (Entwerten der Lizenz durch Blockieren der Funktionalität) sollte keiner mehr ein schlechtes Gewissen bei diesen Billig-Lizenzen haben.

  • Das war übrigens – ohne Spaß – genau das überspitze Beispiel, dass „Stop Killing Games“ vor ein paar Wochen im Europa-Parlament vorgetragen hat, um ihr Anliegen den Abgeordneten anzutragen.

    Microsoft hat wohl zugehört und dachte sich: „was, das ist erlaubt?“.

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