Umbenennung angekündigt, Konflikt bleibt
Notepad++ für Mac: Streit um Markenname und Darstellung
Nur kurze Zeit nach unserem Bericht über die Verfügbarkeit einer nativen macOS-Version des beliebten Editors Notepad++ hat der der Projektverantwortliche klargestellt, dass es sich dabei nicht um eine offizielle Veröffentlichung handelt.
Der Entwickler Don Ho distanziert sich ausdrücklich von dem kostenfreien Open-Source-Projekt und spricht von einer irreführenden Nutzung des Markennamens.
Streit um Markenname und Darstellung
Auslöser ist die Webseite notepad-plus-plus-mac.org, die nicht nur die Mac-Version des Editors anbietet sondern auch Name, Logo und Infos zum ursprünglichen Entwickler prominent einbindet. Laut Don Ho besteht keinerlei Verbindung zwischen diesem Projekt und der bekannten Windows-Software. Weder eine Freigabe noch eine Zusammenarbeit habe es gegeben.
Kern der Kritik ist weniger der technische Ansatz als vielmehr die Außendarstellung. Da Notepad++ als Open-Source-Anwendung veröffentlicht wird, sind Abwandlungen und Portierungen grundsätzlich erlaubt. Problematisch sei jedoch die Nutzung des geschützten Namens und der bekannten Icons, da dies bei vielen Nutzern den Eindruck eines offiziellen Angebots erwecke.
Der Entwickler hat nach eigenen Angaben bereits Kontakt mit den Anbietern der Mac-Version aufgenommen und fordert Anpassungen bei Name und Gestaltung.
Umbenennung angekündigt, Konflikt bleibt
Inzwischen hat der Entwickler der Mac-Version reagiert und seinerseits Anpassungen angekündigt. Demnach soll die Anwendung künftig unter eigenständigem Namen und mit überarbeitetem Logo erscheinen. Auch eine neue Webadresse ist vorgesehen. Die Änderungen sollen zeitnah mit einer neuen Versionsnummer umgesetzt werden, wobei bestehende Nutzer ohne größere Umstellung weiterarbeiten können sollen.
Wie aus einer öffentlich geführten Diskussion auf GitHub hervorgeht, hatte es im Vorfeld durchaus Kontaktversuche zwischen beiden Seiten gegeben. Eine Einigung über die Nutzung von Name und Darstellung kam jedoch nicht zustande. Der ursprüngliche Entwickler fordert weiterhin eine klare Abgrenzung.
Der Konflikt wird inzwischen offen ausgetragen und sorgt auch innerhalb der Entwickler-Community für Diskussionen über den Umgang mit offenen Lizenzen und geschützten Marken. Für Anwender ist die Situation derzeit unübersichtlich. Es bleibt abzuwarten, unter welchem Namen und in welcher Form sich die Mac-Version künftig neu positioniert.


Von manchen Leuten möchte man die Sorgen echt gerne haben…
Der eigentliche Maintainer steckt sehr viel Arbeit in sein Produkt und auch wenn es OpenSource ist kann der andere Entwickler sein Projekt ohne explizit zu klassifizieren, dass es sich um einen Fork handelt dies nicht einfach veröffentlichen. Vor allem mit dem Wissen, dass gerade auf die Anwendung es schon Angriffe gab. Da kann ich das schon nachvollziehen.
Naja, aber hat er ja. Und wenn man sich mal die verlinkte Diskussion durchliest, argumentiert der Original Entwickler nicht gerade rational. Das schwächt er das Vertrauen.
In etwa so. Entwickler eins: guten Tag, sorry, dass ich auf deine E-Mail nicht eingegangen bin. Aber ich habe jetzt entschieden. Ich mag dein Projekt nicht. benenn dein Projekt um. Entwickler zwei: ich verstehe den Sinn nicht so ganz, aber wenn du meinst… ja, mache ich, dauert nur ein bisschen. Entwickler ein: ich will das sofort, ich habe dich gemeldet!
Da kann nichts konstruktives rauskommen. Schwächt er das Vertrauen ins Original Projekt für mich.
Kann man aber auch ‚umdrehen‘. Wenn ich zunächst keine Reaktion vom Original Entwickler bekomme ist das keine automatische Freigabe alles zu machen und zu tun was man will. Wenn man also dann meint man müsse auf eigene Faust sich nach außen hin als Original Projekt präsentieren darf man sich hinterher auch nicht beschweren wenn es ‚Ärger‘ gibt. Das wäre in der Wirtschaft auch nicht anders wenn Du zB ein Fahrzeug auf den Markt bringst das die Logos eines anderen Herstellers zeigt. Da würdest Du nicht nur ‚gerügt‘ sondern hättest eine Millionen Klage am Hals.
Dann würdest du aber auch nicht keine Antwort bekommen.
@vh du hast schon eine merkwürdige Sicht auf die Dinge.
Ich hätte den Typen nicht direkt kontaktiert, sondern einen Anwalt eingeschaltet bzw. direkt mit einem gedroht.
Nur weil er sich nicht auf seine Anfrage gemeldet hat, einfach den Namen und das Logo zu klauen ist schon eine ziemliche Frechheit. Forks sind in Ordnung aber kein Diebstahl von Logo & Name und Leute in die Irre zu führen.
Das ist einfach nur dreist!
Ein Weltkonzern wird Dir ganz bestimmt nicht zuerst eine ’nette‘ Email dazu schreiben. Das geht direkt in deren Rechtsabteilung und dann bekommst Du ein Schreiben mit Unterlassungserklärung per Post. Fertig. Kurz und schmerzlos ;-) nochmal: nur weil er zunächst nicht direkt auf dessen Mail reagiert hat ist das kein Freifahrtschein. Nirgendwo steht geschrieben dass er jede Anfrage überhaupt beachten oder binnen irgendwelcher Fristen darauf reagieren muss.
Das Ding unter Windows ist genial, aber das UI unter macOS geht gar nicht.
Sehre ich 1:1 genauso.
Da passt so einiges nicht. UI ist auch ein wenig laggy, zumindest fühlt sich das bei mir so an.
hab gestern wieder runtergeworfen, ist derzeit nicht brauchbar, alleine schon wegen mangelnder Lesbarkeit.
Nutze wieder NotepadNext auf dem Mac
Apfel und + zum Vergrößern der Schrift, anderes Theme -> Einstellungen / Stil-Konfigurator / z.B. DansLeRuSH-Dark.
Wüsste nicht, was dann nicht mehr lesbar sein sollte.
NotepadNext ist ja nett, aber ein wichtiges Feature fehlt für mich, die Plugins.
Ich hab mich schon gewundert als auf der Notepad ++ Seite kein Link zur Mac Version war
Und ich hatte mich gefreut, dass jemand da mal was tut.
Ist doch wirklich ein genialer Editor und der Originalautor täte eigentlich gut daran mit jemandem zusammen daran zu arbeiten, auch eine Mac Version anzubieten. Alleine die Plugins sind cool
Ich mich ebenfalls – die eigene URL hat mich dann schon etwas stutzig gemacht, habe der Empfehlung von ifun aber vertraut.
Wirklich schlechte Umsetzung, dann lieber den Coteditor. Für mich auf dem Mac, der beste Editor.
Ein überarbeitetes Logo kann ja fast nur besser werden.