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Spielraum für Preiserhöhungen

Netflix bestätigt: Günstig-Zugang mit Werbung im Anmarsch

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Dass Netflix seine kostenpflichtigen Streaming-Zugänge um ein werbefinanziertes Angebot erweitern würde, wurde in der Branche bereits als offenes Geheimnis gehandelt, jetzt hat der Video-Streaming-Platzhirsch seine Ambitionen diesbezüglich auch offiziell bestätigt.

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Spielraum für Preiserhöhungen

So hat Netflix-CEO Ted Sarandos auf dem seit Anfang der Woche laufenden Werbefestival „The Cannes Lions International Festival of Creativity“ jetzt angekündigt, die drei bisherigen Preisstufen Basis, Standard und Premium um einen vierten Zugang erweitern zu wollen, der von zusätzlichen Werbeeinblendungen gegenfinanziert wird und entsprechend günstiger als die anderen Zugänge angeboten werden kann.

Netflix schafft sich so die Möglichkeiten, die zu Preisen von 8 Euro, 13 Euro und 18 Euro angebotenen Premium-Zugänge zukünftig erneut im Preis anheben zu können und trotzdem einen günstigen Basiszugang für Anwender mit schmalem Geldbeutel zur Verfügung zu stellen.

Netflix Preise 1400

Reaktion auf negatives Wachstum

Wie der Netflix-Chef Ted Sarandos betont bedeutet die Neuausrichtung jedoch nicht, dass man Netflix nun um Werbeeinblendungen erweitern werde, sondern lediglich, dass ein zusätzlicher, werbefinanzierte Zugang in Planung ist.

Netflix reagiert mit dem zusätzlichen Zugang auf das zurückgehende Wachstum des Konzerns, der während der letzten Quartalszahlen erstmals ein Rückgang der aktiven Abonnenten bekanntgeben musste. Auch wegen des Rückzugs aus Russland zählte Netflix plötzlich 200.000 weniger Abo-Kunden als im Quartal zuvor.

Zusätzliche Tauschpasswort-Gebühr

Der werbefinanzierte Zugang soll demnächst dafür sorgen, dass die Umsätze wieder stimmen. Darüber hinaus testet Netflix die Einführung einer zusätzlichen Gebühr für Anwender, die sich einen Netflix-Zugang über mehrere Haushalte hinweg teilen. Hier laufen gerade die ersten Experimente in Südamerika.

Einen genauen Zeitplan ab wann die Zugänge mit zusätzlichen Werbeeinblendungen bereitstehen sollen und welchen Rabatt Netflix dann bereit ist zu gewähren hat Sarandos noch nicht preisgegeben.

23. Jun 2022 um 17:07 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Der wahre Klaus

    „Netflix schafft sich so die Möglichkeiten, die zu Preisen von 8 Euro, 13 Euro und 18 Euro angebotenen Premium-Zugänge zukünftig erneut im Preis anheben zu können“
    Die Begründung leuchtet mir nicht ein. Ich möchte keine Werbung sehen, unabhängig davon ob es jetzt auch einen günstigeren Zugang gibt. Und wenn sie die Preise weiter so ausreizen bin ich weg.

  • Also Werbung lohnt sich doch nur für die Anbieter, wenn die User Zahlen stimmen, bei fallenden User Zahlen ist das doch eher nicht so attraktiv für die Anbieter.
    Warum sollten jetzt ausgerechnet mehr Kunden kommen, wenn A die Preise der drei Optionen steigen und der Werbezugang wahrscheinlich den gleich Preis wie das Einsteiger Paket hat.
    Da muss man sich nichts vor machen, niemand mag Werbung und wer zahlt auch noch dafür davon genervt zu werden.
    Ist wie eine Mücke oder Fliege, die Nerven auch nur;)

    • Das ist eine Milchmädchenrechnung.

      Für die Werbeeinnahmen ist nur relevant, wieviele Abonnenten das Angebot „mit Werbung“ nutzen und nicht die Gesamtnutzerzahl. Wenn Netflix an der Preisschraube dreht und jährlich 10% deshalb von „werbefrei“ zu „mit Werbung“ wechseln, wird das ein gutes Geschäft und das auch dann wenn die Gesamtnutzerzahl sinkt.

  • Super, da freuen sich Bekannte von mir. Ich persönlich buche jeden Monat einen anderen Dienst, mir macht das so oder so nichts.

    • Machen wir seit Anfang des Jahres auch so. Im Dauerabo haben wir nur noch TV+ da eben bei Apple One mit enthalten. Gerade RTL+ hier und nächsten Monat kommt Starzplay dran. Danach ein Monat Prime Video und im Dezember (wegen Herr der Ringe noch mal). Wenn man so durch wechselt, vermisst man eigentlich nichts. Ist die beste Lösung für uns und ab und zu bekommt man sogar was günstiger wie jetzt der Probemonat RTL+ die jetzt sogar Star Trek haben, ging total an mir vorbei.

    • Anders geht’s auch gar nicht mehr aber schlimm finde ich es nicht. So bekommt man echt viele Sache mit, die nicht groß ausgefallen wären. Fürs Wochenende brauche ich einfach bisschen Streaming-Entspannung.

  • Ich denke der Markt wird das regeln. Das Angebot wird schlechter dafür steigt der Preis.
    Da mich das Angebot nicht mehr überzeugt und die Leistung nicht mehr mit der Qualität übereinstimm, hatte ich bereits gekündigt.

    Ich habe wieder einen aktiven Account, aber nur weil dieser jetzt über ein anderes Land abgerechnet wird. Aber eigentlich ist das noch zu teuer, weil es nicht genutzt wird. Ich suche länger etwas zu finden, als die eigentliche Unterhaltungszeit.

    Aber das geht sicherlich nur mir so und die meisten werden gut und zu einem angemessenem Preis unterhalten.

    BTW: Meiner Meinung ist Amazon und AppleTV ist auch nicht gut. Disney ist auf sehr gutem Weg (hab ich nicht mit gerechnet)

  • Netflix könnte einfach mal nicht so knausrig sein und Ultra HD (zumindest was sie drunter verstehen) in allen Tarifen anbieten. Ich bräuchte wegen mir keinen 17,99-Tarif, will aber aufs UHD nicht verzichten. Und solange es geht, wird der Account auch noch geteilt. Sollte es dann mal nicht mehr gehen, bin ich (und meine Account-Schnorrer) auch weg.

    Netflix begreift es halt einfach nicht…

    • Naja, durch deinen Account Snorrer trägst du aber auch einen Teil zu dieser Entwicklung bei!

      • Vielleicht kann man aber auch auf Anbieterseite ableiten, wo die preisliche Schmerzgrenze dessen liegt, wo ein Abo dauerhaft aufrecht gehalten und nicht ständig ab und wieder bestellt wird.

        auf seinem altbackenen 3 Stufenplan mit nicht mehr zeitgemäßen technologischen Standards zu beharren und das Maximum immer weiter auszureizen, ohne mehr Qualität zu liefern….

        das muss schon ein sehr großes Pferd sein, auf dem Netflix sitzt…

      • Dass die Schnorrer ein Abo abschließen werden ist fraglich. Hat man ja bei den „Raubkopierern“ gesehen. Die haben auch nicht plötzlich aufgehört und DVDs gekauft, weil die Filmstudios so plötzlich pleite gingen und nen Kopierschutz drauf gemacht haben. Die Bedingungen verschlechtern und hoffen, dass mehr Kunden bezahlen? LOL unendliches Wachstum gibts halt nicht. Nur beim Krebs, und wie das endet, weiß man ja.

    • Also, ich fasse zusammen: Du willst auf Qualität, die Dir nicht mal hoch genug ist, nicht verzichten, es ist Dir zu teuer, und Du teilst Deinen Account illegal. Netflix ist Deiner Meinung nach knauserig und begreift es einfach nicht.

      Nee, is klar… Die Ukraine begreift es halt auch einfach nicht, dass sie am russischen Angriffskrieg Schuld ist – sagt Russland.

  • Das einzige was Netflix damit fördert, sind Accountbestellungen via VPN über die Türkei oder Indien.

  • Vielleicht ist ja dann die Werbung unterhaltsamer als deren derzeitiger content.

    ernsthaft, deren Kaugummi-Serien sind wirklich nicht unterhaltsam.

  • Komisch hat Netflix nicht mal die Preise erhöht mit der Begründung das die Accounts geteilt werden…?

  • Es ist eigentlich komplett simpel: Netflix hat es einfach mit den Preisen bzw der Preis-/Leistung übertrieben. Und nun stimmen die Kunden eben mit den Füßen ab. Da hilft auch keine werbefinanzierte „Billiglösung“.

  • Sermonis Libertas

    Mal schauen, wie lange das mit den regelmäßigen Preiserhöhungen noch funktionieren wird. Sämtliche Streaminganbieter erhöhen immer häufiger und in kürzeren Intervallen ihre Preise. Den Euro in der Tasche jedoch, wird man auch weiterhin nur einmal ausgeben können.

  • Auch wenn die Mehrheit hier meint, dass das Angebot mit Werbung nicht funktioniert, so bin ich überzeugt, dass das ein gewaltiges Geschäft für Netflix wird.

    Fast die gesamte Welt leidet unter Inflation (wobei man auch sagen muss, dass wir davon sehr lange verschont waren), und sehr viele Leute denken derzeit nach, wie und wo man etwas sparen kann. Für Leute, die den ganzen Tag Netflix schauen, wird es dabei bleiben, dass sie die werbefreie Variante wählen- aber sollte es dann das Standard und Premiumpaket für 50% des Preises geben, bin ich auf jeden Fall dabei, denn ich überlege, ob Netflix sich für mich überhaupt noch lohnt. Ich bin einfach zu bequem das Abo immer mal wieder pausieren zu lassen. Im letzen Monat habe ich genau einen Film und eine Serie gesehen -da wäre es mir ehrlich gesagt völlig egal, ob ich dann vorher ein oder zwei Werbespots eingeblendet bekomme – das ist selbst im teuren Kino schon immer so gewesen. Da wäre ich sogar froh, wenn es nur 2 Werbespots wären…

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