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Generationswechsel bei Apple

Nächster Rückzug bei Apple: Phil Schiller gibt App Store und Events ab

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Parallel zum heutigen Abschied von Tim Cook kündigt sich bei Apple ein weiterer Generationswechsel an. Phil Schiller gibt einem aktuellen Bericht zufolge die Verantwortung für den App Store und Apples Produktveranstaltungen ab. Der 66-Jährige verlässt das Unternehmen zwar nicht, zieht sich damit aber aus seinen letzten beiden großen operativen Aufgabenbereichen zurück, schreibt Bloomberg.

Schiller Mac Pro

Demnach behält Schiller seinen Titel als „Apple Fellow“ und soll künftig an nicht näher genannten Projekten arbeiten. Mitarbeiter interpretieren die Veränderung offenbar als weiteren Schritt in Richtung Ruhestand. Auf Apples eigener Führungsseite werden App Store und Apple Events zum Zeitpunkt unserer Veröffentlichung allerdings noch als Schillers Verantwortungsbereiche genannt.

Eddy Cue bekommt den App Store zurück

Die Zuständigkeit für den App Store soll künftig bei Apples Dienste-Chef Eddy Cue liegen. Ganz neu ist die Aufgabe für ihn nicht: Cue verantwortete das Software-Kaufhaus bereits bis 2015, bevor Schiller den App Store vor rund elf Jahren übernahm. Das operative Tagesgeschäft soll künftig der langjährige App-Store-Manager Carson Oliver leiten.

Auch bei Apples Produktpräsentationen endet Schillers Zuständigkeit. Nola Weinstein soll künftig das Event-Team führen und an Kommunikationschefin Kristin Huguet Quayle berichten. Schiller gehörte selbst über viele Jahre zu den bekanntesten Gesichtern auf Apples Bühne und präsentierte Produkte wie iMac, iPod, iPhone und Mac persönlich.

Bewegte Jahre zwischen Epic und EU

Seine Zeit an der Spitze des App Stores fiel allerdings auch in dessen bislang konfliktreichste Phase. Schiller musste Apples Geschäftsmodell im jahrelangen Streit mit Epic Games verteidigen, vor Gerichten aussagen und die zunehmenden regulatorischen Eingriffe in Europa, Japan und anderen Märkten begleiten.

Phil Schiller Apple Homepod Vorstellung

Dabei zeigte sich Schiller intern offenbar nicht immer so kompromisslos wie Apple nach außen. In einem Gerichtsverfahren wurde 2025 bekannt, dass er selbst Bedenken gegen Apples Gebühren für außerhalb des App Stores abgewickelte Käufe geäußert hatte. Zuletzt arbeitete Apple mit der EU-Kommission an erneut überarbeiteten Geschäftsbedingungen für Entwickler.

Schon 2020 begann der Rückzug

Schillers Rückzug aus dem Tagesgeschäft kommt nicht überraschend. Bereits 2020 hatte er den Posten als Marketingchef abgegeben und war zum Apple Fellow ernannt worden. Damals erklärte Schiller, künftig mehr Zeit für Familie, Freunde und persönliche Projekte einplanen zu wollen. App Store und Veranstaltungen behielt er dennoch – laut einem Bericht von 2024 zeitweise mit Arbeitswochen von annähernd 80 Stunden.

Schiller kam bereits 1987 zu Apple, verließ das Unternehmen zwischenzeitlich und kehrte 1997 gemeinsam mit Steve Jobs zurück. Damit gehört er zu den Managern, die Apples Wiederaufstieg vom angeschlagenen Computerhersteller zum heutigen Weltkonzern unmittelbar begleitet haben.

Dass sein weiterer Rückzug ausgerechnet mit dem Amtsantritt von John Ternus zusammenfällt, unterstreicht den derzeitigen Umbau in Cupertino. Mit Cook und Schiller treten an einem Tag zwei prägende Vertreter der vergangenen Apple-Jahrzehnte aus dem operativen Tagesgeschäft zurück. Ternus startet morgen damit nicht nur als neuer CEO, sondern übernimmt ein Unternehmen, dessen Führungsebene sich zunehmend von der Jobs- und frühen Cook-Generation löst.

01. Sep. 2026 um 07:28 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • 80 Std pro Woche? Erstens: wie soll das gehen und zweitens: ist es legal?

    • Andere Länder haben auch andere Arbeitszeitgesetze. In Kalifornien gibt’s kein Wochenmaximum bei der Arbeitszeit außer für bestimmte Berufsgruppen.

    • hucklebehrryfinn

      Arbeitszeitgesetze gibt es in Amerika nicht in gleicher Weise, wie in Europa.
      Darum legal. Aber gewiss nicht gesund.
      80-Stundenwoche ist zu schaffen. Der Tag hat 24 Stunden. Davon braucht man gerade mal 6 bis 8 Stunden für Schlaf.
      Bleiben also mindestens 16 Produktivstunden täglich übrig. Essen kann man auch zwischendurch.
      Ob die 80 Stunden geballte konzentrierte Arbeit am Stück war, oder Diskusdionsrunden mit Entscheidungsfindung wird ja nicht geschrieben.
      Aber fleißig ist die Applespitze allemal.

      • Ab einer gewissen Führungsebene kann man Geschäft und Essen als Geschäftsessen gut verbinden. Da kann man schnell mal 10 Arbeitsstunden pro Woche generieren, wo Anderen Pausenzeit abgezogen wird.

    • So eine Frage kann echt nur in Deutschland gestellt werden…

    • Sowas kann wirklich nur in Deutschland gefragt werden. Der Mann ist ein Top Manager und zudem lebt und atmet der Apple, ein Mann der ersten Stunde. Ich werde ihn vermissen. Da er gern fotografiert hatte ich immer gehofft, dass Apple doch noch irgendwann eine Kamera rausbringt. Im Apple Design mit richtigem Glas vorne dran im Verbund mit einem Apple Chip, das wär’s gewesen. Immer wenn ich die Sigma BF neben meinen Leicas sehe, denke ich dran. Naja, wer weiss, hochpreisige Kameras erfahren ja seit Jahren ein Revival. Schau ma mal.

    • Also für nichts wird sich abseits von Konzernen auch in Deutschland weniger interessiert als für Arbeitszeitgesetze. Natürlich sind 80 h keine 80 h am Band stehen und irgendwas zusammenschrauben. Aber wenn ich um 6 den ersten Call habe und den ganzen Abend mit Geschäftspartnern essen bin, ist man easy mal 14 h mit Arbeit beschäftigt. Ich hab auch sicher schon 16 h Tage gehabt. Natürlich hat man das nicht jeden Tag, aber in verantwortlicher Position ist das wirklich nichts ungewöhnliches.

    • 80h Anwesenheit sind nicht 80h Arbeit… Wer mal wirklich mit dem Körper UND im Büro gearbeitet hat, kennt den Unterschied zwischen Müde und Erschöpft.

  • „Nichts ist so beständig wie der Wandel„

    5€ ins Phrasenschwein.

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