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„Das Privileg meines Lebens“

Tim Cooks letzter Tag: Persönlicher Abschiedsbrief an die Apple-Belegschaft

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Für Tim Cook endet heute ein Kapitel, das Apple über anderthalb Jahrzehnte geprägt hat. Am 31. August 2026 absolviert der 65-Jährige seinen letzten Arbeitstag als CEO des Unternehmens. Bevor John Ternus morgen die Führung übernimmt, hat Cook eine persönliche Abschiedsnachricht an die Apple-Belegschaft geschickt.

Tim Cook Billionth Iphone

Die vollständige interne Nachricht wurde von 9to5Mac veröffentlicht. Cook schreibt darin sinngemäß, dass er immer gewusst habe, dass dieser Tag irgendwann kommen würde. Trotzdem falle es ihm schwer zu glauben, dass er nun tatsächlich seine letzten Zeilen als Apple-CEO verfasse.

„Heute ist mein letzter Tag als CEO“

Cook bedankt sich bei den Mitarbeitern für ihre Unterstützung und bezeichnet es als das Privileg seines Lebens, Apple führen zu dürfen. Besonders hebt er die gemeinsame Arbeit hervor. Apple habe seinen sprichwörtlichen „Eindruck im Universum“ hinterlassen können, weil die Mitarbeiter gemeinsame Werte teilten und sich gegenseitig unterstützten. Die Formulierung greift bewusst eine bekannte Aussage von Steve Jobs auf.

Cook macht zugleich deutlich, dass ihm der Abschied von der täglichen Führung nicht leichtfällt. Er werde die Arbeit und vor allem die direkte Zusammenarbeit mit dem Apple-Team vermissen. Mit seiner Entscheidung sei er dennoch vollkommen im Reinen.

Tim Cook Aple Park

Klare Rückendeckung für John Ternus

Besonders deutlich fällt Cooks Unterstützung für seinen Nachfolger aus. John Ternus sei brillant, sympathisch und außerordentlich fähig. Nur wenige Menschen verstünden so gut wie der bisherige Hardware-Chef, was erforderlich sei, um Produkte zu entwickeln, die die Welt verändern können. Cook freue sich entsprechend darauf, Ternus nun an der Spitze von Apple zu sehen.

Den Führungswechsel hatten wir vergangene Woche ausführlicher vorgestellt. Ternus arbeitet seit 2001 bei Apple und leitet seit 2021 die Hardwareentwicklung. Apple hatte seine Ernennung bereits im April angekündigt.

Zum Abschluss seiner internen Nachricht bittet Cook die Mitarbeiter, weiterhin stolz auf Apple zu sein und bei ihrer Arbeit stets ihr Bestes zu geben. Wenn alle ihre Fähigkeiten einbrächten und dabei sowohl aufeinander als auch auf die Kunden achteten, gebe es kaum Grenzen dafür, welchen Unterschied das Unternehmen machen könne.

Tim Cook Gathering Round

Team,

Today is my last day as CEO of Apple. This is a moment I always knew would come one day, and yet it is still hard to believe it has arrived and I am writing these words. I love this company and the team behind it, and I couldn’t let this day pass without sending a note to you, to tell you how grateful I am for the outpouring of affection you’ve sent my way, for the way you’ve shown up each and every day, and most of all, for the privilege of a lifetime serving as your leader.

The truth is, whatever there is to say about my success, I know it is all because of you. You have brought out the best in me. In all my life, I have never seen or been with such an extraordinary team of people before, and every day I get to see more examples of that.

There is something truly special about Apple. I am most proud of what an annual report could never capture. This place is proof that culture triumphs over everything. We share a belief that what we build matters, and that we have both the opportunity and the responsibility to leave the world better than we found it. That purpose is part of what makes this place extraordinary. Apple helps nurture it, but I believe it lived within each of you long before you arrived here. It is what brought you to this company and what continues to drive the work you do every day. Together, we have created something far greater than any one of us could have imagined or accomplished alone. And that’s the secret to our success. We bring out the best in each other. We lift each other up. We have made it possible to leave our „dent in the universe,“ as Steve once described it, because of who we are and what we believe, because of what we value and how we see the world. How fortunate we are. How fortunate I am.

As you know, I am not leaving Apple. But I am stepping away from a role that I have loved deeply. I will miss this work in ways I can only begin to imagine, even as I remain completely at peace with my decision. I will miss leading you and being with you for every step, even as I take enormous comfort in handing the helm to someone as brilliant and wonderful and capable as John. Few people understand what it takes to build products that change the world the way John does and I could not be more excited for his leadership.

I hope you know how much I appreciate you and what an honor it has been to be your CEO. Most of all, I hope you will continue to be proud to be part of this remarkable place we call Apple and always give it your very best. When we bring our whole selves to this work, with care for one another and for the people we serve, there is no limit to the profound difference we can make.

I look forward to seeing you in my new role at Apple Park and around the world.

With all I have and all I am, I am always

Yours,

Tim

Cook bleibt Apple erhalten

Ganz verabschieden muss sich die Apple-Belegschaft von Cook ohnehin nicht. Er erinnert selbst daran, dass er das Unternehmen nicht verlässt. Ab morgen übernimmt Cook den neu geschaffenen Posten als Executive Chairman und wird Apple unter anderem weiterhin bei Kontakten zu politischen Entscheidungsträgern vertreten.

Auch öffentlich verabschiedete sich Cook heute von den Nutzern. Seine Amtsbezeichnung ändere sich zwar morgen, seine Verbundenheit mit der Apple-Community jedoch nicht. Er bedankte sich für die jahrelange Inspiration und blickt nach eigenen Worten gespannt auf das nächste Kapitel.

Die vergangenen Tage hatten bereits deutliche Abschiedszeichen getragen. Zuletzt empfingen Cook und Ternus gemeinsam die Pokémon-Führung samt Pikachu im Apple Park. Zuvor hatte Apple Cook bei einer internen Feier mit rund 200 Gästen und einem Auftritt von OneRepublic verabschiedet. Ab morgen beginnt offiziell die Ära John Ternus.

Tim Cook Wwdc 2023

Ein Abschied, der uns mitbetrifft

Auch für uns bei iFun.de und dem iPhone-Ticker markiert Cooks letzter Tag einen Einschnitt. Einen großen Teil seiner 15 Jahre an der Apple-Spitze haben wir täglich begleitet – von neuen iPhones und dem Aufstieg der Apple Watch über den Wechsel zu Apple Silicon bis hin zum milliardenschweren Dienste-Geschäft. Cook hat Apple wirtschaftlich in eine völlig neue Größenordnung geführt und das Produktportfolio deutlich verbreitert. Gleichzeitig fallen in seine Amtszeit aber auch kontroverse Entwicklungen: steigende Preise, politische Eingriffe, die wachsende Bedeutung von Abonnements und Services, zunehmende regulatorische Konflikte und zuletzt die Schwierigkeiten, beim Thema künstliche Intelligenz mit der Konkurrenz Schritt zu halten.

Cook war nie der Produktvisionär, als den viele seinen Vorgänger Steve Jobs wahrgenommen haben – und hat auch nie versucht, einer zu sein. Seine Stärke lag eher darin, aus dem von Jobs hinterlassenen Unternehmen einen globalen Konzern mit enorm effizienten Lieferketten, einer starken Dienste-Sparte und einer außergewöhnlich loyalen Kundenbasis zu machen. Ob John Ternus diese Linie fortführt oder Apple wieder stärker über neue Produktkategorien und mutigere Entscheidungen definieren will, dürfte eine der spannendsten Fragen der kommenden Jahre werden. An Gesprächsstoff sollte es uns jedenfalls auch nach dem Führungswechsel nicht mangeln.

31. Aug. 2026 um 19:41 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    42 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Auf nimmer Wiedersehen. Jetzt kann es nur noch besser werden… Zeit für Innovationen!

    • Ja meinste? Ich könnte da drei Namen nennen, die dir das Gegenteil zeigen :D

    • Ohje, was für ein respektloser Kommentar. Cook war nie ein zweiter Steve Jobs aber er hatte andere Stärken. Ternus wird hoffentlich auch seine Stärken in die Waagschale werfen. Einfach mal aufhören Steve Jobs nachzutrauern und nicht ständig zu meinen Apple müsse das Rad neu erfinden, würde so manche Enttäuschung ersparen.

      • Stärken? Wenn du, den Nutzern das Geld aus der Tasche ziehen, als Stärke definieren willst, nur zu. Der hat diese Abo-Seuche aktiv vorangetrieben. Den AppStore zur Unbrauchbarkeit umgebaut und auf Abo getrimmt

      • Apple muss Geld verdienen. Dafür war Cook zuständig und das er umgesetzt. Ich bin auch kein Freund davon.

    • Weil es ja auch soooo schlecht lief die letzten Jahre bei Apple. Herrje, was manche Leute hier für ein Anspruchsdenken haben.

      Wie innovativ bist du denn so?

      • Wenn du dich im Restaurant über versalzenes Essen beklagst und der Koch dir sagt, dass du es selbst erstmal besser machen sollst…

      • Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

        Ob ein Essen zu salzig ist, kann ich sehr gut beurteilen, dafür muss ich kein Koch sein. Aber wie erfolgreich oder innovativ ein Unternehmen ist, kann der typische Irin-Mecker-User eher nicht beurteilen. Wie man oben sieht.

    • Was für ein trauriger Kommentar.

      Man kann von ihm halten, was man will aber deine Worte sind einfach nur klein und respektlos.

    • Solche Kommentare geben nur Leute ab die selbst nichts auf die Kette kriegen. Bin auch kein Cook Fan, aber was Wirtschaft angeht ist da er Der Meister.

  • Danke Tim Cook….vor allem für die Entwicklung des Aktienkurses :-)

  • Von 2011 bis 2020 war er wirklich die bestmögliche Führungspersönlichkeit für Apple, denn nach einem SJ das Ruder zu übernehmen, Apple nachhaltig zu stabilisieren, den abermaligen Höhenflug (z. B. durch M-Prozessoren) einzuleiten, ist außergewöhnlich/anerkennenswert. Wie viele erfolgreiche Persönlichkeiten hat er allerdings den Absprung um einige Jahre verpasst – Apples innovative Vorreiterrolle wurde abgegeben und „the next big thing“ hatte man nicht auf dem Radar. KI ist gekommen, um zu bleiben. Dennoch hat er ein Unternehmen hinterlassen, dass alle Zügel und Ressourcen für eine erfolgreiche Zukunft in der Hand hat. In diesem Sinne: Dank an Tim Cook und gutes Händchen für John Ternus.

  • Er war ein Verwalter und kein Innovator.
    Mal sehen was kommt…

  • Es mag langweilig klingen: Ich fand es es von Tim Cook sehr gut, dass er nicht eine Sekunde versuchte ein zweiter Steve Jobs zu sein, oder zu werden.
    Man mag in „Verwalter“ nennen, nach den 15 Jahren, ABER BITTE WAS FÜR EINER!
    Die Firma steht exzellent da, selbst ohne eigenes Fahrzeug, ohne KI-Führungsposition und ohne sinnvolle VR-Brille.
    Ich liebe die Produkte. Konnte mein Gehör (55 Jahre alt, meine Frau sagt immer: „Du hörst nicht gut.) mit dem zertifizierten Hörtest (Air Pods Pro2) überprüfen. Es ist noch gut.
    Die M-Prozessor Geräte (mein M1-iPad Pro, mein MacBook Pro M2 max) sind der Knaller. Mit dem neuen Mann BLEIBT ES WEITER SPANNEND.

  • Schade, dass er erhalten bleibt. Kann nur besser werden.

  • Meine persönliche Erinnerung an Tim Cook: Ich habe ihm mal eine Mail geschrieben, in dem ich meine Begeisterung über das MacBook Air kundgetan habe. Er mir wenige Stunden später geantwortet und sich für meine nette Mail bedankt – seine Antwort hängt als Screenshot eingerahmt in meinem Arbeitszimmer :)

  • „kontroverse Entwicklungen: (…) wachsende Bedeutung von Abonnements“

    Naja, ihr schwimmt ja mit und stellt oft erst Apps mit Abo vor und eure Leser machen auf eine freie oder auf eine Einmal-Kauf Alternative aufmerksam.
    Noch schlimmer sind die Kollegen von Macstories…

  • Ein großer Mann, ein Visionär und ein sympathischer Mitmensch geht in den verdienten Ruhestand.
    Ich wünsche ihm alles Gute.!!!

  • Tim Cook hat alles richtig gemacht Apple ist gesund und hat enorme Einkünfte, dass sie mit der KI nicht mitgegangen sind sondern nur Dinge zum mieten könnte eine Riesenvorteil sein falls mal ein paar KI Unternehmen später nicht mehr existent sind und den Druck nicht mehr gewachsen sind und die Investoren ihr Geld sehen wollen
    Hier finde ich es Apple mit hinzu mieten sehr gut aufgestellt, Tim Cook hat alles richtig gemacht aber absolut alles ich kann keine Fehler erkennen

  • Heute beginnt eine neue Ära und ich habe die große Hoffnung, dass wir wieder unglaubliche Innovationen erleben werden.

  • Ich habe mir den Brief nicht durchgelesen, aber „Eindruck im Universum hinterlassen“?
    Wie unfassbar realitätsfern…

    • „Dent in the Universe“ – das ist ein Steve-Jobs-Zitat, das Tim Cook hier zitiert hat (daher auch in Anführungszeichen in seiner Mail).

    • Hättest du lieber mal gemacht, dann hättest du erkennen können, dass Cook hier Steve Jobs zitiert hat.

    • Es ist 1. ein Zitat und2. Warum nicht?
      Haben sie doch, es ist eine der größten und erfolgreichsten Firmen der Welt, welche zusätzlich in SEHR vielen Jahren bei etlichen Produkten Vorreiter, spitzenreiter, innovationsträger und Design-Ikone war/ist – welche Produkte wurden weltweit am meisten kopiert? Rate mal

      Da kann man das definitiv behaupten!

  • Ein wirklich toller Abschiedsbrief. Danke für das Abdrucken des Originals!

  • Tim Cook ist der attraktivste 65 Jährige, den ich je gestehen habe.

  • Was ist das hier teilweise für eine Gesellschaft – diese CV Entwicklung ist zum Fürchten:-( :-(

  • Wirtschaftlich wird Cook wohl der erfolgreichste CEO den Apple je hatte.

    Leider hat die Fokussierung auf die Buchhaltung aber auch negative Seiten.

    Apple hat den Ruf des „Vorreiters und Innovators“ verloren. In den letzten Jahren ist man bei vielen Dingen hinterhergehechelt, statt diese selbst zu launchen. Die M Prozessoren waren ein Meilenstein – aber einer den der Großteil der Anwender eben nicht „sieht“. In erster Linie hat er Apples Unabhängigkeit gefördert.

    Und natürlich muss man Cooks Unterwürfigkeit gegenüber der Trump Regierung ansprechen.
    Gerade diese hat viel Glaubwürdigkeit gekostet. Goldene Statuen für einen Irren im White House kommen nicht gut an.

    Von Cook bleiben super Wirtschaftszahlen, und ein ramponierter Ruf in vielen Bereichen.

    Der Nachfolger hat viel zu tun.

  • Tim Cook ist mit Abstand einer der besten CEOs der Geschichte.
    Er hat aus Apple ein richtiges Unternehmen gemacht. Manche würden behaupten, die Produkte seien langweilig, aber die Frage ist: „Was ist der Sinn eines Produktes?“ – die Antwort: „Die bestmögliche Nutzung!“ Und da kann sagen, wer will, was er will: Da ist Apple einfach großartig.

    Der wirtschaftliche und strukturelle Teil war in der Zeit einfach wichtiger.
    Steve Jobs war ein anderer Typ, ein Produktmensch. Tim Cook ist ein Verwalter, aber das hat Apple nach den turbulenten 90ern und den starken ersten zehn Jahren in den 2000ern gebraucht. Jetzt hat Apple beides: großartige Produkte und ein stabiles wirtschaftliches Fundament für die Zukunft. Und jetzt mal ehrlich: Die Produktpalette ist trotzdem ein Hammer! Egal welches Produkt man auswählt, man weiß, dass es qualitativ hochwertig ist, und deshalb kauft man Apple-Produkte. Man weiß, was man bekommt!

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mit John Ternus die Produkte wieder mutiger werden und die „Apple Magic“ wieder eine große Rolle spielen wird. Ich denke, vor allem bei der Software ist da genügend Spielraum. Die Zeit wird es zeigen.

    Eine super Wahl von Steve Jobs.
    Eine schwere Aufgabe für Tim Cook. Großen Respekt für die Leistung.
    Eine Riesenherausforderung für John Ternus. Ich freue mich aber auch auf ihn und wünsche ihm alles Gute.

  • Und wieder viele typische Neidkommentare. Was wohl der ein oder andere hier so geleistet hat, außer sich ein ach so schreckliches Apple-Gerät zuzulegen!?

  • Natürlich melden sich in den Kommentaren nur die Kleingeister die nur ständig alles nachplappern, ohne nachzudenken (können?) aber zu 100% im Leben nix geleistet haben. Denn Menschen die was auf der Pfanne haben, geben keine solchen Kommentare ab.
    Fakt ist, er hat das Unternehmen soweit gebracht das es die Billion Marktkapitalisierung geknackt hat. Und viele andere Rekorde hat er auch aufgestellt. Wenn man nur klein sieht was in einem Quartal an Ergbnis erzielt wird. Atemberaubend. Das hat der liebe Steve nicht geschafft sonder mit seiner Attitüde das Unternehmen nahe des Abgrunds manövriert. Und an die Kleingeister: das ist die Aufgabe eines CEO, das Unternehmen erfolgreich machen. Nicht mehr und nicht weniger. Nebenbei hat er viele Arbeitsplätze geschaffen und die besten Leute um sich rum versammelt. Die Produkte sind diskutabel, aber in Summe erfolgreich, es wird ja niemand gezwungen sie zu kaufen. Und nun, weiter mit dem Hass und kindisch geistlosem „kommentieren“.

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