Spaltenregler durch Scrollleisten blockiert
macOS Tahoe: Finder-Spaltenansicht leidet unter Darstellungsfehlern
Mit macOS 26 Tahoe hat Apple die Benutzeroberfläche des Finders sichtbar umgestaltet. Dadurch treten Probleme auf, die vor allem Nutzer betreffen, die seit Jahren mit der Spaltenansicht arbeiten.
Die letzte Spalte lässt sich in ihrer Größe nicht anpassen
Diese Ansicht erlaubt es normalerweise, die Breite einzelner Spalten über kleine Regler am unteren Rand anzupassen. Vorausgesetzt man macht nicht von der neuen Automatik-Option Gebrauch.
Unter macOS Tahoe sind diese Regler jedoch nicht mehr zuverlässig erreichbar. Die horizontale Scrollleiste liegt in bestimmten Konfigurationen direkt über den Bedienelementen und verhindert deren Nutzung.
In früheren macOS-Versionen waren Scrollleisten und Spaltenregler klar voneinander getrennt. Der Entwickler Jeff Johnson hat als einer der Ersten auf dieses Verhalten hingewiesen und den Fehler detailliert dokumentiert.
Dies führt jedoch zu Überlappungen von Scrollleisten und Spaltenregler
Systemeinstellung verschärft das Problem
Apple erlaubt es, Scrollleisten dauerhaft anzuzeigen oder sie automatisch ein und auszublenden. In der Standardeinstellung, die sich am verwendeten Eingabegerät orientiert, verschwinden in der Spaltenansicht nicht nur die Scrollleisten, sondern auch die sichtbaren Regler zur Anpassung der Spaltenbreite. Zwar lassen sich die Spalten weiterhin verändern, wenn der Mauszeiger exakt über die Trennlinien geführt wird, diese Bedienung ist jedoch wenig offensichtlich.
In den macOS-Systemeinstellungen lässt sich die Scrollleisten-Anzeige dauerhaft aktivieren
Der Umstand legt nahe, dass die Kombination aus Spaltenansicht und den neuen Darstellungsregeln nicht umfassend geprüft wurde. Ähnliche Probleme waren bereits an anderer Stelle von macOS 26 zu beobachten. So hatten wir in einem früheren Artikel die eingeschränkte Skalierbarkeit von Fenstern unter macOS 26 thematisiert, bei der Bedienelemente ebenfalls ungünstig abgeschnitten oder verdeckt wurden.
Teil einer größeren UI-Diskussion
Der aktuelle Finder-Fehler fügt sich damit in eine breitere Diskussion über die Auswirkungen der neuen Oberflächengestaltung ein. Besonders stark gerundete Fenster und veränderte Transparenzeffekte beeinflussen die Platzierung klassischer Bedienelemente. Gerade Funktionen, die über viele Jahre unverändert genutzt wurden, reagieren empfindlich auf solche Eingriffe.
Früher sauber getrennt:Unter macOS Sequioa war dies noch kein Problem
Ob Apple die beschriebenen Probleme zeitnah korrigiert, ist offen. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen jedoch, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um strukturelle Schwächen im aktuellen Interface-Design von macOS Tahoe.




Zurückblickend kommt einen das so vor als ob macOS Tahoe ein schneller hingelegter Pfusch ist.
Ging es noch anfangs mit dem System bergauf (beginnend mit Mac OS 6 bis ca Ventura), wurden scheinbar jetzt die Programmierer bei Apple voll ausgetauscht. Das System wurde immer verwirrender, unübersichtlicher, aufgeblähter und die Bucks wurden gesammelt als wenns eine Preis dafür geben würde.
Es wäre an der Zeit einen Führungswechsel durchzuführen um das System wieder zu straffen und klarer zu gestalten.
sehr schön zusammengestellt. Das trifft nicht nur beim Mac zu. Zuviel unnötiges Gedöns und zu viele bugs!
Es war einmal… – so fangen alle Märchen an – ein sehr übersichtliches und selbsterklärendes System!
Oder vielleicht geht es wieder bergauf, weil man die Bugs fixt? Nur so ein Gedanke…
Wäre schön. Aber leider hat es walter ziemlich gut auf den Punkt gebracht. 99% der Bugs auf meiner persönlichen Ärgernisliste, die sich seit Ventura oder sogar Monterey eingeschlichen haben, wurden bis heute nicht behoben.
Jetzt kann man sich auch vorstellen warum der Designer die Biege gemacht hat. Apples Management legt keinen Wert mehr auf Konsistenz, Barrierefreiheit usw. Erstmal musste was neues geliefert werden damit die fallende Aktie abgebremst wird.
Sehr gut beschrieben, ich würde noch die ganzen nervigen Pop-Ups ergänzen, frei nach MacOS Vista.
Und Carplay, eine ewige Baustelle
„Bucks“
:-/
Vielleicht Schuld der „verbuckten“ Rechtschreibkorrektur von iOS ;-)
Bucks ist wirklich Klasse, weil das ein Slang Wort für Dollar ist… in der Tat, Bucks werden von Apple gesammelt, Bugs ausgegeben…
Meines Wissens ist es doch egal an welcher Stelle auf der Spaltenlinie gezogen oder Doppelgeklickt wird um die Breite anzupassen. Den Bildlaufbalken kann man a) nur einblenden bei Scrollbewegung oder b) dauerhaft sichtbar machen. Aber es bleibt egal wo man zieht um die Spaltenbreite anzupassen.
MacBook Pro M5 mit Mac OS 26.3 Beta 2
Eben.. ich brauche dafür keine Buttons etc. es ist doch viel intuitiver einfach irgendwo die Trennlinie anzuklicken und zuziehen. Würde gar nicht auf die Idee kommen, da irgendeinen Punkt zu suchen, wo ich draufklicken muss.
Ändert aber nicht an der Tatsache (und darum geht es bei dieser Artikel), dass es sich hier um „strukturelle Schwächen im aktuellen Interface-Design von macOS Tahoe“ handelt. Es gibt für viele dieser Beispiele irgendwelche „Lösungen“, aber warum nicht gleich richtig umsetzen?! Denn Apple legt ja bekannterweise hier einen Wert auf UX/GUI.
Wie ist (fragt man sich als Entwickler) macOS Tahoe eigentlich durch die Apple App Store Kontrolle gekommen?
Wieder stößt doch an allen Ecken und Kanten den Apple Guidelines.
Fällt mir auch jeden Tag auf und finde ich ganz schön mühsam. Man muss oft weit zurück in den Verzweigungen, dann wird es plötzlich wieder angezeigt. Gut, dass ihr das zum Thema macht!
Anderes Thema, aber auch zur Bedienbarkeit:
Viel schlimmer, dass MacOS es seit Jahren nicht mehr schafft, sich die Fensterpositionen zu merken, wenn extreme Bildschirme angeschlossen sind.
Jeden Morgen finde ich ein totales Trümmerfeld vor und muss erstmal sortieren.
DAS ist peinlich.
Nur um unbedingd irgend was Neues zu präsentieren. Finger weg.
Ist bei iTunes auch eine Seuche, die Bedienelemente sind nun unten über der Titelliste. Wer denkt sich so einen Mist aus?
LOL, wollt ihr jetzt alle drei Tage Schnappatmung bekommen weil irgendeiner eine neue Regression gefunden hat?
Ehrlich, dies war bei allen Design-Upgrades der Fall, mal mehr, mal weniger, selbst unter Steve Jobs – und das wird sich auch dieses Mal über die nächsten Versionen glatt bügeln.
Ja, die Qualität hat leider etwas nachgelassen und eine Bug-Ausbügel-Version ist dringend nötig aber das war doch auch offiziell geplant, oder irre ich da?
Bin Apple Pro User der ersten Stunde und wirklich mittlerweile mehr und mehr am Verzweifeln.
macOS, iOS… mir gefällt technisch und optisch immer weniger.
Dieses oben beschriebene Thema nervt mich auch seit einer Weile und ich bin froh, daß das hier mal thematisiert wird.
Da fühlt man(n) sich nicht ganz so alleine.
;-)
Was würde ich dafür geben Tahoe und das 26 downgraden zu können.
+1
Ich hab die Scrollleiste in den Einstellungen ausgeblendet. Ist nur ein Notbehelf, klappt aber.
Ich bin froh das Alan Dye weg ist.
Keines der Betriebssysteme war bis jetzt ohne Fehler bei der Einführung, was auch normal ist. Aber dieses mal sind so viele Fehler und zusätzliche Schritte notwendig, das viele Funktionen so verwirrend sind, sogar für Nutzer die wirklich Ahnung von Technik haben und sich schnell zurecht finden.