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Ausfälle angeblich vorprogrammiert

MacBook Pro 2018: „Spannungsregler zu schwach für i9-Prozessor“

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59 Kommentare 59

Auf die offensichtlich vorhandenen Leistungsprobleme des MacBook Pro 2018 im Zusammenspiel mit der größten Prozessoroption „2,9 GHz 6‑Core Intel Core i9 “ mussten wir bereits hinweisen. Das Thema wird uns wohl noch einige Zeit begleiten, insbesondere wenn sich die neuesten Erkenntnisse diesbezüglich bewahrheiten: Wie es scheint, ist der Grund für die Leistungseinbrüche nicht im Bereich der Prozessorkühlung zu suchen, vielmehr liefere der von Apple verbaute Spannungsregler nicht ausreichend Leistung.

Auf der Diskussionsplattform Reddit befasst sich ein umfangreicher Thread mit dieser Theorie, inklusive einer Anleitung, Apples Vorgaben (unter Verlust der Garantie) zu optimieren. Die eigentliche Ursache lässt sich allerdings nicht durch softwareseitige Einstellungen bekämpfen. Wenn die bisherigen Analysen zutreffen, kann der im Englischen Voltage Regulator Module (VRM) genannte Spannungsregler die vom i9-Prozessor benötigte Leistung nicht in vollem Umfang liefern und arbeitet somit permanent am Maximum. In der Folge würde sich die Lebenszeit des Moduls deutlich verringern, ein Defekt hätte wohl den Ausfall der Hauptplatine zur Folge.

Wenn Apple nichts tut … und euer System auf diese Weise drosselt und ständig zwischen 800 MHz und Full-Turbo hin und her wechselt, läuft der Spannungsregler unter extremer Last. Dies wirkt sich nahezu sicher negativ auf die Lebensdauer des VRM aus und wird in der Folge einen frühzeitigen Ausfall der Hauptplatine verursachen.

Louis Rossmann, bekannter YouTuber und Inhaber einer Computerwerkstatt in New York, hat sich des Themas ebenfalls angenommen und bestätigt die Einschätzungen auf Reddit.

Es ist uns wichtig anzumerken, dass die beschriebenen Probleme bislang ausschließlich im Zusammenhang mit der Maximalkonfiguration mit Intels i9-Prozessor auftreten. Zur Standardausstattung mit Intels i7-Prozessor gibt es bislang keine Berichte diesbezüglich. Dennoch, 20 Jahre nachdem Apple Intel mit der „Toasted“-Werbekampagne auf die Schippe genommen hat, scheint der Mac-Hersteller selbst Probleme damit zu haben, den Leistungshunger und die Temperaturentwicklung der Prozessoren im Zaum zu halten.

Apples „Toasted“-Werbeclip aus dem Jahr 1997

Danke Sebstian

Dienstag, 24. Jul 2018, 7:52 Uhr — Chris
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Rede mit!
  • Ein absolutes Trauerspiel. Hört sich an wie „Hauptsache auf den Markt geworfen“.

  • Es dürfte mehr glauben, dass Apple Produkte mit dem Ziel der maximalen Lebensdauer baut. Bitte nach 2 Jahren neu kaufen… aber Apple zieht nur dem allgemeinen Konsumtrend nach.

  • Undervolting hilft übrigens das Thermal Throttling abzustellen, dazu gibt es einen sehr guten Artikel auf notebookcheck. Die Leistung der 13″ erhöht sich um 20%, das 15″ immerhin um 10% (jeweils die Stamdardkonfigurationen).
    Grund ist, dass durch das TDP Limit sich der Prozessor nicht ganz so schnell aufheizt und dann auch über einen längeren Zeitraum Leistung liefert. Apples Kühlsystem ist nämlich durchaus in der Lage, die Prozessoren zu kühlen, nur der Boost ist immer zu viel. Und dadurch, dass Apple bisher nur über die Temperatur die Geschwindigkeit des Prozessors regelt, kommt es dann zu dem bisherigen Ergebnis.

    • Klingt für mich plausibel.
      Zumal ich mir nicht vorstellen kann das bei so viel Ingenieuren keinem auffällt das der Spannungsregler zu klein dimensioniert ist.
      Für den Verbraucher ist es allerdings nicht so toll das der i9 in dem Zug nur minimal besser ist als der i7.

    • @DeEchteDennis: Wenn der Boost zu viel ist, lese ich hieraus, daß die Spitzenprozessorleistung kühlungsmäßig nicht hinreichend berücksichtigt werden kann (korrigiere mich bitte, sollte ich das hier falsch verstehen). Wenn das aber so ist, dann ist Minderung der (des) Leistung (sniveaus) die zwingende Folge. … … …

  • Wenn dem wirklich sonst und findige Bastler das sogar nachträglich beheben können sollten bei Apple Köpfe in der Entwicklungsabteilung rollen. Just my 2 Cents

    • kennt man ja. die entwicklungsabteilung sagt „wir brauchen noch etwas“ und der chef sagt „klar, nehmt euch noch nen monat“. wahrscheinlich kam einfach druck von oben und man hats dann einfach auf den markt geworfen. hautpsache raus. der 0815-kunde meckert eh dann nur in foren rum. das geld haben wir trotzdem eingesackt.

  • Es wird Zeit das Apple auch in den Macs auf eigene Prozessoren setz, in den ios Geräten war das ja eindeutig der richtige Weg.

    • Hatten sie schon und erst seit sie Intel CPUs haben ist der Verkauft stetig gestiegen.

      Für nur die E-Mail Fraktion und Forums Fraktion langt ein ARM aber natürlich.

    • Wenn das Problem am Design der Stromversorgung liegt, was würde ein eigener Prozessor daran ändern? In Geräten anderer Hersteller funktionieren die Chips einwandfrei, wie ich selbst bestätigen kann.

  • Der Reddit-Artikel sowie das Video liefern außer Spekulationen nichts was irgendwie belastbar wäre. Leider glaubt man heute eher denen, die lauthals Behauptungen raushauen und auch dem Mob der das alles dann bekräftigt. Davon lebt die Presse heute mehr denn je, euer Artikel bildet hier leider keine Ausnahme.

    • Was wäre deiner Meinung nach „belastbar“? Es gibt inzwischen unzählige Messwerte. Unabhängig davon weisen wir aber auch stets ausdrücklich darauf hin, dass es keine finale Bestätigung gibt und die Berichte zudem bislang nur die große Prozessorausstattung betreffen. Sollten die Vermutungen tatsächlich nicht zutreffen, dann wäre es höchste Zeit, dass Apple dies widerlegt.

      • Naja, panisch jetzt auf jeden Trend im Internet zu reagieren ist nun auch nicht die richtige Strategie. Zumal das Macbook Pro ja erst vorbestellbar ist.
        Vernünftiger Weise wird Apple jetzt erstmal testen, wo das Problem liegt. Dann werden verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Und dann werden die vielversprechendsten Ansätze gebaut. Und dann getestet. Und dann wird eventuell die Produktion angepasst.
        Und dann erst wird zugegeben, daß es einen Fehler bei einer Charge gab.
        Apple lässt sich nicht von ein paar völlig aufgeregten Youtubern, die auch noch gerne den Mittelfinger zeigen, zu panischen Reaktionen treiben, so läuft kein großer Konzern.
        Nichtsdestotrotz ist da natürlich ein ziemliches Problem aufgetaucht, das ohne die vielen Blogs vermutlich erst einige Zeit später bemerkt worden wäre.
        Also, nichts gegen Youtuber, aber etwas Geduld ist schon vonnöten.

      • M.E. braucht ein Konzern oder dessen Entwicklungsabteilungen keine Vermutungen selbsternannter Experten widerlegen, sobald diese ausgesprochen sind. Was in solchen Diskussionen meist als erstes abhanden kommt ist der Sachverstand und vernünftige Argumentation. Es reicht die Vermutung und ein „Gate“ lauert bereits an der nächsten Ecke. Wenn das dann die sog. Fachpresse in die Finger bekommt und passend formuliert ist es soweit.
        Technische Info am Rande: Alle integrierten Spannungsregler haben einen eigenen, thermischen Schutzmechanismus an Bord, der bei Übertemperatur anspricht. Dieser schaltet den Regler und alles was dahinter liegt im Falle einer thermischen Überlast ab. So etwas lässt sich recht einfach prüfen, nämlich bei Volllast und max. Umgebungstemperatur.
        Ob das gesamte Hardwaredesign aus thermischer Sicht dauerhaft sicher ausgelegt ist, ist noch eine andere Frage. Das traue ich einem erfahrenen Hardwareentwickler und dem angeschlossenen Testlabor aber eher zu, als den in den Foren ansässigen Profis.

      • Dazu würde ich jetzt gerne ein von iFun nicht unterstütztes Emoji posten. Geht aber nicht. Also so: Facepalm!

    • Darf jetzt keiner mehr Vermutungen äußern, denen dann nachgegangen werden kann? Vor allem wenn es sich um eine vielversprechende Theorie handelt? Apple könnte dem ja entgegenwirken. Aber die Abteilung „Public Relations“ braucht wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit um ein aktienfreundliches Statement zu erarbeiten. Genauso wie bei den Tastaturen.

  • Werden die Geräte eigentlich noch getestet? Kaum zu glauben, dass die Geräte nicht intern einigen Stresstests unterzogen werden, bevor sie auf den Markt geworfen werden. Oder wird dann ein Bericht über die Mängel geschrieben und dieser dann einfach von obiger Stelle ignoriert à la „Naja, ist halt dann so, kümmert uns nicht“?! Qualitätssicherung: Fehlanzeige.

  • Wie kann so etwas überhaupt durch eine Endkontrolle durchkommen bzw. wie kann man bereits in der Planung so etwas grundlegendes Falsch machen?!?

    • Ist wahrscheinlich untergegangen weil alle Ingenieure mit einem Schallpegelmesser vor der Tastatur saßen.

    • Wenn ich sehe, wie unsere Produktmanager für Cent-Einsparungen am Material Lob bekommen, das Produkt dann aber nicht mehr der Vorserie entspricht, dann Wundert mich nichts mehr.
      Erklärt auch die Frage von Casey oben, „Werden die Geräte eigentlich noch getestet? „

  • Eigentlich müsste Apple bei dem Modell eine Rückruf-Aktion starten bevor die nächste Sammelklage in den USA anläuft- wäre sicherlich kosteneffizienter und besser für die Reputation als es jetzt erstmal weiter so zu verkaufen und dann nach 1-2 Jahren eine Aktion zu starten…

  • Wann meldet sich Apple mal dazu? Heute kommt mein i9 an und ich habe somit 14 Tage Zeit das Teil umzutauschen, wenn man da mit einem Update nix retten kann.

    • Dann kannst du ja berichten ob dir im Alltag etwas negatives auffällt. Apple Care wäre zu empfehlen!

      • @Blub: Du empfiehlst JayT ernsthaft die kostenpflichtige Versicherung Apple Care für einen Tatbestand, welchen in jedem Falle Apple alleine/für den Kunden kostenfrei zu vertreten hat? Warum?

  • Das Wort Pro gehört definitiv nicht an dieses Macbook

  • Louis Rossmann haha. Der Lebt in seiner kleinen Blasen. Bekommt immer die kaputten MacBooks auf den Tisch (das ist sein Job) und meint daraus schließen zu können dass alle MacBooks ganz generell ne Macke haben.

    Und dieses ganze Thema.. Das heruntertakten der CPU ist ganz normal, kein Notebook auf der Welt kann den i9 oder auch einen i7 dauerhaft mit Maximal-Takt betreiben. Der ist für kleine Ausreisser gedacht, wenn die CPU im normalen Betrieb mal eine Sekunde mehr Power benötigen kann. Aus dem Grund kauft man sich zum Rendern auch nicht unbedingt die Maschine mit den meisten Kernen sondern die, die am längsten einen Takt halten kann ohne runterzutakten.

    • Ganz recht, wer die Videos von Louis Rossmann kennt weiß dass es keine guten Notebooks mehr gibt. Jedes neue ThinkPad ist großer Mist in seine Augen und Apple seit jeher sein Feindbild. Mich wunderte es schon, in dieser Sache nicht schon früher von ihm gehört zu haben. :-) Immerhin lässt er alte Videos, in denen er sich grandios mit Fehleinschätzungen oder einfach falscher Bedienung blamiert hat , online abrufbar. Das macht ihn zumindest sympathisch. Er steht zu seinem Taten und Aussagen. So ganz sicher kann man sich aber bei seiner Einschätzung nie sein.

  • Das Problem ist eigentlich nicht neu und war schon bei den HCC Prozessoren und den x299 Boards ein riesiges Thema. Umso unverständlicher, dass Apple über anderthalb Jahre später erneut in die Falle tappt.

  • Gestern waren es noch die Hitzeprobleme und heute der Spannungsregler. Was ist das Problem von Morgen?

  • Wenn Apple den eingeschlagenen Weg so weiterführt kann man (wird man leider) wieder zu Windowsgeräten greifen müssen.

  • Die Leistungsminderung tritt nur bei langer CPU-Last und bestimmten Anwendungen auf. Bei kurzer CPU-Last ist die 6-Kern-CPU im Schnitt ja wie erwartet um 50 Prozent schneller. Bei den meisten Alltagsaufgaben wird die volle Leistung der CPU nur kurz benötigt, etwa für das Berechnen eines Filters oder Rendern einer Vorschau. Also wird nur wieder übertrieben und künstlich hoch gespielt.

    • Aber sowas von genau!! Es muss mal wieder an allen Ecken gemeckert werden- gut der Preis ist hoch und ich hab auch die 5,5k ausgegeben. Aber ist doch wie bei Autos – es ist überall und immer verbesserungspotential

      • Genau so ist es. Die Leute scheinen nicht gebührend Probleme zu haben und freuen sich über alles woraus man einen riesigen Aufreger machen kann.

        Und von deinem 5,5k bekommst du in drei oder vier Jahren auch noch eine Menge wieder wenn du das Gerät gut pflegst….

      • Wie lange baut Apple jetzt schon Notebooks? Da kann man schon meckern wenn sie bewährtes einfach nur immer weiter verschlimmbessern und die Geräte zunehmend unzuverlässiger werden. Das kann ich auf der bühne wirklich nicht gebrauchen dass ich Angst haben muss dass mir wegen den Designfehlern jeden Moment das Ding abraucht.

      • Die MacBooks werden zunehmend unzuverlässiger? Ist das dein subjektiver Eindruck durch all die Meldungen oder kannst du das tatsächlich belegen? ;)

      • Das ist mein subjektiver Eindruck aus meinem Umfeld. Ich bin da der einzige Apple User der nicht jedes 2. Jahr einen wirtschaftlichen Totalschaden beklagen muss – weil ich nämlich im Schnitt 5 Jahre alte Hardware nutze. Ein MacBook 2012, dass drei Jahre ohne Probleme gelaufen ist, läuft nach gründlicher Wartung auch noch weizer zuverlässig. MMn!

    • Erik, ich z. B. pflege meine Geräte mit Maximalleistung über lange Zeit zu betreiben. Und nicht auf bestimmte Anwendungen begrenzt. Schließlich arbeite ich möglichst produktiv; die Schnecken überlasse ich gerne Dir, und Deinesgleichen, Motto: Jedem/r das Seine/Ihre … … …

  • Schlomo Biernbaum

    Crapple halt… Hat doch keiner was anderes erwartet!

  • Das neue MacBook proBLEM. Passt ja.
    Hallo, ander Väter haben auch schöne Töchter, Dell etwa.

  • Spiele gerade mein Backup auf das neue i9 Gerät. Danach werde ich mir das Problem mit eigenen Augen ansehen und hoffen, dass Apple endlich mal Stellung dazu bezieht.

  • Mich wundert, dass die Leute immer noch auf die Intel-Werbung hereinfallen und den „schnelleren“ Prozessor kaufen. Von der Papierform her sieht ein i9 mit mehr GHz schneller aus. Aber im echten Leben spürt man diesen Unterschied gar nicht. Entscheidend ist mit 1. Priorität der Massenspeicher. Festplatten und Hybride (Fusion drive) sind dermassen langsam, dass ich jeden nur bemitleiden kann, der nicht auf SSD setzt. Und die grösseren SSD sind spürbar schneller als die kleinen. In zweiter Prio darf der Arbeitsspeicher gerne mehr als 8 GB haben. Und wenn man dann immer noch Geld übrig hat, dann würde ich eher NICHT auf die höhere GHz-Zahl schielen, sondern mit dem gesparten Geld ein Jahr früher auf ein neues Modell wechseln und das alte weiterverkaufen.

  • Ich glaube nicht das die es mit Absicht auffen Markt geworfen haben. Hätten sich ja noch 1-2 Monate zögern können und schön mit Mohave auffen markt bringen können.
    Sowas hätte auffallen müssen in den Tests. Das upgrade war ja nicht angekündigt deswegen kein Druck.

    Oder wir brauchen Umsatz für die Quartalszahlen, denke eine vernünftige Antwort bekomme wir nicht.

  • Im Apfel ist der Wurm … … …

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