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Apple droht mit Account-Löschung

Mac App Store: Electron-Apps kommen nicht mehr rein

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Vereinfacht und schnell beschrieben, handelt es sich bei Electron-Apps um Mac-Applikationen, die unter der Haube auf Googles Chrome-Browser setzen.

Zum Einsatz kommen diese vor allem bei Service-Anbietern, die mehrere Plattformen bespielen müssen bzw. wollen. Einmal erstellt lassen sich die Electron-Apps nämlich problemlos unter Mac, Linux und Windows einsetzen. Populäre Beispiel sind etwa Slack, Etcher, Temps, Typora und LosslessCut.

Electron Apps

Um schnelle Updates zu gewährleisten wurden die meisten Electron-Apps schon bislang direkt über die Server der Anbieter verteilt – nur wenige standen auch zum Download im Mac App Store bereit. Dies scheint sich nun zu ändern.

Wie mehrere Entwickler berichten, ist Apple dazu übergegangen Electron-Apps den Zugang in den Mac App Store zu untersagen. Ausschlaggebend ist die Tatsache, dass das Electron-Gerüst, das alle Electron-Apps standardmäßig integrieren, auf private Apple-Schnittstellen zugreift und die Aufnahme in den App Store damit auf Basis der Apple Entwickler-Richtlinien ausschließt.

Apple droht mit Account-Löschung

Während Apple hier bislang noch ein Auge zugedrückt hat, droht der Konzern Entwicklern mittlerweile mit der kompletten Löschung ihres Developer-Accounts, wenn diese einmal abgelehnte Electron-Apps per Wiedervorlage erneut an den App Store-Prüfern vorbei schummeln wollen.

Der Entwickler David Costa berichtet in seinem Blog von entsprechenden Drohungen der App Store-Prüfer. So wurde die letzte Ablehnung seiner Electron-App von folgendem, unmissverständlichem Zweizeiler begleitet:

„Die weitere Verwendung oder Verheimlichung nicht-öffentlicher APIs bei zukünftigen Einreichungen dieser App kann zur Kündigung Ihres Apple Developer-Kontos sowie zur Entfernung aller zugehörigen Apps aus dem App Store führen.“

Der von Apple angekreidete Schnittstellen-Zugriff erfolgt in Electron 7.0.1, 6.0.12 und 6.1.3. Damit scheiden so gut wie alle aktuellen Electron-Apps als Kandidaten für die Verteilung über den Mac App Store aus.

Dienstag, 05. Nov 2019, 8:05 Uhr — Nicolas
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  • Kein Schaden. Dieser Elektronmist ist die Seuche der aktuellen Programmiertätigkeit.
    Von der usability allerletzte Klasse

    • Da merkt man, dass hier jemand mit wenig Ahnung laut posaunt.

      Es kommt auf die Implementierung an.
      Allein an den Beispielen Slack, Discord und VsCode, kann man erkennen, dass Apps mit dem Elektron-Framework, sich wie jede andere App im Laufe der Zeit verbessert haben und kompetenter als manch andere native Apps geworden sind.

      • Gerade Slack ist das ultimative Negativbeispiel. Das Ding braucht mehr RAM als alles andere.

      • Schau mal z.B. bei VSCode unter „about VSCode“ nach den eingesetzten Versionen. Electron, Chrome, Node.js … alles alte Major-Versionen. Bugs und kritische Sicherheitslücken die in den Projekten behoben worden sind, schleifen Anwendungen wie VSCode noch mit sich rum.
        Absolut unnötig …

      • Hast du denn eine Alternative? Atom, Brackets und Sublime Text kommen nicht in Frage.

      • @Melvin doch schon seit einigen Wochen nicht mehr, als sie eine neue Version veröffentlicht haben. Slack braucht bei mir mit 4 Teams ~300MB RAM

    • Electron apps sind oft nicht perfekt, jedoch würde es ohne Electron viele gute Apps einfach nicht geben. Schlecht umgesetzte Apps gibt es bei nativen Apps auch genug.

      Davon abgesehen bekleckert sich Apple derzeit auch aus Entwickler-Sicht in vielerlei Hinsicht nicht mit Ruhm, was Election attraktiv macht.

    • Sind diese Apps nicht auch noch meist sinnlos überladen bzw. speicherhungrig

    • Wenn man mal wieder keine Ahnung hat… Wenn die Usability nicht gegeben ist liegt es am Entwickler, nicht am verwendeten Framework.
      Eine gute Electron App wirst du von einer nativen nicht unterscheiden können.

      • Bisher fehlt dann noch das Beispiel einer solchen App.

      • Visual Studio Code ist mein Beispiel für eine Elektron-basierte App, die ich mittlerweile nativen Apps wie Sublime Text oder BBEdit vorziehe.

      • Und trotzdem funktionieren zum Beispiel die Standard Shortcuts (zB zur Cursorpositionierung) nicht bzw. verhalten sich anders.

  • Das Problem ist ja eigentlich, dass man außerhalb des App Stores keine Programme auf das iPhone bekommt.

  • Das war überfällig und wird auch in den nächsten Jahren immer wieder Thema werden. Sehr schön.

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