iTunes-Nachfolger mit DJ-Funktionen
Katalog: Mac-Musikplayer für große MP3-Sammlungen
Wer seine Musiksammlung noch selbst verwaltet, statt ausschließlich auf Streamingdienste zu setzen, bekommt mit Katalog einen weiteren Musikplayer für den Mac. Die neue Anwendung richtet sich insbesondere an Nutzer mit umfangreichen Archiven und möchte an die klassischen Verwaltungsfunktionen von iTunes anknüpfen. Auch DJ-Bibliotheken und selbst produzierte Musikstücke lassen sich einbinden.
Entwickelt wird Katalog von Mike Soops, der hinter dem Ein-Personen-Studio TG Labs steht. Die aktuell verfügbare Version soll selbst große Sammlungen zügig öffnen. Als Beispiel nennt der Entwickler eine Bibliothek mit mehr als 91.000 Titeln und 668 GB Umfang, die in weniger als einer Sekunde geladen wird.
Musikdateien bleiben unangetastet
Katalog arbeitet mit vorhandenen Musikordnern und verzichtet darauf, Dateien ungefragt zu verschieben oder umzubenennen. Metadaten wie Cover, Liedtexte und Bewertungen lassen sich direkt in den Audiodateien speichern. Damit bleiben diese Informationen auch beim Wechsel zu anderen Programmen erhalten.
Besonders interessant ist die Anbindung an Apple Music, Serato und rekordbox. Katalog kann vorhandene Wiedergabelisten, Bewertungen und Abspielzähler übernehmen. Auch der Austausch mit weiteren DJ-Anwendungen ist über XML-Dateien möglich.
Zur Verwaltung gehören eine mehrstufige Sortierung, intelligente Wiedergabelisten und eine Suche, die auch natürlichsprachliche Anfragen versteht. So lassen sich beispielsweise alle Titel ohne Cover oder Tempoangabe aufspüren. Zusätzliche Werkzeuge erkennen doppelte Aufnahmen, fehlende Dateien und MP3s, deren tatsächliche Audioqualität nicht zur angegebenen Bitrate passt.
Vier Arbeitsbereiche und DJ-Werkzeuge
Die Oberfläche bietet vier Ansichten für unterschiedliche Aufgaben. Neben der klassischen Wiedergabe gibt es Arbeitsbereiche zur Vorbereitung von DJ-Sets, zum Vergleichen verschiedener Songversionen und zum Zusammenstellen veröffentlichungsfertiger Musikpakete.
Dazu kommen automatische Übergänge anhand von Tempo und Tonart, ein Equalizer mit 30 Bändern sowie Funktionen für Cue-Punkte und Loops. Die Audioanalyse erfolgt lokal auf dem Mac. Ein Benutzerkonto oder eine Cloud-Anbindung sind nicht erforderlich.
Katalog ergänzt damit die Auswahl unabhängiger Musikprogramme wie Petrichor, über die wir zuletzt mehrfach berichtet haben. Während Swinsian 3.0 vor allem die klassische Bibliotheksverwaltung erweitert und Radiccio zusätzliche Musikserver einbindet, kombiniert Katalog die Archivpflege mit Werkzeugen für DJs und Musikproduzenten.
Die Anwendung läuft ab macOS 14 auf Intel-Macs und Rechnern mit Apple-Prozessor. Eine 30-tägige Testphase schaltet sämtliche Funktionen frei. Danach bleibt die Grundausstattung kostenlos, zusätzliche Werkzeuge kosten einmalig 30 Dollar. Ein Abonnement ist nicht vorgesehen. Da sich Katalog noch in der Betaphase befindet, empfiehlt der Entwickler ausdrücklich eine Sicherung der Musiksammlung vor dem ersten Einsatz.





Kann man damit auch die Musik auf iPad und iPhone verwalten?
Für mich wäre interessant, ob die App FLAC (Free Lossless Audio Codec) unterstützt. Ich bin gerade dabei, meine MP3-Sammlung durch FLAC-Dateien zu ersetzen. Einen einfachen Player habe ich mir mit KI (ChatGPT/Codex) selber zurechtgebastelt. Ich lerne dabei zwar einiges, aber es ist doch sehr mühsam da ich halt kein Programmierer bin.
Mich würde ganz im ernst mal interessieren wer noch mp3 Songs auf seinem Rechner rumfliegen hat und warum? Also Flac und andere lossless formate, ok, versteh ich noch. Aber ne mp3 Sammlung? Wozu? Kein charme wie eine Vinyl, schlechte soundqualität, keinen Sammlerwert wie eine CD mit booklet etc. … iFun zeigt gefühlt jede Woche eine App für mp3 Sammlungen, ich Checks nicht. Um 10 Euro für nen Streamer zu sparen? Bin echt neugierig.