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Aktiv gegen Betriebsräte

Kampf der Lebensmittel-Lieferdienste: Lieferando in der Kritik

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Sie heißen Getir, Gorillas oder Flink und starteten vor allem in den Hochzeiten der Pandemie so richtig durch. Lebensmittel-Lieferdienste, die anders als Wolt und Lieferando keine Restaurant-Bestellungen durch die Stadt radeln, sondern sich auf Supermarkt-Einkäufe mit eigenen Lagern spezialisieren.

Lieferando Mika Baumeister Hr3Z F765QQ Unsplash

Klein-Einkäufe aus dem „Dark Store“

Die sogenannten „Dark Stores“ offerieren eine Auswahl häufig bestellter Supermarkt-Produkte zu dynamischen Preisen, die vor allem in Metropol-Regionen oft nur wenige Minuten nach Aufgabe einer Bestellung bis zur Wohnungstür geliefert werden.

Eine für den Verbraucher sehr bequemen Möglichkeit, schnell noch an Nudeln, frische Brötchen oder Katzenstreu zu kommen, für die radelnden angestellte jedoch ein Knochenjob mit oft prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Davon abgesehen, dass der Markt kontinuierlich in Bewegung ist und Wettbewerber wie Foodpanda und Deliveroo (mitsamt ihren unterbezahlten Arbeitsplätzen) so schnell wieder verschwinden wie diese aufgetaucht sind, fehlen den Lebensmittel-Lieferdiensten etablierte Mitarbeiter-Strukturen.

Lieferando 2 Joshua Lawrence O KNmj 6acM Unsplash

Aktiv gegen Betriebsräte

Wer für den Rewe-Lieferdienst fährt, kann sich über einen seit Jahren etablierten Betriebsrat freuen, Lieferando hingegen soll die Gründung von Betriebsräten im eignen Unternehmen systematisch behindert haben.

In Berlin betreibt Lieferando unter der Überschrift Lieferando Express seit August einen eigenen Dark Store und lotet den Einstieg in die Lebensmittel-Lieferungen aus. Wenn es nach der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) geht, soll dies mit einem ordentlichen Tarifvertrag geschehen.

RBB: Kampf der Lieferfirmen

So bereitet die NGG derzeit Tarifverhandlungen mit Lieferando vor, vermutet aber auch hier aktive Sabotage des in den Niederlanden ansässigen Essenlieferdienstes „Just Eat Takeaway“ zu dem die deutsche Marke Lieferando gehört.

Wie die NGG gegenüber der Abendschau des Rundfunk Berlin-Brandenburg zur Protokoll gab, versuche das Unternehmen die Mitarbeiter in Kategorie wie Fahrer und Büro-Mitarbeiter zu trennen, um starke Betriebsräte zu verhindern.

Der eingebettete RBB-Beitrag von Martin Küper fasst den aktuellen Stand ganz gut zusammen.

Update vom 26. Oktober: ifun.de gegenüber widerspricht Lieferando den Vorwürfen der NGG und gibt an, bereits seit mehreren Jahren Betriebsräte im Unternehmen zu haben. Eine Unternehmenssprecherin erklärt:

Fahrer:innen werden sowohl durch einen deutschlandweiten Gesamtbetriebsrat als auch durch mehrere lokale Betriebsräte vertreten und Lieferando behindert keineswegs die Gründungen von Betriebsräten.

25. Okt 2022 um 19:14 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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