Japanischer Papierkalender für macOS
Himekuri: Digitaler Abreißkalender für den Mac
Die neue Mac-App Himekuri bringt keinen weiteren Terminplaner auf den Rechner, sondern einen digitalen Abreißkalender. Die Anwendung orientiert sich an klassischen Papierkalendern, bei denen für jeden Tag ein Blatt vorgesehen ist. Auf dem Mac hängt dieser Block auf dem Desktop und wartet darauf, dass der Nutzer die aktuelle Seite selbst abreißt.
Das ist bewusst weniger praktisch, als man es von tpischen Kalender-Apps gewohnt ist. Himekuri synchronisiert keine Termine, zeigt keine Erinnerungen an und springt auch um Mitternacht nicht automatisch weiter. Die App kennt im Kern nur das heutige Datum und die nächste Seite. Wer den Tag beenden will, zieht am Blatt. Danach flattert es vom Bildschirm.
Kein Terminwerkzeug, sondern Tagesritual
Damit setzt Himekuri einen deutlichen Gegenakzent zu den zuletzt hier vorgestellten Kalenderhelfern. Während Lineár Calendar mit Version 2.0 den Schritt von der reinen Jahresübersicht zum editierbaren Arbeitsbereich gemacht hat und Termine inzwischen direkt in der Jahresansicht bearbeiten kann, verweigert Himekuri genau diese Richtung. Auch mit Menüleistenkalendern wie Side Calendar, die schnelle Eingriffe ohne Apples Kalender-App ermöglichen und dafür eine Seitenleiste samt Zeitleiste anbieten, hat die Anwendung nur das Wort Kalender gemeinsam.
Der Entwickler beschreibt Himekuri als digitale Wiederaufnahme eines analogen Objekts. Der Stapel wird nicht verbessert, vernetzt oder in ein Produktivitätssystem eingebunden. Er wird schlicht nachgebildet. Abgerissene Tage lassen sich nicht zurückholen. Läuft der Mac im Ruhezustand weiter und der Stapel gerät aus dem Takt, bietet die Menüleiste allerdings eine Rückkehr zum aktuellen Tag an.
Papierphysik statt Kalenderabgleich
Technisch steckt die auffälligste Arbeit nicht in einer Schnittstelle zu iCloud, sondern in der Simulation des Papiers. Das Blatt soll sich wie ein dünnes, filigranes Material verhalten, beim Greifen unter dem Cursor knicken und beim Reißen nicht nur eine fertige Animation abspielen. Der Riss kann auch auf halber Strecke stehen bleiben. Wird die Seite vollständig gelöst, übernimmt sie den Schwung der Bewegung und fällt flatternd nach unten aus dem sichtbaren Bereich.
Die App bringt sechs Themes mit, die über die Menüleiste gewechselt werden können. Dazu zählen eine japanisch geprägte Shōwa-Ansicht als Standard, eine reduzierte Schweizer Variante, ein brutalistisches Layout, ein Büro-Stil sowie japanische und chinesische Designs.
Himekuri ist kostenlos erhältlich, enthält nach Angaben der Projektseite keine Werbung, benötigt kein Konto und bietet keine kostenpflichtige Version an. Die App verlangt macOS 12 oder neuer, belegt rund 5 MB Speicherplatz und benötigt weder Netzwerkzugriff noch besondere Berechtigungen. Der Quellcode steht auf GitHub bereit.
Wer also einen Kalender sucht, der weniger organisiert als entschleunigt, darf hier gerne zugreifen.


Tolle Idee von tollen Entwicklern wieder!
Ich sehe Überfall Katzenbilder bei ifun szfuden Seiten, wer noch und warum???
Keine Cookies > keine Werbung, dafür Katzenbilder… so war das glaube ich gedacht ; )
Kein Konto, wirklich erstaunlich. Das es soetwas heute noch gibt.
Fehlen eigentlich nur die Kalendersprüche, Witze oder Cartoons auf der Rückseite…
+1
+365,25!
Denn „DAS“ dachte ich auch.
Wie ich als Kind da immer auf einen Witz auf der Rückseite gehofft habe.
Oder Spruch des Tages.
Als „Digitale Version > online“ kann man da so viel mit machen.
Aber dazu muss es dann auch DEUTSCH geben. Ich sah da nur ENG Namen.
Also Samstag steht da nirgends. ;)
Im „Retro Office“-Theme von Himekuri gibt es Kalendersprüche.
Absolut cool, werde ich gleich mal installieren.
Habe leider ein paar Blätter zuviel abgerissen. Wie bekomme ich die wieder dran?
Tja – wie im echten Kalender. Wenn weg dann weg …
Wenn es dich total ärgert > neu installieren hilft.
War im „Abreismodus“ ;)