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Unzulässige Datenauswertung?

EU-Wettbewerbshüter nehmen Alexa, Siri & Co. unter die Lupe

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Die Europäische Union will prüfen, ob es auf dem Markt für Sprachassistenten zu Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht kommt. Unter der Leitung von Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager sollen in diesem Zusammenhang rund 400 marktteilnehmende Firmen befragt werden.

Margarethe Vestager Eu Bild Jennifer Jacquemart

Konkret hat die EU beim Thema Sprachassistenten natürlich die Branchenführer Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant im Visier. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert in diesem Zusammenhang die leitende EU-Kommissarin. Vestager sieht besondere Risiken darin, dass die Unternehmen Daten und Informationen über die Gewohnheiten ihrer Nutzer sammeln und analysieren könnten, um darauf basierend ihre Marktposition zu stärken.

Das Bestreben kommt wohl nicht von ungefähr. Zuletzt sah sich Apple mehrfach mit der Unterstellung konfrontiert, man würde die Siri-Aufzeichnungen intensiv auswerten und teils auch für die Weiterverwendung aufbereiten.

Eine Prüfung der Vorwürfe wie sie nun geschehen soll ist allerdings nicht mit einer formellen Untersuchung gleichzusetzen, sondern lediglich deren Vorstufe. Erst wenn sich im Laufe der Befragung ausreichend bestätigende Hinweise ergeben, werden weiterführende Maßnahmen eingeleitet.

Vestager will Steuer-Urteil sorgfältig prüfen

Vestager hat sich mittlerweile auch zu dem Gerichtsbeschluss in Sachen Apple-Steuerhilfen in Irland geäußert. Man werde das Urteil sorgfältig studieren und dann über mögliche nächste Schritte entscheiden.

Der EU Gerichtshof hat diese Woche den Beschluss über eine Steuernachzahlung von Apple an Irland in Höhe von 13 Milliarden Euro für nichtig erklärt. Es sei der EU-Kommission nicht gelungen, die beanstandeten unrechtmäßigen Steuervergünstigungen nachzuweisen. Nun bleibt Vestager noch die Möglichkeit, den Entscheid auf nächst höherer und dann aber auch letzter Ebene prüfen zu lassen.

Freitag, 17. Jul 2020, 11:17 Uhr — Chris
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  • Der Wettbewerb interessiert mich einen sch….. , ich will dass der Datenschutz eingehalten wird und ich in den Einstellungen für Siri einen Button bekomme „alle gesammelten Daten löschen“!

  • Die Speicherung und Auswertung von Aufnahmen sollte verboten werden – letztendlich subventionieren die Nutzer damit die Endwicklung der Sprachassistenten und das sollte der Anbieter grundsätzlich selber verantworten und nicht auf die Allgemeinheit abwälzen!

    • Was für ein Unsinn ist denn das. Ich möchte natürlich, dass der Anbieter den Sprachassistenten weiter entwickeln. Es muss jedem klar sein, dass dies nur über reale Aufnahmen geht die natürlich anonymisiert werden müssen!

      • +1
        Ganz deiner Meinung, wie sonst soll das System weiterentwickelt werden?

      • Man kann Ton oder Bildaufnahmen nicht 100% anonymisieren. Also so, dass sie nie irgendwie mit jemandem in Zusammenhang gestellt werden können.
        .
        Es gibt Hintergrundgeräusche, die woanders nicht anonym aufgezeichnet werden und die mit deinen identisch sind. Gerade in Ballungszentren mit den Videokameras. Dazu kommt die KI, die mit viel Rechenpower schnell Zusammenhänge aufzeichnen können.
        .
        Stimmanalysen, die jemand über andere Aufnahmen identifizieren. Namen, die im Gespräch genannt werden oder Geo-Informationen. Zeitstempel, die alleine schon durch die Übermittlung entstehen, selbst wenn die Aufnahme alle auf 1.1.1900 gesetz würden. IP Adressen und und und

  • Auch wenn ich die Sprachassistenten als nicht so kritisch erachte (Licht an, Licht aus, Spiele Spotify ist schließlich nicht so persönlich) ist der Witz doch eigentlich, dass diese Unternehmen tun und lassen können was sie wollen.

    Amazon, Google und Facebook sammeln sämtliche Daten, die sie bekommen können, verknüpfen sie und speichern Sie auf ihren eigenen Servern rund um die ganze Welt.

    Niemand hat eine Einsicht in diese Daten, niemand weiß wie genau sie sind und welche Profile da erstellt werden…..ergo KANN niemand diese Unternehmen kontrollieren……Wenn jemand Zugriff auf die Daten bekommt, dann sind es amerikanische Sicherheitsbehörden, die selbst am Rande des rechtlich erlaubten agieren und die sich über die Daten freuen….denen ist es doch scheiß egal wer da was gegen hat….Die Unternehmen dagegen sicher nichts.

    Die EU hat erst recht keine Handhabe gegen die amerikanischen Datenkonzerne…..
    Klar könnte man alle Firmen wie Amazon, Google und Facebook aus der EU verbannen und sperren…..Aber wer will das schon (ich möchte auch nicht auf Amazon verzichten).
    Wir sind einfach an einem Punkt, an dem die großen Konzerne auf einem Datenschatz hocken, den niemand zu Gesicht bekommt…..

    • ich empfinde da solche Firmen wie Criteo, die übelstes retargeting betreiben, auch offline…
      Auch finde ich Webseitenbetreiber höchst fragwürdig, die ihren Nutzern eine ellenlange Liste an Dienstleistern aufbürden, nur damit die ihre Keksfabrik befeuern können, ohne transparent darzustellen, warum man 30 Tracker auf der Seite brauch die faktisch ein und das selbe vom nutzer aufzeichnen, und warum es ausgerechnet diese Firmen, teils in USa sein müssen, die man als Webseitenbetreiber unbedingt brauch. Wir brauchen langsam andere Vermarktungsmechanismen und ein Maßhalten, was Werbung angeht, denn von allem ist zu viel, was sich in Genervtheit der User gipfelt, Werbung wird bewusst geblockt, um das Internet wieder sauber genießen zu können. Dabei hätte man gegen dezente Werbung doch eigentlich nichts, aber was wird gemacht? Schamlos übertrieben, ohne zu kommunizieren, warum, also abseits vom „wir müssen unbedingt Geld verdienen“ Dass viele Datenschlampfirmen aber eigentlich nichts wirklich produtives tun, steht da noch auf einem anderen Blatt… Dasss der User aber selbst die Info einholen muss, ob er nun der Firma da überm Teich einen Cookie speichern lässt oder nicht – von der er noch nie was gehört hat und von dem sich auch nicht erschließt, warum man dem zustimmen sollte… das ist alles so ziemlich kranker Scheiß. Würde man den ewig langen Cookie Listen und den damit verbundenen jeweiligen Anbieter-spezifischen Datenschutzrichtlinien alle mal durchlesen, käme man zu gar nix mehr.
      Welcher Webmaster kann also auch hinter den Angeboten Dritter stehen, die er bewusst auf seiner Seite implementiert? ich denke, die meisten wissen nix über das was sie ihren usern aufbürden, hauptsache die Kasse stimmt durch den Verkauf der anonymen Userdaten…

      hat zumindest nen bitteren Geschmack

  • Zwei Weltkonzerne gibt es nur weil sie unsereDaten und Nutzerprofile auswerten.
    Das muss aufhören da der einfache User kam noch eine Möglichkeit dies zu verhindern.
    Selbst ein VPN Server ist nicht wirklich Datensicher , glaube ich.
    Wie erschreckend das ist , macht mal die Trackingfunktion aus und einen AdBlocker an.
    Fast jede 2 Seite untersagt dann den Zugang.
    Traurig

  • Ich nutze „Jumbo“ auf dem iPhone, welches selbstständig alle Alexa-Aufnahmen löscht. Ist automatisch und praktisch. Jombu versteht sich auch auf Facebook, FacebookMessenger, Google, Twitter, Insta

  • Wenn die Deutschen nichts gebacken bekommen , sind sie doch selber schuld. Ich habe diese komische Telekom sprach , die taugt nichts. Hat voll die Computer Stimme und kann nichts. Schlimmer noch als Siri.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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