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WYSIWYG LaTeX für macOS

Compositor: Ein neuer, grafischer LaTeX-Editor für den Mac

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Spannend, vor allem, weil wir uns erst kürzlich mit dem schlanken Formel-Editor LaTeXiT beschäftigt haben. Mit Compositor kündigt sich eine Mac-Anwendung an, die den Einsatz des Textsatzsystems LaTeX erheblich vereinfachen möchte.

Source Editing

Anstatt euch eure LaTeX-Dokumente im Quelltext bearbeiten zu lassen, rendert Compositor diese in Echtzeit und gestattet euch die Dokumente so problemlos wie etwa in Pages zu modifizieren. Habt ihr einen Fehler im Uni-Paper ausgemacht, müsst ihr nicht mehr in den Code abtauchen, diesen korrigieren, das Dokument neu rendern und anschließend noch mal detailliert auf den richtigen Satz prüfen, sondern könnt eure Änderungen direkt im Programm-Fenster vornehmen.

Compositor richtet sich an versierte LaTeX-Nutzer (Akademiker, Buchautoren, Forscher) und plant die Ausgabe von Version 1.0 noch für den Oktober 2017. Die Lizenz für die Vollversion soll dann $20 kosten. Eine erste Vorschau-Version kann jedoch bereits jetzt geladen und getestet werden.

Programmiert wird Compositor von dem Österreicher Karl Traunmüller, der sein noch junges Produkt in diesem Blogeintrag vorstellt.

In the near term, Compositor targets an academic audience of people who have worked with LaTeX before, know what it is, and how it works. You will have to resort to LaTeX source editing in certain situations. For example, there’s no custom user interface to set up tables yet, you will have to set up the table structure in code for now. […] There will be situations where you want direct access to the underlying LaTeX source. Pressing Ctrl+S will open an inline source editor showing the LaTeX source behind the document region you’re currently working on (often this will be the current paragraph).

Donnerstag, 06. Jul 2017, 9:11 Uhr — Nicolas
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  • Sieht wirklich gut aus. Schade, dass es das nicht schon vor 15 Jahren gab. Damit hätte ich mir damals viel Arbeit sparen können :-)

    • Naja, die meiste Arbeit ist doch das Erstellen der Vorlage, und da kommst du auch mit diesem Programm nicht drum herum, außer du eine der mitgelieferten. Aber spezielle Anpassungen wird man trotzdem noch händisch vornehmen müssen.
      Und ob ich nun links den Quelltext und rechts das PDF habe, oder nur das „PDF“ und irgendwo draufklicke.. Ein großer Vorteil ist da finde ich nicht, ist denke ich dann Geschmackssache.

    • BaKoMa-TeX gibt es schon seit damals – ist aber 3 mal so teuer und wurde lange nicht upgedated (kann ich nicht empfehlen).

  • gibts LaTex immer noch, ist nicht tot zu kriegen.

      • Docx

        *schnell-weg*

      • Vielleicht kann Multi-Markdown eine Alternative werden. Noch ist aber keine so pixel-genaue Ausgabe möglich.

      • Docx hab ich als Witz verstanden, aber:
        Word ist Textverarbeitung während
        LaTeX Textsatz ist.
        Analog ist iPhoto eine Fotoverwaltung und Photoshop Fotobearbeitung.

    • In der Wissenschaft sehr beliebt aber auch in der Programmierung. Bspw. habe ein ganzes Templatesystem für ein CRM auf Basis von Latex programmiert. Sämtlich Verträge oder sonstige Dokumente usw. werden generiert on the Fly. Natürlich könnte man andere Dinge nutzen um bspw. PDF’s zu generieren aber wer will sich schon auf PDF’s beschränken. Es ist noch Open-Source und das würde ich gerne mal mit Docx sehen.

  • Schaut euch mal Sharelatex an. Nutze es derzeit für meine Master Thesis und bin begeistert. Komplett Online, dementsprechend keine Installation notwendig, automatisches Backup mit Git Integration und man kann gleichzeitig mit mehreren Leuten an einem Projekt arbeiten.

    • Leider verbieten aber viele Institute (zumindest an meiner Uni) das Hochladen der Thesis und aller in Zusammenhang stehender Daten auf externe Server( (ja auch Cloudlösungen wie Dropbox sind sogar explizit genannt), weswegen für mich nur eine lokale Lösung denkbar ist. Ob man sich daran hält, was man da zu Beginn unterschreibt und ob es überhaupt jemand mitbekommt ist natürlich eine andere Frage.

      • Soweit ich weiß, ist sharelatex auch auf github vorhanden und bereit für die lokale Installation. Dann könnte man dennoch von überall aus damit arbeiten :-)
        Oder einfach ne git repo. Doch das wäre auch extern. Also ein lokales git aufsetzen.
        Wer einen Server zuhause hat (muss ja nix heftiges sein), kann sich bei allen Problemen behelfen :D

    • Nicht das selbe. ShareLaTex ist gut um die GB große LaTeX Installation zu vermeiden.

      Aber Composer bietet WYSIWYG:
      Bei LaTeX muss man sonst den SourceCode bearbeiten und sieht das Ergebnis erst nach dem Kompilieren, was bei größeren Dokumenten fast Minuten dauern kann.

      Das ist gerade dann nervig, wenn man am Ende kleinere Layout Änderungen machen will.

  • Overleaf bietet sich als online Alternative an, benötigt keine lokale latex Installation und ist einfach zu bedienen.

  • Schade nur, keines meiner Dokumente wird geladen. Texpad lädt und wandelt die anstandslos um. Schlechte Preview wenn nix geladen wird….

  • Gibt es da nicht noch TeXPad? Macht es ähnlich, Echtzeit-Rendering, man kann easy zwischen PDF und Quelltext hin und her springen. Kann man auch mit texstudio, nur so am Rande :-)

    Gibt ja schon WYSIWYG Editoren für Latex wenn ich mich recht erinnere. Ist aber wie mit Website-Baukästen. Was dann dahinter im Quelltext verborgen liegt ist ein Graus und geht gegen jeden Sinn von Latex, sowie bei Fehlern schwer zu fixen.

  • TexPad ist das Programm meiner Wahl. Damit habe ich keine Masterthesis gesetzt. Kann TexPad nur empfehlen, sehr guter Überblick über den ganzen Quelltext und live Vorschau und viele weitere kleinere Features die ich nicht mehr missen mag.

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