OpenAI schraubt an Zuverlässigkeit und Antwortstil
ChatGPT: Weniger Halluzinationen, weniger Rückfragen
OpenAI hat sein Standardmodell für ChatGPT aktualisiert und ersetzt GPT-5.3 Instant schrittweise durch GPT-5.5 Instant. Nachdem das Unternehmen erst vor kurzem die Hauptversion GPT-5.5 vorgestellt hatte, richtet sich das neue Update nun vor allem an alltägliche Anfragen im Chatbetrieb.
Im Mittelpunkt steht dabei eine Eigenschaft, die viele Nutzer schon länger beschäftigt: Das Modell soll seltener falsche Aussagen erfinden.
Nach Angaben von OpenAI wurde die Zahl sogenannter Halluzinationen in internen Tests deutlich reduziert. Besonders bei Themenfeldern wie Medizin, Recht oder Finanzen habe GPT-5.5 Instant rund die Hälfte weniger fehlerhafte Behauptungen erzeugt als der Vorgänger. Auch in komplexen Gesprächen mit bewusst schwierigen Fragestellungen habe das Modell weniger sachliche Fehler gemacht.
Kürzere Antworten, weniger Rückfragen
Neben der Genauigkeit hat OpenAI auch den Antwortstil angepasst. GPT-5.5 Instant formuliert kompakter und soll weniger unnötige Rückfragen stellen. In den gezeigten Beispielen antwortet das Modell direkter und verzichtet häufiger auf lange Einleitungen oder stark formatierte Textblöcke.
Das Unternehmen verweist darauf, dass die neue Version rund 30 Prozent weniger Wörter benötigt als GPT-5.3 Instant. Gleichzeitig soll der Gesprächston natürlicher ausfallen. Vor allem bei kurzen Alltagsfragen oder Formulierungshilfen wirkt das Modell dadurch weniger wie ein ausführlicher Assistent und eher wie ein direkter Gesprächspartner.
Persönlichere Vorschläge durch gespeicherten Kontext
Darüber hinaus erweitert OpenAI die Nutzung gespeicherter Informationen aus früheren Chats. GPT-5.5 Instant kann auf Wunsch stärker auf frühere Unterhaltungen, hochgeladene Dateien oder verbundene Dienste wie Gmail zugreifen. Dadurch sollen Antworten persönlicher ausfallen und laufende Projekte einfacher fortgeführt werden können.
Neu ist zudem eine Übersicht, die anzeigen soll, welche gespeicherten Informationen für eine Antwort verwendet wurden. Nutzer können diese Einträge löschen oder anpassen. Laut OpenAI sollen freigegebene Chats dabei keine sichtbaren Speicherquellen enthalten.
GPT-5.5 Instant wird ab sofort als Standardmodell in ChatGPT verteilt. Die bisherige Version GPT-5.3 Instant bleibt für zahlende Nutzer vorübergehend weiterhin auswählbar.



Gefühlt wird ChatGPT mit jeder Version schlechter – nicht besser. Ich verwende ChatGPT recht gängig, höre aber nach und nach wieder damit auf, weil es simple Aufgaben nicht beherrscht.
Früher konnte es 2 PDF vergleichen (zum Beispiel Angebote/Verträge).
Heute kann es das nicht mehr…
„Die Hälfte weniger falsch“ ist aber leider immer noch völlig inakzeptabel viel – vor allem weil dies ja unvorhersehbar auftritt.
Insbesondere wenn man in der jeweiligen Fragestellung keine Ahnung hat und deshalb den Fehler nicht erkennen kann.
Ich denke zumindest derzeit sollte man bei allen KI-Chatbots. Oft sehr vorsichtig mit den Ergebnissen umgehen. Es schadet nichts, wenn man sich in der betreffenden Materie ein wenig auskennt und Ergebnisse kritisch hinterfragen kann. Gegebenenfalls sollte man auch einfach bei dem ChatBot selber hinterfragen (wie sicher bist Du Dir bei der Antwort), da wundert man sich schon, wie oft ChatBots sich dann selber korrigieren (müssen).
Aus grundsätzlichen Überlegungen heraus habe ich gerade ein Jahresabo für Le Chat von Mystral abgeschlossen. Auch wenn Mystral nicht 100% europäisch ist, muss man europäische Alternativen auch aktiv unterstützen und nicht nur auf Abhängigkeit von Schimpfen