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Anforderungen an Ticket- und Vergleichsportale

Bundestag beschließt neue Regeln für Online-Marktplätze

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Der Deutsche Bundestag hat heute einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die EU-Richtlinie zur besseren Durchsetzung und Modernisierung der Verbraucherschutz-Vorschriften umsetzt und neue Regeln formuliert, die fortan beim Kauf in Online-Marktplätzen greifen. Mit einer Einschränkung: Wenn es um Finanzdienstleistungen wie Kredite oder Versicherungen geht, die von Maklern angeboten werden, greifen die neuen Transparenz-Regeln nicht.

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Bundestag | Bild: Leon Seibert

Such-Ranking muss erklärt werden

Vielmehr zielen die neuen Regelungen auf Online-Marktplätzen wie Amazon oder ebay ab. Diese stehen fortan in der Pflicht offenzulegen, nach welchen Kriterien Suchergebnisse gewichtet wurden und durch welche Parameter die Reihenfolge der Suchergebnisse beeinflusst wird.

Dabei kann es sich um auch von außen nachvollziehbare Kriterien wie Nutzer-Bewertungen oder Aktualität der Angebote handeln, aber auch im interne Informationen wie etwa die Beliebtheit der Produkte, der Mitverdienst des Marktplatz-Betreibers oder die Anzahl der Produkt-Aufrufe.

Anforderungen an Ticket- und Vergleichsportale

Online-Portale, die sich auf den Vergleich von Produkten und Dienstleistern spezialisiert haben müssen darlegen, welche Anbieter berücksichtig wurden. Auch gemeinsame wirtschaftliche Interessen von Vergleichsportalen und den dort verglichenen Angeboten müssen fortan transparent offengelegt werden.

Wer im Netz Veranstaltungstickets verkauft muss den Original-Preis des Events unabhängig von eigenen Gebühren und Aufschlägen nennen.

Das Veröffentlichen falscher 5-Sterne-Bewertungen auf Unternehmens-Webseiten ist fortan verboten:

Veröffentlicht ein Unternehmen Bewertungen, muss es die Kunden darüber aufklären, ob und wie es sicherstellt, dass die Bewertungen tatsächlich echt sind. Gefälschte Bewertungen sind laut Gesetzesentwurf ausdrücklich verboten.

Offenlegung von individualisierten Preise

Nutzen Online-Portale personenbezogene Informationen wie etwa das eingesetzte Betriebssystem, den Wohnort oder die Browser-Einstellungen um individualisierten Preise festlegen (der Autovermieter SIXT etwa plante zwischenzeitlich von iOS-Nutzern mehr Geld als von Android-Anwendern zu fordern) muss dies nun klar kommuniziert werden.

11. Jun 2021 um 16:08 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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