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Zentrale Plattform für aktuelle Verkehrsdaten

Bundestag beschließt Gesetz für bessere Navi-Daten

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89 Kommentare 89

Navigations-Apps und digitale Routenplaner sollen künftig zuverlässiger arbeiten. Grundlage dafür ist ein neues Gesetz zu intelligenten Verkehrssystemen, das der Bundestag verabschiedet hat. Ziel ist es, Verkehrsdaten umfassender und aktueller bereitzustellen, damit Anwendungen präzisere Empfehlungen liefern können.

Bundestag Gesetz

Im Zentrum steht eine zentrale Plattform, der sogenannte Nationale Zugangspunkt. Über diese digitale Schnittstelle sollen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen gebündelt werden. Dazu zählen Verkehrsmeldungen, Wetterdaten, Fahrplanänderungen sowie Angaben zu Ladesäulen und Leihfahrrädern. Anbieter von Navigationslösungen können auf diese Daten zugreifen und sie in ihre Anwendungen integrieren.

Zentrale Plattform für Verkehrsdaten

Mit dem Gesetz werden Behörden und Infrastrukturbetreiber verpflichtet, relevante Informationen in standardisierter Form bereitzustellen. Dazu gehören unter anderem Baustellen, Straßensperrungen, Tempolimits oder Einschränkungen bei Brücken und Tunneln. Diese Daten sollen möglichst in Echtzeit gemeldet werden.

Nationaler Zugangspunkt

Auch Warnmeldungen wie Hinweise auf Falschfahrer oder Gegenstände auf der Fahrbahn werden künftig zentral erfasst. Da der Nationale Zugangspunkt auf europäischen Vorgaben basiert, können diese Informationen auch grenzüberschreitend genutzt werden.

Für Nutzer von Navigations-Apps bedeutet das, dass sie häufiger auf aktuelle und einheitlich bereitgestellte Daten zurückgreifen.

Mehr Daten für ÖPNV und E-Autos

Neben dem Straßenverkehr betrifft das Gesetz auch den öffentlichen Nahverkehr. Verkehrsunternehmen sollen bereits vorhandene Daten zur Auslastung von Fahrzeugen bereitstellen.

Darüber hinaus werden Informationen zu verfügbaren Ladepunkten für Elektroautos verpflichtend in die Plattform integriert. Damit sollen auch Fahrer von E-Autos ihre Routen besser planen können.

Daneben hat der Bundestag auch das Straßenverkehrsgesetz umfassend überarbeitet.

27. März 2026 um 11:36 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    89 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Klingt es das ? Macht sich Deutschland nicht wichtiger als es wirklich in der Welt gesehen wird ?

      • Bitte was? Was gibt es daran jetzt wieder auszusetzen. Wenn du 3 verschiedene Navis jetzt aktuell vergleichst, wirst du unterschiedliche Verkehrsmeldungen, Tempolimits und Sperrungen bekommen. Es ist sehr sinnvoll das zu bündeln.

      • @Nebumuk: Was für ein schräger Kommentar…

      • Ich habe ganz überlesen, dass das für die ganze Welt eingeführt wird – vielen Dank für deinen äußerst wertvollen Kommentar!

    • Ich glaube nicht, dass die Platzhirsche bereit sind – zu welchen Konditionen auch immer, ihre wertvollen Informationen, für die sie ihre Kunden zahlen lassen, mit anderen Wettbewerbern zu teilen.

      • @stuffy6930
        Du hast den Text dazu gelesen und vor allem: verstanden? Ich denke nicht.
        Sonst wüsstest du, wer für die Datenbereitstellung zuständig ist und wer die Daten abrufen kann, wenn er will.

      • Einfach Text nochmals lesen und Hirn einschalten. Sollte das auch nicht helfen, dann nehme die KI zu Hilfe und lass es dir erklären.

      • Weil das schon „immer“ so war? Die diese Prozesse muss bestehende Software angepasst bzw. neu geschrieben werden und Schnittstellen geschaffen werden. Und anstelle das man Lösungen aus dem Ausland nimmt die dort seit 10 und mehr Jahren funktionieren wird Deutschland seine eigenen Lösungen machen und das heißt das wieder jedes Bundesland seine eigen Lösungen bauen wird und teilweise auch jedes (Straßen)bauamt.

      • Stimmt. Könnten wieder Milliarden werden. Ist D.

    • Milliarden Werden es werden. Und da es auch viele Unternehmen zur Datenübermittlung zwingt, zahlen wir doppelt und dreifach

  • Hätte man auch schon vor 10 Jahren auf die Idee kommen können, aber naja.. besser spät als nie.

    • + 1, gut wäre es, wenn auch ALLE Verkehrsschilder dort in Echtzeit vermerkt wären!
      Das Schildererkennen per Kamera ist völliger Unsinn!

      • Also bei mir ist die Erkennung per Kamera deutlich besser, als die eingepflegten Daten. Mit denen muss ich mir auf einer 24km Strecke hinzu 8x und zurück 6x den nervigen „die-EU-ist-Mist“Trigger anhören.

      • Die Erkennung per Kamera ist aber selbst mit dem besten System nicht zu 100% zuverlässig. Sei es wegen Witterung, verd(r)eckten Schildern, kaputten Schildern, oder sonst was.

      • Ja natürlich gibt’s keine 100% Sicherheit der Erkennung. Aber wenn 13 Jahre nach einer Tagesbaustelle immer noch 30 im Navi hinterlegt ist, ist auch doof. Besonders dann wenn man auch noch vom System genötigt wird, die Geschwindigkeit automatisch zu fahren. Blöd auch auf der Autobahn wenn man von 160 auf 60 runtergebremst wird, weil dort 4 Jahre vorher mal eine Warnbakensammelstelle war.

    • Sehe ich auch so.

      Alle nölen über mangelnde Digitalisierung und Standardisierung.
      Dann tut der Staat was, um Abhilfe zu schaffen, und es wird weiter rumgenölt.

      Das nervt einfach nur noch.

      • @Marc an vielen Dinger der Digitalisierung, wie z.B. der ePA, ist Kritik gerechtfertigt. Manche Sache, wie das hier, sind gut. Man kann die Sache differenziert betrachten.

      • Ich sage jetzt mal so, der Vertrauensvorschuss an staatliche Projekte ist nicht sehr hoch. Nimmt man nur die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, wird das Projekt 3x länger dauern als geplant, 5x mehr kosten, nur 25% der ursprünglich geplanten Daten enthalten und die Schnittstelle wird so schlecht gestaltet sein, dass die Anbieter von Navigationslösungen diese nicht sinnvoll nutzen können und weiterhin lieber auf eigene Daten setzen. Zu pessimistisch? Wie heißt es so schön, ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung ;)

  • Kann im Grunde genommen ja nur in die Hose gehen, wenn der deutsche Staat eingreift

  • Vielleicht mal eine zentrale Speicherung aller Geo kodierten Daten und live Aktualisierung:
    – Spursperrungen
    – Geschwindigkeit Begrenzung
    – alle Schilder
    – Ampel Anzeige
    – …

    Was nützt mir ein Navi wenn eine Straße wegen Bauarnbeiten gesperrt, in der Ausweichroute die Ampel ausgefallen und die Umleitungsschilder falsch stehen.

    Wir brauchen den digitalen Zwilling.

  • Wie sieht es denn mit den Navi-Lösungen der Autohersteller aus? Oftmals werden ja nur für einen gewissen Zeitraum kostenfreie Updates des Kartenmaterials zur Verfügung gestellt. Hat man dann keine Lust mehr, die teilweise horrenden Update-Preise zu zahlen bringt es ja nix, wenn man Staumeldung von Straßen bekommt, die auf den veralteten Navikarten noch nicht existieren.

  • Schön, das wird, bei Verfügbarkeit, sofort in meine App JourneyPulse integriert. Bisher nutze ich nur verschiedene Quellen, die oft fragmentiert und unvollständig sind.

  • Vielleicht sollten man solche Entscheidungen und Gesetze Politikern überlassen, für die das Internet kein Neuland mehr ist. Genauso könnten die auch beschließen, dass Deutschland in zwei Jahren eine bemannte Rakete zum Mond schießt.

  • Warum fühlt sich das so an, als wäre das ein Thema, was die CDU, als sie schon mal in Regierungsverantwortung stand, einfach nur verschlafen hat?

    Wozu eigentlich bessere Navi Daten? Fahren davon mehr Busse? Ist der ländliche Raum damit ÖPNV technisch besser erschlossen und angebunden?

    Was nützt mir ne bessere Kartierung bei ausbleibenden strukturellen Veränderungen, weil man nachwievor der Kfz Branche den Hintern pudert und individuelle Fortbewegung höher stellt als ÖPNV? Mit Vernunft hat das irgendwie nix zu tun.

  • Die Kommentare sind das Spiegelbild der deutschen Gesellschaft. Jetzt geht es mit der Digitalisierung endlich mal voran und jeder hat wieder was zu meckern. Digitaler Kfz-Schein funktioniert schon mal super – digitaler Führerschein wurde jetzt auch beschlossen. Die zentrale Plattform hier ist sehr sinnvoll, das kann jeder gern mal selbst testen. Beispiel: Ich nutze gern CarPlay mit Apple Karten. gestern zeigte es in einer 30er Zone aber 50 an, mein Auto die korrekten 30, Google Maps sogar nur 10 km/h.
    Oder Ampelerkennung – funktioniert in Düsseldorf hervorragend, in Köln überhaupt nicht. Ich habe mich schon immer gefragt, warum man die korrekten Infos nicht irgendwo zentral speichert und alle können darauf zugreifen.
    Das ist jedenfalls sehr begrüßenswert. Und hier muss aber auch die Rechtsprechung entsprechend ausgelegt werden. Mein Auto passt selbständig die Geschwindigkeiten auf der Autobahn an, wenn ich das will. Zuletzt fuhr er aber stur 100 km/h obwohl die digitale Anzeige auf der Schilderbrücke von 100 km/h gut erkennbar ca. 800m vorher auf 60 – wegen Stau- runtergegangen ist. Das sollte dann nachprüfbar sein, dass das auch digital übermittelt wurde, denn 100m hinter der Schilderbrücke war ein Blitzer und der weiß ganz bestimmt, was die Brücke anzeigt.

    • Habe mich schon immer gefragt, was für eine Ampelerkennung gut ist außer für selbst fahrende Autos

    • Ich frag mich auch was das Gemecker soll. Naja, viele haben eine lange stressige Arbeitswoche hinter sich und brauchen wohl irgendwas um sich auszukotzen.
      Solche Leute sortiere ich in meinem Privatleben konsequent aus.

      Ich habe kein Auto, fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und nutze ansonsten die Öffentlichen Verkehrsmittel. Trotzdem finde ich dieses Gesetz gut. Deutschland (bzw. unsere Politiker & Behörden) müssen unbedingt mehr Erfahrungen mit digitalen Projekten sammeln. Und dafür ist das Projekt ein guter Schritt.

    • Ich glaube, das sind die Deutschland-Basher, die alles nur schlecht reden und ihr Heil bei den Linken und der AfD suchen.
      Es gibt viel in Deutschland, bei dem wir hinterherhinken, aber es gibt auch sehr viel Gutes. Und der Wille, das bisher Versäumte aufzuholen, ist momentan wirklich deutlich erkennbar.
      Aber das passt natürlich den Bashern und Griesgrämigen überhaupt nicht in ihr Konzept und Weltbild.

    • Nun. Viele ihrer genannten Themen sind lokale Problem. Also neues Auto kaufen und schon gehts besser mit der Erkennung ;)

  • Danke Thom, genau das Gleiche wollte ich schreiben. Statt sich darüber zu freuen, dass endlich vernünftige Sachen umgesetzt werden, was wir seit Jahren fordern, ist immer der überwiegende Teil der Kommentare negativ. Kann ich nicht verstehen.

    • Ich hab noch nie Probleme mit einer Navigation gehabt daher bin ich noch nie auf die Idee gekommen, dass da jetzt ein Gesetz für her muss

      • Aber das spricht doch nicht dagegen, dass es (noch) besser werden kann.

      • @Tscharlie: was soll uns Glauben machen, dass was aus der öffentlichen Hand etwas besser macht?
        Und da ist die Frage nach Kosten und Dauer gar nicht gestellt

    • Für manche ist es eben einfacher zu mosern. So stellen sie dar, wie intelligent sie doch sind.
      Das ist aber nichts Neues. Hat Deutschland nicht alle 4 Jahre 80 Millionen „bessere Fußballbundestrainer“?
      Solche Heuler muss man wegatmen.

      • Ja, eigentlich muss man das „wegatmen“ Aber diese „Freude am Mosern“, die durch Internet dann verstärkt wird, ist auch ein Grund für das Erstarken einer Partei, die auch nichts anderes macht als Mosern ohne konkrete und realistische Gegenvorschläge!

  • Ich frage mich bei solchen Berichterstattungen warum so viele blaue Sitze frei sind? Müssten die nicht alle besetzt sein?

  • Super Anfang. Das Kartenmaterial wird dann auch Online gepflegt und die Autos können dann rechtssicher sich an die Geschwindigkeitsvorgaben halten. Danach können dann fast alle Verkehrsschilder verschwinden (weil unnötig) und alte Autos werden Zwangsausgerüstet.
    Ganz ehrlich…ich (60) hoffe das ich das noch erleben werde.

    • Irgendwie empfinde ich das etwas zynisch :-)
      Geschwindigkeitsbegrenzungen, an die sich der humane Autofahrende selber nicht halten will, soll nun in finaler Umsetzung durch die Technologie selbst zur Umsetzung kommen… dann müssen wir erstmal noch Assistenzsysteme die aktiv in den Fahrprozess eingreifen, zur Pflicht machen, damit das überhaupt funktioniert? Und wir müssen darauf vertrauen dass die sich untereinander unterhaltenden Autos alle das gleiche Verständnis des Regelwerks haben, damits nicht kracht.

      • Na ja, fast alle neuen Kfz haben zumindest einen Abstandssensor, der den Abstand zum Vordermann hält. Das führt zu einer gleichmäßigeren, entspannteren und umweltfreundlicheren Fahrweise bis zum Stillstand. Ampelsensoren können hier eingreifen, falls es keinen haltenden Vormann gibt und die Einfahrt in die Kreuzung bei roter Ampel verhindern. So kommt auch noch eine Gefahrenabwehr dazu, nicht zuletzt für Fahrradfahrer :-)

      • Die sich unterhaltenden Autos werden nicht unsicherer sein, wie der heute vom Handy abgelenkte Fahrer oder derjenige, dem es egal ist, ob die Ampel rot ist oder es eine Geschwindigkeitsbegrenzung (dank Blitzerwarner) gibt.
        Bei der Technik ist meist der Faktor Mensch das eigentliche Problem, nicht die Technik selbst.

  • Wie will man eigentlich das Problem zwischen Theorie und Praxis lösen? Im System lässt sich zwar alles schön abbilden, aber Baustellen ändern sich ständig. Da ist die Theorie schnell überholt – und die Daten stimmen einfach nicht mehr.

    Man bekommt ja nicht mal elementares hin, z. B. die gültigen Geschwindigkeiten in den Navigationsdaten sauber zu hinterlegen. Moderne Autos bimmeln ständig, weil man angeblich zu schnell ist – dabei sind einfach nur die Kartendaten falsch.

  • Das wird wohl auch dafür sorgen, dass die „besseren Navi Daten“ auch deutlich teurer werden müssen.
    Dann ist auch Schluss mit kostenlosen Apple/Google Maps.

  • Gute Idee, nur glaube ich daran nicht mehr.

    Welche Berater oder Vettern stoßen sich diesmal gesund?

  • Was für eine Ansammlung von meckernden Kommentaren. Traurig. Wegen solcher Leute kommt Deutschland nicht weiter.

  • habt ihr euch mal den Spass gemacht, das pdf mit dem gesetz anzuschauen ? die verwalten sich tot.

    Jährlicher Erfüllungsaufwand: rund 50,8 Mio. Euro
    davon aus Bürokratiekosten: rund 8,1 Mio. Euro
    Einmaliger Erfüllungsaufwand: rund 33,7 Mio. Euro
    davon aus Bürokratiekosten: rund 31,8 Mio. Euro
    Verwaltung
    Bund
    Jährlicher Erfüllungsaufwand: rund 7,9 Mio. Euro
    Einmaliger Erfüllungsaufwand: rund 9,9 Mio. Euro
    Länder
    Jährlicher Erfüllungsaufwand: rund 5 Mio. Euro
    Einmaliger Erfüllungsaufwand: rund 8,6 Mio. Euro

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