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Nach schlechten Messergebnissen

Bundesnetzagentur: Bußgelder für langsame Internet-Provider kommen

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58 Kommentare 58

Keine zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Jahresberichts zur Breitbandmessung – die Messergebnisse lassen sich in diesem 31MB großen PDF einsehen – hat die Bundesnetzagentur jetzt auf die festgestellten Abweichungen zwischen beworbenen Internet-Geschwindigkeiten der Provider und den tatsächlich ausgelieferten Verbindungen reagiert.

Testergebnis

Laut einem Bericht der F.A.Z. will die Bundesnetzagentur zukünftig Bußgelder verhängen, die Netzbetreiber treffen sollen, deren Online-Geschwindigkeiten von den beworbenen Anbindungen abweichen.

F.A.Z. Wirtschaftskorrespondent Helmut Bünder erklärt:

Messungen der Regulierungsbehörde haben ergeben, dass ein großer Teil der Anschlüsse weit hinter den zugesagten Bandbreiten zurückbleibt. Die Netzagentur werde künftig „von Amts wegen“ aktiv werden und Bußgeldverfahren einleiten […] Die notwendige Änderung des Telekommunikationsrechts sei auf gutem Weg, und die Behörde arbeite bereits an klaren Vorgaben für die Verhängung von Bußgeldern.

Bereits Ende März hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband ein Einschreiten des Gesetzgebers gefordert und die Politik dazu aufgerufen, das aktuell verhandelte Telekommunikationsänderungsgesetz zur Einführung entsprechender Druckmittel zu nutzen.

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, fordert damals:

Verbraucher müssen die Leistung bekommen für die sie bezahlen. Das Gesetz muss an dieser Stelle dringend nachgebessert werden. Verbraucher haben noch immer keine Rechtssicherheit, unkompliziert ihren Tarif zu mindern, anzupassen oder auch zu kündigen, sollten sich Anbieter nicht an ihre vertraglichen Zusagen halten. Um die vertraglich vereinbarte Surfgeschwindigkeit besser überprüfen und durchsetzen zu können, müssen Mindeststandards für die Dienstqualität festgelegt werden.

Die Bundesnetzagentur stellt die Ergebnisse ihrer Breit­band­mes­sung auch in einer Kartenansicht zur Verfügung und zeigt hier das Verhältnis der gemessenen Download-Datenübertragungsrate zur vertraglich vereinbarten maximalen Rate in Prozent dar.

Messergebnis

Donnerstag, 06. Apr 2017, 14:44 Uhr — Nicolas
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  • Das ist ja auch nen Witz, was da mit den Kunden gemacht wird…
    Ich hatte Mal ne 25er Leitung und habe beim gleichen Anbieter nen „Upgrade“ auf ne 50er vorgenommen…
    Am Ende hatte ich bei der 25er knapp 23 anliegen…, Bei der 50 dann 25.
    War auch echt nen härter Kampf wieder downzugraden… Hab immer diese dämliche „bis zu…“ Argumentation gehört.

    Naja… Feucht sollte man dann auch „bis zu…“ zahlen ;)

    Naja… Bei 1und1 hab ich jetzt ne 50er und 49 anliegen.
    So soll es sein. Leider wird hier keine 100 angeboten

    • Vielleicht wurde durch den Wechsel zu 1und1 ein neuer Leitungsweg genutzt der kürzer war und demenstprechend weniger Dämpfung und damit mehr Bandbreite hat. Sonst kann ich mir das nicht erklären da wahrscheinlich beide Anbieter (1und1 auf jeden Fall) die Leitung bei der Telekom anmieten.

  • Ich kenne keinen Vertrag in dem eine Bandbreite garantiert wird nur das dämliche “ bis zu “
    Kennt einer von euch einen solchen Vertrag ?

  • Telekommunikationsänderungsgesetz

  •  ut paucis dicam

    Die Telekom hat beim letzten Update ihrer Online Manager App vorsorglich den vorher installierten Speed Test entfernt!
    Geliefert wird 1/3 bis max 2/3 der max angegebenen und gebuchten Geschwindigkeit. Ich bin mal gespannt, ob es besser wird!

  • Also ich bin nun endlich zufrieden !! Montag wurde alles umgebaut und nun habe ich endlich Zugriff auf VDSL 100 – endlich die Zeit mit der 8.000 Leitung vorbei :)

    Was zahlt ihr so für 100 MBit Leitung ?

  • Ich habe von 25 (15-20 waren realistisch) auf 200 geupdated und seit dem nur noch 2-5mbit. eine sauerrei. habe zum glück schon das geld für den ersten monat zurück bekommen aber laut techniker ist auch nicht abzusehen ob und wann das mal behoben wird. werde jetzt auch probieren wieder runter zu gehen, da wars immerhin schneller und billiger.

  • Ich bin schon seit langem mit 1,5mbit bestraft und keiner tut was

    • Du bist nicht bestraft, sondern du hast das was die Leitung hergibt. Du hast eben auch „bis zu“ und da hilft dir die Strafe auch nicht.

      •  ut paucis dicam

        Bist Du bei der Telekom (arbeitest Du dort)? oder warum nimmst Du die so in Schutz??? Ich – und andere Kunden – zahlen viel Geld und möchten auch das für Geld bekommen, was sie bezahlt haben!

      • Wieso in Schutz nehmen. Es wird nicht künstlich gedrosselt. Die Tarife fangen mit bis zu 16000 an, was anderes gibt es gar nicht, von ganz alten Tarifen abgesehen. Wenn es so langsam ist liegst an er Leitung zB anderen technischen Gegebenheiten, und nicht an Missgunst der Telekom. Das ist ein Fakt.

  • Na endlich. Und die Rechnung bitte gleich an die Telekom. 16er wird versprochen und wenn ich viel Glück habe, kommen 10-11 an. Ansonsten nur 9. Und das kann ja wirklich nicht sein und diese Argumentation, dass es ja nur „bis zu“ beworben wird, nervt mich. Jetzt könnte ich downgraden aber glaub mal nicht, dass bei einer 10er auch 9 ankommt.

    • Lässt sich halt physikalisch nicht ändern, Kupferleitungen haben nunmal ne (nicht zu vernachlässigende) Dämpfung. Da die Leitungen zu den Kunden unterschiedlich lang sind kann nie eine bestimmte Geschwindigkeit garantiert werden, zumal noch einige andere Faktoren mit reinspielen. Wird sicherlich Interessant wie die Telkos diese Vorgaben umsetzten werden. Wird nicht einfach für jeden Leitung die exakte Bandbreite vorherzusagen und zu garantieren.

      • Exakt richtig, man kann nur „bis zu“ angeben ansonsten würden die Strafen ins unendliche gehen, so sie denn kommen

      • Richtig, die Leitungen kann man nicht ändern, aber die Verträge und damit verbundene Rechnungen an das anpassen was ich kriege.

      • Aber einer gewissen Geschwindigkeit ist es für den Provider aber einfach nicht mehr günstiger den Anschluss vorzuhalten. Ein 16000er ist vom technischen Aufwand genauso teuer wie ein 384er. Nur dass es bei 384 einfach mehr Leitung dazwischen gibt. Und mal ganz am Rande. Mehr Leitung pro Anschluss müsste prinzipiell sogar teurer sein ;-) aber so gleich es sich eben aus

  • … oder einfach mal alle in den Wald gehen!

  • Das große Problem bei dieser ganzen Geschwindigkeitsdiskussion ist doch die Tatsache der Messung, wenn morgens um 4:20 50 an ner 50er Leitung ankommen können die Anbieter immer sagen: Da ist doch die bezahlte Leistung.
    Um 20 Uhr sinds halt nur 20, aber irgendwann wird der Wert halt erreicht.
    Es sollten, wie von der netzagentur vielleicht auch durchgeführt, nur Durchschnittswerte beworben werden dürfen, kein „bis zu“ oder „maximal“ sondern der zu erwartende Durchschnitt über 24/7.

    • Du merkst hoffentlich selbstbdas du gerade unsinn geschrieben hast ….

      Durchschnittswerte wären besser als das was du jetzt bekommst? Und du würdest dich dann nicht mehr beschweren?

      Der durchschnitt 24/7(!) ist bei 50k vielleicht 42k.
      Du bekommst zu deiner beschriebenen Stoßzeit 20k!? Wäre das dann völlig ok für dich?
      Hättest du es dann nicht gemacht?

      • Es geht halt nicht anders! Oder soll es eine Abrechnung auf Stundenbasis geben, je nachdem was gerade durch geht? Ich möchte behaupten, dass es bei den Speedtests auch oftmals einfach nur an der Gegenstelle liegt und nicht an der Leitung. Meine ist auf jeden Fall sehr konstant bei > 90 %… Die Möglichkeiten der Technik sind nun mal begrenzt!

  • Die einzige Alternative die Telkos haben ist garantierte Mindestbandbreiten anzubieten die dann höher ausfallen können.

  • Stefan B. aus H

    Begrüßenswert wäre es.
    ADSL waren bei mir statt 16/1 ca. 10/1 und jetzt habe ich VDSL 50/10 und in der Praxis 25/6. Bei Mobilfunk war mein bisher gemessener Spitzenwert 40/15, im groben Schnitt aber in der Praxis eher 10/4.
    Leute, holt euch die offizielle App „Breitbandmessung“ und messt mit. Sonst hat die Bundesnetzagentur nicht genug Futter.

  • Da Lob ich ausnahmsweise mal Unitymedia!
    120er Leitung gebucht, 128 kommen an!

  • Hier das gleiche seit es Vodafon wurde ist es immer schlimmer geworden, habe normalerweise 100 MB Leitung. Waren auch immer so zwischen 70 und 90 MB. Aber seit Wochen so ab 16 Uhr zwischen 2-5 MB und gegen 20 Uhr Teileweise nichtmal mehr 1 MB. Im Herbst bin ich wieder bei der Telekom.

    • Das ist der Unterschied zwischen Kabel und VDSL! Kabel ist ein Shared-Medium. Das heißt, die Bandbreite teilt sich je nach Kundenzahl auf. Gerade in Gebieten wo’s nur Kabel gibt, ist in Stoßzeiten (Abends) alles dicht und die beworbenen 200 MBit sinken auf 2. Bei VDSL geht’s nur um die Kabellänge zum nächsten Verteiler. Der Rest ist dann konstant.

    • @omega: kontinuierlich beschweren, jeden Monat mit fristloser Kündigung drohen und jeden Monat das Geld zurückfordern. Sei die Zecke im Fell!
      Nach 11 Beschwerdetickets und 6 Technikerbesuchen haben sie das Problem gelöst!
      Jetzt kommen wieder fast 100mbit an!

  • Passend wäre eine Regelung prozentual nach der realen Leistung zu zahlen, etwa wenn ein 18 Angebot nur 6 liefert zählt man nur ein Drittel

    • Und die Messung macht der Kunde selbst? Als Bsp die gleichen Kunden die eine 200er Leitung haben, aber nur 100 nutzen können, weil der GreenMode auf der Fritze noch aktiv ist?

  • Unitymedia liefert mir zwar 450 MBit an, aber nichtmal der speedtest Server ist schnell genug um die Daten auch mir 450mbit zu mir zu schicken

  • Auf welcher Grundlage sollen denn dann Bußgelder verhängt werden? Auf der Aussage von Privathaushalten? Müssen sich dann mindestens xxxx Leute in einem Gebiet beschweren oder kommt jemand vorbei und macht einen Speedtest bzw. misst die Pegel zum Verteiler?

    •  ut paucis dicam

      Einfach einen Monat lang ein SPEED-Protokoll anfertigen und einsenden!

      • Was aber immer. Ich den Haken hat, dass der Flaschenhals auch gerne mal das WLAN zuhause ist (in Städten wegen zu vielen Netzen im Haus und damit verstopften Frequenzen, auf dem Land wegen Routerinstallation im Keller). Da müsste man schon direkt per Kabel an der Modemdose messen.

    • Stefan B. aus H

      Vermutlich steht die Antwort in dem oben verlinkten PDF. Und es geht nicht nur um Festnetz sondern auch Mobilfunk.

  • Warum Bußgelder? Davon hat der zahlende und verarschte Kunde nix. Ganz einfach wäre, „stimmt die Bandbreite nicht, Geld zurück“. Gerne auch mit zusätzlicher Aufwandsentschädigung, dann würden diese leeren Versprechen schnell aufhören.

  • Hah! Am besten gestern, und so das es richtig weh tut. In meiner Straße sind es grad 4Mbit! Vier. Als ich vor gefühlten 100 Jahren mein Alice Anschluss bekam, hatte ich bereits 4Mbit. Selbst Kabel Internet gibt es hier nicht mehr.

  • Ihr meckert alle auf hohem Niveau. Ich habe gerade mal 768 k Download weil wir immer noch nicht am Glasfasernetz hängen. Zahlen muss ich trotzdem 16 MBit. Das ist der günstigste Tarif. Ich wäre froh wenn ich wenigstens 10- 16 MBit hätte. Da hilft auch unser lieber Minister nicht weiter. Hier werden nur große Töne gemacht, aber tatsächlich passiert gar nichts.
    Weiter so!!!

  • Ich habe VDSL 50 bei 1&1 und bekomme nur 25 zugewiesen obwohl die Fritz!Box eine Leitungskapazität von 56 anzeigt. Im Upstream verhält es sich vergleichbar. Irgendwelche Tipps wie ich die volle Bandbreite bekomme?

    • Anrufen, beschweren, du bekommst
      1) 6*5€ Rabatt für 6 Monate
      2) 1&1 fragt bei Telekom nach einer neuen Leitung / DSL Port
      3) Nach 6 Monaten wiederholen oder gar über neue Leitung freuen

  • Ich hatte erst eine Vodafone Leitung mit 16 Mbit, bei der ich auch nahezu die Geschwindigkeit hatte. Habe dann auf 50 Mbit VDSL gewechselt und hier hatte ich zu Stoßzeiten oft nur noch 2-5 Mbit und einen Ping weit über 100ms. Bin jetzt anfang des Jahres zu Kabelinternet mit 200 Mbit gewechselt und habe dort auch zu Stoßzeiten immer die volle Bandbreite und einen Ping um die 20ms.

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