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Rufe nach Regulierung werden lauter

Apples App-Store-Regeln könnten für das Unternehmen zum Problem werden

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Im Streit um die App „Hey“ zeigt sich Apple von der harten Seite. Phil Schiller stellt im Interview klar, dass man von Konzernseite her keinen Grund dafür sehe einzulenken und erteilt damit auch allen Entwicklern, die nach mehr Flexibilität und Freiheit rufen, eine pauschale Absage.

In der Diskussion um „Hey“ war ohnehin kaum eine Einigung zu erwarten. Weder die Entwickler noch Apple halten es für nötig, auch nur einen Schritt von ihrer Position abzurücken. Zugleich können beide Seiten valide Argumente zur Diskussion beisteuern. Schiller bleibt auf der Position, dass Apple den Store betreibt und nun auch mal die Regeln vorschreibt, die Hey-Entwickler fragen sich dagegen nachvollziehbar, warum Apple den harten Schnitt zwischen Business- und Apps für Privatnutzern macht.

Auf lange Sicht könnte Apple dieses Monopol allerdings noch gewaltigen Ärger bereiten. Diverse große Anbieter zählen zu den Kritikern, nicht zuletzt auch Facebook, die Apple zwischen den Zeilen unterstellen, dass hinter der Ablehnung ihrer Gaming App auch wirtschaftliche Interessen stehen. Apple hat den Antrag auf die Freischaltung von „Facebook Gaming“ mittlerweile fünfmal zurückgewiesen.

Microsoft zieht Vergleich zum Windows-Streit

Die europäische Wettbewerbskommission hat eine Untersuchung der App-Store-Regeln bereits eingeleitet. Microsoft unterstützt diesen Plan und fordert sogar ein massiveres Einschreiten. Unternehmenspräsident Brad Smith ließ im Interview verlauten, dass es höchste Zeit sei, dass Wettbewerbshüter in den USA und Europa die Praktiken der App Stores unter die Lupe nehmen. Insbesondere mit Blick auf Apples App Store merkte Smith an, dass die Zugangsschwellen hier deutlich höher seien als das, was vor 20 Jahren zur Verurteilung von Microsoft hinsichtlich der Browser-Auswahl bei Windows geführt habe.

Letzterer Punkt könnte für Apple dann tatsächlich zum Problem werden. Das Unternehmen kann zwar zunächst seine Hausordnung ganz nach den eigenen Maßstäben festlegen, im Falle einer erwiesenen Monopolstellung könnte diese Freiheit allerdings ganz schnell kippen. Zumindest marketingtechnisch wäre es wohl klüger, hier von Beginn an auf den konstruktiven Dialog mit Entwicklern zu setzen. Über mangelnde Einnahmen dürfte sich Apple wohl auch bei einem entspannteren Verhältnis nicht beklagen.

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19. Jun 2020 um 08:25 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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