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Rundfunkbeitrag bleibt politisches Reizthem

18,36 Euro im Monat: Bundestag berät Entlastungsantrag

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52 Kommentare 52

Der Rundfunkbeitrag bleibt ein politisches Dauerthema. Der Bundestag hat am Donnerstag erstmals einen Antrag beraten, der Bürgerinnen und Bürger bei der Zahlung des Rundfunkbeitrags steuerlich entlasten soll. Konkret geht es darum, den Beitrag bei der Ermittlung des steuerlichen Existenzminimums zu berücksichtigen und das Einkommensteuerrecht zum 1. Januar 2027 entsprechend anzupassen.

Ard Mediathek

Der Antrag stammt von der AfD-Fraktion und wurde nach der Aussprache zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Finanzausschuss. Eine Entscheidung ist damit noch nicht gefallen, der Vorgang zeigt aber einmal mehr, wie umstritten die Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio bleibt.

Aktuell beträgt der Rundfunkbeitrag 18,36 Euro pro Monat und Wohnung. Gezahlt wird unabhängig davon, ob in einem Haushalt klassische Rundfunkgeräte vorhanden sind oder welche Angebote tatsächlich genutzt werden. Für viele Nutzerinnen und Nutzer findet der öffentlich-rechtliche Rundfunk ohnehin längst vor allem digital statt: über Mediatheken, Apps, Podcasts und Angebote auf Apple TV.

Noch keine Entscheidung

Bei uns war der Rundfunkbeitrag zuletzt mehrfach Thema. 2024 hatte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten eine Erhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro empfohlen. Später folgte der Streit darüber, weil ARD und ZDF vor das Bundesverfassungsgericht gezogen sind.

Arte Tarantino Mediathek

Mediatheken bleiben Gegenwert

Unabhängig von der politischen Debatte hat sich die Nutzung der öffentlich-rechtlichen Angebote deutlich verschoben. ARD und ZDF arbeiten seit Jahren daran, ihre Inhalte stärker digital zu bündeln. Die gemeinsame Streaming-Plattform von ARD und ZDF ist ein Beispiel dafür, wie Mediatheken, Apps und Online-Angebote stärker zusammenwachsen.

Für Beitragszahler bleibt die Grundfrage dennoch dieselbe: Wie hoch darf der verpflichtende Beitrag sein und welche Entlastungen sind angemessen? Der jetzt beratene Antrag beantwortet diese Frage noch nicht, bringt aber eine weitere Variante in die Debatte ein. Statt den Beitrag unmittelbar zu senken, würde die Zahlung steuerlich stärker berücksichtigt.

22. Mai 2026 um 17:17 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Da spaltet die AfD wieder. Endlose Diskussion um paar Cent -die wollen nur die Gebührenfinanzierung und damit das Angebot des ÖRF abschaffen. Und das wäre ein echter Verlust. Dann hätten wir nur noch das Unterschichtenfernsehen der Bezahlsender.

      • Frage mich auch wo der Verlust liegt. In anderen EU Ländern gibts das auch nicht und die sind und bleiben auch Demokratien.

      • Es wäre doch schön, wenn jeder für sich entscheiden könnte, ob man den Kram nutzen möchte oder nicht, wie bei anderen Streaming Diensten auch.
        Ich brauch’s nicht, wo die Millionen Gelder z.B. für die Rechte eines politisch verkorksten ESC reingeballert werden.

      • @cat

        Jedes EU-Land hat einen ÖRR.

        Entweder Beitrag oder Steuerfinanziert. Am Ende kommt es aufs gleiche raus.

      • In Italien ist die Fernsehanstalt komplett im Staatsbesitz, ins wird durch den sog Canone RAI (ein Rundfunkbeitrag) finanziert.
        In Österreich ist der ORF eine Stiftung des öffentlichen rechts und steht deswegen vollständig im Eigentum der Allgemeinheit da gibt es aber auch den sog. ORF-Beitrag (haushaltsbezogen)

        Gibt also doch noch andere Länder, wo es in etwa genauso läuft wie bei uns.
        Also leise jammern

    • Ich könnte mit den 220€ im Jahr auch etwas Schönes machen und nicht zwangsweise zahlen müssen.

    • Traumschiff: Wenn seichte Unterhaltung plötzlich als Bildungsfernsehen durchgeht.

      • Aber genau das ist doch der Punkt. Nicht alles muss einem zusagen, aber dafür breit gefächert das hoffentlich jeder was für sich findet und es gibt Formate die hoch interessant sind aber eine Nische bedienen. Die würden werbefinanziert niemals realisiert werden können.

    • Spiegel, Welt, NZZ, DPA, AP, BZ. FAZ, Frankfurter Rundschau und viel weitere lokale Zeitungen/Nachrichtensender. Es gibt so viel mehr wie ÖRR Sender und meiner Meinung nach mit viel mehr Meinungsvielfalt. ÖRR wäre gut wenn nur noch neutrale Nachrichten und faktisch korrektes Wissen, Kultur vermittelt wird. Der Rest kann und muss weg.

      • Ohjeee… Da bist du ja bei rechts-konservativen von Welt, NZZ, BZ und FAZ genau richtig. :D Bei Welt und NZZ arbeitet ja mittlerweile nur noch journalistische Abstellgleis. FAZ ist mittlerweile auch nicht mehr für ihre Kompetenz bekannt.

    • „Und das wäre ein echter Verlust.“

      Für dich vielleicht.

    • Ich würde mich freuen dafür nicht mehr zahlen zu müssen. Ich mag es tatsächlich nämlich so gar nicht für Dinge zu zahlen die ich nicht nutze !

    • Sagen wir mal so wenn es ARD ZDF und WDR wäre so wie früher, dann wäre es in Ordnung, aber nicht mit den zig 100 Spartendingern die alle unnötig mit finanziert werden

    • Gunkel arbeitet scheinbar für die örr! Es gibt keinen Grund eine zwangsfinanzierte Medienlandschaft am Leben zu halten! Vor allen Dingen da gerade im politischen Bereich die öffentlichen gar nicht so unpolitisch sind wie sie gerne behaupten! Ob die add jemandem gefällt oder. Ich spielt keine persönliche Rolle, das haben die öffentlichen allerdings mehr als versaumt klar zu machen bzw. zu stellen! Die haben schon lange her daseins Berechtigung verloren, nenne mir einen Grund weshalb man die noch halten soll! Denkst du die na ch richten sind frei von einer Meinung bei ARD UND ZDF, nein ganz im Gegenteil bis heute wird auch bei den öffentlich rechtlichen gerne Russland als der große aggressor dargestellt wahrend man zu Israels Vorgehen in Gaza und Libanon zu gerne schweigt :) also bitte das ist staatliche propaganda vom feinsten Indie gehört untersagt und verboten!! Gegen die afd hetzen die altpartein am liebsten auch nur weil sie ihr Stimmen von Wahl zu Wahl schwinden sehen :)))) Macht endlich die Augen auf und lasst euch doch nicht alles vorkauen, das macht doch Apple schon für euch :D

  • Grundsätzlich bin ich wirklich für einen unabhängigen Rundfunk. Ich nutze das Angebot ausgiebig und denke auch, dass eine Demokratie so etwas braucht.
    Ob es im Verhältnis steht, drölfzig Sendeanstalten mit zig Regionalprogrammen, Radiosendern usw. zu unterhalten, sollte aber in Zeiten immer höher werdender Lebenshaltungskosten m.M.n. durchaus mal diskutiert werden. Am Ende muss man eben vielleicht auch überlegen, ob es nicht auch 5€ sein können statt knappen 20€.

      • Dann schau halt Unterschichtenfernsehen und zahle x Euro für die Streamingdienste dort

      • Traumschiff zum Beispiel

      • Ja genau Thomas, hast du korrekt erkannt. Aber wieso sollen wir dann für was zahlen, dass man sich nicht anschauen mag?

      • natürlich vergisst man gleich die Kinderstube ! Erbärmlich

      • @Thomas gibt genug seriöse Alternativen welche sich selbst finanzieren. Welt, Spiegel, NZZ, DPA, AP, BZ, FAZ und viele lokale Zeitungen/Nachrichtensender. Die Vielfalt ist gegeben und 18,36 zu teuer. Wenn es nur Nachrichten, Wissen und Kultur wär dann ok der Rest muss weg. Dann erreicht man auch 5€

      • Hör doch mal mit deinen rechts-konservativen Märchenmedien…

      • @Rich: Das Problem bei den von dir genannten ist doch, dass die, mit Ausnahme von Springer, die schon komplett nach rechts abgedriftet sind, alle finanziell knapp da stehen und schnell politisch übernommen werden können. Das sieht man doch schon in den USA. Wer nicht auf Trump-Linie ist, wird übernommen und die Trump-Kritiker rausgeschmissen. Das hältst Du für eine gute Idee?

    • Glücklicherweise werden gerade einige Sender zusammengelegt und andere verschwinden ganz

  • Es ist und bleibt eine Zwangsabgabe. Könnte sie freiwillig gezahlt werden müsste, und würde das Geld viel sinnvoller eingesetzt werden.

  • Ich würde lieber Satoshis mit dem Geld kaufen, anstatt diese Zwangsgebühr zu bezahlen.

  • 2026 wäre ein Abo Modell kein Hexenwerk. Ich schaue kein lineares TV mehr und ÖRR gleich zweimal nicht. Die „paar“
    Euros darf ich doppelt bezahlen in der Firma und Privat

  • Für mich gibt es keine Diskussion: die öffentlichen müssen erhalten bleiben, da sie immer noch trotz linkpolitischer Einflussnahme relativ offen und neutral berichten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand wirklich amerikanische Verhältnisse möchte.
    Auch die Höhe des Beitrags ist, wenn man die Angebote der Streaming Anbieter vergleicht mehr als angemessen. Wenn man den Beitrag steuerlich absetzen könnte – wegen mir ok aber nicht notwendig, da das Prekariat sowieso keine Steuern zahlt

  • „Und das wäre ein echter Verlust.“

    Für dich vielleicht.

  • Ich bin selbständig mit 2 Gewerbeanmeldungen und arbeite im Haus. Konsequenz: 3 x 19€ !! Einsprüche zwecklos.

  • Bin absolut dagegen sowas brauchen wir nicht und es nutzen auch immer weniger!

  • Crack Federvieh

    Ein informatives Kernprogramm sollte völlig ausreichend sein und das sollte mit einem Bruchteil des Geldes umsetzbar sein. Wozu orbitante Gagen für sinnbefreite Video-Podcasts wie „Brave Mädchen“ davon finanzieren? Um mal ein extremes Beispiel zu nennen.

  • Da hier einfach alle pauschal dagegen sind, bin ich einfach mal pauschal voll dafür! So nämlich!!1! Bäm

  • Ich bin zufrieden mit dem ÖRR. Interessante Sendungen zur Wissenserweiterung, Serien in der Mediathek. Radio nutze ich auch: keine hysterisch aufgedrehte Moderation und keine Werbung.
    Verzichten könnte ich auf seicht-senile Unterhaltungsshow und teuer bezahlte Fußballwettbewerbe. Im Vergleich zu den Kosten der Streaming-Abos finde ich die Gebühr in Ordnung, zudem es m.E. qualitativ besser ist.

  • Man sollte es auf das zurückfahren für das es gedacht war. Viel zu viele Anstalten/Sender. Dann könnte man den Beitrag mind. halbieren.

    • Der deutsche ÖRR war schon immer für Informationen, Bildung und (!) Unterhaltung gedacht. Also genau das, was er bis heute liefert.

      • Aber warum diese Unmengen an Gewinnspielen… der FFH in Hessen sponsert den Hessentag in 7 stelliger Höhe… das kann nicht nur von „Werbeeinnahmen durch Gewerbetreibende“ sein

  • Wenn ich mich recht entsinne, ist es doch gerade keine gemeinsame Streaming Plattform, sondern man kann von der einen Plattform nur auf die Inhalte der anderen Plattform zugreifen… Oder hab ich das falsch in Erinnerung?

  • Allein schon weil es der Beitrag gegen braun ist, muss er bleiben. Ohne Rundfunkbeitrag wäre es schlecht um unsere Demokratie bestellt. Freiheitliche und unabhängige Berichterstattung darf nie in Frage gestellt werden

  • Nun ich stelle mir die Frage schon seitdem die Radiosender monatelang Preisverlosungen machen, Hawaii Kreuzfahrt statt für 11.400€ für nur 114€ und sowas… da frage ich mich tatsächlich ob der Rundfunkbeittag in dieser Höhe sein muss. Wenn über Wochen teils mehrmals täglich solche Preise verlost werden…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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