Buchhändler mahnen Apple ab: Reduzierte iTunes-Karten untergraben Buchpreisbindung

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Auf ifun.de berichten wir regelmäßig über preisreduzierte iTunes Karten die oft und regelmäßig 20%, stellenweise sogar 30% unter Wert abgegeben werden. Gerade die großen Lebensmittel- und Eletronik-Ketten locken seit Monaten immer wieder mit reduzierten Karten, mit denen sich im iTunes Store Apps, Musik und Bücher kaufen lassen.

Die Bücher, und die durch die reduzierten Karten indirekt umgangene Buchpreisbindung, sorgt nach Angaben des Branchenportals buchreport.de jetzt für Streit. Im Auftrag der Buchhändler geht der Preisbindungstreuhänder nun rechtlich gegen Apple vor.

Der Preisbindungstreuhänder [Anmerkung ifun.de: Die Preisbindung des Deutschen Buchhandels wird seit dem Jahre 1964 von der Kanzlei Fuhrmann-Wallenfels betreut] hat Apple wegen der iTunes-Gutscheinkarten, mit denen digitale Bücher günstiger eingekauft werden können, abgemahnt.

Auf Anfrage von buchreport.de erklärt die Kanzlei Fuhr­mann-Wallensfels, die Abmahnung sei am vergangenen Freitag an den Elektronik- und Medien-Anbieter verschickt worden. Die Frist, um auf die Abmahnung zu reagieren, laufe für Apple am morgigen Dienstag, 14 Uhr, ab. Vorausgegangen seien Gespräche zwischen Preisbindungstreuhänder Christian Russ und dem Unternehmen, die allerdings nicht gefruchtet hätten. [...]

Zuletzt hatte etwa die Drogerie-Kette Müller (ifun.de berichtete) vergünstigte iTunes-Karten angeboten. Apple selbst wollte sich zum Fall nicht äußern.

Diskussion 77 Kommentare.
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      • Auch Buchhandlungen dürfen langsam mal an der freien marktwirtschaft teilhaben. Für mich verstösst die Buchpreisbindung gegen das Gesetz, sowas gibts weltweit nur in Deutschland und auch hier nur bei Büchern. Amazon macht eh schon gefühlte 90% der Buchverkäufe, wer geht denn heute noch in eine “normale” Buchhandlung, um sich dort beraten zu lassen und ein Buch zu kaufen ? Immer wenn ich dort bin, und bin des öfteren in Buchhandlungen, laufen da mehr Verkäufer als Kunden rum xD

        — Maxiklin
    • Es wäre ausreichend diese für eBooks aufzuheben diese sind nämlich maßlos überteuert – bei einem Buch über 10 € käme ich nie und nimmer auf die Idee für das gleich Geld ein eBook zu erwerben.

      — Vertex
      • Ich schon. Ein eBook hat für mich mehr Wert als ein normales Buch.

        — Stone1214
    • Jungs (und Mädchen…): Jetzt mal halblang. Habt Ihr Euch mal Gedanken gemacht warum es eine Buchpreisbindung gibt? Stellt Euch mal vor der allseits zitierte “Markt” würde auch hier den Ton angeben. Eine Chance für Autoren ohne einen großen Namen gäbe es dann eher weniger. Außerdem würde auch eine flächendeckende Versorgung aller denkbaren Bücher wohl kaum noch denkbar sein. Und warum ein ebook wertvoller sein soll als ein Buch, erschliesst sich mir auch in 10 Jahren nicht. Leute ! Lest mehr Bücher. Es hilft !!

      Thomas Koschek
      • Ich Verweise an dieser stelle mal auf die Computerspieleindustrie und auf die Gamescom auf der dieses Jahr bekanntgegeben wurde das einige independent Spiele mehr Umsatz gemacht haben als die Produkte der großen ich sehe GRADEin der digitalen Vermarktung das größere Potential für unbekannte aber begabte non Mainstream Schriftsteller commerziellen Erfolg zu haben

        — Meik Steinmann
  1. Was ein Unsinn. Die kriegen doch trotzdem ihr Geld – nur Apple halt weniger.
    Gibt doch auch im Einzelhandel ständig mal Rabattaktionen oder “Zahl 2 Nimm 3″ und so -.-

    — iChef
    • Die gibts glaub nur bei Weltbild. Und die sind irgendwie in dieser Bücher-Sekte nicht drin. Es gibt auch solche Bücher-Gutscheine die du in jedem Buchhandel einlösen kannst, bei Weltbild aber nicht.

      — BG-On
      • Weltbild = katholische Kirche daher mal wieder die Sonderbehandlung

        — Asterano
    • Du verstehst das Falsch. Es geht um die Händler, nicht um die Verlage. Letztere Bekommen natürlich ihr Geld, egal ob Apple seinen Anteil per Rabatte verringert. Aber die _anderen_ Händlern geht natürlich ein Geschäft durch die Lappen. Wenn da ein Shop ist, bei dem man alles für 20% günstiger bekommt und ALLE anderen gezwungen sind zum gleichen Preis zu verkaufen. Das ist natürlich schwierig…

      — dosenpils
  2. deswegen kostet doch ein Buch im Store nicht weniger? Sprich wenn jmd ein Buch kauft, kostet es doch im Store 10€ mit der Karte oder ohne, sprich der Verlag bekommt seinen Anteil wie eh und je?
    Mal davon abgesehen finde ich es echt frech, für ne digitale Version genausoviel zu verlangen, wie für ein Buch aus Papier. Und dann aber Umweltpapier benutzen, dass ich nicht lache

    — xtian
    • Es geht darum, dass online Buchpreise dadurch für den Kunden quasi reduziert werden, was eigentlich untersagt ist. Den Buchhändlern geht es dabei um das Prinzip, dass sie diese Möglichkeit nicht haben.

      — Juggernaut
      • Mag ja sein, das ich eine recht verschrobene Rechtsauffassung habe. Aber ein Buch im Handel für 5 Euro kostet als eBook Variante auch 5 Euro. Völlig unabhängig davon, ob ich einen Wertgutschein (iTunes Karte) mit einem Wert von 25 Euro für vielleicht nur 20 Wuro kaufe. Dem Buchhandel entsteht daraus kein Schaden. Im Gegenteil. Durch solche Art Rabbattaktionen eines Drittanbieters erhöht sich evtl der Umsatz des Buchhandels auf dem elektronischem Segment.

        Die Argumentation ist also eher als dürftig bis falsch anzusehen. Interessant wäre zu wissen auf wessen Seite die Beweislast steht und wie und in welcher Höhe der Buchhandelsverband seinen enstandenen Schaden beziffern will.

        — Andreas
      • Natürlich kosten die Bücher überall gleich. Durch vergünstigte Karten kaufen iTunes Kunden ihre Bücher aber lieber im Store als im Buchladen um die Ecke, schließlich sind sie günstig an Guthaben gekommen. Ein solches Lockmittel hat der Buchhandel nicht und daran stören er sich. Ich denke aber, dass das im Sande verläuft, die eigentliche Buchpreisbindung hält Apple ja ein.

        clafis
    • Zumal sich die Buchhändler selber ja auch nicht daran halten. Gerade heute habe wieder einen großen Angebotstisch mit reduzierten Büchern gesehen.

      Thomas L
      • Haaaaaalt: es kommt drauf an wie Akt das jeweilige Buch ist, nach verstreichen der Bindefrist, darf es reduziert verkauft werden.

        — Marc
      • @Marc – nur warum haut Thalia.de dann immer wieder Aktionsgutscheine raus? Die würden dann ja auch gegen die Preisbindung verstoßen ;-)

        — Stefan
      • @Stefan: Richtig. Thalia war zB. damals einer der Buchhändler die gegen Amazon und ihre ständig rausgehauenen Gutscheine geklagt haben “Untergräbt die Buchpreisbindung”. Darum konnte man dann auch eine Zeitlang die Gutscheine nur noch “für alles ausser Bücher” verwenden bevor Amazon gar keine Gutscheincodes mehr rausgerückt hat.
        Interessanterweise bekomme ich bei so gut wie jedem Thalia-Einkauf mittlerweile einen 5Euro-Gutschein für deren Onlineplattform. Einlösbar auch beim Kauf von Büchern. Also quasi genau dass was Amazon, unter anderem durch Thalia, verboten wurde…

        sYntiq
      • Amazon rückt noch 10€ Gutscheine für ihr Kleidungssortiment raus ;)

        — Timecop
  3. Generell die Preisbindung sollte verboten werden, da so kein freier Wettbewerb möglich ist. Und somit im Endeffekt der Kunde leidet.

    Aber Preisabsprachen sind natürlich böse und verboten…

    — BG-On
  4. es geht dabei eher um das prinzip. du bezahlst weniger fuer das buch. zwar bekommt der verlag sein geld aber buchhaendler duerfen auch keine aktionen der art starten. hoechstens mit remittenden und maengelexemplaren!

    buecherelfe
  5. Ist wohl eine Frage der stärkeren Lobby. Eigentlich dürfte dann bei Amazon auch niemand mehr verbilligte alte Ausgaben verkaufen. Und demnächst dürfen auch keine Bücher mehr mit Geschengutscheinen gekauft werden. Apple sollte dagegen klagen oder auch den Verlagen mit Rausschmiss drohen. Ich denke der Kundenverlust würde die Spinner schon zum Nachdenken bringen.

    — Macfee
  6. Es geht hier aber um die Händler und nicht um die Verlage, den Verlagen kann es wurscht sein wie und wo sie ihr Geld bekommen, die Händler bleiben schlimmstenfalls auf ihrer Ware sitzen oder haben mit Umsatzeinbusen zu rechnen, weil der Verbraucher dank itunes Rabatt eben nicht mehr bei ihnen bestellt, kauft oder herunterläd … So hab ich das zumindest verstanden.

    — DeVIce
  7. Wieso wird dann Apple abgemahnt, nicht die Händler, die die Karten verkaufen?
    Ich gehe mal davon aus, dass Apple die Karten immer zum gleichen Preis rausgibt.

    — ihache
  8. Schwachsinn. Für die ITuneskarten kann man sowohl Apps wie Musik oder eben zufällig auch ein Buch kaufen. Wenn ich einen Amazon-Visakarten-Gutschein für Amazonpunkte bekomme und dafür ein Buch kaufe-wäre das ja auch verbilligt oder gar umsonst.

    — Macfee
  9. versteh ich nicht. die Verlage bekommen das selbe Geld. Somit sind sie nicht geschädigt und ich dachte bisher, dass ein Schaden vorliegen muss und den finde ich nicht…

    — Dennis
  10. “EU mahnt Griechenland ab: Sparprogramme werden nicht eingehalten”. Der Effekt ist der selbe, es interessiert keinen, wer hier wen abmahnt.

    — Steffen
  11. Negativwerbung bringt auch Erfolg! Hauptsache es kommt der Name “X” und der Name Apple darin vor und man spricht über einen!? Ansonsten lächerlich?

    CUBE24
    • Ich glaube auch, dass da in erster Linie jemand versucht in die Presse zu kommen. Für die Anwälte macht es sich auch gut im Lebenslauf, wenn sie mal gegen den Riesen Apple geklagt haben.

      clafis
  12. Dann darf ich mitmeiner Payback Karte bei Real auch keine Bücher mehr kaufen und mein Guthaben verrechnen lassen. Oder bei Amazon einen Rabat für Bücher verwenden.
    Das wird sich meiner Meinung nach nicht aufrecht erhalten lassen.

    — Emm-Oh
  13. Jetzt drehen die nächsten durch … Bald bekommt noch jemand ne Abmahnung der einen geburtstagsgutschein bekommen hat und damit was gekauft hat und der Buchhandel macht die Abmahnung weil es nicht sein eigenes Geld war …. Irre Welt… Jahrelang haben sich gewisse Institutionen ausgeruht und heulen jetzt einfach nur rum… So ist das halt

    — Nicky
  14. Ich kann dieses Vorhaben vollkommen verstehen und nachvollziehen. Es wundert mich allerdings, wieso so viele anderen Kommentatoren das Vorgehen nicht verstehen (wollen).

    — Fux
  15. Der Preis bleibt identisch für Apple und wird intern auch nicht anders verrechnet. Guthaben ist Guthaben.
    Zumal wenn man sieht was für Paläste sich die Buchhandlungen da teilweise hinstellen, da muss ich mir schon schwer an den Kopf fassen. Die müssen wahrlich Unsummen an Geld verdienen und die Autoren bekommen wieder den kleinsten Teil!

    — Chris
  16. Es ist eine Kalkulation der Elektromarkthändler, ob sie mit rabattierten Abgeben der iTunes-Karten Kundenbindung betreiben möchte oder nicht.
    Remmittenden werden in großen Buchhandelketten und Kaufhäusern ja auch zu Sonderpreisen abgegeben.

    — Hopfi
  17. Ich verstehe sowieso nicht ganz wie sich die Buchpreisbindung mit dem Kartellrecht vereinbaren lässt. Ich lese meine Bücher und Zeitschriften schon lange nur noch auf einem Tablett, wei es für mich einfach praktischer ist. Ich bin gerne bereit für eine gute Wahre einen angemessenen Preis zu bezahlen. Ich finde allerdings das der Markt den Preis regeln sollte, wie es sonst auch üblich ist. die Welt ändert sich sehr schnell und wer sich nicht rechtzeitig anpasst, dem wird es wie den Dinosauriern gehen.

    — Christian
    • Einfach eine altehrwürdige Tradition, die frühzeitig durch Lobbyrabeit abgesichert wurde und somit Gewohnheitsrecht darstellt,

      — Hopfi
  18. Aber weiter oben ist ein interessanter Ansatz in den Kommentare.

    Apple selbst hat die iTunes Karten ja nie rabattiert verkauft. Was andere Händler machen kann ja Apple nichts dafür.

    — BG-On
  19. Kann mich an eine Gutschein Aktion bei MediaMarkt erinnern, da gab es auch ein 50,- € Gutschein für 40€ mit dem konnte man dann auch gleich ne iTunes Karte erwerben. Diese Preisbindung läßt sich also mit unterschiedliche Methoden aushebeln. Das erinnert moch gerade daran, das extra – Baumarkt auch die woche 20% auf alles hat, die haben doch sicher auch iTunes Karten.

    — One10
  20. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wenn die Bücher in dem sinne aussterben, dann nicht weil es auf eine Digitalausgabe indirekt Rabatte gab. Mag rechtlich vielleicht korrekt sein ohne jetzt zu wissen wen man eigt abmahnen müsste. Aber die allgemeine Entwicklung wird die Buchandlung nicht mehr zu alten Zeiten führen. Glaub das ist das eigentliche was dem Buchhandel “ank…zt”. Nur kann man dagegen nicht klagen.

    — futzi.2
  21. Schade, jetzt kann ich die Bücher, die es immer noch nicht für meinen Kindle gibt nicht mehr mit verbilligten iTunes-Karten kaufen…

    — Tom
  22. Die Buchpreisbindung ist von 1964.
    Wir sind schon ein Jahrtausend weiter. Warum gibt es solche alte Gesetze noch? Der Gesetzgeber hat keine plan
    Beispiel gefällig? Ab 2009 dürfen in Deutschland keine Fieberthermometer mit Quecksilbersäule mehr verkauft werden. Quecksilber = giftiges Schwermetall falls das Glas bricht. Gleichzeitig kommen Energiesparlampen auf dem Markt die nur mit Quecksilber funzen… Diese sind aber bruchfest? .. Aha aha aha

    — Picipo
  23. Mal eine These,
    Man möchte gerne den aktuellen Bestseller lesen. Kostet z. b. Im Handel €19,90
    Ist mir aber zu teuer und kaufe deswegen nicht. Alternative ist ausleihen vom Nachbarn, guten Freunden oder in der Bibliothek. Umsatz für den Verlag € 0,00!
    Als E-Book kostet das Buch, nehmen wir mal an, €16,90, ich überlege, aber kaufe noch nicht. Über meine zum richtigen Zeitpunkt erworbene iTunes Karte würde ich (effektiv) € 13,52 zahlen und denke mir : Ja! Das ist Ok und belaste mein Konto. Umsatz für den Verlag, in diesem Fall € 16,90

    Und wenn diese Vollpfosten nicht aufwachen werden die Handelsumsätze noch schneller ein und wegbrechen als denen lieb ist. Weil dann nämlich auch die “Storez” wieder an Bedeutug gewinnen.
    Komisch ist das schon, man denkt ja immer, da sitzen reife und erfahrene Leute im Mangement und im Vorstand der Verlage. Ich denke das wird sich regeln, denn in diesem Bereich dreht sich die Welt aktuell noch schneller als irgendwo anders.

    — Piratenrocker
    • Du denkst das der Händler-Umsatz gleich dem Umsatz des Verlages ist? Und von was leben die Händler dann?

      — Chris
  24. So, nu ist mal wieder gut, da rasselt jemand mit dem Säbel, heult rum, und macht sich wichtig.
    Es wird aber im Endeffekt nix ändern…

    — Jim
  25. Das musste doch so kommen. Die haben gemerkt, daß ich seit einiger Zeit keine Papierbücher mehr kaufe, sondern digital aufm Ipad lese. Da werd ich wohl nicht der einzige sein? Und da die Händler davon nix mehr abkriegen, sind sie beleidigt.

    Das ist doch nix Neues, statt selbst ein attraktives Angebot auf die Beine zustellen, lieber die neumodische Konkurrenz kaltstellen. Im Prinzip hab ich ja nix gegen Papierbücher, aber die neue Methode nimmt deutlich weniger Platz weg im Schrank und im Urlaubskoffer.

    Letzte verzweifelte Zuckungen einer aussterbenden Branche…

    — Willibutz
  26. Ich seh’s schon kommen :-(. Als ob man dann wenn man die Karten nicht günstiger holen könnte mehr Bücher kaufen würde, zudem bekommt der Autor und der Verlag keinen cent mehr, eher weniger wenn dann weniger Leute was kaufen, zudem wie oben schon geschrieben kann man davon Musik u. Programme kaufen und da hat der Buchhändler mal gar nichts mit zu tun. Sollen se die BPB besser anpassen oder ganz fallen lassen.

    — Chris90
  27. Meine Kreditkarte wird in $ abgerechnet. Verklagt der Buchhandel jetzt die USA wenn sich bis zur nächsten Abrechnung der Kurs zu meinen gunsten verschiebt ?

    — Dirk
  28. Also ich versteh es ja zum einen dass die Händler durch die vielen eBooks nen Einbruch zu verbuchen haben.
    Ich verstehe auch die Preisbindung bei Printausgaben.
    Nur was ich mich schon die ganze Zeit frage “warum muss eine Digitale Kopie, welche NUR einmal hochgeladen werden muss, die Druckerkosten der Printausgaben mit tragen?”.
    Aber jetzt wieder zum thema.
    Ich lese sehr gerne Bücher und versuche auch etwas auf die Umwelt zu achten.
    Da mir die Umwelt lieber ist als der Geruch eines frischen Buches (auch wenns schwer zu glauben ist :D) lese ich lieber eBooks. Viele sehen es genau andersrum
    Und holen sich auch lieber die Print Ausgabe.
    Es gibt bei mir lediglich eine Hand voll Authoren welche sich bei mir das privileg erschrieben haben als Print Ausgabe daheim rum zu liegen.
    Finde es also doch etwas komisch dass hier jetzt wieder gehetzt wird. Dann sollten auch die Bibliotheken mit einbezogen werden, da ich dort für ein Buch keine 2€ bezahle, egal wie aktuell es ist…

    — froody
  29. Das ist alles Mittelalter- so wie auch die GEMA, GEZ, … auch hier fehlen neue, zeitgemäße Modelle.
    Es ist doch ein Witz, dass man von einem deutschen Internetanschluss aus gewisse Videos bei Videoportalen nicht schauen kann, weil dort Musik eingebaut wurde- HALLO ??? Wollt Ihr auch mein Radio??
    Es fehlt eine pauschale Abgabe für diesen Kram und ein Modell, wie damit die Urheber gerecht entlohnt werden.
    Aber wer soll so etwas in Deutschland anpacken?
    Die schaffen ja noch nicht mal ein Rauchverbot ordentlich (bundesweit) auf Anhieb durchzusetzen.

    Zurück zum Thema: die Preisbindung im Buchhandel gehört auf dem Prüfstand!
    Ebooks – die eigentlich dem Verlage (im Gegensatz zur Printausgabe) kaum Mehrkosten verursachen, werden oft noch viel zu teuer angeboten. Ich hoffe, dass sich hier (vielleicht ähnlich wie bei der Musik bei iTunes) der DRM-Kram entfällt – wenn ich mir ein Buch mit Programmbeispielen kaufe, kann ich auf dem PC noch nicht mal Textausschnitte in die Zwischenablage übernehmen (ist zumindest bei Kindle so), um sie im Editor zu verwenden.
    Also – noch viel zu tun im neuen Medien-Zeitalter – warten wir’s ab – das Problem der verschiedenen Formate bei eBooks gibt es ja auch noch! :-(

    — M.W.
    • Dass ebooks den Verlagen nichts kosten, möchte ich mal nicht so stehen lassen. Sicherlich sparen die Verlage Papier und Druckkosten, allerdings müssen auch digitale Bücher aufbereitet werden und in das entsprechende Format gebracht werden, es muss eine entsprechende Auslieferungslogistik aufgebaut werden, die je nach Ziel angepasst werden muss. Storagekosten lasse ich mal außen vor. Hierfür gibt es eigens aufgebaute Abteilungen oder eben auch externe Dienstleister, die ebenso bezahlt werden müssen. Nur weil man ein digitales Produkt konsumiert, heißt es nicht, dass es weniger Wert ist. Dieses Bewusstsein muss doch mal so langsam in den Köpfen ankommen. Buchpreisbindung ist sicherlich zu diskutieren, hatbaber durchaus auch seinen Sinn (gehabt). Warum man auf ebooks die volle MwSt zählt, ist mir ein Rätsel. So gesehen sind ebooks aber schon wesentlich günstiger als die gebundene Ausgabe. Der Preis entspricht dem des Taschenbuchs, ist aber mit 19% besteuert, Taschenbuch 7%. Bevor man lospoltert sollte man sich ausreichend informieren…

      — Kant
  30. Net so aufgregen wegen so einem Blödsinn, da reicht ein Brief von Apples Rechtsabteilung und die Sache ist vom Tisch.
    Hier kämpfen die Dinosaurier gegen die Moderne, ähnliches findet man im gesamten Printberreich und wer sich zurück erinnert, hatte die Musikindustrie auch Bammel vor dem elektronischen Vertrieb.

    — roemerle
  31. Ich bin gespannt, wann es die ersten ebooks gibt, die als mängelexemplar angeboten werden. Dann dürfen nämlich Vergünstigungen eingeräumt werden.

    Dass was die Musikindustrie vor Jahren getroffen hat wird, wenn nicht rechtzeitig veraltete regeln gelockert werden, auch die printindustrie treffen. Versprochen.

    Hansmeier
  32. Was mich wundert, ist dass bei der ganzen Diskussion, die ja schon weit über das ursprüngliche Thema hinaus geht, der eigentliche Nachteil von eBooks noch nicht erwähnt wurde:
    Sie sind nicht nur gefühlt zu teuer, sondern auch im reellen Wert wesentlich niedriger als Papierbücher. Immerhin kauft man damit kein Buch, sondern lediglich die Lizenz zum Lesen (Stichwort DRM). Damit kann man sie nicht legal verleihen, tauschen oder weiterverkaufen. Ein Beispiel:
    Wenn ich mir ein Taschenbuch für 10 € kaufe, liest das auch mein Bruder und im Gegenzug lese ich seine Bücher. Dadurch halbiert sich für uns der Bücherpreis. Hinterher kann ich es noch für 1 € (oder mehr) verscherbeln. So kostet mich ein Taschenbuch höchstens 10/2-1=4 €.
    Das gleiche Buch als eBook kostet mich 8 €, obwohl den Verlagen keine Druck- und Transportkosten entstehen und ich es nicht (legal!) weitergeben kann.
    In meinen Augen ist das absoluter Nepp und treibt die Leute in die Illegalität, weil sie Auswege suchen und sich nicht ausnehmen lassen wollen. Ein kundenfreundliches Rechtemanagement, mit dem man Lizenzen weiterveräußern kann, scheint die Industrie aus finanziellen Gründen nicht zu wollen.

    — Skeptiker
    • Da stimme ich Dir in weiten Teilen vollkommen zu, auch wenn Kindle vorsieht, ein Kindlebuch für 14 Tage “zu verleihen” (dazu darf es dann auf keinem eigenen Gerät mehr vorhanden sein – was ja mit einem reellen Buch auch der Fall wäre).

      Es gibt auch einige Bücher ohne DRM und in meinen Augen gehört diesen (wie zuvor schon bei der Musik) die Zukunft – es fehlen vernünftige, globale Lizenzmodelle, die den zahlenden Anwender nicht blockiert- da sind Ideen gefragt!

      — M.W.
  33. Gibts diese Abmahnungen eigentlich nur in Deutschland oder weltweit??
    Man muss sich in diesem Staat schon oft wundern, was so alles möglich ist.
    Da sollen Wohltätgkeitsorganisationen wie die Tafeln bzw. deren Spender steuerlich belastet werden – es werden Strafen auf Blitzer-Apps erhoben – Steuer auf die Steuer – Preisbindungen bei Büchern – Geschenke an Mitarbeiter oder Geschäftsfreunde müssen pauschal versteuert werden. Demnächst dann wohl auch Steuern von jedem auf die Weihnachtsgeschenke — und Geschenkgutscheine gehen wegen Preisbindungen auch nicht mehr.
    Aber Präsidenten und Politiker lassen sich schmieren und das ist auch gut so – oder???
    Irgendwie fühle ich ich langsam in einer Bananenrepublik.

    — Macfee

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