"Die gefährlichsten Firmen der Welt"
ZDF zeigt Zweiteiler über den Einfluss großer Tech-Konzerne
Der Fernsehsender ZDFinfo strahlt Anfang März eine zweiteilige Dokumentation über die Rolle großer Internetkonzerne aus. Die Produktion „Die gefährlichsten Firmen der Welt“ ist bereits online abrufbar und wird am 2. März ab 21.45 Uhr im linearen Programm gezeigt.

Symbolbild: So stellt sich Grok die Tech-Herrenriege vor
Autor Jens Strohschnieder untersucht darin die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung internationaler Plattformanbieter.
Im Fokus stehen Konzerne wie Apple, Google, Amazon, Meta und Microsoft. Die Filme zeichnen die Entwicklung der Branche von den Anfängen der Computerindustrie im kalifornischen Silicon Valley bis zur heutigen Dominanz weniger Anbieter nach. Dabei geht es vor allem um die wachsende Bedeutung von Nutzerdaten und automatisierten Auswertungs- und Empfehlungssystemen, die Inhalte filtern und priorisieren.
Datensammlung als wirtschaftliche Grundlage
Die erste Folge mit dem Titel „Big Tech: Der Aufstieg der Datenkraken“ beschreibt, wie sich Internetdienste zu umfassenden Plattformökosystemen entwickelt haben. Viele Angebote sind für Anwender kostenlos zugänglich, finanzieren sich jedoch über personalisierte Werbung, die auf umfangreichen Datenauswertungen basiert.
Gezeigt wird auch, wie Anbieter das Verhalten ihrer Nutzer analysieren, um Dienste gezielt anzupassen. Empfehlungsmechanismen bestimmen in vielen Fällen, welche Beiträge besonders sichtbar sind. Dadurch verändert sich die Art und Weise, wie Informationen verbreitet und wahrgenommen werden.
Datenanalyse und politische Kommunikation
Die zweite Folge „Big Tech: Milliarden, Manipulation, Macht“ widmet sich stärker den politischen Folgen dieser Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen Methoden zur Auswertung großer Datenmengen und deren Nutzung in politischen Kampagnen. Beispiele aus vergangenen Wahlkämpfen sollen zeigen, wie detaillierte Nutzerprofile eingesetzt werden können.
Zudem thematisiert die Dokumentation die zunehmende wirtschaftliche und politische Bedeutung großer Plattformbetreiber. Auch die Frage, wie staatliche Kontrolle und Regulierung unter diesen Bedingungen funktionieren kann, soll aufgegriffen werden.
Ebenfalls sehenswert:
„Die Apple-Story“: ARD kündigt Doku zum 50. Geburtstag an
Datensammlung funktioniert wirtschaftlich nur, wenn zu viele mitmachen
No shit
Schaue ich mir an. Vielen Dank für den Tipp.
+1
+ 1
Bei dem Bild dachte ich es geht um Politik und nicht um Tech Konzerne.
+1
Tech-Konzerne machen massiv Politik
Leider bestimmen die Tech-Konzerne die Politik oder sind zumindest wechselseitig voneinander abhängig
Ich denke, dass kann Mann heutzutage nicht mehr trennen.
Warum Mann und nicht Frau?
Sorry, sollte „man“ und nicht „Mann“ heißen. Warum kann ich so was eigentlich nicht editieren?
Spaß!
Anstatt auf andere mit dem Finger zu zeigen, sollte das Land mal selber was auf die Beine stellen.
Missstand aufzeigen ist also nicht gut?
Oder besser nur solange man es selber nicht macht?
Das eine hat mit dem andern nix zu tun!
Wer ist „das Land“…
Auch du bist „das Land“!
KI-generiert? ;))
Ein kurzer Clip, der nicht ausreichend gekennzeichnet wurde und anschließend entfernt wurde und ihr Blauherzchen lauft Wochenlang mit Lusttropfen in der Buchse rum…
Irgendwas müssen sie ja in ihren Telegram Gruppen posten um sich über die da oben aufzuregen
Das Problem daran ist einfach, dass sich die Moralapostel als tatsächlich nicht besser herausstellen und dann versuchen, es unter den Tisch zu kehren.
Fehler passieren – keine Frage – aber dann steht dazu und tut nicht so, als ob ihr besser seit.
Außerdem ist der Clip mit Frau Merkel beim Parteitag auch nicht sauber gewesen – also direkt noch ein Patzer.
Moralapostel? Vielleicht mal weniger Polemik und mehr Argumente. Zumal der Umgang mit KI Inhalten in rechten Kreisen durchaus … interessant ist.
Moralapostel steht stellvertretend für sehr viel, ich denke man weis worum es geht – da iFun jedoch ein Technikforum ist, wäre eine andere Argumentation nicht dem Themenfeld angemessen.
Ich finde den ihre Reportagen etwas fragwürdig, wenn es um die Genauigkeit geht.
Jedes Mal wenn die Reportagen über Lebensmittel/Food machen und den Verkaufspreis mit dem Einkaufspreis für Verbraucher vergleichen, vergessen die grundsätzlich die Personalkosten, Miete der Stores und Marketingkosten einzubeziehen. Die Mitarbeiter arbeiten bei den Konzernen ja umsonst…
Die armen Handelsketten. Rohstoffpreise und Betriebskosten sind enorm gestiegen, müssen leider an den Verbraucher weitergeben werden. Und jedes Jahr diese Rekordgewinne, wie soll ich das meinen Kunden erklären?
Wie wir in den letzten Jahren erlebt haben, fahren nicht alle Unternehmen Rekordgewinne ein.
Zudem ändert es nichts daran, das solche Vergleiche dermaßen hinken…
Das Bild der Herrenriege wurde augenscheinlich mit KI erstellt. Bei Symbolbildchen nach dem Motto „Jugendliche mit iPad auf dem Sofa“ wäre mir das egal. Hier hat es aber einen inhaltlichen Bezug.
Aktuell erkennt man KI-generierte Bilder noch und je nach Kontext ist das sowieso klar. In den nächsten Wochen wird sich das aber ändern und man sieht keinen Unterschied mehr. Dann ersaufen wir in AI slob und glauben gar nichts mehr. Da wäre ein kleiner Hinweis nach dem Motto „Symbolbild, mit KI erstellt“ der journalistischen Integrität nur zuträglich (oder habe ich ihn übersehen?).
PS: vielen Dank für die konstant tolle Recherche und Schreibarbeit!
Danke für die Kritik, ein wenig zum Hintergrund dazu. Das offizielle Pressebild des ZDF [0] ist im ähnlichen Stil gehalten. Wir haben in der Vergangenheit jedoch schlechte Erfahrungen damit gemacht, die Bilder des ZDF in unserer Berichterstattung zu nutzen. Hier gab es Ungeklärte Rechte Fragen, die das ZDF zu unserem Problem gemacht hat, von daher haben wir versucht, die ungefähre Stimmung einzufangen. Ich habe einen ergänzenden Hinweis unter das Bild gesetzt.
[0] https://cache.pressmailing.net/thumbnail/story_hires/3207c24e-194e-4465-9f0e-c683c6505e25/95387-0-2_obs_PP.jpg.jpg
Danke für die schnelle Ergänzung und zusätzliche Erklärung! Bei inhaltlich relevanten Bildern finde ich das gerade mit Blick auf die in naher Zukunft immer besser werdende Bildgenerierung sehr gut.
Tja… Wie die Reportage wohl über die anderen Unternehmen außerhalb von Amerika aussehen würde… wenn es denn da welche gäbe…
Nichtsdestotrotz ist das Bankenwesen, die Ölriesen und Pharma keinen Deut besser. Aber nach oben mit dem Finger zeigen geht immer einfacher, als selbst Engagement zu zeigen.
Achso, soll man also nicht mehr deiner Sicht nach „die da oben“ kritisieren dürfen. Klassischer Whataboutism.
Darf man gerne… aber man müsste es vielleicht auch irgendwann mal besser machen – oder meinst du nicht?
Immer nur jammern und keine Lösung beisteuern wirkt irgendwann unglaubwürdig.
Wie kommst du jetzt von einer Reportage vom ZDF über Big-Tech auf „unten“ und „oben“?
Ich weiß ja, dass ein Drittel der Deutschen gerne komplexe Zusammenhänge in einfachen Strukturen denkt, aber man sollte schon verstehen, wann eine Parole passt und wann nicht!
Europa – im Level was Digitalisierung und Tech – weiter unten als die USA/China. Oder: die große und mächtigen da oben haben das Sagen während wir hier leiden.
Gibt da viele Möglichkeiten das zu interpretieren, deshalb einfach denken – nicht zu kompliziert – damit jeder Spielraum für Deutungen haben kann.
Wer geht auf das ein, was im ÖR so passiert .?
Nicht alles ist in anderen Ländern anders wie bei uns.
Oder bin ich gerade letzt wieder nen ganz schlimmer Finger hier
Lesen – verstehen – einatmen – ausatmen – antworten!
Beim Punkt „Verstehen“ war ich raus bei dem Kommentar.
Glaub ich dir sofort!
Cooler Hinweis.
Der mediale Jubel scheint riesengroß zu sein, dass Deutschland endlich wieder mit Russland und Amerika gleichzeitig zerstritten ist. Zum „Glück“ kommt sogar noch ein dritter starker Gegner hinzu: China. Glaubt irgendwer hier, dass das gutgehen kann?
Vielen Dank ZDF. Für unabhängigen Journalismus zahle ich gerne meine Gebühren.
Ironie bitte kennzeichnen