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Unverständnis und heftige Kritik

WarnWetter-Klage: Nutzer sind verärgert, DWD wartet ab

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78 Kommentare 78

Wer sich im App Store derzeit durch die Nutzer-Bewertungen der iOS-Applikation von WetterOnline liest, sucht vergeblich nach Kommentaren, die den Funktionsumfang oder die Qualität der angebotenen Prognose-App beschreiben.

Ipadscreen

Seit der gestern veröffentlichten Pressemitteilung des Landgerichts Bonn – ifun.de berichtete – die dem DWD nach einer Klage der WetterOnline GmbH das kostenfreie Angebot seiner App untersagte, dominieren die kritischen Wortmeldungen die App Store-Rezensionen des privaten Anbieters. Und zwar ausschließlich.

Über hundert 1-Stern-Rezensionen

Alle der über 100 App Store-Rezensionen, die seit gestern für die WetterOnline-App abgegeben wurden kritisieren das rechtliche Vorgehen des Anbieters und strafen diesen durch die Bank weg mit nur einem Stern ab.

Bewertungen

Der Tenor der Wortmeldungen, die auch auf das Facebook-Profil von WetterOnline herabregnen, ist einheitlich. Die folgenden drei Beispiele vermitteln ein ganz gutes Bild:

3 Beispiele: Die aktuellen WetterOnline-Rezensionen

  • „Wer sich von potentiellen Mitbewerbern dadurch abheben will, das er diese vor Gericht verklagt zeigt deutlich, dass es ihm nicht um Inhalt oder Qualität geht. App gelöscht.“
  • „Erwirkt gegen die kostenlose und bessere Konkurrenz ein Gerichtsurteil dass deren App (WarnWetter vom DWD) nicht mehr kostenlos anbieten darf. Wetterinformationen sollen schließlich was kosten und man will das eigene Premium-Abo verkaufen. Diese Aktion von Wetter Online geht hoffentlich nach hinten los und niemand kauft mehr die Produkte dieser geldgierigen Firma.“
  • „Statt selbst gute Leistungen zu erbringen verklagt dieser Konzern den DWD, weil dort eine gute, von Steuergeldern finanzierte App kostenlos angeboten wird. Der DWD soll nach Ansicht von WetterOnline Geld für die App verlangen müssen. Das ist absolut unerhört, ich hoffe der Konzern geht damit richtig zu Grunde!“

DWD wartet vorerst ab

Der Deutsche Wetterdienst hingegen reagiert gelassen auf das Urteil gegen seine iOS-Anwendung. ifun.de gegenüber erklärt der DWD, dass derzeit noch keine Änderungen an der nicht-kommerziellen Anwendung geplant seien.

Bevor man auf das Urteil reagieren könne – dem DWD bleiben 30 Tage um in Berufung zu gehen – müsse man erst noch den Eingang des schriftlichen Urteils abwarten. Dieses lag dem DWD zum Zeitpunkt der Presseveröffentlichung des Landgerichts noch nicht vor, ist aber die Grundlage für eine Klärung des weiteren Vorgehens.

Sympathisch selbstbewusst merkt der DWD gegenüber ifun.de an, dass man zum gegebenen Zeitpunkt selbstverständlich nicht nur die Medien sondern auch die Öffentlichkeit informieren werden. Denn: Aktuell fragen sich satte 4,8 Millionen Nutzer, wie es um die Zukunft der Warnwetter-App bestellt ist.

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Freitag, 17. Nov 2017, 11:39 Uhr — Nicolas
78 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Recht so, die App von DWD ist eh um Klassen besser

  • Ich verstehe auch nicht wie so etwas durch gehen kann… die Warnwetter App kostet uns alle etwas… Steuern… und nicht zu wenig. Jede mit Steuern bezahlte App die bis jetzt nicht verklagt wurde sollte mal überlegen was sie falsch machen.

    • Das sehe ich auch so. Der DWD soll sich dem fairen Wettbewerb stellen.

      Hoffentlich passiert da auch bald etwas mit den Öffentlich-rechtlichen. Die bauen permanent ihre Angebote aus, was wir künftig alle dauerhaft über höhere GEZ Gebühren finanzieren dürfen.

    • @ MONSTER: Dann will ich mal versuchen, dir das zu erklären:
      1. In unserem Staatssystem soll der Staat Steuergelder dazu verwenden, um hoheitliche Aufgaben zu erledige – und NICHT, um mit privaten Firmen in Konkurrenz treten.
      2. Eine hoheitliche Aufgabe ist beispielsweise, die Bevölkerung vor Unwetter zu warnen (oder Straßen zu bauen, Schulen zu betreiben, usw.); ganz sicher KEINE hoheitliche Aufgabe ist es, die Bevölkerung darüber zu informieren, ob es die nächsten Tage gutes Grillwetter gibt.
      3. Zu den staatliche Aufgaben gehört dagegen dafür zu sorgen, dass es zwischen den privaten Anbietern von Waren/Dienstleitungen (und ihren Kunden!) FAIR zugeht; hierfür gibt es das Wettbewerbsrecht.
      4. Auf Basis dieses Rechts hat eine Firma eine andere Firma verklagt und das zuständige Gericht MUSSTE über diese Klage entscheiden – auf natürlich auf der Basis des geltenden Rechts.
      5. Das Gericht kam zum naheliegenden Ergebnis, dass es ausgesprochen UNFAIR ist, wenn die eine Firma ihr Produkt verschenken kann, weil sie sich aus Steuermitteln finanziert, während die andere Firma von ihren Einnahmen leben muss; so etwas nennt man „wettbewerbswidrig“.
      6. Darum muss die verklagte Firma ihre App jetzt entweder zu einer reinen Wetter-WARN-App machen (hoheitliche Aufgabe!) oder sie muss einen markgerechten Preis verlangen (also die Finanzierung aus Steuermitteln beenden!)
      7. Dagegen kann die unterlegene Firma natürlich den Rechtsweg beschreiten – wie es in einem Rechtsstaat zum Glück selbstverständlich ist!
      8. Die Frage solcher „Wettbewerbsverzerrungen“ durch staatliche Zahlungen an Firmen spielt im übrigen auch im Bereich des Handels zwischen Staaten eine riesige Rolle; dort werden (ausländische) Firmen/Branchen, die sich zu großen Teilen aus Steuermitteln finanzieren, oft mit sogenannten „Strafzöllen“ belegt, um anderen (innländischen) Firmen wieder eine FAIRE Chance „im Wettbewerb“ zu geben.
      9. Warum der Mob jetzt tobt? Weil’s halt der Mob ist und der Mob keine Ahnung, aber sehr viel „Meinung“ hat…

      • @WePeS

        Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Ich hoffe, alle die hier mit Schaum vorm Mund rumrennen ohne über die Zusammenhänge Bescheid zu wissen, geschweige denn darüber nachzudenken, lesen diesen Text.

        Hinterher kann ja beispielsweise derjenige, der in einer Bäckerei Brötchen verkauft, darüber nachdenken ob er genauso reagieren würde wenn das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung beschließen würde, direkt neben seinem Laden eine Beratungsstelle zu Ernährungsfragen eröffnen würde.

        Erstmal sicher kein Problem. Wenn dieses Amt jetzt aber beginnen würde, dort auch Brötchen zu verschenken?

        Bei WetterOnline ist es übrigens noch schlimmer weil die teilweise Daten vom DWD kaufen. Mit diesem Geld wird dann die App bezahlt die sie auf längere Sicht in den Ruin treibt.

        Dass man dagegen etwas unternimmt kann ich sehr gut nachvollziehen.

      • Sehr schön Erklärt und nützt dir nichts.
        Wann Grill-Wetter ist und wann nicht, ist nicht die Prorität der WetterWarn-App.
        Leider sehe ich bei WetterOnline vor lauter Werbung nicht mal das Wetter.
        Als Steuerzahler sehe ich im WWA meine Beiträge sehr gut angelegt und eine unbrauchbare App, die mich ebenfalls Geld und vor allen Nerven kostet, braucht sicherlich kein Mensch.
        Wenn WetterWarn-App eingestellt wird, wird W-Online davon nicht profitieren.
        Die Profitgier einiger ist der Krebsgeschwür moderner Zivilisation

      • So weit, so gut. Einen – nicht unerheblichen – Aspekt hast Du allerdings ausgelassen. Wetter-online bezieht seine Daten kostenfrei vom DWD. Wie passt das in Dein Erklärungsmuster? Die Daten sind schließlich Grundlage des Gescháfts von Wetter-online.

      • alninyo - the idearmakers

        DAS WORT ZUM SONNTAG…
        Ich finde was du schreibst nicht ok. Der Staat sind wir, die steuergelder unsere, und wir sollten entscheiden was damit passiert. Ich brauche keine wetter.de oder online oder sonst was app, sondern eine gratis app die mir warnwetter anzeigt und wie das wetter wird und auch gerne das grillwetter und badewetter, da sind steuergelder gut angelegt, denn das sind genau die dinge die ich brauche und bestimmt jeder andere Bürger auch, genau so sollte alles sein. KOSTENLOS FÜR DEN BÜRGER. Und nicht Steuer verschwendung an Bonsen und subventionierung für Abzock- Ausbeuterfirmen wie es sie zu hauf gibt. Und die Schulen vergammeln. Der Staat verschwendet milliarden um die Lobbyisten zu unterstützen, das gehört verboten und nicht die dwd app. Wann ändert sich dieses kranke system endlich. Pervers ist außerdem, das öffentlich-rechtliche Sender bei übertragungsrechten mitbieten und unsummen zahlen müssen, nur weil der Sport perversiert wird und es um geldmacherei geht, anstatt um SPORT! Eine Sportveranstaltung ist eine Veranstaltung des und für das Volk, eine WM oder Olympiade sollte immer und alles frei empfangbar sein, für mich ist es krank, das öffentliche sender abermillionen zahlen müssen um dies zu übertragen und es sich bald nicht mehr leisten können, sich dadurch die gebühren erhöhen, und in zukunft olympia oder eine wm nur noch im paytv kommt. Was ist das für eine kranke welt!? Wo soll das hinführen, denk mal nach, geht es nur noch ums Geld und nicht um die Sache?!? Ihr sollte alle mal aufwachen aus euren Apple Universum und $$ Augen, Gewinnsteigerungen und Renditen, lebt mal in der Realität, ansonsten sitzt ihr bald auf der strasse vor einen schwarzen bildschirm und ohne iphone da es auch zu teuer gewurden ist. Ihr tragt den teil dazu bei. Das perverseste überhaupt, spetulationsgeschäfte auf Lebensmittel, wodurch Menschen hungern müssen und sterben, vlt sollte die Menschheit mal ihre energie und Wissen dazu verwenden das ALLE SATT WERDEN. Ahmen

      • Schön erklärt, dafür vielen Dank.
        Aber nun stellt sich die Frage warum steigt eine GmbH in das Wetter“geschäft“ ein wenn es doch schon eine perfekte App aus steuerfinanzierten Mitteln gibt?
        Der Kläger WetterOnline GmbH nutzt die vom DWD ermittelten Daten, die steuerfinanziert ermittelt wurden, um dann damit Geld zu verdienen.
        Im Endeffekt beißt hier der Kläger die Hand die ihn füttert!

        Jetzt alle Menschen die eine Meinung dazu haben als ahnungslosen Mob abzutun zeigt wahre Größe muß ich schon sagen.

        Auch wenn ich nun ahnungslos bin und dem Mob angehöre, wünsche ich trotzdem noch einen entspannten zweiten Weihnachtstag und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    • Echt? Hier auch russische Trolle? Schade. Die Tatsache, daß der DWD allen – also auch den Hersteller der kostenpflichtigen Apps – die Daten zur Verfügung stellt, brauchen wir nicht erwähnen…

      • +1. Zur fairen Beurteilung gehört nämlich unbedingt dazu, dass privatwirtschaftlich und mit Gewinninteressen betriebene Unternehmen nicht unerheblich von der (nun verklagten) staatlichen Infrastruktur profitieren.
        Aber selbst, wenn man davon mal absieht: es ist einfach sehr schlechter Stil, als Anbieter einer stark nachgefragten App lieber die (im App-Markt) als Außenseiter gestarteten Kollegen zu verklagen (wobei WarnWetter ja immer eher als Ergänzung, selten als Alternative wahrgenommen wurde), als sich um die Verbesserung des eigenen Angebots zu bemühen. Einen solch schmierigen Anbieter mag und werde ich nicht unterstützen.

      • alninyo - the idearmakers

        Genauso ist es, viele firmen nutzen jetzt Infrastruktur die wir, der Staat, die letzten 100 Jahre bezahlt und finanziert haben.

  • Mir werden da 4.4 Sterne und nur positive Kommentare gezeigt!?

  • Seit iOS 11 werden doch bewusst schlechte Bewertungen ausgeblendet. Ich sehe da nichts negatives

  • Pflicht zur Kostenpflicht finde ich nich okay.
    Es mag dazu auch andere Meinungen geben, aber ich find es sch…

  • Dr.Koothrappali

    Ist natürlich auch wieder kindisches Verhalten, einfach löschen und ignorieren hätte es auch gebracht aber so ist die deutsche Mentalität halt :D

    • Und wie bitte soll man damit zum Ausdruck bringen dass man mit dem Verhalten nicht einverstanden ist? Eine Bewertung ist doch ein Gradmesser zur Qualität einer App und des Unternehmens das Sie anbietet, warum sollte man davon nicht Gebrauch machen!?! Bei einem geb ich dir allerdings recht, sich Beschwerden bevor der Brei gekocht ist, das ist typisch deutsch!

      • das ist schon richtig, aber die 1-sterne-bewertung kommt hier jetzt daher, dass wetteronline den dwd verklagt hat. wäre die app so schlecht, hätte man die vorher schon längst so mies bewerten können. ;-) was natürlich nicht heißt, das ich das vorgehen von wetteronline toleriere. im gegenteil.

    • Bei den App-Bewertungen gebe ich dir durchaus Recht. Diese sollten sich auf die Anwendung sowie die eventuellen Preise beziehen und nichts weiter. Die Facebook-Kritiken sind meiner Meinung nach zumindest auf dieser Sicht besser.
      Leider sind keine andere Art Kommentare im AppStore möglich, weswegen Nutzer zwangsweise zu dieser Art der Kritik greifen.

      • Da bin ich durchaus anderer Meinung, ein Unternehmen dass durch solche Massnahmen die guten Regeln im Wettbewerb verzerrt, nur um dadurch sein Eigenes Produkt besser vermarkten zu können, sollte auch in den Bewertungen der App abgestraft werden. Klar, von der Intention einer Bewertung interessiert es den Käufer/Nutzer in erster Linie ob die App was taugt und ob das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, aber die Infrastruktur darum ist meiner Meinung nach mindestens genauso wichtig, solange die Infos dahinter belegbar sind und nicht auf subjektive Mutmassungen fussen. Ich kann aber auch durchaus eure Meinung dazu nachvollziehen, nur ignorieren und aussitzen, wie ursprünglich von Themenersteller vorgeschlagen, hat noch nie irgendwem irgendwas gebracht!

    • Die deutsche Mentalität ist, über die „deutsche Mentalität“ zu lästern!
      DAS ist typisch deutsch!

    • Man will ein Zeichen setzen, was ist schlimm daran? Immer nur schweigen? Tolerant sein n? Angst haben, öffentlich Meinung sagen zu können? Genug!
      Es kotzt mich an, immer nur „ich MÖCHTE“, statt „ich WILL“ hören zu müssen! Seid ihr da alle erwachsene Menschen mit ausgebildeter Meinung oder Memmen?

  • Danke für Info, ich hab dann auch gleich mal meine ein Sterne Bewertung dort gelassen. Sowas geht überhaupt nicht, nur noch geldgierige Firmen

  • Hier wird vergessen wie bescheuert das Urteil ist, der Shitstorm sollte sich im selben Maße gegen das LG wenden!

    • Bei unserer qualitativen Rechtsprechung wird sich das Urteil vermutlich an geltendem Recht orientieren. hier wäre also weniger das Lg als der Gesetzgeber zu shitstormen.

  • Habe die App trotz Premium-Abo gelöscht. Da müssen wir Nutzer mal ein Zeichen setzten.

  • @dMopp: Du hast völlig Recht! Das zeigt, wie kleingeistig sich Deutschland gibt und welch‘ seltsamen Rechtsprechungen in unserem Land vorhanden sind.

  • Was zeichnet die DWD-App (für mich) aus –
    Positiv: ansprechende und teils animierte Karten, (Push)-Warnungen bei Wetterkatastrophen (Orte selbst definierbar), durchaus präzise Vorhersage für die nahe Zukunft, absichtlich unpräzise Vorhersage für Spätere, da nicht so gut vorhersagbar
    Negativ: Nicht optimale UI/UX, unzureichendes Widget, optisch nicht unbedingt ansprechend.

    Alle Punkte, positiv wie negativ, könnten von guten Entwicklern durchaus übernommen bzw. verbessert werden (ich denke mal nicht, dass da irgendein Patent besteht). Jeder könnte den selben oder einen besseren Umfang in einem ansprechenderen Design und einer besseren Usability verpacken und dafür durchaus weich einen kleinen Betrag verlangen. Die Daten, welche der DWD nutzt, sind meines Wissens ebenfalls nicht exklusiv. Dass man klagt, anstatt mit- oder gar vorbei zu ziehen, ist für mich persönlich rein finanziell nachvollziehbar, dennoch zeugt das von wenig Rückgrat.

  • ad 1) für mich viel ärgerlicher, dass in der mobilen Ansicht vom AppStore diese neueren, negativer Bewertungen nicht auftauchen, man sich auch nicht gezielt negative Bewertungen ansehen kann. das muss Apple dringend nachbessern u d objektiver werden
    ad 2) ich finde den kostenlosen (nunja steuerfinanzierten) Dienst des DWD ganz gut, wobei ich nur das Wetter in D finden kann, von daher schon einmal eine sehr eingeschränkte Konkurrenz zu anderen Apps. Ich finde auch, dass ein solcher Dienst durchaus zum Auftrag des Staates gehört, im weitesten Sinn Teil der Infrastruktur. (und von daher völlig ok, dass es auf das Inland beschränkt ist)
    ABER: ich vermute sehr, dass WetterOnline für die Nutzung der Daten (nicht zu knapp) bezahlen muss und da wird es dann durchaus schwierig. Wenn der DWD allerdings selber eine kostenfreie Schnittstelle anbietet, auf die auch kommerzielle Anbieter zugreifen können, um sie neu aufbereitet zu verkaufen, dann fände ich das alles völlig ok. Kann jeder versuchen ein Geschäftsmodell zu entwickeln und Kunden können entscheiden, nehme ich das kostenfreie Angebot oder ein kostenpflichtiges von privat, weil mir z.B. die andere Darstellung besser gefällt.

    • Ich finde die Bewertungen seit iOS 11 auch komplett sinnlos. Es ist mir vollkommen schleierhaft was Apple damit bezwecken will. Wenn bei allen Bewertungen nur noch die Positiven überwiegen werden die Leute immer weniger drauf geben. Resultat: Die Leute sind sauer wenn sich eine als gut bewertete App als Müll herausstellt und der Store verliert an Glaubwürdigkeit und Transparenz.

  • Negative Kommentare werden ja unter iOS 11 ausgeblendet. Das nenne ich mal Zensur! Da entscheidet Apple für uns alle! Abstruse Gerichtsurteile, geldgierige Unternehmen…man sollte meinen das Ganze hat System.

    • also auf dem iPhone im App Store kann ich unter „Wertung & Rezensionen“ -> „Alle anzeigen“ auch negative 1 Stern Bewertungen sehen und lesen, man muss nur etwas runter scrollen…

    •  ut paucis dicam

      Vorher konnte man unter :“Neueste, Nützlichste, Kritischste“ Bewertung wählen, jetzt gibt es nur noch „alles supi“ Bewertungen! Zum k….. !

    • Das ist echt blöd, aber verwende nicht in dem Zusammenhang das Wort Zensur. Das gibt’s ausschließlich bei staatlichen Handeln und ist weit schlimmer in seiner Auswirkung, als das was Apple macht. Also bitte nicht durch „falschen“ Gebrauch verharmlosen, auch wenns einem wie hier auf den Lippen liegt.

  • Ich nutze die Premium-Varianten von WetterOnline und (z.Zeit noch) WeatherPro, habe aber auch die DWD-App seit ihrem Erscheinen auf meinem iPhone. Mir erscheinen die Vorhersagen von WetterOnline von den drei o.g. Apps am genauesten, auch die Optik gefällt mir am besten. Aus den genannten Gründen nutze ich die DWD-App nur noch als Vergleichsmaßstab und vorrangig wg. der Wetterwarnungen (die von anderen Apps allerdings auch angeboten werden).
    Ich kann nachvollziehen warum das Landgericht Bonn so entschieden hat, auch wenn mich die Klage von WetterOnline irritiert hat. Haben die zu wenig Nutzer und somit zu wenig Einnahmen, um den Klageweg beschreiten zu müssen? Bin ich hinsichtlich meines Nutzungsverhaltens eine Ausnahme? Geiz soll ja geil sein, ich gehe auch oft auf Schnäppchensuche und schaue auf das Preis-/Leustungsverhältnis!Die DWD-App würde ich wahrscheinlich nicht „abonnieren“.
    Haltet uns bitte auf den Laufenden.
    Bin gespannt wie es weiter geht.

  • DWD WarnWetter sowie WetterOnline Pro waren bislang meine beiden favorisierten Wetter Apps. Eine gute Koexistenz und Ergänzung. Seit 2009 habe (hatte) ich zudem eine WetterOnline Mitgliedschaft. Diese habe ich nun aus gegeben Anlass angekündigt. Möchte keine Denunzianten finanzieren.

  • Wetter Online hat die ganzen negative Bewertungen bezüglich des Gerichtsentschlusses gelöscht.
    Da mir selbst das Wetter eh immer zu ungenau und der Rest irgendwie zu „wir sind besten“ war hab ich mich dazu entschlossen dieses zu boykottieren.
    Merkt zwar keiner von denen ob einer mehr oder weniger, aber ich weiß es, das reicht.

  • Ich verstehe das nicht. Warum ist der Kläger schuld und nicht etwa das Gericht oder die Gesetze an die sich das Gericht hält?!
    Ich sympathisiere auch mit dem DWD aber sind es nicht ggf. die Gesetze die geändert werden müssten?
    Mich erinnert das ganze an die Verleger welche vor Gericht geklärt haben, dass die öffentlich rechtlichen auch Ihre Information nach gewisser Zeit offline nehmen müssen. Die Gesetze sind Mist und die Kläger bringen dieses nur in die Öffentlichkeit, eigentlich müsste man ihnen dafür danken und die Gesetze ändern.

    • Man kann Gesetze aber auch so oder so auslegen; manche Auslegungen werden selbst unter Juristen als unterirdische Gehirnakrobatie gesehen. Soweit mir aus den Medien bekannt ist (und die Gesetzeslage berücksichtigend), hätte man das Urteil auch anders begründen und zu Gunsten des DWD sprechen können.

  • Stephan-Quercus

    Danke – habe Wetter online jetzt auch gelöscht …

  • hahaha, „herabregnen“ – made my day

  • Ich bin sogar soweit gegangen, dass ich gestern die Domains von Wetter Online bei uns in den Betrieben auf die Blacklist-Filterliste für die Wifi-Hotspots gesetzt habe. In der Regel zensiere ich dort nichts, außer die gängigen Sachen oder sämtliche Streaming-Seiten und Domainendungen die in der Regel nicht von normalen Seiten genutzt werden.

    Mag übertrieben klingen, ich verspüre dabei aber eine Genugtuung. :-)

  • Als nächstes wird die Polizei verklagt. Die 110 ist ja auch kostenlos.

  • Sorry, aber wer hier über Wetter Online schimpft, weil die erfolgreich und zu Recht gegen unfairen Wettbewerb durch DWD geklagt haben, sollte lieber ggf. erstmal die Entscheidung lesen statt wie die Schafe in Orwells Animal Farm (das ist ein Buch) gedankenlos und unbelastet von jeglichen Fakten „rumzuhaten“.

  • Ist doch richtig was da passiert; wenn öffentlich-rechtliche Insitutionen über Ihren Auftrag hinaus Steuergelder verbrennen dann greifen diese Firmen direkt in unsere Tasche ! Es ist purer Zufall wenn da auch tatsächlich qualitätiv hochwertiges entsteht, und daran sollte man es diesmal nicht festmachen. Sowas gehört gestoppt. Nun kann jeder freiwillig entscheiden ob er diese App dann kauft oder nicht. Bei ARD/ZDF geht das ja leider nicht. Jeder der hier gegen das Urteil ist sollte sich überlegen wieviele Arbeitsplätze in Deutschland ständig verloren gehen weil öffentlich-rechtliche in fremden Revieren wildern. Soziale Marktwirtschaft kostet halt, Umsonstmentalität gabs in der DDR, wir wissen alle wohin das geführt hat – nicht zu Apps! Wäre lustig wenn die DDR noch bestehen würde und die Bürger dort mitbekommen würden wie die westliche Welt mit Handys & Co aussehen würde, der ware Innovationsschub (TFT Bildschirme, etc.) in der Technologie findet ja gerade statt und der muss bezahlt werden.

    • Es ist von mir nicht zu erkennen, in welcher Form der DWD über seinen öffentlich-rechtlichen Beitrag hinaus tätig war/ist. Die Entscheidung, soweit sie mir bekannt ist, hat hier keine nachvollziehbare und vernünftige Begründung verlangt. Im Übrigen: Gerade wegen der sozialen Marktwirtschaft ist es unabdingbar, dass öffentliche Institutionen gewisse Bereiche des „Marktes“ einnehmen. Ich kann auch nicht erkennen, dass z. B. die privatisierte Post oder Bahn nach ihrer „Entstaatlichung“ wesentlich besser arbeitet als zuvor; im Gegenteil diese und die Marktmitbewerber sind in vielen Bereichen schlechter, inkompetenter, langsamer, verblödeter etc. als zuvor. Außer dass es nunmehr Markt-Mitbewerber gibt, hat sich aus meiner Sicht alles nur zum Schlechteren entwickelt. Von wichtigen Bereichen wie Strom/Wasser etc. möchte ich erst gar nicht anfangen; mag sein, dass hier ggf. günstigere Preise vorhanden sind, aber zu welchem „echten Preis“?
      Zu den tollen Arbeitsplätzen, über die du redest: Wie grausam hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren entwickelt? Wie toll diese vielen prekären Arbeitsplätze doch sind, wie toll die Bezahlung ist, wie toll dadurch die Planungssicherheit für den einzelnen, wie toll die Kaufkraft für die Wirtschaft des einzelnen Arbeitnehmers. Nein, so einfach, wie du es hier darstellen möchtest, ist es nicht und die Probleme lassen sich nicht verleugnen, denn die sind objektiv da.

    • Gesprochen wie ein wahrer Westbürger. Hast Du in der DDR gelebt? Hast Du eine Ahnung, was die damalige BRD alles an Waren aus der „Zone“ bezogen hat? Das Zeug wurde einfach nur umgelabelt, so daß da Quelle oder sonstwas draufstand. Und hätte die einstige Sowjetunion nicht die DDR reparationstechnisch ausgeblutet (alles Gute ging nämlich in den Export), wäre die DDR wirtschaftlich nicht so gewaltig am Gesäß gewesen. Setze mal Deine rosarote Westbrille ab.

    • Keisterbacher Du hast nicht mal im Ansatz das Scheitern der DDR verstanden. Aber es lebt sich gut mit so einer infantilen Weltsicht, nicht wahr?

      • Doch hab ich verstanden und selbst erfahren (!), der Staat hat (fast) alles gelenkt, privates Vermögen selbst durfte nur begrenzt lenken, eigentlich gar nicht, hat ja auch keine Spaß gemacht und es gab auch keine Anreize…aber für mein Wissen und meine Lust tiefer zu gehen reicht der Platz auf dieser Seite nicht, das brauch ich auch nicht breittreten, nix für ungut

  • Moment – wird der DWD nicht eh vom Bund mitfinanziert und daher von jedem einzelnen Steuerzahler auch? Und wer entscheidet was wer zu welchen Konditionen anbietet? !

    • Ja, allerdings wird der DWD auch durch die Gebühren seiner Nutzer finanziert.

      Es ist aber schon harter Tobak, dass öffentlich finanzierte Wetterinformationen nicht über eine App bereitgestellt werden dürfen. Man baut ja auch keine Autobahn, ohne dass man Auf- und Abfahrten bereitstellt.

  • Das Ergebnis ist auf den ersten Blick bedauerlich. Aber es gibt eine gerichtliche Entscheidung und bevor ich die Gründe nicht kenne, halte ich mich zurück. Das hat etwas mit Respekt zu tun. Geht viel zu oft verloren.

  • Verstehe die Aufregung nicht. Boykottiert ihr denn auch RTL und Pro 7/Sat.1? Die Privatsender haben doch auch durchgesetzt, dass das Internetangebot der öfentlich-rechtlichen, also steuerfinantzierten Sender recht bescheiden bleiben muss. Ich sag nur: 1 Woche bis zur Löschung. Tatsächlich haben solche Institutionen den Auftrag einer Grundversorgung. Premium-Angebote gehören da nicht dazu. Mag schon sein, dass der DWD diese Grenze überschritten hat.

  • Im DWD Gesetz. Dort ist auch klar geregelt, daß die Wettervorhersage nicht vom DWD veröffentlicht werden darf, das dürfen nur private Firmen, die ihre Rohdaten wiederum beim DWD kostenpflichtig beziehen müssen.

    • @ Kelsterbach wo steht das denn im Gesetz? Seit der Änderung im Juli 2017 sind viele daten opendata

      • Das zu hinterfragen ist in Ordnung, habe einen Bericht wiedergegeben über das Urteil, warten wir ab wie der Inhalt der schriftlichen Urteilsbegründung im Detail aussieht, darauf wartet ja auch der DWD

  • Und hier sieht man was das Bewertungssystem bei Apple wert ist…da wird kein Produkt bewertet sondern jemand abgestraft, weil der Mob zu dämlich ist die Hintergründe zu kapieren.

  • Den „Machern“ von Wetter Online kann man wohl nur sagen: „Glückwunsch – tolles Eigentor“. Die App von WetterOnline haben wir von allen Geräten gelöscht. Wenn man besser sein will als die Konkurrenz, sollte man mit Leistung überzeugen. Wer aus Furcht vor Konkurrenz die Gerichte bemühen muss dokumentiert seine eigene Unfähigkeit und wird hoffentlich bald vom Markt verschwinden.

  • Nieder mit dem Kachelmann-Konzern!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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