Sorge vor weniger Vielfalt und Jobs
Warner Bros. und Paramount: Hollywood stellt sich gegen Studio-Fusion
Mehr als 1.000 Filmschaffende aus Hollywood haben sich in einem offenen Brief gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern zählen bekannte Schauspieler, Regisseure und Produzenten.
Sie warnen vor weitreichenden Folgen für die Filmbranche, die sich bereits seit Jahren im Umbruch befindet.
Zu den Unterzeichnern zählen zahlreiche bekannte Namen aus der Filmbranche, darunter Bryan Cranston, Joaquin Phoenix, Emma Thompson, Ben Stiller, Mark Ruffalo, Pedro Pascal, Florence Pugh und Kristen Stewart. Auch Regisseure wie Denis Villeneuve, David Fincher, Taika Waititi und Yorgos Lanthimos sowie Produzenten und Autoren wie J. J. Abrams und Vince Gilligan unterstützen den offenen Brief.
Sorge vor weniger Vielfalt und Jobs
Im Zentrum der Kritik steht die zunehmende Konzentration im Medienmarkt. Die Unterzeichner befürchten, dass sich durch den Zusammenschluss die Zahl der großen Filmstudios in den USA weiter verringert. Dadurch könnten weniger Projekte finanziert und umgesetzt werden.
- HBO Max und Paramount+: Paramount plant Zusammenlegung
Nach Darstellung der Filmschaffenden ist bereits jetzt ein Rückgang bei Filmproduktionen zu beobachten. Gleichzeitig werde die Bandbreite der erzählten Geschichten kleiner, da wirtschaftliche Risiken stärker gewichtet würden. Besonders betroffen seien Produktionen mit mittleren Budgets sowie unabhängige Projekte.
Nicht nur HBO gehört zum Portfolio von Warner Bros. Discovery
Auch für Beschäftigte hinter der Kamera sehen die Kritiker Risiken. Die Branche bestehe zu großen Teilen aus kleineren Unternehmen und freien Mitarbeitenden, deren Aufträge direkt von der Produktionsmenge abhängen. Weniger Filme könnten daher zu sinkenden Beschäftigungsmöglichkeiten führen.
Unternehmen verweisen auf Investitionen
Paramount weist die Kritik zurück und betont, dass die Fusion neue Möglichkeiten schaffen könne. Das Unternehmen kündigte bereits an, künftig regelmäßig Filme für das Kino zu produzieren und beide Studios weiterzuentwickeln. Ziel sei es, bestehende Marken zu stärken und gleichzeitig kreative Eigenständigkeit zu erhalten.
Die Übernahme mit einem Volumen von rund 111 Milliarden Dollar soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung von Aktionären und Behörden. Während einige Länder bereits grünes Licht gegeben haben, prüfen Regulierungsstellen in den USA derzeit noch den Zusammenschluss.


Richtig so.
Seit wann haben fusionen zu mehr Unabhängigkeit und Vielfalt geführt?
Eher Rück und Abbau und Streichungen und Kürzungen.
Genau.
Vorher: Wir passen perfekt zusammen und ergänzen uns!
Realität: Die kleinere Firma löst sich mit allen ihren vorher vorhandenen Fähigkeiten und Vorteilen und dem Großteil der Mitarbeiter spätestens nach zwei Jahren auf. Übrig bleiben ein paar Marken, die sich gut im Portfolio machen.
Abo hier,Abo da ,Abo überall,kein Wunder das nichts im Portemonnaie ist.
….und wer zwingt dich dazu.
Klappe
Er hat doch Recht – es gibt keinen Zwang zum Konsum, auch wenn das offenbar nicht mehr jedem bewusst ist!
Die Filmschaffenden die zeitnah durch KI ersetzt werden?
Da wird zeitnah nichts ersetzt werden.
… hoffentlich – ich befürchte jedoch das Gegenteil!