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Komplettes VR-Team entlassen?

Vision Pro verliert Personal: Apple setzt stärker auf KI-Brillen

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Apple verkleinert offenbar erneut seine Mannschaft rund um Virtual Reality und die Vision Pro. Nach Informationen von AppleInsider wurden mindestens 60 Mitarbeiter entlassen, die dem VR-Team, dem früheren Apple Vision Group beziehungsweise angrenzenden Bereichen zugeordnet waren. Ein komplettes Team soll von den Kürzungen betroffen sein. Apple selbst hat den Bericht bislang nicht kommentiert.

Vision Pro Augen

Die Entlassungen passen zu einem Umbau, der schon länger läuft. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir darüber berichtet, dass Apple die eigenständige Vision Products Group aufgelöst und Hardware- sowie Softwareentwicklung wieder in die üblichen Konzernstrukturen eingegliedert hat.

Fokus wandert zu Siri und smarten Brillen

Auch personell hat sich seitdem einiges verschoben. Der frühere Vision-Pro-Chef Mike Rockwell wechselte in die Siri-Entwicklung. Im Juni verlor Apple zudem mit Paul Meade einen wichtigen Vision-Pro-Hardwaremanager an OpenAI.

Parallel dazu konzentriert sich Apple Berichten zufolge zunehmend auf leichtere KI-Brillen. Eine erste Variante soll ohne eigenes Display auskommen und stattdessen Kameras, Mikrofone, Lautsprecher und Siri verwenden. Über diesen Strategiewechsel zulasten eines direkten Vision-Pro-Nachfolgers hatten wir bereits berichtet.

Das aktuelle Stellenabbau-Gerücht wäre damit ein weiterer Hinweis darauf, dass Apple klassische, geschlossene VR-Headsets vorerst weniger stark priorisiert.

Vision Pro08

visionOS wird dennoch weiterentwickelt

Von einem vollständigen Ende der Vision Pro kann bislang allerdings keine Rede sein. Apple entwickelt visionOS 27 weiter und hat der Plattform auf der WWDC neue Funktionen spendiert. Auch Apple selbst betont weiterhin, langfristig in räumliche Computertechnik investieren zu wollen.

Schon im April hatten wir allerdings zusammengefasst, warum Apples Interesse an neuen Vision-Pro-Modellen deutlich abgekühlt sein soll. Hoher Preis, Gewicht und überschaubare Nachfrage erschweren es dem Konzern offenbar, aus dem technisch beeindruckenden Headset ein Produkt für den Massenmarkt zu machen.

Die Vision Pro dürfte damit vorerst vor allem Entwicklungsplattform bleiben. Apples größere Hoffnung scheint inzwischen dort zu liegen, wo auch Meta bereits Erfolge erzielt: bei unauffälligeren Brillen, die sich tatsächlich den ganzen Tag tragen lassen.

21. Aug. 2026 um 08:31 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    10 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Also damit konnte nun wirklich überhaupt niemand rechnen. Mein Beileid an die, die sich das Ding für tausende Euros gekauft haben und es jetzt im Regal verstaubt. Wer auch immer bei Apple dachte, dass das das nächste große Ding wird sollte schleunigst seinen Hut nehmen.

  • Bei mir verstaubt die Brille nicht. Tagsüber nen Film anschauen. Bisschen Tischtennis oder wenn mehr Platz ist, Pickleball. Hab auch eigene 3D Visualisierungen damit gebaut, inkl. Mini App zum Positionieren.

  • Ich würde die Vision Pro ja gerne mal ausprobieren, aber selbst jetzt wo die Preise beim Weiterverkauf sinken, ist mir der Preis zum ausprobieren immer noch deutlich zu hoch…

  • Ich denke mal für den halben Preis wäre das Ding gelaufen. Und welcher App Entwickler programmiert eine aufwendigere App für die paar Geräte die verkauft wurden.

  • Die negativen Kommentare wirken auf mich größtenteils ziemlich sinnbefreit und scheinen vor allem von Leuten zu kommen, die Apple Geräte inzwischen hauptsächlich als Unterhaltungsgerät oder zum Spielen verwenden.

    Die Vision war nie ein Produkt für jeden. Das war von Anfang an klar und wurde auch nie anders kommuniziert. Der eigentliche Grund für die Reduzierungen und den Strategiewechsel dürfte meiner Meinung nach viel eher im aktuellen KI und Chip Wahnsinn liegen als darin, dass die Vision ein schlechtes oder gar unbrauchbares Produkt wäre.

    Wer mit der Vision tatsächlich arbeitet und sie produktiv einsetzt, weiß sehr genau, was dieses Gerät bereits heute kann und welches enorme Potenzial in dieser Plattform steckt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass zumindest der CEO nicht vergessen hat, wofür Apple einmal stand und wofür Apple eigentlich auch in Zukunft stehen sollte.

    • Tim Cook hat uns jahrelang erzählt, dass VR das next big thing sei. Als die Vision erschien wurde das spatial Computing als Ablösung des PC promoted. Das sollte schon eine neue Kategorie für jeden werden, wenn auch nicht in Version 1. Das iPhone wurde auch erst mit dem 3GS (hieß es so? Lange her) richtig gut. So ähnlich sah vermutlich auch die Roadmap für die Vision aus.

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