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20 Minuten im Gespräch

Video: Tim Cook-Interview streift Trump und Monopol-Vorwürfe

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In der Nacht zu Dienstag fand der erste Tag des sogenannten Atlantic Festivals statt. Organisiert von der gleichnamigen Monatszeitschrift, die sich in langen Texten mit kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt, handelt es sich bei diesem um eine kleine Variante des „Aspen Ideas Festival“, das coronabedingt auf Video-Chats mit den eingeladenen Podiumsgästen ausweichen musste.

Atlantic Festival

Gästen, zu denen auch Apple-Chef Tim Cook zählte, der im ersten Interview des Tages auftrat und sich mit dem Atlantic-Chefredakteur Jeff Goldberg rund 20 Minuten über die Waldbrände in Kalifornien, Apples Umweltpolitik und Donald Trump und die laufenden Monopol-Untersuchungen unterhielt.

Angesprochen auf den US-Präsidenten, mit dem sich Cook im Verlauf der zurückliegenden Jahre mehrfach traf, erörtert der Apple-Chef dabei seine „Philosophie des Engagement“. Cook gab an, der festen Überzeugung zu sein, dass es stets zu bevorzugen ist sich an Konversationen zu beteiligen – unabhängig davon, ob man einer Meinung sei oder grundverschiedene Haltungen hätte.

Auf Trumps Umgang mit dem Coronavirus angesprochen, verzichtete Cook auf kritische Worte und erinnerte lediglich daran, dass der ganze Planet von dem Virus überrascht worden sei.


Das Cook-Interview startet im Video ab Minute 15:10

Die besten, nicht die meisten Produkte

Was die laufenden Monopoluntersuchungen angeht, räumte Cook ein, dass große Unternehmen sich die kritischen Prüfung ihrer Geschäfte verdient hätten, allerdings habe er Hoffnung, dass die Öffentlichkeit letztlich verstehen werde, dass Apple keine Monopol auf Rechner, Smartphones und dergleichen habe.

Da Apples Strategie schon immer gewesen sei, die besten und nicht die meisten Produkte auf den Markt zu werfen, würde man ohnehin nicht Gefahr laufen ein Monopol zu erschaffen. Die besten Produkte sind selten auch die am weitesten verbreiteten.

Neben Tim Cook kamen am ersten Abend des Atlantic Festivals auch Anna Deavere Smith, Stacey Abrams, José Andrés, Ed Bastian, Quita Beeler Highsmith, Stephanie Ruhl, Adrienne LaFrance, Alex Wagner, Gillian White und Jeffrey Goldberg zu Wort.

Dienstag, 22. Sep 2020, 8:31 Uhr — Nicolas
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  • Mein iPhone Homescreen schaut mit den neuen viel zu überdimensionierten Widgets aus wie ein Rentner Handy. Was soll denn das?

    • @Screen
      Schau Dir mal „Launcher“ an. Das ist extrem vielseitig konfigurierbar. Da lassen sich Apps, Kurzbefehle, Playlists, Webseiten etc. sehr schön in Widgets organisieren. So passen bis zu 21 Elemente in ein mittleres Widget und bis zu 30 in ein großes.

    • Die kann man doch deaktivieren und die Widgets in Heute weiter anzeigen lassen. Du musst das doch nicht nutzen. Ist ein Feature.

    • man kann es auch niemanden recht machen. Gemeckert wird immer.

      • @HelgeHelge: Setz deine Fanbrille ab, dann wirst du sehen, dass Screen nur für sich spricht. Apple wurde hier kritisiert. Aber wenn du deshalb wirklich glaubst, dass die es niemandem recht machen können, solltest du doch mal in dich gehen.

  • Also die alte Ausrede mit dem angeblich geringen Marktanteil. Im Umkehrschluss würde die Logik bedeuten: die besten Produkte müssen die Regeln des Wettbewerbs nicht beachten. Wem das also wichtig ist, darf nie die besten Produkte kaufen. In der Argumentation wäre auch jede Kritik an Trump unangebracht. Es kann ja schließlich jeder in ein weniger schönes Land auswandern.

    • Von Popopcorn so früh am Morgen bekomme ich Sodbrennen.

    • Ich habe mir gerade das Interview angehört und es ist allgemein mit Ausreden und Ausweichen von unangenehmen Fragen gefüllt (bsp. China mit Erwähnung der Konzentrations-Camps, kam als Antwort, man sieht die Kundschaft in China und möchte denen das tolle Apple Erlebnis ermöglichen). Ihm bleibt aber in einer kapitalistischen Welt nicht viel anderes übrig, ansonsten ist er nicht mehr CEO bei Apple, wenn Apple wegen kritischer Kommentare vom chinesischen Markt ausgeschlossen wird.

      • @iTobi
        Ja, er könnte sofort in der Politik anfangen. Keine Frage wird wirklich beantwortet, nur seichtes ausweichendes Geschwätz. Die Zeit hätten alle besser nutzen können …

      • Tim Cook abgelöst? Das wäre ein Anfang. Ihn ist doch sonst Haltung angeblich so wichtig.

  • Süß, in den Keynote Events schwärmen wieviele Millionen/Trillionen ein iPhone/Watch/iPad besitzen und hier plötzlich ganz klein stapeln. Love it.

  • Kommt schon Leute. Die Antworten waren zwar sehr ‚diplomatisch‘, jedoch kann man auch gut zwischen den Zeilen lesen.
    Und Cook’s Auftrag ist nun mal (noch) nicht der Weltfrieden, sondern der Erfolg seines Unternehmens.
    Und was er wahrscheinlich privat über den Typ aus Entenhausen loslässt würde jeden ‚anstößig-Filter‘ zum glühen bringen.

  • Nunja. Ist doch klar gewesen, oder? Tim Cook kann es sich nicht erlauben, es sich mit Trump oder China zu verscherzen.
    Oder sollte ich sagen ‚will‘?
    Er könnte natürlich schon- wer weiß wie z.B. Steve Jobs reagiert hätte? Aber so oder so wäre das vermutlich nicht ohne Konsequenzen gewesen.
    Wenn Donald Trump sich beleidigt fühlt, dann schlägt er erstmal mit executive orders um sich…

  • Apple hat kein Monopol bei Geräten, die von Apple verkauft werden. Irgendwie widerspricht sich das mit den Einschränkungen, die dabei einhergehen. Letztendlich werden Apple- Betriebssysteme aber offener werden müssen, der Druck hierfür ist jedenfalls da, ich hoffe hier ändert sich Sinnvoll (!) etwas

    • Hoffen wir mal, dass sich da was tut. Wenn es gut läuft, kommt ein Installationssystem wie auf dem Mac. Der Nutzer kann entscheiden, aus welchen Quellen er installieren möchte. Wenn es schlecht läuft, gibt Apple zwei Versionen des Betriebssystems raus. Einmal mit und einmal ohne Sicherheitsmaßnahmen. Wenn es ganz schlecht läuft, bleibt es wie es ist.

    • Ne warum muss das denn? Weil du und „gefühlt“ alle das so wünschen? Und zwei Betriebssysteme eins mit Sicherheitsfeatures und eins ohne? Ich hab mich kringelig gelacht :D wunschdenken ist immer toll aber das muss man nicht unbedingt mitteilen… und Tim Apple macht seinen Job als ceo ziemlich gut- als kultfigur ähnlich Steve Jobs vielleicht eher nicht- aber solang die Zahlen stimmen und so sieht es neunmal aus als „wertvollstes“ unternehmen, wird sich rein gar nichts ändern…zu mindest keine User-Eingeständnisse

  • „rund 20 Minuten über die Waldbrände in Kalifornien, Apples Umweltpolitik und Donald Trump und die laufenden Monopol-Untersuchungen unterhielt“

    Also einmal mehr eine vollkommen sinnbefreite Veranstaltung die nichts ausser Publicity zu bieten hat.

    So hätten bereits vor langer Zeit in Kalifornien mehr Löschflugzeuge angeschaft werden können. Das ist eine ganz simple Entscheidung für einen Governator. Dazu braucht man noch nicht mal einen Trump.

    Scheinbar ist es aber besser für die Schlagzeilen es jedes Jahr ordentlich brennen zu lassen. Der Wind treibt die Staubpartikel in die Stratosphäre und bis nach Europa, dann sind sie dort ja weg.

    Alles halb so schlimm.

    Über den Rest mag ich gar nicht erst ein Wort verlieren, den jedes ist ganz einfach zu viel.

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