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Marktwächter rügen Informationspolitik

Verbraucherzentrale warnt: Kontosperrungen für Wish-Kunden

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Bereits im vergangenen August rügte die Verbraucherzentrale NRW die Shopping-App Wish. Der virtuelle Fernost-Grabbeltisch, der sich konzeptionell sowohl bei klassischen China-Versendern wie Gearbest und AliExpress aber auch bei Gruppen-Angeboten wie Groupon orientiert, fing sich damals wegen einer massiven Beschwerdezunahme eine öffentliche Warnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ein.

Wish 1000

Jetzt hat die Verbraucherzentrale Brandenburg nachgelegt und warnt Anwender vor möglichen Kontosperrungen durch den Händler von Aktionswaren.

Nach Angaben der auf Online-Dienste spezialisierten „Marktwächter Digitale Welt“ soll der Anbieter einem Teil seiner Kundschaft vorwerfen, die „großzügigen Rückerstattungs- und Rückgaberichtlinien“ zu missbrauchen. Die Betroffenen verlieren ohne jede Vorwarnung den Zugang zum Kundenservice und damit die Möglichkeit, offene Bestellungen zu widerrufen oder zu reklamieren.

Was genau Wish unter „übermäßig vielen Rückerstattungen“ versteht, ist dabei auch der Verbraucherzentrale unklar.

[…] Einige Verbraucher berichten, vor ihrer Sperrung nur einen einzigen Kauf zurückgesendet zu haben. Unabhängig davon, aus welchen Gründen die gesperrten Kunden Waren zurückgesendet haben, sind Rücksendungen grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen gesetzlich erlaubt.

Eine Vorwarnung gibt es den Betroffenen zufolge nicht. Dabei hat die fehlende Kontaktmöglichkeit weitreichende Konsequenzen. […] Besonders dreist: Wish ruft seine Kunden dazu auf, trotz Sperrung des Kundenservices weiter auf der Plattform einzukaufen. Denn nur durch eine ebenfalls unbekannte Anzahl an weiteren Käufen können Verbraucher den „guten Ruf“ ihres Kontos wiederherstellen und den Zugang zum Kundensupport reaktivieren.

Mittwoch, 14. Aug 2019, 16:33 Uhr — Nicolas
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  • Kann auch bei Amazon passieren das die das Konto sperren und jeden der die gleiche Adresse hat und Kontoverbindung

      • Warum, er hat doch recht. Auch Amazon sperrt Kundenkonten, manchmal ggf. zu recht, manchmal zu unrecht. Im übrigen verliert man dann auch den Anspruch auf bereits gezahlte services wie Prime, Audible…ggf. vorhandene Hardware ist ebenfalls nutzlos ;)

  • „nur durch eine ebenfalls unbekannte Anzahl an weiteren Käufen können Verbraucher den „guten Ruf“ ihres Kontos wiederherstellen und den Zugang zum Kundensupport reaktivieren.“

    Erpressung?
    Da würde ich die Käufe gleich über die KK sperren, die Ware unberührt zu Hause 1 Jahr zur Abholung bereitstellen und denen mitteilen, wie sie zur Ware kommen.

  • Man sollte solche Verbrecher Portale wie Wish einfach komplett schließen. Sowieso nur Lug und Betrug was mit denen zusammenhängt

    • Das weißt du natürlich ich habe öfter bestellt bei Wish und es ist gut abgelaufen und auch danach keine Probleme. Also ich wüsste nicht was sie verbrechen.

  • Hier merkt man dann, dass Wish chinesisch geprägt ist.

    Wer nicht brav sich an die Regeln hält, wird halt auf das Abstellgleis gelenkt. So funktioniert in China soziale Kontrolle.

  • Was man bei Wish an Blödsinn kriegt kann man einfach seriös bei Ali kaufen… da is dann auch drin was drauf steht..

  • Das ist doch gängige Verfahrensweise bei vielen.
    Produkt kaufen, dann Mangel melden, Geld wird erstattet und Produkt soll dann weg geworfen werden. Mmmmh, aber es war ja gar nicht mangelbehaftet.
    Welcher Anbieter lässt sich diese Verfahrensweise lange gefallen.

  • Naja… ich denke die meisten wissen, dass viele Kunden bei Wish betrügen. Sie behaupten nie Ware erhalten zu haben, weil beim Versand aus China durch deren Versanddienstleister keine Info über den Verbleib der Ware zu haben ist. Sie erstatten das Geld zurück, aber die Ware kam doch an. Man hört das immer wieder.

  • Armes Wish – da scheinen sich die Kunden halt für den gelieferten Mist zu revanchieren

  • Welche Auswirkungen haben die Aussagen der Verbraucherschutzzentralen denn? Können sie irgendwelche rechtlichen Konsequenzen in die Wege leite? Das gleiche frage ich mich auch immer wieder bei Stiftung Warentest. Es wird aufgedeckt, dass zB gesetzliche vorgeschriebene Angaben auf den Verpackungen fehlen. Und dann?

  • Das ist doch eh nur Tinneff da. Und Abzocke mit sich verdoppelnden Versandkosten…

  • Mit Joom gibt es solche Probleme nicht

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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