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Deutschland nickt neuen Standard ab

USB-C-Pflicht: Smartphones ab Ende 2024, Notebooks ab 2026

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97 Kommentare 97

Von langer Hand angekündigt und ebenso lange vorbereitet, hat die europäische Pflicht zum einheitlichen USB-Kabel für neue Elektrogeräte nun auch in Deutschland eine rechtliche Grundlage – ein letztes Ultimatum für die trägen Nachzügler am Markt wurde ebenfalls festgelegt.

Pressefoto Habeck Querformat

Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz

Pflicht ab Ende 2024

Ab Ende 2024 müssen alle neuen Smartphones einen USB-C-Port besitzen, damit herstellerübergreifend ein einheitlicher Ladestandard zum Einsatz kommt.

In einem ersten Schritt gilt dieser für Smartphones, aber auch für weitere Geräteklassen, zu denen neben Spielkonsolen auch Digitalkameras, E-Reader, Headsets, Kopfhörer, tragbare Lautsprecher, Navigationsgeräte, Tablets und Tastaturen zählen. Voraussetzung hier ist immer, dass sich die Geräte per Kabel mit Strom versorgen lassen.

Ab 2026 auch für Notebooks

In gut zwei Jahren, ab Anfang 2026, soll die USB-C-Pflicht dann auch für tragbare Rechner gelten. Apple ist mit seinem MacBook-Portfolio hier gut aufgestellt und setzt bereits durchgängig auf den einheitlichen Anschluss-Standard.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, dessen Wirtschaftsministerium für die maßgebliche Änderung des Funkanlagengesetzes verantwortlich ist, bewertet die Vorgaben positiv.

Die Umsetzung der EU-Vorgaben vom Sommer 2022 in deutsches Recht würde das Problem der verschiedenen Ladekabel für Smartphones, Tablets und Notebooks beseitigen, den Verbrauchern das Leben erleichtern und gleichzeitig die Menge an generiertem Elektroschrott reduzieren. Die unterschiedlichen Ladegeräte sollen bislang ein jährliches Elektroschrottaufkommen von rund 11.000 Millionen Tonnen verursacht haben.

Apple hat das aktuelle iPhone 15 erstmals in der Geschichte des iPhones mit einem USB-C-Port ausgestattet und verbaut in keinem Modell der neuesten Geräte-Generation mehr den klassischen Lightning-Port, den Apple in den vergangenen zehn Jahren als Nachfolger des sogenannten 30-PIN-Dock-Connector in jedem iPhone integriert hat.

26. Okt 2023 um 15:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    97 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wie läuft das mit den super starken Laptops die 230w+ brauchen? Da ist usbc nicht genug

  • Kann usb c nich höchstens 100 Watt? Was ist mit großen MacBooks oder Gaming Laptops, die mehr als 100 Watt brauchen? 2 Netzteile mit usb c?

  • Es gibt ein paar Hersteller die das USB-C Port Dingen jetzt schon umschiffen. USB-C Port ist drann aber Kabel USB-C auf USB-A. Hätte das Apple gemacht. Ich sag nur Elgato.

  • Finde die Vorgabe etwas merkwürdig. Damit werden doch zukünftige Innovationen in diesem Bereich ausgebremst?
    Oder wer entscheidet später was und wann auf USB-C folgen soll?

    • Ein paar starke Lobbyisten der EU. Wird halt alles länger dauern. Dann gibt es neuen Kabelschrott.

    • Genau dies ist der riesen Nachteil, auch wenn es prinzipiell sinnig erscheint. Das ganze ist eine riesen Innovationsbremse.

      • …wohlmöglich kann man die EU-Vorgabe in einiger Zeit dem Stand der Entwicklung/Technik anpassen?!

    • Ich könnte mir auch ein USB-C Version 1.1, Version 1.2, Version 2.0 usw. vorstellen LOL

    • Es ist definitiv eine Mega Innovations Bremse. Besonders USB-C ist nicht fest Spezifiziert ist halt einfach eine Form. Mal schauen was bald noch kommt.

      • Euer Argument stimmt nur zum Teil: USB-C ist zum einen ein Steckerform – und um genau die geht es bei den Ladekabeln. Zum anderen sind es Protokolle zum Datentransfer (3.0, 3.2, 4.0 usw.). Die sind aber nur für das Laden nicht relevant. Insofern hat man sich – für die absehbare Zukunft – eigentlich nur auf die Steckerform festgelegt und damit auf die Ladespannung, nicht aber zum Beispiel auf die Ladeleistung. Natürlich kann man ein 5W-USB-C-Netzteil auch an ein Macbook hängen. Es wird dieses halt im angeschalteten Zustand gar nicht, in ausgeschaltetem unendlich langsam laden. Aber grundsätzlich geht es halt. Drum ist das jetzt zumindest mittelfristig nicht so komplett absurd.

    • Welche Innovationen sollen das sein? Die Entwicklung der verschiedenen Protokolle (PD, USB, Thunderbolt, DP etc.) geht ja weiter. Es geht doch eigentlich nur um den Steckertyp – und den könnte man bestimmt noch um eine optische Schnittstelle erweitern (ähnlich wie bei dem 3,5mm Toslink in einer Kopfhörerbuchse). Wenn der noch kleiner/flacher werden soll, dann wird der auch anfälliger für Brüche.

    • Nein. Genauso wie beim Netzstecker in der Steckdose wird auch nichts an Innovation ausgebremst. Es zwingt lediglich dazu das neue Geräte kompatibel sind.
      Bei USB haben sich über mehrere Jahrzehnte auch keine Leute beschwert und haben den Vorteil gesehen dass es nicht mehr einen runden lila Anschluss für die Tastatur und einen grünen anderen runden Anschluss für die Maus gegeben hat und jeder Drucker einen eigenen anderen Anschluss hatte.

      Es wird lediglich die Form des Steckers vereinheitlicht

  • Dann werden bald Laptops ohne Ladegerät verkauft, aus umweltgründen, weil man ja eh schon 5 100 Watt usb c Ladegeräte zuhause hat

  • USB-c ist schon wieder out bis Neuland das verpflichtend gemacht hat. Gut dass die eu das geregelt hat

  • und alle vorhandenen nun überflüssigen Kabel landen im Elektroschrott.. was ist daran nachhaltig?

  • Bei 11.000 Millionen Tonnen geriet mein Lesefluss gewaltig ins Strudeln…
    An der Stelle hätte ich wohl eher elf Milliarden erwartet.

  • Sehr gut. Ein einheitlicher Standard hilft Kosten zu sparen. Apple ist das beste Beispiel. Dank USB C sind teure Lizenzgebühren hinfällig. Man kann nun einen USB Stick an das iPhone anschliessen und Videos direkt darauf aufnehmen.
    Aber typisch Deutschland – Mecker, Mecker, Mecker !
    Ich frage mich was die ganzen Meckerer machen würden wenn Ihnen klar wird was D ohne die EU wäre…..

    • Das konnte man schon auch mit Lightning. Lightning zu USB-C (Im Lieferunfang enthalten bei den Geräten). Ist überhaupt nicht neu. So betreibe ich seit Jahren externe Festplatten für iOS. Es gibt kaum etwas was nicht mit Lightning Anschluss nicht funktionierte.

      • Sorry das ich deine Traumblase zerplatze. Aber es ist manchmal echt lächerlich wie viele Glauben das jetzt etwas geht nur weil noch nie genutzt oder gehört.

    • das mag ja alles richtig sein.
      Nur wie oben schon angemerkt. Was soll wann auf USB-C folgen und wer entscheidet das?
      USB-C kann ja jetzt nicht ewig und drei Tage bestehen bleiben. Hier schreiben Bürokraten etwas vor von dem sie eventuell keine Ahnung haben. Da liegen vielleicht viel bessere Detaillösungen in den Schubladen verschiedener Hersteller und denen sind die Hände gebunden. Das wird ein Eigentor. Man kann auch etwas zu Tode regulieren.

      • Sorry, bis auf Apple hat wirklich JEDER Hersteller seit einiger Zeit USB C eingesetzt. Nur Apple hat sich standhaft geweigert, weil der eigene Lightning Anschluss einfach eine absolute Lizenzmelkmaschine war.
        Und natürlich gibt es weiter Entwicklungen. Es dreht sich hier ja nicht um Übertragungsgeschwindigkeiten, sondern rein um das SteckerFORMAT ! Keiner hindert eine Firma daran anhand dieses Formates die Geschwindigkeit etc. zu optimieren !
        Dieses Gesetz ist sinnvoll und war schon lange überfällig !

      • Wenn das steckerformat doch egal ist, warum mussten dann für USB 3 die stecker verändert werden?

      • Apple ist doch zweitrangig.
        Es geht um die Entscheidung für USB-C und die folgenden Schritte. Da muss es doch eine Roadmap geben. USB-C hat sich ja auch irgendwann entwickelt.
        Wer entscheidet später das alle Hersteller auf eine anderen Schnittstelle wechseln müssen? Wer ist für die Entwicklung dieser neuen Schnittstelle zuständig, wenn alle Hersteller sich nun auf USB-C festlegen müssen? Da wird doch niemand mehr Geld investieren wenn er von Bürokraten abgewiesen wird und die sowieso letztlich entscheiden was geht.
        Das nannte man früher Planwirtschaft und hat nicht funktioniert.

  • Wer glaub das die EU Deutschland guttut, lebt auch in einer Blase….

    • natürlich tut die EU Deutschland gut. Genauso wie es jedes andere Land innerhalb dieser Gemeinschaft gut tut.
      Es ufert nur manchmal hier und da aus und dann muß man halt auch mal wieder auf die Bremse gehen.
      Aber alles verteufeln ist einfach auch blöd.

    • und wer glaubt, dass die EU Deutschland schadet lebt in einer gaaanz anderen Blase…

      • Leider denken das sehr viele bei uns, ob sie sich nun Querdenker, Reichsbürger oder CSU-Wähler nennen.
        Ich empfehle zwei Semester Bwl und zwei Vwl.
        Oder halt ein seriöses Geschichtsbuch.
        Das aber ist Aufwand für den Geist und dauert.
        Schneller geht da Telegram.

      • 2 Semester. Ist ja süß. Hol dir erstmal Berufserfahrung. Sonst bist du genauso viel Wert wie einer von der Straße. Haha

      • Wer hat denn eine Null gewählt?

      • @aw: du hast in deiner Aufzählung noch die Wagenknecht-Fraktion vergessen. Davon laufen ja Montags schon genug rum.

    • Richtig, das haben sich die Engländer auch gedacht und haben jetzt den Salat.
      Nein, Quatsch, Salat gibt es da oft nicht mehr, da gibt es dann höchstens eine Rübensalat.
      Und es sind ja nur knapp 2/3 der Engländer, die gern wieder in der EU wären, erzähle denen doch nochmal, warum ohne EU alles besser ist.

    • Nö. Der lebt in der Realität. Deutschland als Exportnation ist mit der grösste Gewinner der EU. Einfach mal aus der nationalistischen Blase rauskommen und in einer globalen Welt ankommen – und rallen das Wirtschaft nicht mit Populismus, sondern mit Realismus funktioniert !
      Ohne EU wäre die Deutsche Wirtschaft nur noch ein Schatten von dem was sie momentan ist.

  • Ach guck mal, da ist ja unser Superminister, der weiß, dass ein Betrieb nicht insolvent ist, sondern lediglich aufhört, zu produzieren.

    • ach Heino, wieso schreibst du Kommentare zu Dingen von denen du eigentlich doch gar keine Ahnung hast :-(

    • Wow, da hat es einer immer noch nicht verstanden. Mein Vater war vor über 15 Jahren auch nicht insolvent – ganz im Gegenteil – er hat nur als er 70 war die Firma geschlossen und damit aufgehört zu produzieren.

      Das machen übrigens ganz viele Bäcker, Merzger oder kleinere Firmen in Deutschland. Der eine früher, andere später.

      Und ich werde auch vermutlich spätestens mit 70 meine Firma aufgeben, weil kein Nachfolger in Sicht ist. Ich arbeite zwar jetzt schon nur noch 3 Tage die Woche, aber 13 Jahre mach ich das noch, es wäre mir sonst zu langweilig, Aber mit 70 ist dann spätestens Schluss (sagt meine Frau ;-) )
      Da werde ich auch nicht insolvent sein, es sei denn meine Frau kauft noch mehr absurd teure Handtaschen.

      • Auf dieses von Ihnen erläuterte Szenario bezog sich aber seine Aussage nicht. Aber egal, er ist in meinem Augen inkompetent wie leider soviele Politiker. Bitte jetzt nicht gleich wieder nach Erläuterungen/differzierten Aussagen schreien, da es hier den Rahmen sprengen würde, exakt auf die vielen Fälle konkret einzugehen. Ausserdem ist dies meine ganz persönliche Meinung zur aktuellen politischen Situation in Deutschland.

      • Wow, da hat einer die damalige Aussage von Herrn Habeck wohl nicht verstanden.

    • Typisch. Einen Satz rausgreifen, welcher gern dann in der Watts App Gruppe geteilt wird. Vielleicht mal insgesamt den Vortrag anhören – vielleicht reicht ja das Verständnis dann aus um zu verstehen was unser – sehr guter – Wirtschaftsminister da vollkommen richtig gesagt hat !

    • Und wieder einer der Habeck nicht verstanden hat, obwohl die Aussage zu 100% korrekt war.

      Oder war jedes Geschäft, dass wegen Corona geschlossen war, automatisch insolvent?

      Antworten moderated
  • USB-C Pflicht bei Laptops bedeutet auch, daß keinen MagSafe Anschluß mehr geben darf?

  • Für den Kunden wird diese „Vereinheitlichung“ vorerst nichts bringen, wenn man doch diverse verschiedene Kabel-Qualitäten beachten muss.

  • Schön wäre es wenn dieser einheitliche Standard auch beim USB-C Kabel an sich ankommen würde. Unterschiedliche Stecker an beiden Enden und etwa 15 verschiedene USB-Übertragungsstandards machen es dem Consumer momentan alles andere als leicht.

  • Also kann ja der MagSafe bleiben, es ist ja möglich über USB-C zu laden.

  • Was nutzt ein USB-C Port am Endgerät, wenn auf der Seite des Ladegerätes noch die gute alte USB Buchse vorhanden ist. Hier haben die Regelwächter nicht zu Ende gedacht…

  • Einheitlich? Das sieht Apple aber anders!
    Ich hab ein (zugegeben billiges) USB-C Kabel, welches überall problemlos funktioniert, jedoch nicht an meinem iPhone 15.

  • USB-C … überall nur USB-C. Sollten dann nicht auch Kaffeemaschinen, Toaster, Elektro-Autos und Wärmepumpen mit USB-C betrieben werden müssen? Wenn schon, denn schon. Wenn die Politik schon so einen Mist verzapft, dann aber bitte durchgängig.

  • USB-C als Stecker zu vereinheitlichen, das ist ja ganz nett… aber damit verlagert man das Problem doch eigentlich nur wieder auf die Kabel, weil USB-C Kabel nicht USB-C Kabel ist und man das dem Kabel von außen nicht ansieht.
    Der letzte schlüsige Gedanke wurde hier vergessen. Man kann dem wohl nur entgehen, indem man nur teurere Thunderbolt 4 Kabel nutzt.

  • Der, der mit der Kuh tanzt
  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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