ifun.de — Apple News seit 2001. 37 693 Artikel

"Wöchentliches Übersetzungslimit erreicht"

Übersetzungsdienst DeepL: Weitere Einschränkungen für Free-Accounts

Artikel auf Mastodon teilen.
46 Kommentare 46

Der beliebte Übersetzungsdienst DeepL scheint seine Daumenschrauben erneut anzuziehen und hat weitere Einschränkungen an seinem Angebot vorgenommen, die Anwender zur Registrierung eines Nutzerkontos bewegen sollen.

Deepl 1500 Zeichen 2000

„Wöchentliches Übersetzungslimit erreicht“

Wie ifun.de Leser berichten, hat die offizielle Mac-Anwendung des Übersetzungsdienstes damit begonnen, Nutzer über das Erreichen eines Wochenlimits zu informieren, nach denen die Übersetzung weiterer Texte nur noch gestattet wird, wenn die Anwender die Mac-Anwendung mit einem registrierten Konto benutzen.

Damit führt DeepL ein weiteres Druckmittel ein, um gratis Anwender des Übersetzungsdienstes, zumindest zum Anlegen eines Nutzerkontos zu bewegen, höchstwahrscheinlich mit der Annahme, damit die Hürde zum Wechsel in einem der kostenpflichtigen Tarife weiter abzusenken.

Wochenlimit Deepl

Zuletzt konnten wir im Ende September beobachten, wie DeepL den Umfang zulässiger Übersetzungen in gratis Konten reduzierte. Konnten anfangs noch 5000 Zeichen in einem Rutsch übersetzt werden, dürfen gratis Anwender des beliebten Dienstes inzwischen nur noch 1500 Zeichen auf einmal in eine andere Sprache überführen lassen. Auch hier lockt der Dienst: mit einem kostenlosen Konto wird das bisherige Limit von 5000 Zeichen wiederhergestellt.

Auch in der offiziellen iPhone-Applikation des Dienstes tauchen vermehrt Hinweise auf, die Anwender zur Registrierung bewegen sollen. Das Bearbeiten angezeigter Übersetzungen ist inzwischen beispielsweise nur noch für registrierte Anwender gestattet.

Uebersetzung Ios

Durch das Aufkommen der zahlreichen KI-Dienste ist der vor allem für seine guten kontextuellen Formulierungen bekannte Übersetzer in Bedrängnis gekommen. Viele Anwender, die zuvor ausschließlich auf DeepL gesetzt haben, dürften sich inzwischen von konkurrierenden Diensten wie etwa Googles Bard oder auch dem OpenAI-Angebot ChatGPT bedienen lassen.

Allerdings scheint fraglich, ob das drastische Zurechtstutzen des kostenfreien Übersetzungsangebotes der richtige Weg ist, sich gegen die zunehmende Konkurrenz zu wehren.

08. Dez 2023 um 14:30 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    46 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • 2-3€ im Monat könnte man mit leben. Aber 8€ + bin ich nicht bereit

    • 2-3 € für einen super Übersetzer, der sogar ganze Dokumente übersetzt ist mit Verlaub ein Witz. Wer soll denn da verdienen und weiterentwickeln?

      • 8€ sind 96 € im Jahr. Wenn das für Dich Peanuts sind – Glückwunsch! Für Andere sind sie es nicht… aber ach was auch: Du gehörst mit Sicherheit auch nicht zu den Abonnenten!

      • Rechne doch auf 10 Jahre hoch, dann sieht es noch krasser aus. Kriegst Dein Gehalt wahrscheinlich auch jährlich.

      • Egal wie gut erbaut, ich nutze den Dienst höchstens 2 mal im Monat. 4€ pro Übersetzung von oft nur ein oder zwei Sätze ist mir zu viel.
        Bei mir reicht so zum Glück die Frei Version.
        Die Häufigkeit der Anwendung macht hier den Unterschied. Fast täglich genutzt und das im gewerblichen Umfeld. Da wären 8€ geschenkt!

    • Meine Steuerberaterin betont immer: AUSGABEN, AUSGABEN, AUSGABEN!
      DeepL ist doch der perfekte Kanditat für die Steuererklärung…
      Und dieses gute Produkt unterstütze ich gerne.

      Antworten moderated
  • Ich lösche Anwendungen automatisch wenn diese eine Registrierung wollen. Datenkraken gibt es schon genug

  • Dieser Kontozwangdreck geht mir so was von auf den Sack!
    Aber kann natürlich sein, dass darüber die Hürde zu einem möglichen Abo dann geringer wird – interessante Theorie – danke iFun :)

  • ChatGPT ist for free. Was ist dann deren Alleinstellungsmerkmal?

  • Also ich habe Chat GPT Pro und mache eigentlich alles nur noch da drin. Obwohl ich über meinen Arbeitgeber einen DeepL Account habe, nutze ich das nur noch super selten.

    • Für Übersetzungen ist aber ChatGPT ein Schmarren im Vergleich. Wenn ich ein DeepL Konto dafür zur Verfügung hätte, würde ich dieses bevorzugen

      Antworten moderated
      • Echt? Also bei GPT 4 finde ich kaum noch Unterschiede – hatte ich am Anfang mal getestet, dass dich DeepL und GPT öfter den gleichen Text gegeben habe. Kann aber sein, dass DeepL nochmal zugelegt hat. Vielleicht teste ich es noch einmal

  • Wenn ein Konto gefordert wird, obwohl es für die Funktion nicht erforderlich ist, dann bin ich raus.

  • Gurkenwässerchen

    Zumindest für den Browser hilft es, das private Browserfenster zu nutzen, um die tägliche Hürde zu überwinden :-)

  • Für solche Dienste ein Konto anlegen, fände ich nicht so gut. Ein monatlich kündbares Abo wäre m. E. hier besser …

    Antworten moderated
    • Abo ohne Konto geht aber nicht.
      Oder möchtest du die Information das du ein Abo bezahlst nur in einem Cookie speichern? Dann Vorsicht beim löschen aller Cookies oder bei Rechnerwechsel oder wie auch immer du das dann auf anderen Geräten (PC, Mac, Smartphone, Tablet) nutzen möchtest.

  • Wieder ein fein formulierter Beitrag, der bestätigt, dass ich hier richtigerweise werbefrei mitlese!

  • Für jemanden der das Beruflich braucht gehört es ja zu den Notwendigen Ausgaben, aber als gelegentlicher privater Nutzer wäre mir ein Credit System sympathischer. Wenn was Übersetzt werden soll werden Credits die man zuvor gekauft hat abgezogen —- aber ein Monatsabo wenn nichts anfällt ….?

    Antworten moderated
  • Sollen pl… gehen! Nur noch Abo und Kohle machen. Gut das es noch andere Anbieter gibt.

  • Mein Jahresabo zahlt der Arbeitgeber ;). Nutze neben der Dokumentenübersetzung auch das Write sehr gerne. So werden eingestaubte Formulierungen und Ausdrucksweisen im Köpfchen sehr leicht aktualisiert.

  • Ich bin beruflich sehr häufig mit DeepL unterwegs und mit der Kernfunktion sehr zufrieden. Oft nutze ich auch ChatGPT-Plus parallel, bzw. lasse mich von beiden Diensten inspirieren. ChatGPT zeigt sich hier sehr kreativ, was ich in fremden Sprachen oft als hilfreich empfinde.
    Aber: das Abo-Modell erachte ich bei dem Preis als unfair. Selbst im Team kommen wir nicht auf eine Zeichen-Anzahl, die entsprechend weit über den kostenfreien Limits liegen würde. Und: für Team-Nutzung gibt es keinerlei Rabatte.
    Das könnte ich nachvollziehen, würde es Funktionen zum gemeinsamen Arbeiten geben (gibt es im Advanced Paket für happige 25€, aber dort auch nur ein geteiltes Glossar). Oder eine Historie oder oder … mir fallen spontan Zig Features ein, die Sinn machen würden.

    Unter’m Strich ist das gesamte Tool nebst Frontend meines Erachtens nach inzwischen deutlich zu schwach. (Wie gesagt aber in der Kerndisziplin ungeschlagen wenn es drauf ankommt).

    Ergebnis: Account-Sharing, was eine Loose-Loose-Situation für alle Beteiligten ist.

  • Ich zahle die 72€ im Jahr gern. Nutze die App täglich auch in Verbindung mit Popclip und Webtranslator for DeepL für Safari. Das ist mit Office 365 eines der wenigen Abos, die ich habe und sinnvoll sind.

  • Gelegenheitsnutzer wird es demnächst bei keiner App mehr geben. Schade.

  • Ich frage mich, ob die Leute, die alles umsonst haben wollen, auch umsonst arbeiten.

    Antworten moderated
  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 37693 Artikel in den vergangenen 8162 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven