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Apples öffentliche Schuldzuweisung an Brüssel

Siri AI (nicht) in Europa: Apple macht die EU verantwortlich

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Apple hat angekündigt, die neue Siri AI zum Start von iOS 27 und iPadOS 27 nicht in der Europäischen Union bereitzustellen. Schuld seien die europäische Gesetze für digitale Märkte (DMA). Bemerkenswert ist dabei weniger die Verzögerung selbst als die Art ihrer Kommunikation.

Siri In Europa

In einer ungewöhnlich scharf formulierten Pressemitteilung versucht Apple frühzeitig die Deutungshoheit über den Vorgang zu gewinnen und die Verantwortung eindeutig bei den europäischen Regulierungsbehörden zu verorten.

Über weite Strecken liest sich die Mitteilung nicht wie eine sachliche Erläuterung technischer oder rechtlicher Hürden. Stattdessen zeichnet Apple ein Bild, in dem die Europäische Union die Einführung moderner KI-Funktionen verhindert, während das Unternehmen selbst als konstruktiver Problemlöser auftritt. Apple formuliert recht eindeutig: Nicht Apple hält die Funktionen zurück, sondern Brüssel.

Dieses Muster ist nicht neu. Bereits im Juni 2024 hielt Apple Apple Intelligence, iPhone Mirroring und SharePlay Screen Sharing in der EU zurück und verwies auf regulatorische Unsicherheiten. Schon damals stellte sich die Frage, weshalb ausgerechnet Funktionen wie die Bildschirmspiegelung vom DMA betroffen sein sollten. Ende 2024 startete Apple Intelligence dann in mehreren Ländern außerhalb Europas, während EU-Nutzer weiter warten mussten.

Europa als Druckmittel

Besonders auffällig ist die Art, wie Apple die Anforderungen des DMA beschreibt. In der Pressemitteilung entsteht der Eindruck, die Europäische Union wolle beliebigen KI-Systemen nahezu unbegrenzten Zugriff auf Nachrichten, Dateien, Apps und persönliche Daten gewähren. Apple zeichnet damit ein Szenario, in dem Nutzer die Kontrolle über ihre Geräte verlieren und Drittanbieter-KIs zur Sicherheitsgefahr werden.

Diese Darstellung greift allerdings zu kurz.

Tatsächlich geht es beim DMA nicht darum, Nutzer zur Verwendung fremder Assistenten zu zwingen. Vielmehr soll verhindert werden, dass Plattformbetreiber wie Apple bestimmte Funktionen ausschließlich ihren eigenen Diensten vorbehalten. Wenn ein Nutzer bewusst einen alternativen Assistenten installiert und diesem entsprechende Berechtigungen erteilt, stellt sich durchaus die Frage, weshalb dieser nicht auf ähnliche Funktionen zugreifen dürfen sollte wie Apples eigene Siri.

Siri Sprechblase

Sicherheit oder Kontrolle?

Die Argumentation erinnert an frühere Debatten rund um den App Store. Auch dort hatte Apple über Jahre hinweg erklärt, dass die strikte Kontrolle des eigenen Ökosystems vor allem dem Schutz der Nutzer diene. Als die Europäische Union alternative Bezahlwege und mehr Wettbewerb erzwang, warnte Apple vor Sicherheitsproblemen, Betrugsrisiken und einer Verschlechterung des Nutzererlebnisses.

Heute können Anbieter wie Spotify oder Patreon ihre Kunden außerhalb von Apples Bezahlsystem abrechnen, ohne dass die befürchteten Katastrophen eingetreten wären. Rückblickend zeigte sich, dass es bei dem Konflikt nicht ausschließlich um Sicherheit ging, sondern auch um die Kontrolle über die Plattform und die damit verbundenen Einnahmen.

Spotify Preise App Anzeige

Früher undenkbar: Spotify zeigt Preise außerhalb des App Stores an

Genau deshalb wirkt auch Apples aktuelle Argumentation nicht völlig überzeugend. Selbstverständlich sind leistungsfähige KI-Systeme mit Risiken verbunden. Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass allein Apples eigener Assistent Zugriff auf zentrale Systemfunktionen erhalten sollte. Die eigentliche Streitfrage lautet vielmehr, wer über diese Zugriffe entscheidet: Apple oder der Nutzer selbst.

Vor diesem Hintergrund wirkt die Verzögerung von Siri AI zunehmend wie ein politisches Signal. Apple macht die Europäische Union öffentlich für die fehlenden Funktionen verantwortlich, verschweigt dabei aber, dass der aktuelle Zustand auch das Ergebnis einer bewussten Unternehmensentscheidung ist. Statt nach Kompromissen oder schrittweisen Lösungen zu suchen, präsentiert der Konzern den vollständigen Verzicht als einzige Möglichkeit.

Genau dadurch entsteht allerdings auch der Eindruck, dass der Frust europäischer Nutzer im laufenden Streit mit Brüssel Apple wohl keineswegs ungelegen kommen dürfte.

09. Juni 2026 um 09:00 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Mich würde interessieren, was genau in der EU nicht kommt. zB die AI Home App mit den Videozusammenfassungen der Kameras, bekommen wir das?

  • Ich bin ganz auf Seiten der EU.

    Nicht vom US Big Tech bevormunden lassen, unser Land / Gebiet…..unsere Regeln.

    Das einseitige Abhängigkeiten einen nur erpressbar machen haben wir ja inzwischen alle gelernt.

    • Und wieso sind wir denn abhängig?

      Weil aus der EU Nix kommt/kommen kann, auch aufgrund solcher Gesetze.

      Ja, wir machen die Regeln. Aber dürfen wir so tief in einen Markt eingreifen oder sollten wir nur Richtungen vorgeben… ?

      • Es geht hier größtenteils um Verbraucherrechte und Datenschutz.

        Da finde ich die EU auf einem guten Weg.

        Ich habe mir mal ein Jolla Phone bestellt, mal über den Tellerrand sehen.

        Ich kann mich mit der Gefahr nicht arrangieren, das ein US Unternehmen einem komplett den Saft abdrehen kann. Handy, Bank, Kreditkarte…. ist glaube ich den Chefankläger vom internationalen Gerichtshof passiert. Einfach mal im Netz recherchieren.

        Ich bin nur eine kleine Privatperson, aber beängstigend ist es trotzdem, und damit sowas nicht passiert, sind mir europäische Alternativen erheblich lieber.

      • :) ihr seid Lappen arbeitet wohl alle insgeheim für ausländische Dienste! Gerade Apple sollte sich mal am Riemen reißen, in China wird auch alles umgesetzt was von der Regierung verlangt wird egal ob es da Datenschutz gibt oder nicht! In China weiß die Regierung ganz genau wer ein iPhone besitzt und wer nicht, die wissen sogar ganz genau auf welchen Seiten diese User sich bewegen und was für die Nutzen, man nennt dies auch den gläsernen Bürger!!! das ist die wieder diese typische Apple Logik, kauft euch endlich gescheite Hardware die euch nicht vorschreibt wie ihr sie zu nutzen habt :)))

      • Der gute ziggySternenstaub sagt im ersten Absatz was wahres.

        Bei China ist Apple deutlich kleinlauter bzw. setzt eben um.

        EU ist aber doof mit denen geht das nicht :-)

        Klingt dann doch etwas eigenartig

      • Und was genau setzen die um? EU und China sind bei Siri AI raus.
        Weil beide klare Regeln haben.
        Die anderen Märkte haben entweder keine oder deutlich kulantere Regulierungen oder gar keine.

      • Warum sollte aus der EU nichts kommen können? Du solltest den Artikel nochmal lesen. Die Gesetze sollen sind nicht verhindern dass solche Technologien entwickelt und umgesetzt werden sondernd dass sie in einem fairen Umfeld mit verbraucherfreundlichen Regeln ausgerollt werden. Dazu muss man sich als Firma eben mal fünf Sekunden an einen Tisch setzen und Gedanken machen und nicht ‚einfach mal machen‘. Wenn jeder machen kann was er will wäre das Geschrei groß warum die EU die Firmen einfach so machen lässt. Jeder der über Gesetze in Deutschland und der EU meckert sollte mal schauen was ihm diese Regeln alles ermöglicht haben. Das fängt bei der Gesundheit an, über Arbeit usw usf. – das ist für uns (anders als in anderen Ländern) alles selbstverständlich und wir profitieren jeden Tag davon!

      • Genau das, was du beschreibst, passiert täglich in der EU, da kann der böse Ami oder Putin nichts dafür.

  • Sicherheit und Kontrolle… kann ich beides verstehen.

    Apple will nicht, dass sie ihr eigens entwickeltes System für jedermann öffnen müssen – auch, weil man da nicht auf Konsistenz und Datensicherheit bauen kann.
    Kontrolle über das, was abgeht und die Sicherheit der Daten bei Apple – finde ich ok.

    Die EU ist nicht prinzipiell schlecht – aber eine freie/offene Marktwirtschaft will man doch irgendwie nicht. Dafür sorgt man zumindest mit überzogenen Vorgaben.
    Sollen die Leute doch entscheiden, ob sie den goldenen Käfig wollen, oder zu Android oder einem anderen Anbieter wechseln. Jeder könnte etwas anderes/besseres entwickeln.
    Dass das nicht in der EU passiert, auch nicht von einer EU-Firma – da ist nicht Apple oder einer der anderen Techkonzerne schuld – sondern eben die EU und die Regeln die sie den anderen auferlegen.
    Der Schweiz geht es auch nicht schlecht – und die bekommen die Funktionen.

    Das gleiche Vorgehen sehen wir ja auch bei anderen Anbietern (Google), die die EU außen vor lassen.

    • Die sollen das System ja nicht für jedermann öffnen. Der Kunde soll die Möglichkeit haben, selbst die Anbieter zu wählen. Der Kunde muss dann sehen, wem er vertraut.
      Aber ich kann das verstehen. Man kann das schön am Beispiel von Apple Maps sehen. Es hat Jahre gedauert, bis Apple Maps den Abstand auf Google soweit verringert hatte, dass ich mir gesagt habe, für die bessere Integration nehme ich die Nachteile in Kauf.
      KI ist aber zu wichtig. Wenn Google ein neues Modell raus bringt und Apple auf dem alten Modell lässt, bleibt Apple doch nur die Möglichkeit, dass System geschlossen zu halten. Einen Wettbewerb könnten die ja gar nicht gewinnen.

    • Sehe ich ähnlich, auch wenn natürlich Marktmacht kritisch geprüft werden sollte. Aber es wird etwas entwickelt und dann sollen Dritte KIs als Nutznießer genau die gleichen Sachen dürfen?

      Bei Patenten gibt es doch auch einen Schutz? Warum nicht auch hier für die Entwicklungsleistung.

      Es hat leider auch noch kein EU Unternehmen ein Handy mit passender Software entwickelt, was im Ansatz konkurrieren kann

  • Jetzt würde mich mal die genaue Funktion des Trusted System Agents interessieren und was die Kommission dagegen einzuwenden hat. Nur eine Seite (Apple mit Pressemitteilung) zu hören reicht halt nicht ums einzuschätzen.

  • Ob Apple mit dieser Strategie langfristig Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Ich persönlich habe jedoch bereits begonnen, mich langsam, aber bewusst von Apple zu distanzieren. Der Grund dafür ist mein Eindruck, dass die Interessen des Unternehmens zunehmend stärker im Vordergrund stehen als die Bedürfnisse der Verbraucher.

    Natürlich kann man das anders sehen. Für mich hat diese Entwicklung jedoch dazu geführt, mein Vertrauen in das Image „Wir denken an euch und eure Sicherheit“ deutlich zu hinterfragen. Dieses Bild hat für mich an Glaubwürdigkeit verloren.

    Genau das hat Apple bei mir bewirkt: Ich schaue mich inzwischen nach Alternativen um. Sollte ich meine Meinung ändern, dann nicht aufgrund von Werbeaussagen oder Versprechen, sondern aufgrund nachvollziehbarer Fakten und konkreter Belege, die zeigen, dass die Interessen der Kunden tatsächlich berücksichtigt werden.

    • +1 sehe ich genau so. Was wäre für dich aktuell die beste Alternative?

      • TJuist:

        Vermutlich etwas in Richtung E/OS oder ähnlich gelagerten OS…Ich habe schon viel mit E/OS experimentiert aber es ist eben noch teilweise eine Bastellösung.

      • Dann doch besser grapheneos ….

    • Zunehmend:) wow ich glaube Apple kennst du nicht lange was :) Apple hat sich noch nie am User orientiert, wer das behauptet hat schlichtweg niemals Apple verstanden! Apple hat schon immer vorgegeben wie es zu laufen hat, einst unter Jobs jetzt halt unter Cook und demnächst unter einem neuen! Nicht der User entscheidet wie die Hardware einzusetzen ist sondern einzig und alleine Apple,, das war so, ist so und wird auch immer so bleiben :) sorry aber das sind Fakten schau dir einfach nur Apples firmenphilosophie an

      • Absolut richtig.

        You’re Holding It wrong.

        Das wohl berühmteste Zitat Apples Jobs.

      • Vollkommen richtig. Und für mich ändert das dennoch nichts daran, dass Apple das beste Gesamtpaket inkl. Datenschutz bietet. Wenn raus kommt, dass es nicht so ist, wie sie behaupten, ist es was anderes. Aber wo soll man dann hin gehen? Es läuft doch bei jedem Anbieter katastophal.
        Einsehbarkeit in die Entwicklung und Wirksamkeit, was Apple anbietet lässt aber hoffen / glauben, dass sie es wirklich ernst meinen. Und das ist ein riesen Pluspunkt

    • Wie kann das Vertrauen in Sicherheit verloren gehen, wenn Funktionen die die Sicherheit seitens Apple gefährden? Es ist defacto ja nichts passiert was die Sicherheit gefährdet oder in Gefahr bringt. Und glaubst du wirklich, dass andere Firmen, explizit Google, damit bessern umgehen? Das wage ich sehr zu bezweifeln. Was Datensicherheit angeht ist Apple weiter vorn und wird es erstmal bleiben.
      Dinge wie open source und einsehbare Cloud Compute Lösungen bestätigen das. Wenn es jemand ernst meint mit KI und Datensicherheit, dann Apple.
      Ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    • spätestens seit sie trump den goldklumpen geschenkt haben, ist offensichtlich, wohin die reise geht.
      das apple ökosystem fühlt sich bei mir nur leider noch nicht nach dem gefängnis an, das es eigentlich ist, als dass ich endlich mal einen wechsel schaffen würde.

  • Gehören immer zwei dazu. Auch Google gilt als Gatekeeper und kann auf dem Pixel Gemini tief verankert im System anbieten, ohne dass anderen Modelle vergleichbar weite Zugriffe angeboten werden muss.

    Apple wird einfach immer mehr zur Lachnummer, aber gerade in Hinblick auf das Gesamtumfeld und der Hardware, gerade bei Macs, für mich alternativlos.

    • Ich glaube, hier wird etwas übersehen. Zunächst einmal sollte der Ort der Verarbeitung der KI Daten betrachtet werden… auf den Applegeräten solle (überwiegend) lokal erfolgen, und Google nutzt fast ausschließlich die Cloud.
      Und hier sind wir dann beim Datenschutz.
      Man kann sich fragen, warum Google weniger Stress mit der EU hat als Apple. Ganz einfach: Google hat europäische Rechenzentren. Apple nicht !
      Insofern ist es etwas völlig anderes, ob Gemini etwas in die Cloud sendet, oder Apple. Persönlich glaube ich, dass Apple auch deshalb auf lokale Verarbeitung setzt.

    • Gegen Google ist aber diesbezüglich auch eine Untersuchung seitens EU im Gang.

  • Kindergarten. Nimmst du mir mein Förmchen weg, nehme ich deine Schaufel…

  • Na ob Apple da nicht über das Ziel hinausgeschossen ist ?! Es gibt mit Sicherheit viele iPhone Nutzer die sich mit einer neuen Geräte Anschaffung jetzt zurückhalten werden oder vielleicht sogar auf Android umsteigen

  • Ich bin seit meinem ersten Smartphone Apple Jünger. iPads und MPBs über die Jahre genutzt. Aktuell nutze ich nur noch das iPhone intensiv und habe wieder einen Windows PC. Die gestrige Keynote hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Apple zum einen immer noch deutlich hinterher hängt, zum anderen die EU bei der wichtigsten Neuerung komplett rausnimmt. Ich hab mich erwischt, wie mir der Gedanke kam, was die Konkurrenz wohl bietet. Kann jemand für mich einordnen, welche starken Alternativen es zum iPhone, insbesondere mit Blick auf AI, gibt?

  • Zumindest kaufe ich mir kein neues iPhone und warte ab, ich schätze da bin ich nicht der einzige

  • Privacy first ist damit ja eindeutig eher ein Privacy lite

  • Wir sollten uns als Nutzer aus diesem Trumpesken Verhalten Apples nicht die falschen Schlüsse ziehen. Erst einmal Jahre verspätet mit AI Lösungen kommen, diese dann 2 der größten Märkte China und EU vorenthalten. Ich persönlich unterstütze die interoperabilität. Wenn man als solches Unternehmen für einen so großen Markt keine Lösungen anbietet, ziehen andere Hersteller halt an einem vorbei.
    Ich habe noch nie ein anderes Smartphone als ein iPhone genutzt. Naja vielleicht bald schon.

  • Apple scheint jedes Mittel recht zu sein, um seine Interessen durchzusetzen. Wie man sieht, wird offenbar auch die Nähe zu Trump gesucht, um zusätzlichen Druck auf die EU auszuüben. Da helfen auch keine Hochglanzkampagnen mit Regenbogenfarben.

  • Die Pressemitteilung ist in dem Punkt etwas schwammig formuliert. Ich verstehe es so, dass Siri nach Apples Vorstellung nicht über den Trusted System Agent gehen müsste, sondern einen direkteren Zugriff hätte. Außerdem hätte man wohl Siri AI gerne sofort eingeführt und die alternative Lösung erst nach und nach über einen Zeitraum von 18 Monaten geöffnet.

    • Apple muss hier die Kontrolle behalten. Die KI wird immer mehr zum zentralen Teil der Benutzerbindung werden. Wenn die das jetzt öffnen würden, wird der Rckstand vermutlich schnell dazu fahren, dass die abgehängt werden und die Kontrolle über ihr System verlieren.
      Wenn die KI mir die Vollversion der App freischaltet, muss ich ja nicht mehr den Weg über Apples Abrechnungssystem gehen.

  • Naja aber sie schreiben ja dass ihr Vorschlag der Einbindung anderer Dienste ermöglichen wollten aber eben unter gleichen Datenschutzbedingungen und kein Tor anbieten wollten für andere private Daten der Nutzer abzugreifen

    • Aber halt nicht sofort sondern über einen längeren Zeitraum hinweg. Und man könnte jetzt diskutieren ob sich Apple selbst an die 18 Monaten halten würde. Vielleicht werden es wegen „Problemen“ plötzlich 20 oder 30 Monate.

  • Warum betrifft das aber nur iOS und iPadOS und nicht auch macOS?

  • Mal abwarten wer hier am längeren Hebel sitzt. Sobald Apple in Europa signifikant Käufer verliert weil die iPhones hier keine zeitgemäßen KI Funktionen haben die andere Hersteller aber anbieten dann muss auch Apple umdenken und sich den EU-Vorschriften beugen.

  • Ich bin da ganz entspannt und in diesem Fall auch eindeutig auf Seiten der EU.

    Apples Manöver ist sowas von durchsichtig und wirklich unreif. Wie so ein bockiges Kleinkind.

    Die EU soll da hart bleiben. Im Endeffekt kann es sich Apple (mit ihren Hochpreisigen Produkten) gar nicht erlauben, längerfristig auf den zahlungskräftigen Markt „EU“ zu verzichten.

    Letztendlich entscheiden wir Konsumenten mit unserem Geldbeutel, wie sich ein Unternehmen gebärdet.
    Sollte, die nächsten iPhone-Generation wie Blei in den Regalen liegen bleiben, könnt ihr mal sehen, wie blitzartig schnell „Apple Intelligence“ in der EU verfügbar sein wird.

    Davon abgesehen, ist es doch gar nicht schlecht, wenn der Rest der Welt erst mal als Betatester herhält. Weniger Frust für uns. :-)

  • Ernsthaft wüsste ich von den Usern hier gerne: Welchen Grund sollte es geben, sich im Herbst ein neues iPhone zu kaufen?

  • Ihr müsst es aber auch konstruktiv sehen. Irgendwo kann man froh sein, dass aufgrund der Regularien Apple Dinge zurückhält. Google macht es genau umgekehrt und veröffentlicht einfach Funktionen, und streitet im Hintergrund mit der EU da darüber. Es könnte nämlich auch passieren, dass die EU sagt, dass gewisse Google Funktionen bitte wieder abgeschaltet werden müssen, weil sie nicht EU konform sind. Und dann werden sie euch wieder weggenommen. Apple geht demnach einen anderen Weg und hält Funktionen zurück. bis wirklich geklärt ist, was sie veröffentlichen dürfen und was nicht, und sie veröffentlichen es dann erst. Da finde ich wirklich Apples Weg besser. Auch wenn ihr auftreten leider etwas forsch und kleinkindick rüberkommt, finde ich trotzdem das zurückhalten von Funktionen besser als Funktionen zu veröffentlichen, und diese werden dann am Ende doch wieder abgeschaltet, weil die EU diese nicht als datenschutzkonform findet. Man muss dies alles etwas konstruktiv sehen. Man kann nicht einfach sagen, okay der Anbieter gibt mir nicht was ich möchte. Dann gehe ich zu einem anderen. Dieser ist ja genauso in dem EU Streit involviert. Wie Apple.

  • Ja DANKE EU!!
    Die EU steht mit ihrem unfassbaren Regulierungswahn dem Fortschritt im Weg. In den USA sind so viele Dinge viel freiheitlicher geregelt und bieten dem technischen Fortschritt viel mehr Freiraum sich zu entwickeln. Die EU entwickelt sich zu einem Überwachungsmonstrum, wie wir es aus China kennen.
    Lass doch einfach den freien Markt entscheiden!

  • Stück für Stück verliert Apple mich als Kunden. Da hole ich mir lieber eine Alternative aus China oder Korea

  • Letztendlich werden die Verkaufszahlen von Apple iPhones in der EU zurückgehen! Da bin ich mir ziemlich sicher!

  • Ich muss ehrlich sagen, ich habe es bis gestern eigentlich auch immer wie mein Vorredner gesehen, ABER was mir seit gestern durch den Kopf geistert ist, was genau ist denn bitte das Problem daran die Nutzerdaten (die ja auch an Siri übergeben werden) halt genau so auch und vor allem wie Apple ja sagt verschlüsselt usw. an einen anderen KI Assistenten zu übergeben?

    Wenn es möglich ist Daten ohne zu wissen was für welche usw. an Siri zu übergeben muss es doch auch genauso möglich sein diese an Gemini oder was auch immer zu übergeben?!? Daher kann ich das ganze Gehabe seitens Apple ehrlich gesagt nicht mehr wirklich nachvollziehen….

    Falls ich hier einen Denkfehler haben sollte klärt mich bitte gerne auf wo dabei genau das Problem liegen sollte……

    • Es geht ums Geld. Verschlüsselung usw. sind keine showstopper und technisch ist es möglich

    • Ich hab gestern noch länger nachgedacht, was hier der wahre Grund sein könnte. Natürlich kann man alles schnell mit der Unsicherheit irgendwelcher Vorgaben wie dem DMA begründen, aber das kaufe ich Apple einfach nicht mehr ab. Es ist eines der reichsten Unternehmen der Welt. Die werden es ha wohl hoffentlich schaffen, Gesetze richtig einordnen zu können.

      Ich glaube inzwischen, die haben einfach langsam Angst. Denn wenn sie sich an die Regeln halten würden und damit Drittanbietern die gleichen Zugriffe auf Daten im iPhone geben würden, wären die Fähigkeiten und die Qualität von Siri/Apple Intelligence/Siri AI halt sehr schnell vergleichbar mit eben diesen Drittanbietern.

      Und genau deswegen finde ich die EU Regeln super. Konkurrenz belebt ja das Geschäft und fördert eben Innovationen um besser zu sein.

      Wenn Apple da gar nicht erst mitspielen will weil sie nicht gut genug sein können, werden eben andere die Gewinner sein.

      • Das ist wohl die plausibelste Erklärung. Wenn Apple schon von Google die KI einkaufen muss und als Apple AI umlabeled, dann werden sie von Google nie das High-end Produkt kriegen. Also warum sollte der Poweruser dann nicht gleich auf Google KI umstellen. Apple AI wäre dann offiziell zweitklassig.

      • Korrekt. Und deswegen wollen sie es so integrieren dass Du eben nicht ‚die Wahl‘ hast und einfach direkt zu Google und Co wanderst. Man braucht ja einen USP ;-)

  • Kommt mit nur so vor oder macht Apple ein Tam Tam während Google ohne Tam Tam eine Lösung versucht?

  • Wieso Frust? Als ob man auf Apple angewiesen wäre; es gibt längst x andere Systeme, die problemlos eingesetzt werden können und im Gegensatz zu Siri, wo Apple der Entwicklung seit Jahren planlos hinterher rennt, auch gut funktionieren. Klar, das gleiche Maß an Systemintegration ist nicht gegeben, aber das merke zumindest ich im realen Einsatz kaum bis gar nicht. Mir ist schon lange egal, ob Apple mit Siri mal weiterkommt oder nicht, der Zug ist schon abgefahren.

  • Apple Arroganz kommt vor dem Fall. Hab neulich ne 100 EUR Guthaben Karte in Spanien gekauft. Konnte ich auf meinem deutschen Apple Account nicht einlösen. Wie kleinkariert ist Apple eigentlich gestrickt?

  • Man sollte es immer von hinten denken: verdient Apple damit mehr oder weniger?

  • Was ist das denn für eine (nicht)Aussage?:
    „Tatsächlich geht es beim DMA nicht darum, Nutzer zur Verwendung fremder Assistenten zu zwingen. Vielmehr soll verhindert werden, dass Plattformbetreiber wie Apple bestimmte Funktionen ausschließlich ihren eigenen Diensten vorbehalten. “

    Entweder versteht Ihr nicht wie tief (offensichtlich) die KI hier integriert ist, oder was weiß ich woran es hapert. Es gibt keinen anderen Dienst (meines Wissens nach), der die Daten sicher verarbeitet – ganz im Gegenteil. Und ein „ich probiere mal einen anderen Dienst aus“ ist bereits der Moment, in dem es bereits zu spät ist. Denn da ist die Datenhoheit bereits verloren. Die Daten gehören einem nicht mehr. Und da geht es um persönlichste Daten. Man kann die Berechtigung entziehen, aber das gilt dann nur für neue kommende Daten. Alles bisherige ist „verloren“.

  • Das beweist das der Konzern nicht so Datenschutzfreundlich ist, wie ständig behauptet. Und daran hat nicht die EU Schuld.
    Alleine das iMessage immer noch nicht zur Kommunikation mit Android freigegeben ist, zeigt die panische Angst vor Wahlmöglichkeit bei Apple.

  • Wie stark müsste eigentlich der Marktanteil von iOS zurückgehen, damit die Gatekeeper-Regelungen nicht mehr für das iPhone gelten?

    • Das kann man nicht in eine Zahl fassen. Es gibt eine lange Liste an Themen die in die Bewertung für eine Torwächter Funktion ergeben. Es müssen beispielsweise mindestens drei EU Mitgliedstaaten versorgt werden, mindestens 7,5 Milliarden Euro Jahresumsatz in der EU oder eine Marktbewertung von mindestens 75 Milliarden Euro, eine gefestigte und dauerhafte Marktposition erreicht werden etc. pp.

  • Das Lustige dabei ist doch, das wir in Europa, weder die Technik, noch die Software als Alternative haben. Und das wird unter den aktuellen Entscheidern, auch nie kommen.
    Traurig, aber wahr…

  • Apple kann KI/AI nicht in der EU einführen und die EU ist Schuld…….. Alle anderen können „trotz“ EU.
    Finde den Fehler.
    Apple passt sich der amerikanischen Art der Politik an, um selber nicht ins Visier zu geraten.
    Ich wette da dreht sich jemand im Grabe um…

  • Würde mir wünschen, dass die Kunden als Konsequenz dieses Jahr keine neuen iPhones kaufen würden solange diese nicht die KI-Funktionen bekommen. Dann würde mal der Druck umgekehrt werden.

  • Also ich kann open Claw auf meinem Mini mit Terminalrechten installieren. Auf meinem iPhone kann ich das alles nicht. Warum? Ist doch meine Entscheidung.

  • Das heisst in der Schweiz wird es früher verfügbar sein?

  • Danke, dass Ihr dieses Thema seriös und aus meiner Sicht absolut zutreffend erörtert.

  • Leider verkommt die EU in meinen Augen zu einer Bevormundunginstitution. Der Verbraucher ist in der Lage selbst zu entscheiden was er möchte oder nicht. Statt Verboten sollten sie sich vielleicht mal um den Aufbau eines eigenen KI-Rechenzentrums kündigen. Ach, Strom aus Wind und Sonne reicht dafür nicht aus? Dumm gelaufen. Dann kümmern wir uns doch um umsetzbarere Dinge wie Deckel, die an den Flaschen bleiben und überlassen das große Parkett lieber den USA und China.

  • Ich verstehe die Entscheidung von Apple.

    Man muss sich selber einfach mal die Frage stellen:
    Was glaubt ist kosten- und zeitintensiver in der Entwicklung / Pflege / Absicherung?
    Ein System das geschlossen ist oder ein offenes System (wo man bedenken muss was andere Systeme / Lösungen alles können oder nicht können)?

    Jeder der mal bei der Entwicklung eines Systems dabei war, das jede Zeile Code zur Angriffsfläche wird oder zur Fehlerursache werden kann.

  • Der Benutzer/Bürger soll selber entscheiden können, nicht der Staat und definitiv nicht die EU.

    • Genau, aber aktuell entscheidet Apple, nicht der Nutzer, du verstehst das ganze glaube ich überhaupt nicht. Es geht der EU genau darum!! Das der Nutzer selbst entscheiden kann was er auf dem iPhone nutzt, welche KI, welchen App Store, welchen Browser und und und…

    • Wie blöd ist das denn jetzt? Da ist in den Kommentaren 100fach erklärt worum es geht, und dann kommt einer mit „der User soll entscheiden und nicht die EU“. Himmel noch mal: die EU möchte durchsetzen, dass der User entscheiden kann!

  • ich verstehe nicht, was das Problem ist. Es ist offensichtlich nicht möglich in einem System, den Datenschutz mit einem KI Assistenten so stark zu implementieren, wie das halt im eigenen Ökosystem funktioniert. Apple möchte bewusst nicht, dass das ist wie Copilot, wo Microsoft alle Daten abgleichen kann, was ich hier zu jederzeit auf dem Rechner mache, wenn Sie möchten. Freie Wahl heißt für mich in der EU. Ich kaufe mir ein Apple Gerät oder lasse es halt. Ich bin froh, dass Siri AI so Wert auf Datenschutz legt und ich möchte dort kein offenes System haben.

    • Naja für dich würde sich hier doch nix ändern? Du kannst weiterhin Gemeni mit Apple Branding nutzen auch wenn andere es nicht müssen. Das System entsprechend zu härten ist möglich, nennt sich MCP und ist bei AI Implementierungen schon lange ne gute und sichere lösung.

  • Gut dass wir die EU haben. Apple macht sich hier doch lächerlich, vor allem mit dem Hintergrund, dass deren Supplier hier in Europa doch alles anbieten was Apple gerade zurück hält. Aber gut, der Vorteil für uns ist hier natürlich: ein OS weniger welches (kurzfristig) mit AI Slop verseucht wird.

  • „Wenn ein Nutzer bewusst einen alternativen Assistenten installiert und diesem entsprechende Berechtigungen erteilt, stellt sich durchaus die Frage, weshalb dieser nicht auf ähnliche Funktionen zugreifen dürfen sollte wie Apples eigene Siri“

    Ja ganz einfach deshalb weil es eben Apples entwickeltes System ist. Warum sollte man x Millionen an Entwicklungsaufwand und laufende Kosten investieren um es dann jedem zugänglich zu machen? Wo ist da auch dann noch das Alleinstellungsmerkmal für eine Firma? Ich habe mich bewusst FÜR Apples Ökosystem entschieden und brauche eigentlich keine EU Bemutterung.

    • Apple hat ja nicht die anderen KI Systeme entwickelt oder? Und warum soll der Nutzer nicht entscheiden welche KI er nutzen möchte. Um mehr geht es ja nicht, und keiner wird dazu gezwungen, jeder darf selbst entscheiden ob er gerne Siri AI nutzen möchte oder eben was anderes. Jeder redet von Bevormundung der EU aber im Wahrheit bevormundet dich ja nur Apple, die EU will dir ja die Entscheidung überlassen, ähnlich wie beim App Store oder den Möglichkeiten andere Standard Apps auszuwählen die es nur in der EU gibt

      • Danke @Mik11.
        Ich versuche schon ewig die Apple Fanboys – mit ua.a diesem Argument – davon zu überzeugen das nicht die EU den Nutzer zu etwas ZWINGT, sondern eben Apple dies tut. Die EU möchte dem Nutzer die WAHL lassen was er nutzt. Wenn ihm das so gefällt wie es Apple anbietet…..super ! Wenn er aber sagt „sorry Apple mir ist das zu lahmarschig was ihr da macht“ kann er was anderes wählen – und trotzdem im Ökosystem von Apple bleiben.

        Was ist daran so schwer zu verstehen ?!

  • Meiner Meinung nach ist Apples Vorgehen enttäuschend: Statt Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu finden, schiebt der Konzern die Schuld auf die EU und lässt seine Nutzer im Stich. Während andere Anbieter wie Samsung und Google ihre Ökosysteme zunehmend öffnen und Wettbewerb ermöglichen, hält Apple weiter an seiner Abschottungsstrategie fest.

  • Also als aller erstes hat Apple mal sein Werbeversprechen bzgl des iPhone 15 Pro und Ki gebrochen. Danach können wir dann ganz entspannt weiter über die EU reden.

  • In China kommt es doch auch nicht zum Start. Dort müssen sie den Behörden ja erst noch die Private Cloud der Benutzer öffnen.

    • Ja, das hoffe ich auch. Umso leichter fällt mir dann doch der Wechsel zu Android. Ich habe iPhones seit dem 3er, aber irgendwann ist auch mal Schluss mit der Anti EU-Propaganda. Seltsamerweise hat Google absolut gar keine Probleme mit der EU und die KI kann wesentlich mehr als Apple Intelligenz jemals können wird. Denn es wird immer ein abgestecktes Gemini bleiben. Dann wird das nächste Smartphone dann doch ein Pixel 11 Pro – oder ein Leitzphone.

  • Danke @iFun für diesen objektiven und – eigentlich – leicht zu verstehenden Artikel.
    Schön erklärt und aufgezeigt das Apples „Erklärung“ doch sehr genau angesehen werden sollte.
    Die Einordnung von dem was seit einiger Zeit im Beef Apple EU passiert ist gut erklärt.

  • Wäre es nicht am einfachsten, wenn man den User entscheiden lassen würde, ob er sein Smartphone nach Europäischem oder US Recht betreiben möchte?

  • Zu viele EU Sympathisanten hier. Aber gut, warten wir mal die nächsten 2-3 Jahre ab.

  • Das wird spanned, wenn sie im Herbst neue iPhones verkaufen wollen.

  • ich als Apple User weiß auf was ich mich einlasse wenn ich Apple-Geräte benutzen will.
    Wie sooft scheint hier die EU über’s Ziel hinaus zu schießen.
    Aber die EU und die Zukunft passt einfach nicht.Die Zukunft findet nicht in Europa statt.

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