Neue Kaufoptionen werden angeboten
Setapp verkauft Mac-Apps künftig auch einzeln
Der für seine Software-Flatrate bekannte Anbieter Setapp erweitert sein Geschäftsmodell. Neben dem bekannten Komplettabonnement können Mac-Anwendungen künftig auch einzeln gekauft oder als separate Abonnements genutzt werden. Damit entwickelt sich der Dienst stärker zu einer klassischen Vertriebsplattform für Mac-Software.
Bislang funktionierte Setapp nach einem einfachen Prinzip. Nutzer zahlten eine monatliche Pauschale und erhielten Zugriff auf den gesamten App-Katalog. Für derzeit rund zehn Dollar im Monat stehen mehr als 250 Programme für macOS zur Verfügung. Einzelne Anwendungen konnten bislang nicht separat bezogen werden.
Bereits Anfang des Jahres hatte sich eine Änderung angedeutet. In neuen Nutzungsbedingungen, die Mitte Februar in Kraft traten, tauchte erstmals ein sogenanntes Single App Abo als eigenes Modell auf. Damals war diese Option noch nicht verfügbar, die Plattform schuf damit jedoch die rechtliche Grundlage für zusätzliche Lizenzformen neben der bisherigen Flatrate.
Neue Kaufoptionen werden angeboten
Diese Erweiterung wird nun praktisch umgesetzt. In der Setapp-App und auf der Webseite erscheinen bei ersten Anwendungen zusätzliche Kaufoptionen neben dem klassischen Komplettabo. Nutzer können Programme einzeln erwerben oder alternative Lizenzmodelle wählen.
Je nach Entwickler sind unterschiedliche Varianten vorgesehen. Dazu zählen einmalige Käufe, monatliche oder jährliche Abonnements sowie dauerhafte Lizenzen. Die erworbene App wird mit dem Setapp-Konto verknüpft und lässt sich auch ohne aktives Komplettabonnement nutzen.
Zum Start umfasst das Angebot zahlreiche Anwendungen. Dazu gehören bekannte Mac-Apps wie Bartender, Downie oder AlDente Pro. Auch Anwendungen des Plattformbetreibers MacPaw sind vertreten, darunter CleanMyMac, Moonlock und Gemini 2.
Strategische Anpassung nach Ende des iOS-Stores
Die Öffnung für Einzelkäufe folgt auf weitere Veränderungen bei Setapp. Erst kürzlich hatte MacPaw seinen alternativen iOS-App-Store wieder eingestellt. Das Angebot war im vergangenen Jahr gestartet, wurde jedoch nach wenigen Monaten beendet.
Mit den neuen Kaufoptionen richtet sich Setapp nun stärker an Entwickler, deren Anwendungen sich nur schwer in ein pauschales Flatrate-Modell einordnen lassen. Die Plattform übernimmt dabei weiterhin Abrechnung, Steuerabwicklung und technische Infrastruktur für den Vertrieb der Apps.
Das klassische Setapp-Abonnement bleibt parallel bestehen. Neue Nutzer können den Dienst weiterhin sieben Tage kostenlos testen, bevor die monatliche Gebühr anfällt. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn Apps auf mehreren Geräten genutzt werden oder ergänzende iOS-Versionen enthalten sind.



Ich hasse Abos. Wenn es ein Abo gegen Abos gäbe, ich würde es nicht nehmen
Somit kein Netflix, Spotify etc. bei dir zu finden?
Bei mir in der Tat nicht. Wobei das noch in Ordnung geht, genauso wie Apple Music, denn da ist es der content der sich regelmässig erneuert und das rechtfertigt.
Aber ein Abo für eine „normale“ Software? Arbeitsseitig wäre das so wie wenn ich ein Projekt abschliesse und dafür laufend Bonuszahlungen bekäme. Bekomme ich nicht. Klar ich bekomme Gehalt, einmal für den Monat für meine Arbeit, aber nicht laufend für jedes umgesetzte und aktuell nicht weiterverfolgte Projekt, weil ich grad gar nicht oder an was anderes arbeite. Und schon gar nicht von hunderten „Arbeitgebern“ (Käufern) die mein (abgeschlossenes) Projekt toll finden, dass sie meinen dass ich dafür dauerhaft regelmässig Geld bekommen sollte. Irgendwann iss ich da vielleicht nochmal dran… aber dafür bekomme ich Gehalt. …. das update rechtfertigt gerne eine Einmalzahlung, aber kein Abo!
Ich nutze Setapp sehr gern auf drei Rechnern. Ich bin mit dem Abo Preis zufrieden für das, was ich geboten bekomme.