ifun.de — Apple News seit 2001. 38 533 Artikel

Einfache Terminal-Alternative

Sentinel: Mac-App befreit Dateien aus der Quarantäne

Artikel auf Mastodon teilen.
14 Kommentare 14

Immer wenn ihr euch eine Mac-App oder eine Systemerweiterung aus dem Internet und nicht aus dem Mac App Store besorgt, versieht macOS den Download mit einer Quarantäne-Kennzeichnung, die für Warnhinweise und Info-Dialoge sorgt, die angezeigt werden, sobald die Applikation gestartet oder die geladene Datei ausgeführt werden soll.

Warnhinweis Macos

Ob eine Datei oder Anwendung mit dieser Quarantäne-Kennzeichnung versehen wurde, könnt ihr im Terminal mit dem Befehl xattr oder mit dem Freeware-Werkzeug xattred herausfinden. Wird angezeigt, dass die fragliche Anwendung mit der Kennzeichnung “com.apple.quarantine” versehen ist, dann ist die Quarantäne-Kennzeichnung gesetzt.

Die Quarantäne-Kennzeichnung lässt sich im Terminal problemlos entfernen und verhindert so die Warnmeldungen, die nicht nur bei der Weitergabe von Anwendungen nerven können. Wie dies funktioniert, haben wir hier beschrieben.

Sentinel mit einfacher Oberfläche

Allerdings fühlen sich in der Eingabeaufforderung des Terminals nicht alle Anwender wohl. Die kostenfreie Mac-Applikation Sentinel stellt hier alternativ eine einfache Benutzeroberfläche zur Verfügung, mit der sich die Quarantäne-Kennzeichnung ebenfalls entfernen lässt.

Die nur ein Megabyte große Swift-App nimmt zu bearbeitende Dateien per Drag-and-Drop entgegen und kann den Quarantäne-Status anschließend per Mausklick aufheben.

SentinelEin weiteres Feature der App ist die Möglichkeit, eine Anwendung per Drag-and-Drop ad-hoc selbst zu signieren und das vorhandene Zertifikat zu ersetzen. Dies kann Entwicklern helfen, die ihre Anwendungen ohne den offiziellen Signierungsprozess testen möchten.

Zu guter Letzt lässt sich die Gatekeeper-Funktion von macOS mit Hilfe der App (vorübergehend) auch vollständig deaktivieren.

Hin und wieder sorgt die Quarantäne-Kennzeichnung bei Mac-Erweiterungen dafür, dass diese nicht wie vorgesehen funktionieren; dies trifft etwa auf Quick-Look-Plugins und teilweise auch auf Schriftarten zu. Hier kann Sentinel zur Hand gehen und durch die Entfernung des Warnhinweises dafür sorgen, dass sich geladene Dateien und Apps wieder wie gewohnt ausführen lassen.

05. Jul 2024 um 11:45 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    14 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Auch xattred kann das Quarantäne-Flag entfernen, es braucht also nicht unbedingt eine zusätzliche App wie Sentinel.

    Antworten moderated
  • Meistens funktioniert ja auch einfach Rechtsklick -> Öffnen. Spätestens wenn man es zwei Mal hintereinander macht dann bekommt man eine „Öffnen“-Schaltfläche beim Warnhinweis und die App öffnet sich.

  • Würde ich ja gerne ausprobieren, aber mein Display bleibt seit einer Woche schwarz. Das MBP lässt Sicht einmal mehr einschalten. Hab schon alles versucht (Power Cycle, SMC usw.). Bin völlig verzweifelt. Gerät aus 2017, bisher ohne Probleme. Time Machine Backup zeigt auch keinerlei Inhalte, wenn ich die Platte an einen alten iMac anschließe. Aber schön, dass die App den Umweg über das Terminal „löst“.

  • Wer sich beim Ausflug ins Terminal „unwohl“ fühlt, sollte von derlei Dingen vielleicht einfach ganz die Finger lassen und einfach machen, was in dem Popup steht: Entwickler anschreiben oder löschen.

    Mir persönlich ist der „Ausflug ins Terminal“ seit vielen Jahren zu umständlich für die beiden Funktionen des Apps, habe mir dafür z.B. ein AppleScript gebaut. Kein weiteres App, das nach Internetverbindung verlangt und mit Updates versorgt werden will.

  • Ich persönlich finde es ja nicht wirklich sinnvoll, Security Measures, die Apple bestimmt nicht ohne Grund eingeführt hat, durch eine App für jeden 0815-User deaktivierbar zu machen. Vielleicht solltet ihr noch auf die Gefahren hinweisen die daraus resultieren. Einige Mac Endpoint Protections sehen die deaktivierung sogar als maliziöse bzw. auffällige Handlung an.

    Antworten moderated
  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 38533 Artikel in den vergangenen 8304 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven