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Verbraucher könnten Erstattungen erhalten

Sammelklage gegen Prime Video: Betroffene können jetzt „mitklagen“

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47 Kommentare 47

Handelt es sich bei den von Amazon eingeführten Werbeunterbrechungen bei Prime Video um eine versteckte Preiserhöhung? Zwar hat sich der Preis der Mitgliedschaft nicht verändert, Kunden müssen nun aber Reklamepausen aushalten und erhalten den werbefreien Zugriff auf Prime Video nur gegen eine zusätzliche Gebühr zurück.

Klageregister jetzt eröffnet

Dass die Verbraucherzentrale Sachsen die eingangs gestellte Frage von einem Gericht beantworten lassen will, hatte sich bereits angekündigt. Heute nun melden die Verbraucherschützer, dass das Klageregister für die Sammelklage gegen den Video-Streaming-Dienst eröffnet wurde.

Dies bedeutet: Betroffene Anwender, die ihr Amazon Prime-Abonnement vor dem 5. Februar 2024 und damit noch vor Einführung der Werbeunterbrechungen abgeschlossen haben, haben nun die Möglichkeit, sich für die Sammelklage gegen Amazon anzumelden und „mitzuklagen“.

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale hätte Amazon die vorgenommene Vertragsänderung nur mit Zustimmung der betroffenen Kunden umsetzen dürfen.

Prime Video Mit Werbung

Verbraucher könnten Erstattungen erhalten

Die Verbraucherschützer aus Sachsen entschieden sich deshalb, eine Schadensersatz-Sammelklage einzureichen. Sollte der Gang vor Gericht erfolgreich verlaufen, können betroffene Verbraucher mit einer Überweisung des Onlinehändlers rechnen.

Michael Hummel, bei der Verbraucherzentrale Sachsen als Rechtsexperte aktiv, erklärt:

„Das gilt sowohl für Amazon-Kunden, die das Zusatz-Abo abgeschlossen haben, als auch für Kunden, die nichts getan haben. Man muss den Video-Dienst nicht genutzt haben, das Abo muss auch nicht mehr bestehen. Auf ein Jahr gerechnet geht es um etwa 36 Euro und wir rechnen mit einer Verfahrensdauer von mehreren Jahren. Am Ende können also mehrere Jahre zusammenkommen.“

Die Anmeldung selbst kann über eine frisch eingerichtete Sonderseite beim Bundesamt für Justiz (BfJ) durchgeführt werden.

23. Mai 2024 um 17:21 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Sehr gut,
    Aber ich nutze schon seit 2019 kein Amazon Prime mehr. Trotzdem viel Glück für diejenigen, die daran betroffen sind.

    Antworten moderated
  • Muss ich mich jetzt irgendwo eintragen, damit meine ev. Ansprüche nicht verfallen?

  • ja wi kann man denn nun „mitklagen“? Auf der Seite des Bundesjustizamtes findet man allerhand Informationen, aber es ist nirgends angegeben wo man „mitklagen“ kann, wie es hier in den Artikel beschrieben ist…

  • Auch für Vodafone gibt es ein Klageregister mit der 5€ Preiserhöhung. Wird sicherlich auch viele betreffen

    • Was ist denn der zu erwartende Effekt – neben einer Rückzahlung?
      Da wird der Diensteanbieter im Anschluss doch vermutlich ne Kündigung aussprechen, oder?

      • Ich bin von der Preiserhöhung auch betroffen und finde sie Abzockerei. Der Preis für die gebotene Leistung ist eh schon „premium“, da müssen (Energie-)Kostenerhöhung mit drin sein. Wenn VODAFONE dann kündigt sollte ist es halt so, sie sind jedoch nicht die einzigen am Markt. Wenn sie es nur bei genügend vielen so machen wollten schneiden sie sich halt ins eigene Fleisch.

  • Können die Preise erhöhen wie sie wollen. Hab gekündigt. Wenn das alle machen, sinkt der Preis von alleine. Muss man nicht klagen :)

  • Im Augenblick scheint Amazon das mit der Werbung ja noch nicht wirklich ernst zu meinen. Es gibt so viele Schlupflöcher, um nicht zahlen zu müssen und trotzdem keine Werbung zu haben. Alles Dinge, die Amazon kinderleicht verschließen könnte. Aber soll mir Recht sein. Solange sie das nicht tun, habe ich keinen Grund zu kündigen.

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      • Nein, Pihole geht nicht. Du kannst im Browser einen x-beliebigen Werbeblocker benutzen, auf Fire TV eine alte Software Version von 2020 zum Abspielen benutzen, welche noch nicht weiß, dass sie Werbung ausspielen soll und Dolby Vision und Dolby Atmos vorenthalten soll. Oder du lädst auf einem iPad oder ähnlichem ein Video in der App einfach herunter und spielst es dann ab. Absurder Weise gibt es auch dann keine Werbung, selbst wenn du parallel online bist. Alles Dinge, die Amazon quasi in Sekunden abstellen könnte, aber bisher nicht tut.

  • Was sollte ich bei „Angaben zu Gegenstand und Grund“ und dem Betrag eintragen?

  • Oh also ehrlich mal. Der Artikel ist doch nun wirklich gut vorbereitet. Auf der Webseite gibt es die restlichen Informationen. Sogar eine Ausfüllhilfe ist dabei. Nur Gehirn und ein klein wenig Eigeninitiative wird nicht frei Haus geliefert. Ich würde mal sagen wer hier solche Fragen stellt, der hat es dann einfach mal nicht verdient mit zu klagen.

    • Zu nicht alles verallgemeinern. Es gibt Leute zB leide unteranderem an Depressionen dadurch fehlt es mir schwer manchmal den Text direkt zu verstehen nd auch zu konzentrieren. Konnte es auch nicht direkt raus lesen. Wie genau es geht. Hat aber dann ja jemand freundlicher weise geschrieben.

      • Dann einfach, mehrmals Lesen. Und, ja ich bin Depressiv und schaffe es auch.
        Leider muss man heutzutage, ja immer alle anderen um Hilfe bitten.anstatt mal selber aktiv zu werden.
        Zum kotzen heutzutage

      • Einem depressiven Menschen einen solchen Kommentar zu präsentieren finde ich zum kotzen. Das vermittelt demjenigen das Gefühl das es falsch ist um Hilfe zu bitten. Und nein, ich bin nicht depressiv aber empathisch.

      • @amtht
        Du machst einen Depressiven runter, weil er einen Depressiven runter macht und bezeichnest dich selbst als emphatisch.
        Merkst du selbst, ja?

  • Zeit wird es das jemand etwas gegen diese Abzocker tut.

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  • Klagen hilft doch nicht. Kunden müssen dem Laden das Geld durch ausbleibende Abos und Bestellungen entziehen. Nur die harte und direkte Sprache von Zahlen verstehen Unternehmen.

    • Constantin Opel

      Im Prinzip hast Du Recht, aber dafür ist Amazon zu groß und weltweiter Konzern. Das Problem einer Rebellion gegen einen Großen ist immer die Schwäche der Koordination der Massen. Sonst wären schon viele Regierungen nicht mehr an der Macht.

      Antworten moderated
      • Natürlich kann das jeder einzelne nur für sich und seinen persönlichen Entscheidungskosmos regeln. Wenn aber nach und nach Argumente verschwinden, weshalb man msl zufriedener Kunde war,ist halt die Frage, wieso einem schlechten Anbieter die Treue halten? Aus Gewohnheit?b

  • Erfährt Amazon früher oder später, wer sich der Sammelklage angeschlossen hat?

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    • Ja, natürlich. Sonst könnte sich jeder dort eintragen. Das wird natürlich geprüft, ob du wirklich einen Account hast und ob dieser bis zum besagten Zeitraum erstellt wurde. Und hinterher zahlt dir Amazon – soweit die Klage erfolgreich ist – das Geld zurück.

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  • Netflix, Amazon und D+. Alle vor 6 Monaten gekündigt. Vermisse nichts.

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  • Einfach, mal bis zum Ende lesen.
    Ist ,es denn zu schwierig?

  • Was trägt man beim Betrag ein? Da steht zwar 36€ pro Jahr, aber man weiß ja gar nicht wieviele Jahre sich der Rechtsstreit hinziehen wird…

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  • Wenn ich es richtig verstanden habe, hat man damit auch noch 3 Wochen nach dem Urteil Zeit sich dranzuhängen. Ist bei den ganzen Daten und Informationen, die man bringen muss, vielleicht einfacher abzuwarten, ob was bei rumkommt, um Aufwand/Nutzen abzuwägen.

  • Habe Pfingsten zwei Prime Filme angeschaut.

    Bei mir kam keine Werbung und ein zusätzliches Abo habe ich auch nicht abgeschlossen.

  • Ich habe einfach gekündigt. Das mit der Werbung hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Amazon verkommt ansonsten langsam zum Ramschladen. Wertvolle Sachen kann man da nicht mehr bestellen. Drei Versuche habe ich gewagt, mir dort ein Apple-Produkt zu kaufen – drei mal wurde es auf dem Transportweg (durch Amazon) gestohlen. Das Geld habe ich jeweils zurückbekommen, aber nach langem Hin und her. Den Stress brauche ich nicht.

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  • Elektrohuhn4711

    Könnte es passieren, dass man aufgrund der Klage“beteiligung“ von Amazon gekündigt und gesperrt wird?

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  • Für alle Aufreger mal ein bisschen Denksport:
    Es ist üblich, dass Firmen Abo-Verträge per stillschweigender Zustimmung anpassen (Zeitung, Strom, Telekom, Bank, usw…).
    Heisst, man bekommt eine Info -> kostet jetzt mehr -> wenn du weiter nutzt, dann ist das akzeptiert, ansonsten hast du hier Kündigungsrecht. So weit, so gut.

    Jetzt kommen die sogenannten Verbraucherschützer und sagen: nenene, da musst du dir aktiv was vom Kunden einholen.
    Das verursacht Prozesskosten. Was glauben denn die Helden vom Verbraucherschutz, wer diese Prozesskosten bezahlen wird!?
    Doch nicht etwa die Firma zu Lasten ihres Gewinnes… Alle bürokratischen Kosten werden auf den Produktpreis draufgerechnet, immer!

    Heisst -> mehr Bürokratie, mehr Kosten und alle Verbraucher jubeln gerade… Da hauts mir echt den Vogel raus, bei so viel Unvermögen.

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  • Die Geiz ist geil Mentalität ist wirklich zum kotzen. Wie kann man sich über drei Euro aufregen? Entweder nutze ich die Angebote wie sie sind oder ich lasse es; aber wenn dann rege ich mich nicht permanent darüber auf.
    Bloß wieder Prinzipienreiterei, furchtbar unsere Gesellschaft ist nicht mehr in der Lage auch mal etwas zu akzeptieren ohne permanent Einspruch einzulegen gegen irgendetwas und gegen alles und jeden.
    Das zieht sich durch wie ein roter Faden durch alle Bereiche im Leben, immer nur maulen und immer nur dagegen und immer nur für sich das Beste rausholen zu wollen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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