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Zum Lesen, fürs Schreiben und Notizen

reMarkable Paper Pure im Test: Digital schreiben, analog gedacht

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Mit dem Paper Pure hat reMarkable kürzlich das inzwischen doch schon leicht betagte reMarkable 2 ersetzt und führt sein Schwarzweißmodell so in die aktuelle Gerätegeneration. Das reMarkable Paper Pure wird im Paket mit Marker Plus und dem sogenannten Sleeve Folio zum Bundle-Preis von 469 Euro angeboten und ist unter anderem bei Amazon erhältlich.

Remarkable Mac App Strasse 2500

Das Paper Pure konzentriert sich auf Schreiben, Lesen und Notizen.

Wir haben den Kindle-Scribe-Konkurrenten in den vergangenen Wochen täglich genutzt und unsere Eindrücke im folgenden notiert. Ein Spoiler vorweg: reMarkable hat das bekannte Konzept nicht grundsätzlich verändert. Das Paper Pure ist weiterhin in erster Linie ein digitaler Notizblock und kein klassisches Tablet.

Dies zeigt sich bereits bei der Ausstattung. Einen Browser, einen App Store, Widgets oder klassische Tablet-Apps gibt es nicht. Stattdessen öffnet man ein Notizbuch und kann praktisch sofort losschreiben. Minimale Reibung, die den gedankenlosen Griff zum Paper Pure ermöglicht, ohne großartig abwägen zu müssen, ob man gerade die Kraft hat, digitalen Zeitfressern zu widerstehen. Diese gibt es auf dem Paper Pure schlicht nicht. Wer hauptsächlich Gedanken festhalten, Besprechungen dokumentieren oder PDFs kommentieren möchte, findet sich schnell zurecht. Wer mehr sucht, sucht vergebens.

Leichtes Gehäuse, weniger Metall

Das Paper Pure misst 23 x 19 x 0,6 Zentimeter und wiegt mit 360 Gramm etwa so viel wie eine kleine Dose Spezi. Im Alltag macht dieses geringe Gewicht das Handling sehr angenehm. Auch längere Notizen lassen sich bequem verfassen, ohne dass das Gerät unangenehm schwer in der Hand liegt. Das texturierte Gehäuse verbessert den Griff, die asymmetrische Form mit dünner aber praktischer Daumenablage funktioniert beim Schreiben gut.

Remarkable Gehauese 2500

Mit 360 Gramm bleibt es angenehm leicht in der Hand.

Beim Material macht sich allerdings eine Änderung gegenüber dem reMarkable 2 bemerkbar. Das Gehäuse besteht überwiegend aus Kunststoff. Es wirkt solide verarbeitet, fühlt sich aber weniger hochwertig an als das Metallgehäuse des Vorgängers oder des Paper Pro. Die Rückseite nimmt zudem Fingerabdrücke relativ schnell an. An der grundsätzlichen Stabilität gibt es jedoch nichts auszusetzen.

reMarkable hat stärker auf Reparierbarkeit geachtet. Die Rückseite ist verschraubt und gesteckt. Nach Herstellerangaben besteht das Gerät zu 38 Prozent aus recycelten Materialien. Der Akku lässt sich grundsätzlich austauschen.

Ein sehr helles E-Ink-Display

Wichtigstes Bauteil des Paper Pure ist das 10,3 Zoll große Canvas Display auf Basis von E-Ink-Carta 1300. Die Auflösung beträgt 1872 x 1404 Pixel bei 226 ppi und stellt auch kleine Schriften gut lesbar dar, technisch sind dies jedoch keine Spitzenwerte mehr. Vergleichbare Geräte arbeiten inzwischen häufig mit 300 ppi. Kleine Schrift und feine Details in komplexen PDFs sehen dort noch mal schärfer aus.

E Ink Display

Die Werkzeugleiste bleibt übersichtlich und schnell erreichbar.

Im normalen Gebrauch wirkt das Display trotzdem deutlich besser, als die reine Auflösungsangabe erwarten lässt. Der Hintergrund erscheint heller als beim reMarkable 2, Schwarz ist kräftiger und die Darstellung insgesamt kontrastreicher. Besonders bei Tageslicht oder in gut beleuchteten Räumen profitiert das Paper Pure davon. Text, handschriftliche Notizen und einfache Zeichnungen lassen sich sehr angenehm erkennen.

Auch Ghosting ist gut kontrolliert. Gelegentliche Nachbilder bleiben sichtbar, fallen im Alltag aber selten störend auf. Vollständige Aktualisierungen des E-Ink-Panels sind beim Blättern weiterhin als kurzes Flackern zu erkennen. Während des Schreibens verhält sich die Anzeige dagegen zurückhaltend ruhig.

Ohne Frontlicht wird Umgebungslicht wichtig

Eine Frontbeleuchtung fehlt vollständig. reMarkable verzichtet darauf, um möglichst wenige Schichten zwischen Stift und eigentlichem E-Ink-Panel zu platzieren. Unter guten Lichtbedingungen funktioniert das hervorragend. In einem dunklen Schlafzimmer, im Flugzeug oder in schwach beleuchteten Räumen ist man dagegen zwingend auf eine externe Lichtquelle angewiesen.

Umgebungslicht Remarkable

Das 10,3-Zoll-Display ist hell, kontrastreich und gut ablesbar.

Dies ist eine der größten Einschränkungen des Geräts. Ein schwach eingestelltes Frontlicht, wie es andere E-Ink-Geräte bieten, würde gerade bei wechselnden Lichtverhältnissen deutlich mehr Flexibilität schaffen. Den Gewinn durch den etwas geringeren Abstand zwischen Stift und Bildfläche ist demgegenüber eher überschaubar.

Schreibgefühl bleibt die zentrale Stärke

Beim Schreiben zeigt das Paper Pure weiterhin eine seiner größten Stärken. Die Oberfläche besitzt eine spürbare Struktur und bietet deutlich mehr Reibung als normales Tabletglas. Das Ergebnis erinnert eher an Papier als an ein iPad. Gegenüber dem Kindle Scribe wirkt die Oberfläche noch gefälliger. Gleichzeitig ist das Schreibgeräusch härter. Die Stiftspitze erzeugt auf dem Glas ein deutlich hörbares Schreibgeräusch.

Remarkable Stift

Der Marker Plus haftet magnetisch und wird am Tablet geladen.

Der Marker Plus haftet magnetisch an der Seite und wird dort geladen. Die Eingabe reagiert präzise, die Handballenerkennung arbeitet zuverlässig. reMarkable nennt eine Latenz von 21 Millisekunden. Im Alltag fühlt sich das Schreiben entsprechend direkt an. Praktisch ist auch der Radierer am hinteren Ende des Marker Plus.

Mehr Tempo als die Konkurrenz

Deutlicher als beim Schreibgefühl fällt der Fortschritt bei der Systemgeschwindigkeit aus. Im Paper Pure arbeitet ein Cortex A55 Dual Core Prozessor mit 1,7 GHz, unterstützt von 2 GB RAM und 32 GB internem Speicher. Notizbücher öffnen schnell, Seitenwechsel reagieren zügig und auch Zoomen oder Verschieben von Dokumenten funktioniert spürbar flüssiger als bei konkurriereden Modellen von Boox und Co.

Das Betriebssystem basiert auf Linux und bleibt bewusst reduziert. Zur Verfügung stehen verschiedene Stifte, Marker, Bleistifte, Ebenen, Vorlagen und Auswahlwerkzeuge. Mit einer fortlaufenden Schreibfläche lassen sich Notizen nach unten verlängern. Ordner, Favoriten und Tags reichen für eine einfache Organisation aus. Wer komplexe Wissensdatenbanken, tiefgehende Verknüpfungen oder eine Split Screen Ansicht sucht, wird dagegen nicht fündig.

Besonders gelungen sind die Schreibwerkzeuge. Sie verlangen nur wenig Konfiguration und fühlen sich trotzdem unterschiedlich genug an. Bleistift, Fineliner, Kugelschreiber oder Textmarker lassen sich schnell auswählen. Auch Inhalte zu verschieben, auszuschneiden oder auf andere Seiten zu übertragen funktioniert unkompliziert.

Mac und iPhone gehören zum Arbeitsablauf

Ein wichtiger Teil des reMarkable Konzepts spielt sich außerhalb des Tablets ab. Die reMarkable-App für macOS funktioniert im Alltag als Verbindung zwischen handschriftlichem Notizbuch und Rechner. Dokumente und Notizen werden über die reMarkable Cloud synchronisiert und erscheinen dadurch auch auf dem Mac. Gerade wenn man eben erst ein Meeting handschriftlich dokumentiert hat und dieses anschließend am Rechner weiterarbeiten möchte, funktioniert dieser Übergang angenehm unkompliziert.

Remarkable Mac App 2500

Die Mac-App bringt Notizen und Dokumente auf den Rechner.

Auf dem Mac lassen sich die auf dem Paper Pure abgelegten Dokumente ansehen, organisieren und weiterverwenden. Je nach Funktion und Connect Abo können auch Inhalte bearbeitet und neue Notizen erstellt werden. Praktisch ist vor allem, dass man für den Dateitransfer nicht jedes Mal ein USB-Kabel benötigt. PDF-Dateien und andere unterstützte Dokumente lassen sich am Rechner vorbereiten und anschließend auf dem Paper Pure weiterbearbeiten.

Ähnlich funktioniert die iOS-App auf iPhone und iPad. Unterwegs kann man auf synchronisierte Notizen zugreifen, ohne das Paper Pure aus der Tasche nehmen zu müssen. Dies ist vor allem beim schnellen Nachschlagen nützlich. Das Smartphone ersetzt das Paper Pure dann nicht, erweitert aber dessen Reichweite. Der eigentliche Vorteil hier ist, dass handschriftliche Inhalte nicht auf dem E-Ink-Gerät eingeschlossen bleiben, so wie es beim Kindle Scribe der Fall ist.

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Inhalte synchronisieren sich zwischen Paper Pure, Mac, iPhone und iPad.

Cloud und Connect mit Einschränkungen

Neben der eigenen reMarkable Cloud lassen sich Google Drive, Dropbox und OneDrive anbinden. Word Dokumente können importiert und als PDF oder in ein bearbeitbares Notebook überführt werden. PDFs lassen sich beschriften und anschließend exportieren. Für einfache Korrekturen und Kommentare reicht das aus. Umfangreiche wissenschaftliche Dokumente mit mehreren Spalten oder spezialisierten Lesewerkzeugen gehören aber nicht zu den Stärken des Systems.

Ein Teil der interessanteren Funktionen hängt am Connect Abo. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Vorlagen, bestimmte Meeting Funktionen, die Handschriftensuche sowie erweiterte Möglichkeiten zum Umwandeln und Teilen von Notizen. Connect kostet nach dem kostenlosen Testzeitraum 3,99 Euro pro Monat. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass man problemlos auf das Abo verzichten kann, ohne das Gefühl zu haben, dass dem Paper Pure wesentliche Grundfunktionen fehlen.

Kein Abo 2500

Man verpasst nicht viel: Das Abo bleibt optional

Auch ohne Connect bleiben nämlich überraschend viele Funktionen erhalten. Die Anbindung an Google Drive, Dropbox und OneDrive funktioniert weiterhin. Handschriftliche Notizen lassen sich in getippten Text umwandeln und anschließend bearbeiten oder per E Mail verschicken. Über Read on reMarkable können außerdem Webseiten sowie Word und PowerPoint Dokumente vom Rechner auf das Tablet geschickt werden. Mit Screen Share lässt sich die aktuelle Schreibfläche auf einem Computer anzeigen, etwa während einer Besprechung oder Präsentation. Auch der direkte Versand von Notizbüchern und Dokumenten als PDF, PNG oder SVG sowie die Organisation mit Tags stehen ohne Abo zur Verfügung.

Die wichtigste Einschränkung betrifft damit weniger das eigentliche Arbeiten auf dem Paper Pure als die Cloud. Ohne Connect werden zwar sämtliche Notizen weiterhin lokal auf dem Tablet gespeichert, in den Desktop und Mobil-Apps bleiben aber nur Dateien dauerhaft synchronisiert, die innerhalb der vergangenen 50 Tage verwendet und online abgeglichen wurden. Connect hebt diese Begrenzung auf und bietet unbegrenzte Cloud-Speicherung. Wer hauptsächlich auf dem Paper Pure arbeitet und ältere Dokumente nicht ständig zwischen Mac, iPhone und Tablet synchron halten muss, dürfte mit dieser Einschränkung allerdings gut leben können. Das Abo wirkt deshalb eher wie ein Komfortpaket als wie eine Voraussetzung, um das Gerät sinnvoll zu nutzen.

Developer Mode öffnet das System

Für technisch versierte Nutzer bietet das Paper Pure noch eine zusätzliche Ebene. reMarkable unterstützt ausdrücklich einen Developer Mode, über den sich per SSH auf das Tablet zugreifen lässt. Dadurch wird das ansonsten sehr geschlossene System deutlich offener für eigene Anpassungen, zusätzliche Werkzeuge und Community-Projekte. Vor der Aktivierung sollte man allerdings wissen, dass dabei ein Factory Reset erforderlich ist. Das Gerät wird also auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und muss anschließend neu eingerichtet werden.

Der Developer Mode öffnet das Paper Pure per SSH.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch reManager unter remanager.io. Das Community-Werkzeug richtet sich an Nutzer, die ihr reMarkable über die offiziellen Funktionen hinaus verwalten und anpassen möchten. Solche Möglichkeiten ändern nichts am bewusst reduzierten Grundkonzept des Paper Pure, zeigen aber, dass das Gerät für erfahrene Anwender deutlich mehr Spielraum bietet, als die Oberfläche zunächst vermuten lässt.

EPUB bleibt eine Nebenfunktion

EPUB-Dateien lassen sich grundsätzlich lesen, doch die E Book Funktionen bleiben überschaubar. Schrift und Layout können angepasst werden, das Leseerlebnis erreicht aber nicht die Flexibilität eines klassischen E-Readers. Besonders handschriftliche Anmerkungen sind problematisch. Verändert sich anschließend die Textdarstellung, können die Notizen ihren ursprünglichen Bezug zum Text verlieren.

Remarkable Pure Epub

EPUB funktioniert, der Fokus liegt aber klar auf Notizen.

Das Paper Pure ist deshalb eindeutig ein Schreibgerät, das zusätzlich lesen kann. Wer vor allem Romane lesen möchte, bekommt mit einem Kindle das ausgereiftere System. Bei PDF-Dateien ist das Verhältnis ausgeglichener. Sie lassen sich problemlos mit handschriftlichen Markierungen versehen.

Auch Farbe fehlt naturgemäß. Farbige Textmarker lassen sich zwar in der Software auswählen, auf dem Schwarzweißdisplay erscheinen sie jedoch nur in unterschiedlichen Graustufen. Nach der Synchronisation können die tatsächlichen Farben auf anderen Geräten sichtbar werden. Bei reinen Notizen stört das wenig. Bei Dokumenten mit systematisch farbcodierten Markierungen ist das Paper Pro flexibler.

Wertiges Sleeve mit kleinen Umwegen

Das mitgelieferte Sleeve Folio ist weich ausgekleidet, wirkt sehr hochwertig und schützt das Paper Pure beim Transport zuverlässig. Positiv ist auch, dass der Marker sicher mit untergebracht wird und dadurch nicht lose in der Tasche liegt. Beim Einstecken erkennt das Tablet das Sleeve automatisch und wechselt in den Ruhemodus.

Remarkable Pure Sleve

Das Sleeve schützt Tablet und Marker zuverlässig.

Im Alltag ist diese Lösung allerdings etwas umständlicher als eine klassische Hülle, die dauerhaft am Gerät bleibt. Zum Schreiben muss das Paper Pure jedes Mal aus dem Sleeve genommen und anschließend wieder verstaut werden. Dafür gefällt die Kombination aus Materialgefühl, Schutz und sicherer Unterbringung des Stifts sehr gut. Wer das Tablet häufig in einer Tasche transportiert, bekommt damit eine angenehm wertige Lösung.

Gute Laufzeit trotz aktiven Markers

reMarkable nennt bis zu drei Wochen Laufzeit für den eingebauten Akku bei ungefähr einer Stunde handschriftlicher Nutzung pro Tag. Im Alltag bestätigt sich zumindest der grundsätzliche Eindruck einer langen Laufzeit. Mehrere Tage intensiver Nutzung sind problemlos möglich, und bei moderater Verwendung muss nur selten zum USB-C-Kabel gegriffen werden.

Remarkable Pure Kreuzwort

Zum Schreiben muss das Paper Pure aus dem Sleeve.

Anders als beim Kindle Scribe oder beim älteren reMarkable 2 arbeitet der aktuelle Marker mit einem aktiven System und wird magnetisch am Tablet geladen. Das funktioniert zuverlässig und fällt im Alltag nur selten auf. Dennoch ist es eine zusätzliche Komponente, deren Ladestand berücksichtigt werden muss. Hier bietet Amazon eine einfachere Lösung.

Gegenüber dem Kindle Scribe entscheidet der Schwerpunkt

Den Kindle Scribe haben wir im April ausführlich betrachtet. Im direkten Vergleich zeigen die beiden Geräte recht unterschiedliche Prioritäten. Beim Lesen besitzt der Kindle Scribe die klarere Ausrichtung. Amazons Kindle Plattform ist für E-Books wesentlich umfangreicher, und auch die Beleuchtung macht das Gerät unabhängiger vom Umgebungslicht.

Praktisch ist außerdem der Stift des Kindle Scribe. Er benötigt keinen Akku und muss deshalb weder aufgeladen noch regelmäßig auf seinen Ladestand geprüft werden. Beim reMarkable Paper Pure ist das anders, weil der Marker aktiv arbeitet und am Gerät geladen wird. Für ein Werkzeug, das sich möglichst ähnlich wie ein klassischer Stift verhalten soll, ist die akkulose Kindle Lösung im Alltag angenehm unkompliziert.

Zeitung Lesen Remarkable

Gegenüber dem Kindle Scribe punktet vor allem die Haptik.

Sobald es um die eigentliche Haptik des Schreibens geht, dreht sich der Eindruck allerdings. Das reMarkable Paper Pure fühlt sich beim Schreiben angenehmer an. Oberfläche, Widerstand und die gesamte Gestaltung des Geräts vermitteln stärker das Gefühl eines Notizblocks. Auch die reduzierte Benutzeroberfläche passt besser zu diesem Ansatz. Der Kindle Scribe ist stärker ein sehr guter E-Reader mit Schreibfunktion. Das Paper Pure ist in erster Linie ein digitales Schreibgerät, das auch Dokumente und Bücher anzeigen kann.

Ein stimmiges Gesamtpaket

Das Paper Pure ist leicht, schnell und bei gutem Umgebungslicht ausgesprochen kontrastreich. Die Synchronisation mit Mac, iPhone und anderen Geräten macht aus dem bewusst reduzierten Tablet außerdem ein sinnvoll eingebundenes Arbeitswerkzeug. Gleichzeitig bleibt die Oberfläche angenehm frei von klassischen Tablet-Ablenkungen. Gerade diese Konzentration auf Handschrift, Notizen und einfache Dokumentarbeit macht den Reiz des Geräts aus.

Remarkable Pure Bundle

Das Bundle für 469 Euro ist die rundere Variante.

Für 469 Euro ist das von uns getestete Bundle mit Marker Plus und Sleeve Folio die interessanteste Variante. Der Marker Plus ergänzt das Schreibgefühl um den praktischen Radierer, während das weich ausgekleidete Sleeve Tablet und Stift beim Transport zuverlässig schützt und zugleich sehr wertig wirkt. Wer sich ohnehin für das Paper Pure entscheidet, bekommt mit dem Bundle deshalb das rundere Gesamtpaket.

Der Kindle Scribe bietet zwar die bessere E-Book-Umgebung, eine integrierte Beleuchtung und einen Stift ohne Akku. Beim reMarkable gefallen dafür Haptik, Schreibgefühl und der gesamte Notizworkflow besser. Das Paper Pure wirkt dadurch weniger wie ein E-Reader mit Schreibfunktion und stärker wie ein digitaler Notizblock, der konsequent für diesen Einsatzzweck entwickelt wurde.

Produkthinweis
reMarkable Paper Pure mit Marker Plus und Sleeve Folio – Ozeanblau 469,00 EUR

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14. Aug. 2026 um 19:07 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Lohnt sich der Umstieg vom Remarkable 2? Hat jemand Erfahrungen?

    • Würde ich persönlich nicht machen. Das ist wie vom iPhone 11 zu iPhone 12 zu wechseln. Unterschiede sind da, aber diese muss man gewiss suchen. Die Hardware ist sicherlich neuer und schneller. Aber nur ein Tick.

  • Habe bis jetzt alle Modelle von ReMarkable gehabt und bin seit vielen vielen Jahren zufrieden. Aktuell habe ich das ReMarkable Pro und Move.

  • Danke für die genaue Erklärung zum Connect-Abo. Ich hatte bisher immer im Kopf, dass man das reMarkable ohne Abo nur ziemlich eingeschränkt nutzen kann. Wenn Cloud-Anbindungen, Handschrifterkennung und Export auch so funktionieren, sieht das schon anders aus. Die 50-Tage-Grenze bei der Synchronisation wäre für mich vermutlich verschmerzbar.

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