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Freie Nutzung für Bestandskunden

„Pocket Casts“-Abo: Entwickler rudern zurück

21 Kommentare 21

Die Entwickler der Podcast-App Pocket Casts rudern – zumindest ein Stück weit – zurück. Ursprünglich hatten sie angekündigt, dass sie ihre iOS-App künftig kostenlos anbieten, ausgewählte Zusatzfunktionen und insbesondere auch der Zugriff vom Mac oder Windows-Rechner aus jedoch ein Abo voraussetzt. Das ist jetzt Schnee von gestern, offenbar brachten massive Nutzerproteste die Entwickler zum Einlenken.

Pocket Casts Web Player

Im Bild: Der Pocket Casts Web Player

In einer „Wir hören euch“ überschriebenen Stellungnahme nehmen Entwickler der App ihre Ankündigung teilweise zurück und wollen insbesondere die aufgebrachten Stimmen von Bestandskunden beruhigen. So sollen alle Nutzer, die in der Vergangenheit für die Web-Version von Pocket Casts bezahlt haben, das neue „Pocket Casts Plus“ auf Lebenszeit kostenlos nutzen dürfen. Das ehemals „Web Player“ genannte Angebot konnte bislang per Einmalkauf zum Preis von 9 Dollar erworben werden. Das neue Abo-Modell sieht Preise von 1,18 Dollar pro Monat bzw. 11,89 Dollar im Jahr vor.

Das Statement der Pocket-Casts-Entwickler ist erfreulich für Bestandskunden, lässt andererseits aber auch die grundsätzliche Einstellung hinterfragen, mit der ein Teil der Entwickler derartige Umstrukturierungen angeht. Der zuvor verfügbare Einmalkauf war nunmal als dauerhaftes Angebot beworben worden, somit kamen die Nutzerproteste keineswegs überraschend. Man kommt bei solchen Aktionen um die Unterstellung herum, dass das Ganze nach dem Motto „lass mal sehen ob das durchgeht“ bereits im Vorfeld inklusive des nun geöffneten Hintertürchens geplant war.

Donnerstag, 19. Sep 2019, 8:37 Uhr — Chris
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  • Na das ist doch wirklich erfreulich. Neue Kunden können sich gerne für ein Abo entscheiden, doch wir als jahrelange Bestandskunden sollten davon ausgeschlossen sein.

    • Für mich beraubt sich die „Abo – Industrie“ langfristig selbst Ihrer Kunden. Die Preise im Einzelnen gesehen mögen nachvollziehbar sein, aber ich bin nicht bereit die sich über alle Abos dadurch aufsummierenden Kosten permanent zu tragen. Ergebnis, gar kein Umsatz mehr, weil kein Kunde mehr.
      Meine Lösung, real betrachtet kann ich mit meinem einen MS Office Abo plus der Basissoftware von Appel die meisten meiner Ansprüche erfüllen. laufende Kosten 50€ im Jahr. Den Rest decke ich mit Apps ab die ich in der jeweiligen Version einmal kaufen kann. Wechselt eine App zu Abo-Modell wird sie umgehen gelöscht.

      • Volle Zustimmung. Handhabe ich genau so. Wenn ne App umstellt war es das für mich. Die können gerne die Preise anheben oder InApp Käufe einführen…Abos empfinde Ich aber nach wie vor als Abzocke

      • Also geht zumindest für MS das Abo-Modell mit dir auf ;)

      • Der regelmäßige Nutzen aus dem MS Abo ist für mich für 50€ passend, deshalb habe ich mich dafür entschieden. Ich bin zB nicht bereit für Apps die im Gegensatz hierzu eine verschwindend geringe Funktionalität bieten, ebenso 50€ im Jahr zu bezahlen.

  • Als Bestandskunde fand ich die Lösung mit drei Jahren „kostenfreier“ Nutzung in Ordnung und fair.
    Im Endeffekt führt das zurückrudern des Lebenslangen kostenfreien Nutzungsrecht doch nur dazu das früher oder später neue Funktionen dann noch per Abo „hinzugekauft“ werden müssen.

    • Du hast auch nur für die Nutzung einmal gezahlt aber nicht dafür das du neue Features bekommst.

      Achtung nun kommt ein vermutlich schlechter Vergleich;
      Di hast auch nur dein Auto bezahlt beim Hersteller, das du es hast. Aber nicht das du es auch Nutzen darfst/kannst, dafür musst du noch Steuer, Versicherung zahlen und auch Sprit regelmäßig extra bezahlen.

      • Stimmt, schlechter Vergleich ;)
        Aber man bezahlt 1x für das aktuelle Modell mit den angebotenen Features. Kommt ein neues Modell mit mehr Features zum gleichen Preis, dann hat man nicht automatisch das Recht, diese beim gekauften Wagen gratis nachrüsten zu lassen.
        Das mit Steuer, Sprit und Versicherung würde ich unter das Thema Stromverbrauch, etc. buchen.

    • Das Zukaufen von neuen Optionen ist auch vollkommen ok.
      Ich will nur vorher sehen was ich bekomme.
      Bei Abos gehe ich in Vorleistung und kriege leider häufig „tolle Features“ die ich gar nicht will bzw brauche.

  • PocketCast muss sich nun wirklich keiner größeren Kritik aussetzen. Das neue Angebot ist mehr als fair. Es ist doch offensichtlich, dass alle Entwickler ihr Geschäftsmodell umstellen müssen, um zu überleben. Manchmal wird so getan, als wäre die jeweilige Umstellung, die gerade kritisiert wird, aus der Welt gefallen und alle anderen würden sich noch über Einmalkäufe refinanzieren können. Was ist denn die Alternative für die größten Kritiker? Soll der Dienst schließen? Nur weil sie persönlich enttäuscht wurden von der Entwicklung, die der gesamte Markt nimmt? Lächerlich! Ein faire Übergangszeit für Bestandskunden ist i.O.

    • Sehe ich diesem Fall genauso. 3 Jahre für Bestandskunden wären ein fairer Kompromiss gewesen. Aber gut, ich beschwere mich auch nicht über die neue Änderung.

  • Auf lebenszeit kostenlos?
    Also in meiner E-Mail steht folgendes

    „We wanted to do the right thing by you though and since you’ve paid for the Web Player in the past, we’re giving you 3 years worth of Pocket Casts Plus at no extra charge.“

  • Ich empfand das drei Jahres Angebot als eher fair. Aber: Nur mit Blick auf die Abo-Praktiken anderer Apps. Allgemein bin ich überhaupt kein Freund derartiger Abos.

    Was mich bei Pocket-Casts jedoch wundert ist, dass es überhaupt so eines Abo-Modells bedarf?

    Meines Wissen nach, wurde die App vor ein paar Monaten von einem großen, öffentlich rechtlichen? Sende-Netzwerk aus England oder USA (weiß die Details nicht mehr genau) gekauft und übernommen.

    Ob man das Abo da nicht „einfach“ nur deshalb eingeführt, hat, weil man es kann / weil es die anderen genau so machen??

  • Damit liegt der Jahrespreis aber immernoch über dem vorherigen Einmalkauf und das ist ne Sauerei. Ich bin mit Pocketcast durch. Wer weiß wann die es sich das nächste mal überlegen. Ich habe die Apps damals nur gekauft, da die eben nicht auf Abos sondern Einmalkäufe gesetzt haben. Aber anscheinend kann man sich davon generell verabschieden im AppStore. Mir steht’s echt bis oben hin….

  • Natürlich muss eine App nicht kostenlos sein. Steckt ja z. T. auch viel Arbeit dahinter. Aber dass die Entwickler umstellen müssen, halte ich mit Verlaub für Blödsinn. Angebot und Nachfrage entscheiden darüber- ganz einfach. Und wie man sieht müssen sie immer wieder zurück rudern. Also bestätigt auch die Nachfrage, dass das Angebot nicht stimmt. So einfach ist das.

  • Bruno Bouyajdad

    Scheinbar sind nur dir Autoren von Airmail vollständig beratungsresistent..

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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