KI-Verarbeitung ohne Cloud
Perplexity Computer: Der Mac übernimmt jetzt selbst
Perplexity erweitert seine Mac-Anwendung um eine Betriebsart, bei der sämtliche KI-Berechnungen direkt auf dem Rechner stattfinden. Der KI-Agent Perplexity Computer kann damit auch komplexere Aufgaben bearbeiten, ohne persönliche Dateien oder deren Inhalte an Cloud-Server übertragen zu müssen. Voraussetzung ist ein Mac mit Apple-Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher.
Die Neuerung betrifft nicht nur das verwendete Sprachmodell. Auch die Planung einzelner Arbeitsschritte, die Verarbeitung von Dokumenten und die Ausführung der notwendigen Aktionen erfolgen lokal. Perplexity verwendet dafür die Modelle Qwen 3.6 und PPLX Pro, eine eigens angepasste Qwen-Variante.
Zwei Betriebsarten für unterschiedliche Aufgaben
Bereits im Frühjahr hatte Perplexity mit Personal Computer den Zugriff auf lokale Mac-Dateien und Anwendungen eingeführt. Die damalige Lösung kombinierte lokale Funktionen mit Cloud-Diensten. Im September kam ein Hybridmodus hinzu, bei dem private Dokumente auf dem Mac verarbeitet werden, während anspruchsvollere Berechnungen über externe Modelle laufen.
Nutzer können jetzt selbst entscheiden, welchen Weg sie bevorzugen. Im vollständig lokalen Modus bleiben Planung, Analyse und Ausführung auf dem Mac. Wer aktuelle Internetinformationen benötigt oder zusätzliche Onlinedienste einbinden möchte, kann den Zugriff auf die Cloud ausdrücklich erlauben. Dann stehen auch mehr als 15 externe KI-Modelle zur Verfügung.
Der lokale Betrieb soll neben dem Datenschutz auch die Kostenkontrolle verbessern, da für die Verarbeitung auf dem eigenen Rechner keine entsprechenden Cloud-Kontingente benötigt werden.
Zugriff auf Mail, Nachrichten und lokale Dokumente
Perplexity Computer kann mit entsprechender Freigabe auf Anwendungen wie Notizen, Nachrichten, Mail und Numbers zugreifen. Der Agent soll beispielsweise Aufgabenlisten auswerten, Budgetzahlen aus Tabellen übernehmen und daraus Projektberichte oder Antwortentwürfe erstellen können. Auch Excel-Dateien und Keynote-Präsentationen lassen sich in solche Arbeitsabläufe einbeziehen.
Für die Ausführung von Code und den Zugriff auf Programme verwendet Perplexity abgeschottete Umgebungen mit begrenzten Berechtigungen. Welche Dateien und Anwendungen der Agent verwenden darf, bleibt damit von den erteilten Freigaben abhängig.
Die neue Betriebsart steht Abonnenten von Perplexity Pro, Max und Enterprise zur Verfügung. Unterstützt werden Macs mit Apple-Prozessor, wobei der Anbieter mindestens 36 GB Arbeitsspeicher empfiehlt. Die Einrichtung erfolgt über die aktuelle Mac-Anwendung. Anschließend müssen Nutzer eines der unterstützten KI-Modelle herunterladen und den lokalen Betriebsmodus auswählen.



Aber all die Funktionen und Dateibearbeitungen sind doch nur möglich, wenn der Rechner auch Netzwerkzugang hat. Ist damit nicht alles für die Katz? Auch, wenn das LLM Lokal läuft, kann ja der Rechner sinnvollerweise nicht abgeschottet sein, um zu verhindern, dass Daten nach draußen kommen. Damit wäre ja der Sinn fraglich. Richtig oder falsch?
Mit einer Reverse-Firewall wie Little-Snitch kannst du erfahren, ob es nach Hause funkt. Wenn ja, kannst du genau schauen was und gegebenenfalls unterbinden.
Schließe mich der Frage an.