ifun.de — Apple News seit 2001. 38 545 Artikel

Beugt verwaisten Dateien vor

Pearcleaner: Freier Uninstaller für den Mac

Artikel auf Mastodon teilen.
50 Kommentare 50

Was neue Mac-Anwender, die vom Windows PC auf einen Apple Rechner umgestiegen sind, immer wieder irritiert, ist die Tatsache, dass Mac-Applikationen in der Regel ganz anders deinstalliert werden, als dies unter Windows der Fall ist.

Pearcleaner

Papierkorb, nicht die ganze Wahrheit

Für gewöhnlich reicht es aus, nicht mehr benötigte Anwendungen in den Papierkorb zu verschieben. Fertig. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit.

Zwar ist die Deinstallation (bis auf einige wenige Ausnahmen) so zwar abgeschlossen, oft bleiben auf dem Mac jedoch mehrere Dateien zurück, die von der soeben in den Papierkorb verschobenen Applikation erstellt und irgendwo in den Tiefen des Betriebssystems zurückgelassen werden.

Meist handelt es sich dabei um Programm-Einstellungen und temporäre Inhalte, die den eigenen Rechner nicht weiter in Mitleidenschaft ziehen sollten und im besten Fall sogar dafür sorgen, dass die App-Einstellungen, sollte man sich in einem Jahr für die erneute Installation der gerade gelöschten App entscheiden, nicht unwiederbringlich verschwunden sind, sondern direkt wieder aktiviert werden können.

Pearcleaner 1

Pearcleaner zeigt Zugehöriges

Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, der kann zusätzliche Uninstaller bemühen, die versuchen alle Dateien aufzuspüren, die von der fraglichen Applikation verursacht wurden.

Der Uninstaller Pearcleaner ist eine noch recht junge Freeware-Applikation, die genau diesen Job übernehmen möchte und jetzt gänzlich kostenlos vom Code-Portal GitHub geladen werden kann.

Pearcleaner 2

Nach dem Start des Uninstallers wählt ihr in der angezeigten Liste aller Apps nun die Anwendung aus, die vom System entfernt werden soll und bekommt eine Übersicht der zugehörigen Ordner und Dateien angezeigt, die direkt mit gelöscht werden können.

Persönlich sind wir keine großen Fans der automatisierten (und dadurch auch fehleranfälligen) Deinstallation, solltet ihr jedoch nach einem ansprechenden Kandidaten Ausschau halten, dann verdient Pearcleaner eure Aufmerksamkeit.

08. Dez 2023 um 20:04 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    50 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Was auch hilft:
    jedes Jahr einen neuen MAC kaufen und neu installieren;)

  • Appcleaner lässt für mich keine Wünsche offen, werde mir die Birne aber mal anschauen

  • Dachte da auch an AppCleaner, mit SmartFunktion unschlagbar. Ist wohl nur die GUI die hier besser aussieht, vom Funktionsumfang sollte das nicht mehr bieten können.

      • Geh mal in die Einstellungen von AppCleaner, da kannst Du einstellen, dass wenn ein Programm in den Papierkorb gezogen wird, automatisch AppCleaner prüft, was noch gelöscht werden muss.

    • Smartfunktion:

      Erkennt, wenn man eine App in den Papierkorb schiebt und erscheint dann als Popup. Somit muss man nicht dran „denken“ den AppCleaner extra starten zu müssen. So bleibt man bei seinen gewohnten Musclememory-Löschgewohnheiten.

      Antworten moderated
  • Bei vielen Apps, wenn man richtig sucht sind oft Daten noch vorhanden die gesperrt sind zum Löschen. Usw.. Finde Mac nicht unbedingt besser als Windows in der Hinsicht.

      • Stimmt. Aber „Leichen“ in der Registry nehmen nicht so viel Platz ein, wie die Stellvertretung in Form von vielen größeren verwaisten Config/- und Cachedateien auf dem Mac. Somit bevorzuge ich da eher den Windows-Abfall.

      • Doch hat man. Leider!

        Wie unten beschrieben: mit EasyFind die Leichen finden und gut ist!

      • Genau! Das mache ich auch immer so. Löschen also in zwei Schritte:
        1. AppCleaner
        2. Easyfind
        Und gut ist ;-)

    • Ich lösche Apps mit AppCleaner und anschließend lasse ich mit EasyFind nochmal den Mac durchsuchen. Damit bekommt man viele Einträge auch in den Tiefen des Systems gelöscht.

      • So mache ich das auch. Aber nur durch finden kann man es nicht immer löschen. Sag nur Proton VPN. Dafür musst du den SIP deaktivieren neu starten und dann den SIP wieder aktivieren.

  • Das sollte aber echt mal von Haus aus angegangen werden. Danke für den Tipp!

  • Version 1.8 – nicht brauchbar…..

    „Pearcleaner“ kann nicht geöffnet werden, da Apple darin nicht nach Schadsoftware suchen kann.
    Diese Software muss aktualisiert werden. Wende dich an den Entwickler, um weitere Informationen zu erhalten.

    Offenbar muss da noch etwas dran gearbeitet werden.

  • Programm stürzt leider ab, wenn man Apps löschen möchte, bei denen eine Authentifizierung benötigt wird

  • Das Apple das immer noch nicht selber hinbekommt. Unglaublich

    • Kann kein großes Betriebssystem, je nachdem wie tief man schaut, man findet immer etwas. Es gibt genug Software die zum Beispiel unter Windows überall Dateien ablegt und die auch verbleiben nach Deinstallation, egal ob in Benutzer oder System Ordnern.

    • *Dass

      Ansonsten: Es kommt auf den Blickwinkel an, was man will oder worauf man den Fokus legt. Selbst bei GNU/Linux sind Reste vorhanden, was auch seinen Sinn hat. Auch bei macOS kann es Sinn ergeben, dass noch Reste bleiben. So kann man ein Programm neu Installieren, ohne dass die Einstellungen verändert werden etc.

    • Man kann also keine Liste erzeugen die alle Dateien beinhaltet und die abfragt ob Einstellungen behalten werden sollen oder nicht. Soso

    • Ist auch nicht unbedingt einfach. Zumindest, wenn Apps eines Herstellers sich gewisse Frameworks/Libraries/Dateien teilen, um nicht alles doppelt auf der Platte liegen zu haben, kann man beim löschen einer App nicht einfach alle Dateien löschen, die dieser App zugehörig sind, weil ja ggfs. einige dieser Dateien noch von anderen Apps genutzt werden.

  • Als ich am Mac eingestiegen bin, war solche Software noch verpönt und nun wird sie von Apple Lastigen Blogs sogar empfohlen. So ändern sich die Zeiten.

      • Kannst es ruhig als Quatsch abtun, 2006 wurde solche Software in Foren wie Apfeltalk oder Macuser verpönt und man hat um die Ohren gehauen bekommen „man solle das Windows denken ablegen“.

      • Lass dich nicht Hänseln Gretel. Meine Güte. Das Problem liegt alleine bei dir. Nehm halt nicht alles für voll…

      • Das sind bald 20 Jahre. Wo muss man im Leben falsch abbiegen um so eine Denkweise zu bekommen.

    • Das ist der Grund, warum ich Macuser und Apfeltalk nie ernst genommen und bei „Herausforderungen“ immer gleich Foren des englischen Sprachrtaums konsultiert habe. Bei Macuser bekam ja auch jeder, der das Terminal auch nur erwähnt hat, seinerzeit gleich einen mehrseitigen „lass da bloß die Finger weg, du kannst alles kaputt machen“-Eintrag als Antwort. Odere ein „warum willst’n das wissen?“.
      Ich habe tatsächlich nie eine ernthaft technische und wirklich hilfreiche Antwort da gefunden, sobald es über Banalitäten hinaus ging. Aber gut, es Forum heißt ja auch „…user“ und nicht „…admin“, entsprechend ist auch das Niveau.
      Vielleicht ist das heute anders, aber ich steuere die genannten Seiten gar nicht mehr an.

      • Gerade Apfeltalk hat ja gefühlt die User mit Wissen vergrault, es ist dort also definitiv nicht besser geworden.

  • Man benötigt das nicht unbedingt. Vieles kann auch durch manuelles suchen in der Benutzerlibrary und der Library im Hauptverzeichnis gelöscht werden. Wenn man sich nach dem einfachen verschieben der Anwendung in den Papierkorb sich die Programmreste anschaut, belegen diese nicht viel bis kaum Speicher. Es gibt auch Programme die eine eigene Deinstallationsroutine mitbringen.

    Antworten moderated
  • Wie spürt die Software denn auf, dass noch Reste rumliegen? Also woher weis sie, wo ein Rest rumliegt? Wird dies fest programmiert je Programm oder verrät soetwas die App selbst?

    • Macanwendungen funktionieren für die Installation ja anders als PC Anwendungen, wenn sie kein Setup haben. Solche Anwendungen installieren beim ersten Starten alle benötigten Dateien in den entsprechenden Pfaden in denen sie legen müssen. Das geht über ein standardisiertes Verfahren. Sprich es gibt eine Liste im App Paket aus der erkennbar ist, welche Dateien angelegt werden. Diese Liste analysiert diese Software oder eben auch App cleaner und findet dadurch diese Dateien. Klar ist auch, wenn eine App dieses Verfahren nicht verwendet oder zusätzlich noch weitere Dateien außerhalb dieses Mechanismus anlegt, dann werden sie nicht gefunden.

      • Perfekt danke für die Erklärung!

      • Das ist meines Wissens nicht richtig. Es gibt keine Liste im App-Paket, in der alle Dateien drin stehen, die die App anlegt. Bei Apps die in einer „sandbox“ laufen (alle Apps aus dem AppStore) ist die Situation einfach. Alle Dateien die die App anlegt (mit Ausnahme der vom Nutzer über die Dateiauswahl gesicherten Dokumente) können nur in der Sandbox der App selbst gespeichert werden. D.h. löscht man die App, muss man nur deren zur appgehörigen „sandbox“-Ordner löschen, und man ist alle Daten der App los.

        Bei allen Apps, die nicht in der Sandbox laufen, ist das leider nicht so einfach. Solange die Apps sich an die üblichen Konventionen zur Benennung der Dateien halten und die Standard-Ordner verwenden, ist es auch einfach, die zugehörigen Dateien zu finden, aber nicht jede App hält sich and die Konventionen (speziell Apps die eine gewisse kostenlose Probezeit anbieten, verstecken die Information über die genutzte Probezeit gerne irgendwo, damit man durch löschen/neuinstallation die Probezeit eben nicht beliebig verlängern kann). Auch kommt es vor, dass Apps eines Herstellers sich ggfs, Dateien/frameworks/libraries teilen damit die nur einmal Platz wegnehmen. Diese dürfen beim löschen einer App natürlich nicht gelöscht werden, falls eine andere App die selben Dateien noch benötigt.

  • Wer einmal versucht hat, ein Samplepaket von Native Instruments zu deinstallieren, kann ein Lied davon singen: sowas geht nur mit Hilfe einer Anleitung.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum einem das vollständige Entfernen von Software auf einem Mac so schwer gemacht wird. Schließlich wissen die Hersteller doch genau, an welchen Stellen was abgelegt wird.

  • Leider sind die Installationen aufm Mac genauso unsauber wie bei Windows. Nach dem Deinstallieren bleibt immer Müll zurück.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 38545 Artikel in den vergangenen 8308 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven