Speicherknappheit belastet Hersteller
PC-Markt unter Druck, nur Apple legt zu
Der weltweite PC-Markt steuert nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens IDC auf ein schwieriges zweites Halbjahr 2026 zu. Ausschlaggebend dafür sei vor allem die anhaltende Knappheit bei Speichermodulen, die sich laut IDC bis mindestens Ende 2027 hinziehen dürfte. Die Folge seien steigende Preise und eine eingeschränkte Verfügbarkeit verschiedener Modelle. Wir haben ja bereits darüber berichtet, dass auch Apple aus diesem Grund verschiedene Gerätekonfigurationen aus dem Programm genommen hat.
MacBook Neo erhöht den Wettbewerbsdruck
Während der Markt insgesamt unter Druck steht, präsentiert sich das MacBook Neo als Ausnahme. Mit rekordverdächtigen Verkaufszahlen sorgt das neue Apple-Notebook für zusätzlichen Wettbewerbsdruck auf andere Hersteller. Die starke Nachfrage nach dem Gerät habe IDC trotz der allgemein negativen Vorzeichen dazu veranlasst, die Prognosen für den Notebook-Markt nach oben anzupassen.
IDC geht davon aus, dass andere PC-Hersteller auf den Erfolg des MacBook Neo reagieren werden. Erwartet werden neue Prozessorplattformen, effizientere Betriebssysteme sowie verstärkte Rabattaktionen und Sonderangebote. Vor allem günstigere Notebook-Klassen sollen dadurch vorerst konkurrenzfähig bleiben, obwohl die Produktionskosten steigen. Die neuen Googlebooks könnten ein erstes Vorzeichen auf kommende Entwicklungen sein.
Schlechte Karten für den klassischen PC-Markt
Generell sieht IDC die Marktentwicklung allerdings erstmal negativ. Im ersten Quartal 2026 hätten die weltweiten PC-Auslieferungen zwar zunächst noch um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Dieser Anstieg sei jedoch vor allem auf vorgezogene Käufe zurückzuführen. Verbraucher und Unternehmen hätten Geräte früher angeschafft, um möglichen Preissteigerungen und Lieferengpässen zuvorzukommen.
Für das Gesamtjahr rechne man inzwischen mit einem Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 11,3 Prozent. Im vierten Quartal könne der Rückgang im Jahresvergleich sogar bei 20 Prozent liegen. Zugleich rechnet IDC für 2026 mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 17 Prozent.

Ich glaube, dass ein erheblicher Teil des Mac Umsatzes bzw. des Wachstums, nicht nur dem Neo geschuldet ist. Da man auf Macs aufgrund der guten Speicherbandbreite sehr gut lokale KI-Modelle einsetzen kann. Dann benötigen man auch viel RAM also wird nicht zum Einstiegsmodell gegriffen. Ich habe zwei MacBooks und bin auch am überlegen, ob ich mir ein Mac Studio als HomeServer hole…
Macs (Speicherbandbreite Beispiele):
– MacBook Pro (M1 Pro): 200 GB/s
– MacBook Pro (M5 Pro): 307 GB/s
– MacBook Pro (M5 Max): 614 GB/s
– Mac Studio (M4 Max): 410 oder 546 GB/s
– Mac Studio (M3 Ultra): 819 GB/s
Weitere Beispiele:
– Windows Laptop (DDR5 dual Channel): 89,6 GB/s
– Nvidia RTX 3090 (Sep. 2020): 936 GB/s
– Nvidia RTX 4090 (Okt. 2022): 1008 GB/s
– Nvidia RTX 5090 (Jan. 2025): 1.792 GB/s
Was Apples Party etwas „versauen“ könnte ist die Ankündigung der „Nvidia Sparks“ im Laptop und Desktop Bereich. Ich hoffe, das dadurch mehr Wettbewerb in den Markt kommt und Apple endlich mal einen M5 Max und einen M5 Ultra Chip rausbringt.
Das MacBook Neo war ( und ist ) ein starker Schachzug von Apple. Ich behaupte mal, dass sie mit dem Erfog nicht gerechnet haben. Ich glaube nicht, dass ein „Klapp-iPhone“ oder eine Smart-Glases Brille den Erfolg toppen kann.