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Radio Shorties wenig attraktiv

Onlineradio auf HomePod: Abo-App soll Funktionslücke schließen

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Die Tatsache, dass Apple seinen Sonos-Konkurrenten, den 350 Euro teuren HomePod, ohne Line-In-Buchse und ohne Bluetooth-Konnektivität (zumindest in Sachen Audio-Übertragung) auf den Markt geworfen hat, hätten wir Cupertino noch durchgehen lassen. Warum Apple jedoch auf die Integration einer Onlineradio-Unterstützung verzichtet hat, verstehen wir bis heute nicht.

Shorties

Ein Radio-Feature hätte Apple fast nichts gekostet, die hastig und in Teilen unfertig auf den Markt geschobene Box aber enorm aufgewertet.

Nicht zuletzt, da der HomePod so auch bei vorübergehenden Abo-Pausen des persönlichen Apple Music-Zugangs nicht andauern auf eine AirPlay-Quelle angewiesen gewesen wäre.

Für Anwender die, wie wir, zudem lieb gewonnene Sendungen auf Swissgroove, dem Deutschlandfunk und ByteFM mitverfolgen wollen, disqualifiziert die Einschränkung den HomePod sofort.

Zu wenig: Sprachkomfort für 2 Euro pro Monat

Nun haben sich deutsche Entwickler dem Thema Onlineradio auf dem HomePod gewidmet. Das Ergebnis, die iPhone-App Radio Shorties, überzeugt uns nicht.

So setzt die Abo-Anwendung ein stets aktives iPhone im gleichen Netzwerk voraus, um HomePod-Besitzern zu ermöglichen Radiosender per Sprachbefehl zu starten.

Kisskiss

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann seine Radiostationen natürlich auch einfach per AirPlay an die Apple-Lautsprecher streamen. Radio Shorties punktet hier lediglich mit einer tiefen Siri-Integration, die den Aufruf der Radiostation über den HomePod selbst ermöglicht und so vielleicht einen Millimeter komfortabler als die AirPlay-Variante ist.

Dafür jedoch Abo-Kosten in Höhe von 2 Euro pro Monat anzusetzen finden wir wenig attraktiv.

Montag, 08. Okt 2018, 18:19 Uhr — Nicolas
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  • Also ich würde einfach mal behaupten, dass die Personen, die eine Radio App für den HomePod fordern, das Produkt nicht verstanden haben.

    • Dann erkläre doch mal warum es keinen Sinn macht?

    • Musik hören mit einer Box… ist das nicht das Ziel?

    • bitte erkläre es uns.

      Ich habe mehrere SONOS Lautsprecher und mehrere Menschen (mit unterschiedlichen Audio-Gewohnheiten) im Haushalt. Da kommt es durchaus mal vor, dass ich über Apple Music ein Album streame, und eine andere Person einen lokalen Radiosender anhört.

      Also, wie siehst du das?

    • Der HomePod kam als Smarter Lautsprecher auf den Markt, als Konkurrenz zum Echo, zumindest war das Bild vom Echo im Vergleich mit dem HomePod auf der Keynote zu sehen, es ist nur logisch dass jeder der das gesehen hat und die Echos kennt, zumindest ein kostenlosen Dienst in Form eines Radios erwarten darf. Was ist daran so schwer zu verstehen, dass ich als Apple Nutzer nicht nur eine Apple Musik Jukebox erwarte? Der Amazon Echo hat mittlerweile sogar mehrere kostenlose Radioskill am Start. Wenn ich einen reinen AirPlay Lautsprecher hätte nur erwarten sollen, warum dann das Bild und der Vergleich mit dem Echo auf der Keynote? Anscheinend habe ich das Produkt tatsächlich nicht verstanden, ich habe nämlich bis heute noch keinen gekauft, dass was der HomePod derzeit ist kann ich auch wunderbar mit meinen vorhandenen Bluetooth Lautsprechern bewerkstelligen, der HomePod bietet im Vergleich null Mehrwert. Ohne Radio wird es in unserem Haushalt keine HomePods geben! Mal sehen ob der HomePod 2 einen Radio beinhalten wird, bisher hat Apple eigentlich immer die zweite Version verbessert und das was in der ersten Serie vermisst wurde, kam in der Version 2. Das iPad 1 hatte zum Beispiel keinerlei Kamera.

    • Oh man… logisches denken. Der HomePod ist dafür da, um Kunden an Apple Music zu binden.

  • Die App ist kostenlos aber ohne Abo zu nichts zu gebrauchen. Da Webradios kostenlos sind finde ich ein Abomodel fuer die App nicht so schoen. Die App braucht man 5min zum einrichten und dann nur noch als Gate zu den Radios. Dafür jeden Monat Geld zu bezahlen, naja.

  • Das Ding kann nicht mal Radio abspielen – hahaha wie geil. „Its a feature, not a bug“ – am besten nochmal 200€ teurer machen. Ich kann es heute kaum noch fassen, dass ich dieser Firma mal so viel Geld in den Rachen geworfen habe. Aber to each their own – enjoy.

  • Der Umweg über das Wiedergabe-Shortcut ist leider die einzige Möglichkeit, die Apple uns momentan bietet, um den HomePod für alternative Wiedergabequellen halbwegs intuitiv zu nutzen. Ich kann wirklich nur hoffen, dass inzwischen schon an AirPlay 3 gearbeitet wird, womit wir dann vielleicht endlich alternative Quellen an den HomePod oder das Apple TV durchreichen können ohne dafür die Akkuladung im iPhone opfern zu müssen.

    Mir ist aber wiederum auch ein großes Rätsel, warum TuneIn das entsprechende Shortcut bis heute nicht anbietet. Daher bin ich den Entwicklern der vorgestellten App zumindest schon mal dankbar, dass sie der Konkurrenz schon mal vorführen wie das aussehen könnte.

    • Wird Musik über Apple Music per AirPlay an den HomePod gestreamt läuft der Download dieser nicht mehr über das iPhone sondern nativ auf dem pod
      Akku Verbrauch zumindest in dem Fall nicht größer

  • Bin so froh auf Sonos gesetzt zu haben. Mit iobroker in Homekit eingebunden und nun per Siri steuern was ich will (Radiosender, Playlisten, Alben). Dafür müssen zuvor kleine Skripte geschrieben werden, aber dann sind dem keine Grenzen gesetzt in Form von Szenen oder Routinen. Habs sogar geschafft die Sonos Boxen über meine smarten Glasschalter zu steuern. Das ist mal Amazing. Wäre mit Homepod selbst in 20 Jahren undenkbar. Apple könnte mir einen gefallen tun, und kleine Speaker a la Echo Dot herausbringen, denn bis das iPhone reagiert bzw. erst rausholen zu müssen für Siri nervt schon.

    • ich habe noch Sonos PLAY1 und Play3, noch die älteren Versionen WLAN via Bridge – echt Mist. Nur Probleme mit dem Empfang, häufig werden die Lautsprecher in der Sonos App nicht gefunden und man muss sie jedesmal neu installieren. Da konnte auch der freundliche Support von SONOS nicht helfen. Jetzt habe ich den HomePod für die Player3 eingesetzt und kann wieder problemlos meine Musik hören, selbst Radio, allerdings nicht über SIRI, sondern via Airplay, aber immer noch einfacher und schneller als div. Versuche über Sonos. Play1 mit Alexa für die Küche, wobei Alexa zz noch intelligenter als Siri ist und sie findet auch meine Radiosender :-) Und bin froh, dass ich mich von Sonos getrennt habe.

  • Der Entwickler hat sich schon bei Reddit keine Freunde gemacht, als er im Sub /r/shortcuts für seine App versteckte Werbung gemacht hat.

  • Das gibt uns natürlich schon irgendwie zu denken… aber das ganze mal aus der Entwickler-Perspektive betrachtet:

    Was denkt ihr braucht ein durchschnittlicher Entwickler um so eine App zu entwickeln? Sagen wir einfach mal ~2.5 Monate Arbeitszeit. Dazu benötigt er teure Hardware (MacBook, Entwicklungsgeräte zum Testen etc.), Software usw. Weiterhin fließen Geld in Übersetzungen, Grafiker sowie in Werbung. Bis so eine App letztendlich für die Nutzer im Store zur Verfügung steht, geht ein Entwickler gut und gerne 10.000€ oder mehr in Vorkasse..

    Um diese initialen Entwicklungskosten wirtschaftlich zu machen benötigen wir schon einige Abos / Käufe. Weitere Updates und Features sowie Systemanpassungen bei iOS-Updates müssen stets nachgereicht werden. Hier multiplizieren sich obige Kosten schnell um ein Vielfaches auf…

    Die App ist speziell für eine Nischenzielgruppe entwickelt, denen wie auch uns (bei einem 350€-Gerät) diese Kernfunktion von Herzen gefehlt hat. Wem diese Erweiterung und der entsprechende Komfort ~70ct / Monat wert sind darf uns gerne unterstützen :) An alle anderen sei gesagt: es tut uns leid, kostenlos hätten wir es auch gern gemacht, aber dazu fehlt uns das nötige „Kleingeld“..

  • Das gibt uns natürlich schon irgendwie zu denken… aber das ganze mal aus der Entwickler-Perspektive betrachtet:

    Was denkt ihr braucht ein durchschnittlicher Entwickler um so eine App zu entwickeln? Sagen wir einfach mal ~2.5 Monate Arbeitszeit. Dazu benötigt er teure Hardware (MacBook, Entwicklungsgeräte zum Testen etc.), Software usw. Weiterhin fließen Geld in Übersetzungen, Grafiker sowie in Werbung. Bis so eine App letztendlich für die Nutzer im Store zur Verfügung steht, geht ein Entwickler gut und gerne 10.000€ oder mehr in Vorkasse..

    Um diese initialen Entwicklungskosten wirtschaftlich zu machen benötigen wir schon einige Abos / Käufe. Weitere Updates und Features sowie Systemanpassungen bei iOS-Updates müssen stets nachgereicht werden. Hier multiplizieren sich obige Kosten schnell um ein Vielfaches auf…

    Die App ist speziell für eine Nischenzielgruppe entwickelt, denen wie auch uns (bei einem 350€-Gerät) diese Kernfunktion von Herzen gefehlt hat. Wem diese Erweiterung und der entsprechende Komfort ~70ct / Monat wert sind darf uns gerne unterstützen :)

    An alle anderen sei gesagt: es tut uns leid, kostenlos hätten wir es auch gern gemacht, aber dazu fehlt uns das nötige „Kleingeld“..

    • Es ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber in dem Fall würde ich mich gegen ein Investment von 10K Vorauskasse entscheiden.
      Die Gefahr ist doch real, dass entweder Apple in einem Update erlaubt, Radiosender zu streamen. Oder dass ein großer Anbieter wie TuneIN oder Radio.de usw. entscheidet, die Funktion zu Integrieren. Anbieter, die andere Erlösmodelle haben.

      Daher ist es – aus meiner entfernten Sicht – vielleicht eine unternehmerische Fehlentscheidung?

      • Wie soll das denn gehen das tunein die Funktion bringt wenn Apple das nicht möchte ?

      • TuneIn, Radio.de oder Radioplayer könnten einfach selbst eine Unterstützung für Siri Shortcuts liefern. Die habe andere Finanzierungsmodelle, wie Werbung und Gelder von den Radiosendern, usw., die müssen sich das nicht vom Kunden bezahlen lassen.
        Und wenn das der Fall ist, wird kaum noch einer 2€ im Monat oder auch nur 70ct bezahlen, wenn es mit einer anderen App kostenlos geht, und dann sind die 10.000 Euro Investitionen weg, wenn man die nicht schnell genug eingenommen hat, bevor die Konkurrenz nachzieht.

    • Geld für Werbung? Wo? Auf Reddit? :D

    • Ich kann eure Rechnung nicht nachvollziehen. Die App sieht weder Mega komplex aus noch so als würde irgendjemand das hauptberuflich machen. Und die Hardware wurde sicherlich nicht nur zu dem Zweck gekauft.
      Es gibt Apps welche einen kontinuierlichen Service bieten (stets neue Funktionen oder hohe Serverkosten) welche ein Abosystem rechtfertigen. Die oben genannte App hingegen nutzt vorhandene Infrastruktur und bietet eine Hauptfunktion welche nur schwer skalierbar ist. Für den Nutzer fühlt sich ein Abosystem gelinde gesagt sie Betrug an.
      Ich warte auch auf eine solche Funktion und wäre bereit einen fairen App preis zu zahlen. Aber jeden Monat dafür zu zahlen das ihr einfach nur eine Brücke zum HomePod entwickelt habt (haben andere auch, diese Overcast) ist frech.

  • Ich brauche auch NDR2 auf dem HomePod ohne extra Gerät… Habe das auch schon an Apple gemeldet.
    Wir hören gern einfach mal nur Radio ohne Playlisten…

    So wird er nur im Büro zum streamen verwendet. Leider… Tolle Box mit gutem Sound, aber eben nur als Airplay Gerät.

  • nun sagt schlicht…. „Hey SIRI, spiel Deutschlandfunk“ und ihr hört Radio, ohne Unterbrechung. Leider kann man über den HomePod nur Radiosender abspielen, die vorwiegend Nachrichtensender sind, wie BBC Worldservice, Bloomberg oder eben Deutschlandfunk.
    Habt ihr da genügend recherchiert?

    • Eben, Deutschlandfunk ist einer der Radiostationen von Apple Music. Wobei sie ja von einer „vorübergehenden Abo-Pausen des persönlichen Apple Music-Zugangs“ schreiben, aber das ist natürlich Unsinn. Ein HomePod macht ohne Apple Music keinen Sinn

  • Im Jahresabonnement sind es nur noch €8,49 – also €0,71 pro Monat!

  • Eine Einmalzahlung von sagen wir mal €5 und gut is.
    Da hätte ich gerne mitgemacht.
    Aber so leider nich…

  • Ich habe meinen HomePod zurück geschickt da mir unteranderem diese Funktion fehlte. Abos finde ich erstmal ok, wenn ich die App oft nutze oder sie einen Mehrwert bringen. Hier sehe ich jedoch das Problem, dass ich die App ja nur zur Einrichtung sehe und danach nicht mehr. Sprich es fehlt mir der Bezug, denn nach 2 Tagen habe ich den Namen der App längst vergessen wenn ich „Spiele xyz“ sage. Einmalig hätte ich nach einem kostenlosen Test locker 10€ für die Funktion bezahlt, oder x€ für jeden Radioslot.

    Generell finde ich es immer gut wenn Entwickler sich trauen so etwas zu machen und mit den Nutzern kommunizieren. Wenn man sich jedoch zu oft erklären muss ist das kein Ausdruck für ein schlechtes Produkt sondern meist das man das Nutzerverhalten falsch einschätzt.

    Finde die Idee der App super und wünsche das es sich rechnet, wenn nicht muss der Entwickler den Vertrieb überdenken.

  • 8,50€ im Jahr wäre mir die Funktion wert, funktioniert aber anscheinend nur wenn man (a) persönliche Anfragen aktiviert hat und (b) das iPhone ganz nah am HomePod ist. Ist mir dafür zu anstrengend und dann nur begrenzt hilfeeich

  • Hallo …
    danke der erneuten Nachfrage! Nein, leider gibt es zu den Siri-Kurzbefehlen nichts neues. Ich lege es den Kollegen nochmal vor.
    Wenn du weitere Vorschläge oder Wünsche hast, schreib gern.
    Beste Grüße
    Sandra und der Rest des radio.de Teams

    Das ist die Antwort die ich bekommen haben von Radio.de

  • Marco Zimmermann

    Also ich denke nicht das TuneIn do schnell nachziehen wird, da sie in der kostenlosen Version auf Werbung setzen und wollen das du diese in der App auch siehst und nicht die App einfach im Hintergrund startet so wie es gedacht ist wenn man Shortcuts für Siri nutzen möchte. Das wird TuneIn dann auch nur in ihrer pro Version integrieren dann denke ich. Deswegen finde ich es nicht verkehrt Shorties auch zu bezahlen.

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