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16 geprüfte Geräte

Niedersachsens Datenschutzbehörde: Wearables besorgniserregend

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Barbara Thiel, Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen, meldet sich nach einer groß angelegten Wearables-Prüfung ihrer Behörde mit einer klar formulierte Pressemitteilung zu Wort: „Kein Gerät erfüllt die datenschutzrechtlichen Anforderungen“.

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Im Rahmen einer deutschlandweiten Prüfaktion hatte sich die Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen mit sechs weiteren Datenschutz-Aufsichtsbehörden kooperiert und 16 Wearables und Smart Watches mit Gesundheitsfunktionen geprüft. Das Ergebnis sei besorgniserregend: Kein Gerät erfüllt vollständig die datenschutzrechtlichen Anforderungen.

Wie die Behörde mitteilt habe man die Geräte unter Laborbedingungen geprüft und hier insbesondere die Datenflüsse an die zumeist in den USA platzierte Hersteller-Server analysiert.

Die Prüfung ergab, dass fast alle Hersteller und Betreiber so genannte Tracking-Tools US-amerikanischer Unternehmen einsetzen und damit Programme nutzen, mit denen sie das Nutzerverhalten nachvollziehen können. […] Zwar sind die einzelnen Informationen wie Körpergewicht, zurückgelegte Schritte, Herzfrequenz oder Dauer des Schlafes für sich betrachtet oft wenig aussagekräftig. Aufgrund der Fülle der über einen längeren Zeitraum erfassten Daten und der möglichen Verknüpfung mit Standortdaten entsteht aber ein erstaunlich präzises Bild über den Gesundheitszustand und über den Tagesablauf der Nutzer.

Zwar geht aus der Meldung nicht hervor, welche Hersteller und Geräte-Typen überprüft wurden, die 16 untersuchten Geräte sollen jedoch ca. 70% des deutschen Marktes abdecken. Nun sollen die Datenschutz-Aufsichtsbehörden im Rahmen ihrer Zuständigkeiten an die Hersteller herantreten und diese auffordern, die Mängel zu beseitigen.

Montag, 05. Dez 2016, 17:08 Uhr — Nicolas
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  • Besorgniserregend ist die jahrelange Ignoranz gegenüber der digitalen Entwicklung und das verschlafen des Internets was die staatlichen Instanzen so an den Tag legen.

  • Wäre gut zu wissen welche Geräte sie überprüft haben.

  • Sagt mir das der Staat, der gerade 180 Mio € investiert um meine Kommunikation per WhatsApp &Co. mitlesen zu können?

    • Wer WhatsApp nutzt, der macht sich über Datenschutz ohnehin keine Gedanken!

      • Ist das so. *rolleyes*
        Nun, als jemand, der Datenschutz und Abhörsicherheit sehr ernst nimmt, hast du dein iPhone sicher schon im Keller eingelagert, richtig? https://www.wired.com/2016/11/great-now-even-headphones-can-spy/ Und selbstverständlich nutzt du – man ist ja schließlich konsequent – auch keine USB-Devices mehr. :)

      • Ich kann nicht nicht erinnern von Abhörsicherheit gesprochen zu haben! Ich wollte nur darauf hinweisen, dass whatsapp nicht unbedingt vorbildlich ist, was den Datenschutz betrifft! Eine App die sich ohne vollständige Adressbuchfreigabe nicht installieren lässt und die sich im Besitz von Facebook betrifft werde ich nicht installieren, auch wenn sie noch so weit verbreitet ist. Aber das muss jeder selbst wissen.

    • Nein um deine oder meine Kommunikation geht es sicher nicht. Das mag nun schade für dich sein, stehst du doch gerne im Mittelpunkt, aber so ist es nun mal.
      Dass wir nicht im Mittelpunkt stehen liegt aber sicher auch an den zu geringen Möglichkeiten unserer Geheimdienste.
      Und dennoch sollten sie genau das tun, was ihr Name aussagt: geheimes Zeugs.
      Und hätten sie geheimes Zeugs getan, wüsste irgend ein EU Politiker was über Trump (nur als Beispiel), aber sie dürfen ja nicht mal ihren Job tun, ohne dass sich jemand persönlich angepisst fühlt.

      • Das ist ganz schön wirres Zugs was du da von dir gibst…

      • Wirres Zeug ist ja noch milde ausgedrückt. Überwachung dient im allgemeinen zur Kontrolle der Gesellschaft und im speziellen zur Erlangung von Informationen über bestimmte ausgesuchte Organisationen oder Einzelpersonen an wichtigen Stellen einer Organisation (Firmen, NGOs, Regierungen und sonstiges).

  • Mich würde auch interessieren was alles in den billig-Kunststoffen steckt…

  • Das iPhone auf dem Bild wiegt 54,3 kg ;)

  • Sry wer nicht weiß, dass die Benutzerdaten weitergegeben werden, dem kann man auch nicht helfen. Es sollte mittlerweile eigentlich jeder wissen dass unser Konsumverhalten ausspioniert wird. Traurig aber wahr. Wer das nicht möchte, sollte darauf verzichten so etwas zu benutzen.

  • Es ist immer wieder erstaunlich wie „heiß“ plötzlich irgend welche Dinge werden nach dem sie jahrelang bei sperrangelweiten Scheunentoren ignoriert und elegant ausgesessen wurden. Klasse..

    Einmal 100 Punkt mehr für das nicht agieren.

    Das Internet ist nicht freundlich und das war es auch noch nie.

    Deutsch: Die Sau die am Trog sitzt, frisst auch…

  • Was soll diese schwa******ige Aussage? Für den Datenschutz von Geräten der Privatanbieter sind diese verantwortlich und nicht irgendwelche „staatliche Stellen“. Im Datenschutzgesetz stehen so viele schöne Dinge, die sowohl von internationalen Unternehmen unterlaufen werden, als auch vom Nutzer, dem das gedankenlose Senden der Daten über den Großen Teich vollkommen beliebig ist. Falls du noch Stichpunkte brauchst: Facebook, Adressbücher für WhatsApp, Google.

    Hirn einschalten vorm Tippen. Hätte man Möglichkeiten zum Unterbinden gefunden, wäre außerdem das Geschrei groß: Deutschland verbietet Google, Facebook usw.

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