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Wirksame Altersüberprüfung bis 2024

Nicht nur Chatkontrollen: EU plant Altersüberprüfung im Web

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98 Kommentare 98

Seit der Wochenmitte lassen sich die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Überwachung und schärferen Kontrolle von Online-Inhalten im Netz einsehen. Unter der Überschrift „EU-Strategie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern in der Online-Welt“ skizziert der Entwurf des neuen Regelwerkes eine Vielzahl von Eingriffen, die nach Angaben der verantwortlichen Kommissare dafür sorgen sollen, dass jedes Kind im Internet geschützt, befähigt und geachtet wird.

Kinder Steinar Engeland GwVmBgpP PQ Unsplash 1500

Chatkontrollen nur ein Baustein von vielen

Unter anderem hat die EU-Kommission die Überprüfung von Textnachrichten auf Messenger-Plattformen, sozialen Netzwerken und in Chats auf verdächtige Inhalte hin vorgeschlagen. Bei den sogenannten Chatkontrollen sollen intelligente Algorithmen die automatisierte Erkennung von „Grooming“ übernehmen, also der gezielten Kontaktaufnahme von Erwachsenen mit Minderjährigen in Missbrauchsabsicht. Schlägt das Frühwarnsystem an, könnten menschliche Strafverfolger die Dienste-Betreiber zur Herausgabe verdächtiger Inhalte auffordern.

Doch nicht nur der prüfende Blick auf private Inhalte ist geplant, der Europäischen Kommission schwebt auch die Einführung einer wirksamen Altersüberprüfung vor, die Kindern den Zugang zu „ungeeigneten Inhalten“ erschweren soll. Die Kommission führt hier unter anderem die Themenbereiche Selbstverletzung, Pornografie und Essstörungen an.

Wirksame Altersüberprüfung bis 2024

Damit diese nicht mehr ohne Weiteres zugänglich sind, soll eine „europäische Norm für die Altersüberprüfung“ erarbeitet werden, die ihrerseits in das Europäische Wallte, die sogenannte EUid-Brieftasche, integriert werden soll:

Die Kommission wird mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten und sie dazu ermuntern, elektronische Identitätsnachweise für Minderjährige unter 18 Jahren auszustellen, um wirksame Methoden zur Altersüberprüfung zu stärken. Dies würde einen EU-weit anerkannten Altersnachweis „unter oder über Alter X“ auf der Grundlage des Geburtsdatums in einer Weise ermöglichen, bei der die Privatsphäre gewahrt und sicher geschützt bleibt.

Der Normungsauftrag zur Erstellung eines europäischen Standards zur Altersfeststellung und Altersüberprüfung soll bis 2024 erteilt werden. Zudem hat sich die Kommission verpflichtet im Rahmen der eID-Initiative die Entwicklung eines EU-weit anerkannten Altersnachweises voranzutreiben.

13. Mai 2022 um 10:09 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Wie soll das funktionieren, wenn eine End to End Encryption vorliegt?

  • Seit die „Was ist ein Browser“-Politiker das Internet entdeckt haben, stirbt es.
    Man hätte das Deppen-Internet (WWW) nie einführen dürfen.
    Seit dem hat auch die Werbeindustrie ihre schmutzigen Finger drauf.
    Wir benötigen was Neues….

  • Inteligente Bots, wenn nicht ernsthaft da ein clown säße und den kram glauben würde wärs zum lachen.

  • Das ist alles sehr bedenklich.
    Klar das Internet ist kein Rechtsfreierraum.
    Aber das was da geplant ist, ist einfach nur sowas von gegen Persönlichkeitsrechte und freies Internet…

    • Das freie Internet gibt es seit der Hochkommerzialisierung von Google, Facebook und Co. nicht mehr. Diese Konzerne kontrollieren das Internet nach ihren Regeln – nach den Regeln des Geldes. Schau Dir mal sämtliche Google-Produkte an.

    • Es gibt kein „freies Internet“. Wie alle anderen Sachen auch unterliegt es einer rechtlichen und rechtswirksamen Kontrolle.

      Die Grenzen dieser Kontrollen finden sich jedoch im Recht auf Anonymität in der Öffentlichkeit.

      Das bedeutet jedoch ebenfalls nicht, dass jeder ungeahndet im Internet tun und lassen könnte, was er will.

      Eine funktionierende Alterskontrolle ist demnach legitim und legal, jedoch keine Verbindung zwischen dem Altersnachweis und was man damit als Nutzer im Netz macht. Niemand sollte wissen, ob ich mit dem Altersnachweis Online Casinos besuche oder altersbeschränkte Filme anschaue.

    • Nein, Kinder müssen vor schlimmen Inhalten und vor sexuellen Angriffen besser oder überhaupt geschützt sein. Momentan ist im offene Internet zu viel Schmutz zugänglich. Seit wir eine Einführung hierzu von der Grundschule unserer Tochter erhalten haben, sind wir echt aufgewacht. Selbst in Youtube kann man mit bestimmen Suchwörtern sehr Zerstörerisches finden.

      • Zum Schutze der Kinder? Da wird keiner „Nein“ sagen. In China macht man es zum Schutz der „Gesellschaft, der Kinder, des Landes, des Kommunismus, etc.“, alles zum Wohl der Bürger. Nur die etwas zu verbergen haben, machen sich Sorgen!

        Ach ja, der Beitrag kann Ironie enthalten.

      • Das ist alles richtig. Verschlüsselung bei InstantMessengern dafür zu verbieten ist aber nicht die Lösung.

      • Wow, das ist deine Aufgabe dafür zu sorgen das dein Kind sich nicht den Dreck anguckt.
        Nach den Kinderzeugen hört die Verantwortung nicht auf.
        Auch vor 30 Jahren gab es schon dreck im Fernsehen oder in der Zeitung usw.
        man muss sein Kind halt auch ein wenig auf das älter werden vorbereiten und nicht alles auf andere abwälzen.
        UND JA, ich bin selber Vater und will das mein Kind vernünftig groß wird.

      • Doch, denn der Schutz der Kinder ist in allererster Linie die Aufgabe der Eltern.

        Demzufolge muss man sich auch darum kümmern, dazu gehört u.a. Kommunikation, Aufklärung, technische Hilfsmittel, aber auch klare Regeln der Nutzung bzw. Anwendung.

        Man kann nicht global alles verbieten, was Kindern schadet, dass ist unmöglich.

      • Alice O'Melleth

        +1

      • Geht uns genauso. 
        Aufklärung ist nur ein Bestandteil, kann jedoch nicht alles leisten.
        Einfach mal Schulkinder im Straßenverkehr nach der Schule beobachten. Sie kennen die Gefahren, sind darin geschult, die Autos/LKWs und Busse sichtbar. jedoch kommt es immer wieder zu Unfällen durch Kinder. Daher liegt die Verantwortung bei den anderen Verkehrsteilnehmern defensiv zu agieren, um Fehler bzw. Fehlverhalten kompensieren zu können.
        Und ab hier habe ich auch noch keine Idee, wie das ins Internet übertragbar wäre. Wie Freiheitsrechte, Sicherheitsrechte und Persönlichkeitsrechte im Internet miteinander vereinbart werden können. In Straßenverkehr durch fehlertolerante Infrastruktur, aber im Internet? Irgendwie gibt es immer nur die Argumentation, alles offen, alles überwachen. Am besten Kinder Zuhause einsperren, nur Home-Schooling, damit die Erwachsenen mit 80 durch Wohngebiete ballern können. Die Idee würde niemand Vorschlagen, weil es augenscheinlich ist, wie idiotisch der Vorschlag ist.

      • Genau das! Die Leute haben keine Ahnung und vor allem selber kleine Kinder anscheinend.

      • Die kinder dann vielleicht nicht alleine ins Internet lassen und beibringen was sie im internet zu tun und lassen haben ist keine Option? Man lässt sie ja schließlich auch nicht alleine durch die Großstadt ziehen

      • Vielleicht sollte man seine Kinder erst gar nicht ins Internet lassen, bevor man ständig meckert wie beschissen es ist.

      • Keule das ist dein Job!

      • @balta

        Und wer’s nicht packt.. da schlägt dann halt Davin zu. Und?

        Ich muss doch nun nicht die ganze Welt, nach den Dümmsten dieser Welt ausrichten.

        Und um es klar zu stellen damit meine ich nicht Kinder, sondern zu dummen Kinder.
        (auch wenn viele Gutmenschen in Dt. das gerne so machen würden)

      • Leute, es geht hier um Alterskontrolle, nicht um Internet-Zensur. Anscheinend hat die Schnappatmung bei einigen Kommentatoren den Blutsauerstoff zu sehr abfallen lassen. Führt zu kognitiven Problemen.

      • …ist die ich bringe meine Kinder in die Kita Anschauung.

        Warum selbst kümmern der Staat soll das doch bitte tun – dann krakelen aber wir sing doch die Eltern.

        Wir haben 5 Kinder ich weiß wovon ich rede.

        Meine Kinder dürfen ohne Aufsicht nicht ins Internet. Genausowenig wie ich ihnen Fernsehen erlauben würde, so wir denn einen hätten.

        Ist halt blöööd, wenn man sich kümmern muss.

      • „meine Kinder dürfen ohne Aufsicht nicht ins Internet“? Selten so gelacht. Sobald ein Smartphone außerhalb von zu Hause ins Netz geht, gibt es keine Kontrolle mehr. Und wer kann seinen Kindern ab 10-12 Jahren noch ein Smartphone verbieten? Es geht also nicht um die Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern sollen (das machen die meisten), sondern um die Gesellschaft, ihren Nachwuchs wenigstens vor dem fiesesten frei zugänglichen Internetcontent zu schützen.

      • So wie in jeder öffentlichen Bibliothek ebenfalls

      • Kannst ja mal in google paar Keywords Eingeben und schauen was man da ohne große Mühe an Hardcore P**** bekommt. Ich finde das kacke…

      • Kluge Sprüche. Wenn man etwas weiter denkt: ich kann so viel sperren wie es geht, selbst Google müsste man sperren, weil man über dessen Suche so leicht Hardcore P***** finden kann. Aber selbst das hilft dann nicht, wenn der Kumpel dann wieder freies Internet hat, weil sich dessen Eltern sich n Dreck scheren.

        Du kannst dein Kind nicht 100% im Internet schützen…

  • thomas brinkmann

    chatkontrolle ?
    was für eine unsägliche verharmlosung !

    Datenschützer, Bürgerrechtler und Forscher protestieren seit Monaten gegen das am Mittwoch vorgestellte Vorhaben, das Teil der “EU-Strategie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern in der Online-Welt” ist. Die Vorstellung, dass die private Kommunikation der mehreren hundert Millionen EU-Bürger “wahllos und generell rund um die Uhr gescannt wird, ist beispiellos”, hatte Ella Jakubowska, politische Beraterin bei der Bürgerrechtsorganisation European Digital Rights (EDRi), zu bedenken gegeben.
    Quelle: Heise Online

    • Weniger Verharmlosung und mehr zusammenfassende Bezeichnung, um ein Schlagwort zu haben, auf das sich bei Folgemeldungen referenzierten lässt. Wenn ich das richtig sehe, dann verwendet dies selbst die von dir verlinkte Webseite. „Chatkontrolle“ ist damit etwa eine prägnante Vereinfachung wie „Staatstrojaner“ u.ä.

    • Beispiellos in der EU. In den USA, Russland, Südkora, Japan und China schon längst Realität. Selbst Australien hat diese Möglichkeiten… die Frau scheint ja echt eine Expertin zu sein.

  • Dieses bescheuerte Totschlagargument „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“ – ist es auch nicht. Was im realen Leben verboten ist, dass ist auch im Internet verboten. Punkt.

    Aber was sich die Strafverfolger hier herausnehmen (wollen), wäre im realen Leben gar nicht denkbar. Totalüberwachung, Generalverdacht, Auflösung des Briefgeheimnis, etc. pp. Diese Pendants gibt es im realen Leben aus guten Gründen nicht, sollen im Internet aber, da technisch möglich, eingeführt werden.

    In meinen Augen wird hier der rechtsfreier Raum durch Strafverfolgungsbehörden erst geschaffen. Vielleicht sollten die Damen und Herren sich mal daran erinnern, dass sie ebenfalls dem Gesetz unterliegen.

    • Alles valide Argumente. Wie sieht also Dein Vorschlag zur Problemlösung aus?

      • Er hat keinen. Genauso wenig wie alle anderen „freies Internet“ Marktschreier. Das ist wie die Unterzeichner des Schwarzer Pazifisten Briefes. Keine Lösungsansätze aber laut schreien um den Status Quo für sich selber zu behalten auf Kosten schwächerer.

      • Welches Problem? Ich sehe keins. Ich muß mir (als Nichtraucher) auch immer die Ekel-Bilder auf den Tabak-Verpackungen im Supermarkt anschauen und könnte kotzen. Viele wissen, daß Rauchen schädlich bis tödlich ist, tun es aber trotzdem. Auch mit diesen Ekel-Bildern. Ich könnt da jedenfalls beim Einkaufen kotzen.
        Oder das dämliche Einblenden von den Cookie-Bannern, das nervt ohne Ende. Hat es was geändert? nein.
        Wieso soll die totale Überwachung was gegen Pornografie sein? Wie soll man damit seine Kinder schützen können? Vielleicht sollten sich die Eltern mal an die Nase fassen und aufpassen, was die Kleinen so im Internet tun. Es gibt da genug Mittel, die man nutzen kann. Z. B. bietet die Fritzbox schon mal eine Grundlage für Filterung. Dann könnte man mit dem Pi-Hole und Filter-Listen entgegenwirken. Oder man nutzt Firewall-Produkte (ich nutze z. B. Firewalla), mit denen man gezielter einsehen und filtern bzw. verbieten kann. Ich sehe da die Eltern mehr in der Pflicht, als eine generelle Alters-Kontrolle oder andere Filter bzw. Entschlüsselungs-Techniken.
        Da wird das Internet nur unsicherer (da nicht mehr vollflächig bzw. End-zu-End verschlüsselt). Außerdem verschwinden immer mehr Inhalte, weil diese und jene Regelung sich nicht ohne anwaltlichen Rückhalt betreiben läßt. Viele Hobby-Seiten sind seit dem Start der DSGVO verschwunden. Viele Foren haben geschlossen wegen Unsicherheit, es könnte ja jemand klagen.

        Laßt das Internet so, wie es ist. Es gibt ganz andere und von allen Dingen reale Probleme zu lösen in der heutigen Zeit. Mal zwei Stichworte: Corona, Ukraine. Wenn diese Punkte abgearbeitet sind, könnte sich jemand vielleicht mal um die Energieversorgung und die Energiepreise kümmern. Das sind alles ganz andere Prioritäten als so ein Käse wie Chatkontrollen und Altersüberprüfung.

      • Mal mit den Kindern reden, bevor die ins Internet gelassen werden?

      • Klar. Mal mit den Kindern reden bevor sie z.B. in Chaträumen oder Apps mit Chatfunktionen für Kinder von Erwachsenen sexuellen belästigt werden oder ihnen dort ungefragt dickpicks gesendet werden. Das sollte helfen. Als nächstes kommt man soll sich am besten 24/7 neben das Kind setzen und kontrollieren was sie da so machen. Genau wie draußen, da kann jeder kommen und hält ihnen ungefragt den Penis ins Gesicht. Ah ne halt, in der Realität trauen sich das dann doch weniger Leute…

      • Man könnte fast meinen, dass diejenigen, die „Verantwortung liegt bei den Eltern“ schreien, nie jung waren. Gerade das, was verboten oder als bedenklich bezeichnet wird, reizt.

        Ich habe bisher keine sinnvolle Alternative zu Sperren/Beschränkungen gehört. Leider fällt mir selbst das Ei des Kolumbus ein.

      • @Oskar: Lösungen gibt es viele, keine davon muss in einer staatlichen Überwachung enden. Dickpics werden aktuell schon auf vielen Seiten per Hash rausgefiltert ohne genauere Infos dazu zu sammeln. Chats mit unschönen Verläufen lassen sich mit einer richtigen Erziehung (erklär deinem Kind, dass es keine Angst haben muss mit dir über etwas zu reden. Gib ihm ein Gefühl der Sicherheit und erkläre, was bei Chats richtig ist und was nicht. Wenn „Laura“ aus Frankfurt, ein obenohne Bild möchte um zu sehen ob „ihr“ Körper richtig ist: Red flag, mit Sicherheit ein Grund den Chat zu beenden und mit den Eltern zu sprechen so dass es da angezeigt werden kann.) recht gut verhindern, die jetzigen Eltern sollten ja weiter sein als unsere Eltern damals als alles neu war. Das sind nur zwei grobe Beispiele wie man sowas angehen kann. Wenn du dein problem konkretisieret, kann man da aber bestimmt auch so noch eine Lösung finden die ohne voratsdatenspeicherung und staatliche Überwachung funktioniert.

    • Selbst das Briefgeheimnis ist nicht mehr vorhanden, da die Post Pakete und Briefe die „verdächtig“ erscheinend schon länger öffnen dürfen :)

      • Das Postgeheimnis war schon immer genau so eingeschränkt, denn es hat nie vor Geheimdiensten oder Strafverfolgern geschützt. Im Absatz 2 sind die entsprechenden Ausnahmen bzw. Einschränkungen vom Postgeheimnis geregelt.

  • Sehr gut so haben die Türsteher wenigstens auch Tagsüber was zu tun -> Du kommst hier ned rein.

    Haha

  • Es ist einfach richtig und wichtig die Anonymität im Internet aufzuheben. Jeder der hier was anderes sagt, versucht einfach mit irgendwelchen Nebelkerzen abzulenken. Mobbing, dickpicks, grooming, … wie genau wollt ihr dem Einhalt gebieten? Manchmal MUSS man eben gewisse Freiheiten opfern um das Gemeinwohl zu schützen. Oder wollt ihr weiter den wilden Westen im Netz?

    • Haben wir denn den wilden westen im netz?
      SPOILER: nein haben wir nicht. Und selbst wenn wäre das besser als Stasi 4.0!

    • So forderungen kommen auch nur von leuten die sich nicht mit der Kindererziehung auseinandersetzen wollen!

      • Ok. Dann erkläre mir mal genau, wie die Eltern ihre Erziehung gestalten können, wenn das Kind von Erwachsenen ungefragt z.B. Bilder der Genitalien im Lieblingsspiel mit Chatfunktion geschickt bekommt. Bin gespannt….

      • Welche Kindgerechten spiele lassen solche chats denn zu?
        abgesehen davon erklär deinem balg das es nur nachrichten öffen soll von leuten die es kennt!

      • Wer schon von Bälgern bei diesem Thema redet hat sich disqualifiziert überhaupt ernst genommen zu werden. Hast du Kinder? Dann erklär doch mal wie du ihnen den sicheren Umgang im Netz beigebracht hat hast.

      • Ja habe ich, die sind auch wohl erzogen.
        wie ich das gemacht habe kannst du hoffentlich ja aus meinen Kommentaren rauslesen. Außerdem meinte ich mit „deinem balg“ auch explizit deines. Denn die art wie du hier schreibst und verlangst dass sich die welt einschränken soll weil du kein bock auf Erziehung hast lässt tief blicke

      • Na wenn du die so erzogen hast, wie du dich hier präsentierst, also andere direkt persönlich anzugreifen anhand irgendwelcher subjektiven Wahrnehmungen dann kann ich mir vorstellen wie wohl geraten die sind :)

        Man kann Kindern viel erklären und erziehen aber vielleicht erinnerst du dich an deine Kindheit und Jugend. Also ich habe genauso versucht Grenzen auszutesten und regeln zu umgehen wie vermutlich jedes Kind. Nun sollte die Gesellschaft dafür Räume schaffen, dass das möglich ist ohne Unkalkulierbarkeit der Risiken.

        Der Staat muss regulierend eingreifen damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Was meinst du wieso z.B. Alkopops in den 00er Jahren verboten wurden bzw. Alkoholabgabe an Uhrzeiten und immer strengere Altersgrenzen gebunden wurde. Als kleines Beispiel für dich.

      • Du solltest wirklich mehr Elternratgeber lesen und dich um dein Kind kümmern, statt gequirlten Bullshit von dir zu geben.
        Die Einschränkungen des Staats haben inwiefern geholfen? Ist ja nicht so, das man einen volljährigen vorschicken kann.
        Das kriegst du nur ausgemerzt mit Kindererziehung, zu der du aber wahrscheinlich keine Lust hast.

      • Genau, ich habe keine Lust auf Kindererziehung, weil ich vom Staat erwarte seiner Fürsorgepflicht den Bürgern gegenüber nachzukommen. Wie wäre es wenn wir alle Drogen legalisieren, die STVO aufheben und Waffen an alle abgeben die wollen und sowieso, jeder darf machen was und wann er möchte. Egal ob die Schwächeren sich wehren können oder nicht. Bei manchen hier ist der moralische Kompass wohl falsch gepolt. Was wird euch denn passieren wenn eine Verpflichtung zur Altersverifikation besteht und automatisiert nach Nachrichten geschaut wird die Kinder sexuell belästigen?

      • Du willst doch hier die Grundrechte aller angreifen, ich hab nur dein kind als Balg bezeichnet. Aber da sieht man mal wieder wie getroffene hunde bellen

      • Der Staat darf auch in die Grundrechte eingreifen, wenn es verhältnismäßig ist.
        Aber was diskutiere ich mit jemandem der ständig mein Kind als „Blag“ abwertet. Genau diese Atmosphäre im Netz verursacht überhaupt die Notwendigkeit über diese Dinge zu diskutieren, merkste nur selber nicht mal.

      • Also staatliche Regulierung hat bei mir damals viel geholfen, Zigaretten und Bier konnte man trotzdem schon mit 14 kaufen und aufm Marktplatz konsumieren. Wer denkt staatliche verbote könnten mehr bewirken als die eigene Erziehung hat da echt eine eigene Traumwelt aufgebaut. Also mir haben damals die Erziehung meiner Eltern (Grenzen austesten und überschreiten aber dann bei Mist doch auf Unterstützung hoffen zu können) doch mehr geholfen als das BGB.

      • Das stelle ich (und sicher auch sonstige Befürworter) nicht in Frage. Aber ich bin weiterhin offen dafür, mir erklären zu lassen wie Erziehung verhindern soll, dass Kinder von Erwachsenen im Netz sexueller Gewalt ausgesetzt werden können. Eingriffe müssen stets verhältnismäßig sein, ich denke eine Verifizierung des Alters kann durchaus mit Datenschutz und verschlüsselt stattfinden, genauso (wie Apple es bereits geplant hatte) eine Überprüfung von Nachrichten auf sexuell übergriffige Inhalte Erwachsener auf Kinder. Hier der EU den Orwellschen Überwachungsstaat zu unterstellen ist vollkommen übertrieben laut meinem Empfinden.

      • Also meine Tochter kann nur mit Kontakten schreiben, die ich im Adressbuch eingetragen habe (iPhone). Da ich nicht Handynummern von Vätern oder großen Brüdern eintrage, ist der Kreis der potentiellen Dig-Pick-Versender schon einmal stark eingeschränkt.

    • Die meisten wollen Beides.

      Freiheiten im Netz und dazu ein sauberes (kein Mobbing, Beleidigungen, Hass etc. etc.) Netz. Wie das aber funktionieren soll weis Natürlich keiner.

      An die Vernunft aller zu glauben, funktioniert halt nicht, hat sie Zeit ja gezeigt.

  • Jetzt mal keine Panik.
    Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt hat auch nichts zu befürchten!
    Wird verdammt nochmal auch Zeit dass das Internet kein rechtsfreier Raum bleibt.

  • Ganz ehrlich, Freiheit im Netz hin oder her, ich habe noch nie verstanden warum im Netz erlaubt und möglich sein sollte, was im „echten Leben“ nicht erlaubt ist. Ich würde das begrüßen!

    • Sie wissen, dass diese Inhalte – wenn auch umständlich – per Briefpost versandt werden können?
      Nächster Schritt: Nur noch Postkarten nach vorheriger behördlicher Genehmigung?

      • Gute Idee! Und verurteilte Straftäter, egal wofür verurteilt, haben keinen Zugang mehr zum Internet und zu Briefmarken.

  • Man kann auch grad alles abschaffen an Sicherheit, Verschlüsselungen einfach im Boden versenken, keine Kryptographie mehr, SSL wegfallen lassen. Is doch alles egal

  • Wir sollten einfach jegliche Verschlüsselung im Internet abschaffen. Dann spart man sich auch den Stress mit Passwörtern, Zertifizierungsstellen werden überflüssig und niemand kann mehr gehackt werden. Und wer weiß, was man am Strom spart, weil die Verschlüsselung nicht berechnet werden muss.

    WannaCry=NSA Werkzeug

    Eine Backdoor kann theoretisch alle reinlassen.

  • Schreibt der Vater, der gerade beruflich unterwegs ist, in WhatsApp mit seinem 12 jährigen Sohn. Der Junge teilt ihm mit, er habe eine neue Badehose von Mutti bekommen. Der Vater: „Zeig mal her.“ Der Junge sendet ein Bild von sich in Badehose an den Vater.
    WhatApp schlägt hier automatisiert Alarm und sendet meinen Chat an Dritte die das dann einsehen oder gleich direkt an Behörden weiterleiten?!

    Wo soll das hinführen? Das ist tatsächliche die totale Überwachung. Das System muss ja im Hintergrund alles Dauerhaft irgendwie analysieren bzw. mitlesen. Hier ist jeder unbescholtene Bürger durch dieses EU Recht gefährdet. Man kann alles unter dem Deckmantel des Missbrauchs durchdrücken und damit für Konform erklären.

  • Da gab es mal was, so in grauer Vorzeit. Nannte sich ePerso…
    Altersverifikation erledigt.

  • Wehret den Anfängen.
    Wenn das durchgewunken wird, dürfen wir uns über Honnecker, Putin, Orban nicht beschweren.
    Dann sind die in der Verfassung garantierten Rechte perdü.

  • Leute die von „rechtsfreier Raum“ reden wählen auch Friedrich Merz

  • Aber ID2020 ist nur natürlich eine Verschwörungstheorie. Klar.

  • Zensursula ist wieder da. 2009 hat Frau von der Leyen so was als Familienministerin schon mal versucht und ist damit krachend am Rechtsstaat gescheitert. Jetzt versucht sie es nochmal.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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