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Sky bangt um sein Standbein

Neuvergabe steht an: Bundesliga künftig nur noch bei DAZN und Amazon?

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Die anstehende Neuvergabe der Medienrechte für die Fußball-Bundesliga könnte in diesem Jahr einen Umbruch markieren. Es wird erwartet, dass Streaming-Anbieter wie DAZN und auch Amazon ihr Engagement deutlicher erweitern wollen. Sky steht dagegen massiv unter Druck. Nachdem der Pay-TV-Sender bereits in Sachen Champions League den Kürzeren gezogen hat, würde ein ähnlicher Verlust mit Blick auf die Bundesliga-Übertragungen den einstigen Platzhirschen massiv anzählen. Ebenfalls scheint noch völlig offen, inwieweit ARD und ZDF hier in Zukunft noch mitspielen. Die stetig wachsenden Ausgaben in diesem Bereich lassen sich längst nicht mehr jedem Gebührenzahler gegenüber rechtfertigen.

Zur Vergabe stehen die Übertragungsrechte für die die 1. und 2. Bundesliga, den Supercup und die Relegationsspiele in den Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat das Ausschreibungsverfahren eröffnet, die Ergebnisse werden allerdings erst im Mai erwartet.

Dazn Multiview Apple Tv

Bilder: DAZN

Wenngleich auch weitere Interessenten wie beispielsweise die Telekom und auch ProSiebenSat.1 im Gespräch sind, dürften Sky, DAZN und Amazon die Filetstücke unter sich aufteilen. Spannend bleibt hier, ob die Verwertungsrechte erstmals auch komplett unter Streaming-Diensten aufgeteilt werden können. Traditionelle Anbieter hoffen zwar auf das Bundeskartellamt, doch deren sogenannte „No Single Buyer Rule“ lässt sich hier nicht ohne weiteres anwenden. Die vom Kartellamt vorgegebene Regel soll ausschließen, dass ein einzelner Anbieter sich die Komplettrechte und damit eine Monopolstellung sichert. Bei einer Aufteilung auf mehrere Streaming-Anbieter wäre die vom Kartellamt gewünschte Konkurrenzsituation allerdings wieder vorhanden.

Auf Anfrage bestätigte uns die Behörde, dass sich der Ausschluss einer Vergabe nur an Streaming-Dienste nicht ohne Weiteres aus dieser Regel herleiten ließe. Für eine Begründung der Anforderung, neben Streaming- auch lineare Medien zu berücksichtigen, sei es vielmehr nötig, den Verbrauchernutzen einer Berichterstattung auf dem klassischen Übertragungsweg zu beurteilen. Damit verbunden stellt sich die Frage, in wieweit der klassische Übertragungsweg Fernsehen angesichts der zunehmenden Verfügbarkeit von Streaming-Lösungen überhaupt noch zwingende Relevanz hat.

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05. Mrz 2020 um 11:01 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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