Von der "Mail Archiver X"-Entwicklerin
Neue Mac-App sichert iMessages und SMS lokal
MAX Messages ist eine neue Mac-Anwendung aus dem Hause Moth Software. Die dahinterstehende Entwicklerin ist bislang für ihre App Mail Archiver X bekannt. Das neue MAX Messages ist im Grundsatz mit dieser Backup-Lösung für E-Mails vergleichbar, zielt jedoch darauf ab, den Nachrichtenverlauf aus iMessage dauerhaft zu erhalten.
Beide Programme verfolgen das Ziel, die persönliche Kommunikation unabhängig von externen Anbietern langfristig aufzubewahren und zudem jederzeit auf einfache Weise auf diese Inhalte zugreifen zu können.
Nachrichten dauerhaft lokal archivieren
MAX Messages sichert dabei iMessages und SMS-Nachrichten als lokales Archiv auf dem Mac, einer externen Festplatte oder auf einem NAS-Laufwerk. Optional lassen sich die vorhandenen Nachrichten auch als PDF exportieren.
Die Unterhaltungen bleiben dabei vollständig und in der richtigen Reihenfolge erhalten. Da der Zusammenhang bei Nachrichten entscheidend ist, lässt sich der gesamte Verlauf jederzeit als fortlaufende Kommunikation nachvollziehen. Absender, Empfänger und Zeitpunkte werden dabei dauerhaft dokumentiert. Dadurch ist jederzeit nachvollziehbar, wer wann was geschrieben hat, ohne dass man sich auf Erinnerungen verlassen muss.
Automatische Sicherung im Hintergrund
MAX Messages speichert dieses Archiv unabhängig von einzelnen Geräten oder Apps. Selbst wenn ein Smartphone ersetzt, eine Anwendung gewechselt oder ein Dienst eingestellt wird, bleiben die bisherigen Unterhaltungen weiterhin in vollem Umfang lokal verfügbar.
Die App arbeitet im Hintergrund und erweitert das Archiv ohne Zutun des Nutzers automatisch, während man iMessage weiter benutzt, wodurch stetig neue Inhalte hinzukommen. Eine Suchfunktion erleichtert den Zugriff auf die gespeicherten Inhalte.
MAX Messages lässt sich kostenlos laden und ausprobieren. Die Vollversion wird als Dauerlizenz zum Preis von 84 Euro angeboten und beinhaltet kostenlose Updates für ein Jahr.


Wie greift die App die Nachrichten ab?
Sollten die nicht verschlüsselt sein?
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass nur DEINE Endgeräte über DEINEN privaten Schlüssel verfügen. Auf Deinem Endgerät werden sie dann natürlich entschlüsselt. Sonst könntest Du die Nachrichten ja auch nicht lesen. Und nachdem die Software auf Deinem Endgerät läuft, kann sie die Nachrichten auch lesen.
Das würde ja bedeuten, das jegliche Software auf meinem Gerät die Nachrichten lesen könnte… das wäre krass
Ja natürlich, Max. Zum Beispiel jede Software, die den Bildschirminhalt captured oder filmt (wozu die App einmalig um Deine Erlaubnis fragt). Wenn Du iMessage offen hast oder auch Signal usw., und deren Inhalte auf dem Bildschirm lesbar sind, können Apps das lesen.
Darum sind die Geheimdienste ja auch so dahinter, einen sogenannten „On-Device-Zugriff“ zu bekommen. Hab ich ein entzerrtes iPhone oder kenne das Login-Passwort auf dem Mac, kann ich iMessage, Signal, Threema usw. starten und die Nachrichten lesen. Weil so habe ich den Schlüssel in der Hand, der lediglich durch die Biometrie oder den Pin/Passwort geschützt ist.
iMazing extrahiert übrigens auch schon lange iMessages auf dem Mac und macht ein Backup davon, wenn man das wünscht.
Merke: Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hilft nur, wenn Du entweder Deine Endgeräte nie aus der Hand gibts (bzw. sie nicht durch eine Staatsanwaltschaft konfisziert werden) und wenn zusätzlich dein Geräte-Passwort nicht gerade 1234 heißt (weil dieses Passwort Deinen privaten Schlüssel der E2E-verschlüsselung absichert).
Wäre eine Kopie meiner Daten woanders durch Dritte lesbar?
Gibt auch den kostenlosen iMessage Exporter:
https://github.com/ReagentX/imessage-exporter
„You can archive messages from Messages in MAX Messages only when the application
has full disk access AND access to the contacts.“
Mh, bin ich leider raus, wenn nicht open source.
Und über 80 Euro ist mir doch viel zu viel. Bei 10 Euro wäre ich dabei.
Ansonsten tolle Sache, hätte ich gerne gehabt.
Nice! iMessage nimmt inzwischen 50GB auf dem Mac in Anspruch. So lassen sich die Daten extern sichern und aus der Cloud entfernen.
Bitte sowas für WhatsApp
84€ für eine Jahreslizenz ist schon happig, wie viel kostet denn das Update für Jahr 2? Da es ja auf die iMessagestruktur angepasst werden muss, kann es bei jedem iOS Update zu Problemen kommen.
Auf Github gibt es kostenlose Alternativen, die zwar nur exportieren, aber das reicht mir vollkommen aus. Und da spende ich immer mal nach Lust und Laune etwas.
auch diese Software hier wird nur exportieren können, einspielen von Daten in die Datenbank ist bei Apple nicht vorgesehen
Ja das ist sehr viel für die Software. Laut Website gibts auf folgeupdates 40% Rabatt.
Vom proprietären Format in ein proprietäres Format? Wenn ich das richtig verstehe ist das erzeugte Archiv dann nur mit der App lesbar/verfügbar? Kein offenes Format? Nein danke. Das ist keine Lösung, sondern nur die Verlagerung eines Problems in ein Neues. Abgesehen davon ist der Preis deutlich überzogen.
Guter Kommentar! Das war auch mein erster Gedanke: von einer Software-Abhängigkeit in die (bezahlte) nächste Abhängigkeit – meiner Meinung nach nicht so attraktiv.
Guter Kommentar! Das war auch mein erster Gedanke: von einer Software-Abhängigkeit in die (bezahlte) nächste Abhängigkeit – meiner Meinung nach nicht so attraktiv.
Entwickler hier. Ich sage immer, irgendeinen Tod muß man sterben. Die Open-Source-Tools sind nicht so einfach zu installieren und zu bedienen. Das Resultat vom iMessage-Exporter ist ein riesiges Html pro Chat. Das wird Spaß bei einem Chat mit 100k Nachrichten. In MAX Messages gibt es eine Archivierung nach PDF. Für 1.1 ist schon html implementiert. Außerdem gibt es ein PDF oder html pro Tag. Dadurch werden nicht so große Dateien erzeugt. Natürlich gibt es eine Überprüfung auf vorhandene Nachrichten, was es bei iMessage-Exporter nicht gibt.
Die Daten von Nachrichten sind nur mit Festplattenvollzugriff zugänglich. Zugriff auf Kontakte ist erforderlich, da es in Nachrichten nur Telefonnummern und Email-Adressen gibt. Von Mail Archiver her bin ich den Zugriff auf sensible Daten (IMAP-Paßwörter) gewohnt. Ich bin mir der Verantwortung bewußt.
WhatsApp ist auf der To-Do-Liste.
Meine Software kostet Geld. Ich muß von meiner Software leben.
Und dann machst Du sie so teuer, dass sie für viele Privatinteressenten aufgrund des Preises uninteressant ist? Wir leben in Zeiten, wo das Geld bei vielen nicht mehr so locker sitzt.