Strategiewechsel vom Tisch
Netflix steigt aus: Paramount vor Übernahme von Warner Bros.
Im monatelangen Ringen um Warner Bros. Discovery zeichnet sich eine Entscheidung ab. Netflix wird sein Angebot für die Studio und Streamingaktivitäten des Konzerns nicht erhöhen und zieht sich aus dem Bieterverfahren zurück.
Zuvor hatte der Verwaltungsrat von Warner Bros. ein nachgebessertes Angebot von Paramount Skydance als vorteilhafter eingestuft.
Paramount bietet nun 31 US Dollar je Aktie und damit mehr als zuvor. Das Angebot umfasst den gesamten Konzern einschließlich der Kabelsender wie CNN, TBS und TNT. Zusätzlich hat Paramount zugesagt, eine Vertragsstrafe in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner Bros. bei einem Ausstieg aus der bestehenden Vereinbarung mit Netflix hätte zahlen müssen.
Netflix hätte nach Angaben des Verwaltungsrats mehrere Tage Zeit gehabt, sein eigenes Angebot anzupassen. Der Streaminganbieter verzichtete jedoch darauf. Das Unternehmen erklärte, der Preis sei wirtschaftlich nicht mehr attraktiv. An der Börse reagierten die Kurse deutlich. Die Aktie von Netflix legte im nachbörslichen Handel spürbar zu, während Warner Bros. leichte Verluste verzeichnete.
Strategiewechsel vom Tisch
Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass sich zwei unterschiedliche Konzepte gegenüberstehen. Netflix wollte vor allem Studio und Streaminggeschäft übernehmen und stärker in die eigene Plattform integrieren. Das klassische Fernsehgeschäft sollte weiterhin Inhalte an andere Anbieter verkaufen. Paramount hingegen verfolgt das Ziel einer vollständigen Übernahme und würde damit auch die traditionellen Fernsehstrukturen erhalten.
Nicht nur HBO gehört zum Portfolio von Warner Bros. Discovery
Mit dem Rückzug von Netflix ist der Weg für eine Fusion von Paramount und Warner Bros. weitgehend frei, auch wenn die Zustimmung von Wettbewerbsbehörden in den USA und Europa noch aussteht.
Für Netflix bedeutet der Schritt eine Rückkehr zur bisherigen Strategie. Das Unternehmen will weiterhin hohe Summen in eigene Filme und Serien investieren und das Wachstum aus eigener Kraft vorantreiben.



Puh, da bin ich bluraysammler sehr beruhigt.
Die nie was wert werden ;D
Doch: Freiheit ^^
Ich sammel für mich, um gute filme in anständiger Qualität zu haben. Doch nicht um sie zu verkaufen
Sich mal Konzerte mit HiDef Audio…
Nur auf BlueRay
Noooo :.(
Wenn ihr eine Nachricht dazu veröffentlicht, würde ich mir schon etwas kritische Auseinandersetzung damit wünschen.
„Paramount hingegen verfolgt das Ziel einer vollständigen Übernahme und würde damit auch die traditionellen Fernsehstrukturen erhalten“ finde ich ganz schwierig…
Nach CBS wird dann wohl auch CNN Trump zum Opfer fallen unter Ellison.
Kann dazu die Folge „Bari Weiss: Last Week Tonight with John Oliver“ sehr empfehlen.
Kritische Auseinandersetzung ist leider verlorengegangen obwohl ja polarisieren auch Klicks bringt. Die eigentliche Frage: Wie schaffen wir Räume, in denen Differenzierung wieder sichtbar wird — obwohl sie weniger klickt?
CNN wird verkauft, nicht zum Opfer fallen. Niemand lässt diese Marke einfach untergehen. Sind immer noch Geschäftsleute, keine verblendeten.
Ein Konzern mit Mrd Verlust pro Jahr, übernimmt einen anderen, der noch mehr Verlust macht für Geld, das beide nicht haben. Interessant.
Demnächst stehen dann halt beide zum verkauf und Netflix krallt sie sich dann billiger xD
Eigentlich schon nen cooler Move von Netflix, dann einfach zu sagen“ Leck mich“. Wäre jetzt natürlich geil, wenn die, trotz des geringeren Preis an Netflix verkaufen
Freiwillig eine Strafe von 2,8 Milliarden Dollar zahlen und dann hat man noch nicht einmal etwas.
Kann sich so eine Übernahme jemals rentieren?
Vermutlich nicht. Es geht ausschließlich um Politik und Macht und vermutlich Einflussnahme auf unabhängige Medien. Eine weitere sehr beunruhigende Entwicklung.
sicher lohnt sich das…
insbesondere für Fusionsbänker, denn deren Gewinn berechnet sich nach Volumen der Fusion zum Zeitpunkt der Fusion.
Dass fusionierte Unternehmen nach der Fusion weniger wert sind als vorher getrennt, muss den Fusionsbänker ja nicht interessieren…
Es wird auch eine Zeit kommen, in der die fusionierten Firmen wieder getrennt werden – woran dann wieder externe Kräfte mitverdienen…
Ja stimmt, das Drumherum verdient sich eine goldene Nase.
Consulting und Co.
Interessanter Weise kurz nachdem Netflix-co-CEO Sarandos den orangefarbenen Rassisten und Sexualverbrecher im Weißen Haus besucht hat…
was da wohl wieder an Erpressung oder Druck ausgeübt wurde, damit der Donald seinen Willen durchsetzen konnte.
Das Trumpeltier diktiert das nächste Geschäft in sein Imperium ein…
Hoffentlich gehen beide Konzerne pleite xD
Abgesehen vom Orangenen Einfluss, ist dieser Deal für die Film und Serienwelt der mit Abstand bessere Deal.
Wenn Netflix schon vorgibt, die Handlung in einem Film mehrmals zu erzählen, weil Leute zu viel an ihren Smartphones nebenher hängen.
Ist das gut fürs Kino? ich denke ja, da Netflix das Kino ein Dorn im Auge ist.
ob die Qualität auf Contentseite durch Paramount besser aufgehoben ist, muss man sehen
Aus Kinogängersicht sicher die bessere Variante, aus politischer Sicht leider eine Katastrophe. Irgendwie am Ende aber auch die Wahl zwischen Pest und Cholera.