Handlung wird mehrfach erklärt
Netflix optimiert Filme für gleichzeitiges Handysurfen
Laut einem Bericht des US-Branchenmagazins Variety verändert Netflix gezielt die Erzählweise seiner Filme, um dem veränderten Sehverhalten des Publikums Rechnung zu tragen. Zuschauer konsumieren Inhalte zu Hause häufig mit geteilter Aufmerksamkeit und greifen während des Films zum Smartphone.
Dies habe inzwischen konkrete Auswirkungen auf Dramaturgie, Schnitt und Dialoggestaltung, wie Schauspieler Matt Damon erläuterte.
Handlung wird mehrfach erklärt
Damon beschreibt, dass Netflix bei Filmproduktionen verstärkt darauf drängt, zentrale Handlungselemente sehr früh zu platzieren. Große Actionszenen sollen bereits in den ersten Minuten stattfinden, um das Publikum zu halten. Gleichzeitig werde erwartet, dass die Handlung im weiteren Verlauf mehrfach in Dialogen erklärt oder zusammengefasst wird.
Hintergrund sei die Annahme, dass Zuschauer Teile der Handlung verpassen, wenn sie parallel Nachrichten lesen oder durch soziale Netzwerke scrollen.
Hier im Sketch etwas überzeichnet, in diese Richtung bewegt sich der Markt jedoch
Diese Herangehensweise unterscheidet sich deutlich von klassischen Kinostrukturen. Dort wird Spannung oft über einen längeren Zeitraum aufgebaut und wichtige Informationen werden visuell oder zwischen den Zeilen des gesprochenen Textes vermittelt. Für das Streaming-Umfeld werden Inhalte dagegen stärker vereinfacht und verdichtet. Ziel ist es, auch bei unterbrochener Aufmerksamkeit verständlich zu bleiben und den Wiedereinstieg jederzeit zu ermöglichen.
Es geht auch anders
Der Schauspieler Ben Affleck kommentiert diese Entwicklung kritisch. Er betonte, dass diese Form der Optimierung nicht zwingend notwendig sei, um ein Publikum zu erreichen. Als Gegenbeispiel nannte er die Netflix-Serie Adolescence, die bewusst auf ruhige Bilder, lange Einstellungen und wenig erklärende Dialoge setzt. Die Serie verzichtet auf schnelle Effekte und wiederholende Zusammenfassungen, habe aber dennoch großen Zuspruch erhalten. Damon ordnete solche Produktionen eher als Ausnahme ein.

„Optimiert“
Wer nebenbei rumfuchtelt hat selbst schuld
Gott es wird immer schlimmer….. zum Glück gibt es so viele aus der Vergangenheit, dass ich noch nicht gesehen habe.
Die Welt verdummt. Und das wird dann auch noch gefördert. Na Klasse.
Wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe
Oh wei, die „Bompel“ verfilmt.
Das wird dann also so, wie im Kino der Typ hinter einem, der den ganzen Film über seiner Freundin den Film erklärt. Toll…das habe ich zuhause echt vermisst.
Bruahahahaaa…
Good One!
Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Ich nehme mich da ja nicht aus, bei einem Film oder Serie aufs Handy zu glotzen, das passiert aber nur dann, wenn Film oder Serie mich einfach nicht fesseln und ich grad zu faul bin, mir was Neues zu suchen. Dann ist das auch nicht dramatisch. Ist es spannend, interessant oder einfach schön, komme ich gar nicht auf die Idee, auf das Handy zu schauen. Und selbst Netflix kriegt das hin, siehe Stranger Things.
Meiner Meinung nach liegt es halt daran, dass in dem Ganzen Einheitsbrei xyz-Universe kaum noch guten Content gibt zum streamen. Die wirklich guten Sachen finde ich meist nur zum Kauf.
Das ist ja wohl nicht deren Ernst. Wo kommen wir denn langsam hin? Wie kurz soll die Aufmerksamkeitsspanne sein? Ja!
Ich will Filme mit Tiefgang, spannender Handlung, die mich immersiv abholen und unterhalten. Dafür schau ich doch Filme an.
Bitte kennzeichnet diese Sorte von Filme, sodas ich einen großen Bogen darum machen kann.
Ben Afleck wird zu Damon?
Vermutlich saßen beide in dem Interview, aus dem die Zitate stammen.
Oder ifun muss mehr Wiederholungen in die Artikel einbauen, weil die Leser scheinbar zwischendurch auf’s Handy schauen und den Texten nicht mehr folgen können…
Jo und bitte auch die Arbeitswelt und am besten gleich das ganze Leben gleich so gestalten, daß die junge Generation mit ihrer geringeren Aufmerksamkeitsspanne damit überhaupt noch klar kommt.
Mir wird immer schlecht, wenn ich durch die Stadt laufe und dabei junge Muttis sehe, die beim Kinderwagenschieben ihre Augen kaum vom Bildschirm lassen können, anstatt den Blickkontakt zum Kind zu suchen. Wirklich schrecklich welche Generation lebensfremder Autisten da auf uns zukommt!
Das ist wirklich erschreckend und mir auch häufig aufgefallen – Kinderwagen an einer vielbefahrenen Straße und nebenbei reels schauen. Manche sind einfach nicht mehr zu retten!
Die maximal mögliche Irritation hat bei mir mal eine junge Mutter ausgelöst, als sie mit den Ellenbogen den Kinderwagen schob, in der einen Hand eine Kippe und in der anderen Hand ein Handy. So ein Bild brennt sich ein. Ich finde es einfach nur traurig.
Ist schon 1. April? Oder sind echt fast alle hyperaktiv? Im Bus sehe ich immer mehr Leute, die aufs Handy gucken und dabei permanent mit einem Bein wackeln. Ich glaube, die Menschheit mutiert. ( Hoffentlich werden nicht alle orange)
Das klingt nach einem soziologischen Offenbarungseid….
Nicht mal mehr das Sitzfleisch für einen Film haben? Echt jetzt?
Idiocrazy kommt immer schneller zu uns
Macht man leider auch mit der Werbung so. Ist mir neulich wieder auf Disney aufgefallen. Auch wenn ich keine Werbung sehe, ist die gesamte Dramaturgie der Eigenproduktion von Disney vollständig auf das einblenden von Werbung hin ausgerichtet. Auch die Laufzeit einer Folge ist gerade bei Disney genau um die Menge gekürzt, die die Werbung einnimmt, um so auf 45 Minuten zu kommen. Das war früher der große Unterschied zwischen den für amerikanisches Network TV produzierten Serien und dem Pay-TV beziehungsweise in den Streaming Diensten. Das war der wohltuende Unterschied. Nun leider futsch, weil die Anbieter mit den werbefinanzierten Abos mehr verdienen als mit den komplett bezahlten. Schade.
Warum wird in dem Artikel nicht einmal erwähnt dass sie das im Joe Rogan Podcast gesagt haben oder warum wird nicht auch die Folge hier verlinkt?
Wer soll das sein? Und wer hört schon Podcasts? Das haben meine Eltern früher vielleicht gemacht.
Da wäre ich ja allererste Zielgruppe, da ich beim TV regelmäßig auf dem iPad surfe.
Dann aber wieder doch nicht. Weil ich erstens Netflix links liegen lasse und zweitens noch gelernt habe, meine Aufmerksamkeit zu teilen sowie zu merken, wann sie ungeteilt sein sollte.
Zum k……
Was für eine verquere Welt? Und dann passt man sich so einem Blödsinn auch noch an, Hauptsache, vernünftige Menschen können nicht mehr vernünftige Filme gucken, die einfach normal gedreht werden. Alles wird im Unsinn komischer Menschen angepasst.
Ich bin bei Netflix-Serie Adolescence leider eingeschlafen, danach kann kein Regisseur/in gehen.
Wenn mir die Handlung mehrmals und noch in primitiver Sprache erzählt wird, schalte ich garantiert um.
Top Funktion…. für 2-3 Stunden Film schauen haben viele keine Zeit weil x andere Dinge gemacht werden müssen.
Dann wahrscheinlich auch bald nur noch Filme und Serien im Hochkant-Format.
Es gab vor einigen Jahren mal einen Streaming Dienst. Der hat genau das gemacht. Hatte Eigen produzierte Serien im Angebot, die allesamt im Hochformat waren, um auf dem Handy angeschaut zu werden. Jede Folge ging wenige Minuten. Ist alles schon mal da gewesen. Lange hat sich das allerdings nicht gehalten.