Sonderöffnungszeiten zum iPhone-Start
Nach Plünderungen: Apple Stores in Frankreich geschlossen
Zum Verkaufsstart des iPhone Duo am kommenden Freitag öffnet der Apple Store im französischen Lille bereits um 8 Uhr morgens. Zwei Stunden früher als gewöhnlich. Ob der Andrang zum Marktstart diesmal wie gewohnt stattfinden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Die Filiale gehört zu mehreren Apple-Geschäften, die am Wochenende bei schweren Ausschreitungen in Frankreich geplündert wurden. Am heutigen Dienstag bleibt der Standort vollständig geschlossen.
Apple Lille: Einer der betroffenen Stores
Neben der Filiale in Lille traf es am Samstag auch den Apple Store Sainte-Catherine in Bordeaux. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos zeigen vermummte Personen, die in die Geschäfte eindringen und mit iPhones, iPads und Macs wieder herauskommen. Wie viele Geräte entwendet wurden und wie hoch der entstandene Schaden ausfällt, ist bislang nicht bekannt.
Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten
Die Übergriffe ereigneten sich am Rande landesweiter Demonstrationen, bei denen Hunderttausende Menschen Anfangs vor allem gegen steigende Lebenshaltungskosten und schlechte Bedingungen im Bildungswesen protestierten. Während die Kundgebungen überwiegend friedlich verliefen, kam es in mehreren Städten zu schweren Ausschreitungen, Brandstiftungen und Angriffen auf Geschäfte.
Betroffen waren neben Apple auch Filialen anderer Handelsketten, darunter Fnac, Decathlon und H&M. Nach Angaben der Tagesschau wurden landesweit mehr als 2.000 Menschen festgenommen. In Städten wie Paris, Lyon und Lille verhängten die Behörden zeitweise nächtliche Ausgangsbeschränkungen.
Gestohlene Geräte lassen sich sperren
Apple kann gestohlene Geräte aus der Ferne deaktivieren und damit eine weitere Nutzung verhindern. Das Unternehmen hat diese Möglichkeit bereits bei früheren Plünderungen eingesetzt. Betroffene iPhones zeigten damals Warnmeldungen an, die auf ihre Herkunft hinwiesen und eine Rückgabe verlangten.
Für Bordeaux ist die Situation nicht neu. Bereits während der Gelbwesten-Proteste im Dezember 2018 wurde derselbe Apple Store geplündert. Damals konnte die Filiale ihren regulären Betrieb allerdings schnell wieder aufnehmen.
In Lille sieht Apples aktueller Öffnungszeitenplan eine Wiedereröffnung am Mittwoch um 10 Uhr vor. Für Freitag, den 23. Oktober, sind Sonderöffnungszeiten von 8 bis 19:30 Uhr eingetragen. Apple weist darauf hin, dass einzelne Dienstleistungen wie die Genius Bar bei abweichenden Öffnungszeiten möglicherweise nicht verfügbar sind. Mit Dank an René!

Sinnlose Aktionen. Geräte werden sowieso gesperrt.
Sinnloser Kommentar, steht ja genauso im Artikel. :-)
Eine kleine Schülerrevolte muss der Apple Store aushalten. Unterricht fällt auch bei uns mal aus. Don’t worry
Für die einen ist es eine kleine Schülerrevolte, für die anderen ein Mob von Vandalen und Dieben.
Wenn das Volk nicht Genug Geld halt, ist das eben eine logische Konsequenz. Kann hier bald auch so aussehen, wenn die Regierung nicht langsam dafür sorgt, dass die Gehälter signifikant steigen und das Wohnen inkl. Eigenheim deutlich günstiger wird. Nicht schön aber ich habe dafür Verständnis.
Wer für diese Leute Verständnis hat, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Diese Randale ist durch nichts zu entschuldigen. Das alles bezahlen die Franzosen durch höhere Versicherungen, durch steigende Steuern und am Ende zahlen das auch wir alle mit oder glaubt man etwa wirklich, dass steigende Versicherungsprämien für einen Store nicht an die Kunden weitergegeben werden?
Undank ist der Welten Lohn. In ihren eigenen Ländern nichts zum Beissen und nur in Kriegsgebieten aufgewachsen und hier einen raushängen lassen sowie auf Menschen losgehen, die ihr Hab und Gut verteidigen. Das nennt man gern gesehene Gäste.
Genau deiner Meinung
Hoffentlich werden die Plünderer mit Hilfe der gestohlenen Geräte und Tracking identifiziert.
Jeder soll streiken und für seiner Meinung kämpfen, das Recht endet aber dort, wo die Unversehrtheit von Leib und Gut beeinträchtigt wird.
Das waren nicht die Demonstranten, das waren Diebe, welche die Gelegenheit nutzten. Dumme Diebe, da wertlose Briefbeschwerer geklaut wurden, aber nunja.
Sendet die Duos bitte nach Deutschland.
Dann zu Skalperpreisen bitte
Demos für Krawalle zu missbrauchen ist asozial und kriminell. Ich hoffe sie ermitteln diese Vollidioten und stellen sie vor Gericht.
Zum Glück sind die französischen Gerichte bei diesen Delikten schnell und rigoros!
Und französische Gefängnisse gelten gemeinhin nicht als Wellness Oasen. Dort ist es nicht muckelig. ;-)
@Karl Napp: Das, was der französische Staat seit viele Jahren macht (bzw. nicht macht) ist asozial und kriminell – und dort liegt die Ursache der (teils kriminelle) Proteste.
Wir sind nix besser. Stichwort 1. Mai und Silvester, u.a. in Berlin.
Überwiegend friedlich. Ich denke viele Ladenbesitzer und eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert sehen das anders.
Die Kirche war ein Rathaus, was die Sache nicht weniger schlimm macht.
Die Proteste finde ich absolut legitim. Leider hat man halt immer den gewissen Prozentsatz der Chaoten, welche die sinnvollen Proteste dann in so ein schlechtes Licht rücken.
Ist ja im Fussballstadion nicht anders – 98 % sind Fans welche einfach ein schönes Spiel sehen wollen – 2 % Ultras bestimmen die Schlagzeilen.
Ich finde schade das gerade jetzt in Frankreich wieder die 2% die schlagzeilen bestimmen – und die Forderungen der 98 % verschwinden.
Aber F zeigt wie brandgefährlich (im wahrsten Sinne des Wortes) die Politik von Merz & Co. sind. Wenn man immer nur unten nimmt und kürzt, ist irgendwann mal Ende Gelände. Und wer sich nichtmehr anders zu helfen weiss, geht auf die Strasse.