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Apples Entwickler-Vorbild

Managing a Community: Apple veröffentlicht neues Entwickler-Video

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Wohl mit Blick auf die neue, Ende Januar angekündigte App Store-Funktion, die es iOS-Entwicklern demnächst ermöglichen wird auf die eingegangenen Nutzer-Kommentare zu reagieren und App-Rezensionen zu beantworten, hat Apple jetzt ein Video veröffentlicht, das die registrierten Entwickler zur aktiven Kommunikationen mit ihren Kunden motivieren soll.

Vainglory

Der 5-Minuten-Clip „Managing a Community“ ist Teil der sogenannten „Developer Insights Series“ und wird von einer Sonderseite flankiert, die das Team der „Super Evil Megacorp“ – diese ist mit dem Titel Vainglory im App Store vertreten – ausführlich vorstellt.

Mit dem gewählten Beispiel unterstreicht Apple, wie wichtig das Miteinander zwischen Endkunden und Entwicklern ist und zählt die Anstrengungen auf (mehrsprachige Übersetzungen, Support-Kanäle in der App, aktives Zuhören, öffentliche Beta-Tests) die Apple demnächst offenbar von allen App Store-Entwicklern erwartet.

From the outset, Super Evil Megacorp wanted to build an authentic relationship with Vainglory players to create an experience in which players felt invested. When the game first launched, the company made it clear that it wanted to collaborate with the community and was actively listening and responding to feedback.

Donnerstag, 16. Feb 2017, 8:05 Uhr — Nicolas
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  • Sorry, aber das ist lächerlich. Wie viele Apps gibt es mittlerweile im Store? 2 Millionen? 2,5? Irgendwas in der Größenordnung. Davon sind die meisten „Schrott“ (Hobbyprojekte, Kopien, etc.) und die Entwickler denken sicherlich nicht im Traum daran eine Community aufzubauen.

    Dann gibt es ein eine großen Teil von guten Apps, die solide gemacht sind, aber auf Grund der großen Masse einfach untergehen und mit ziemlich wenig Verkäufen überleben müssen. Beim Start einer neuen App bekommt diese noch relativ Aufmerksamkeit (gelistet unter „Neuerscheinungen“ und mit viel Glück sogar unter „Neu und Beachtenswert“). Das sind keine tollen Sprungbretter aber immerhin kleine Werbeflächen, mit denen die Apps ein bisschen im Rampenlicht stehen. Der kurze Moment ist aber schnell vorbei und anschließend steht man da. Außerdem verdient man an den meisten Kunden nur einmal. Bei Preisen von 1-2 EUR, bleibt nach Abzug der Apple Gebühren und der Steuern kaum noch etwas übrig. Davon muss man die Entwicklung bezahlen und der Aufwand für Updates lohnt kaum. Die Zeit in neue Apps und damit wieder ein bisschen Aufmerksamkeit zu investieren ist da besser. Die meisten Apps werden also nicht lange gepflegt sondern verschwinden relativ schnell wieder. Auch dort werden die Entwickler kaum daran denken eine Community aufzubauen. Wozu auch? An der wird man nichts verdienen und Support kostet nur Geld.

    Der Ansatz macht nur für die ganz kleine Spitze des App Stores Sinn: Also für die Apps die ganz oben in den Charts stehen, von Apple gepushed werden und regelmäßig neue Versionen verkauft werden.

    Das aber „demnächst von allen App Store Entwicklern zu erwarten“ ist einfach nur Quatsch.

    • Ja, sehe ich auch so.
      Je mehr Aufwand getrieben werden muss, desto mehr Entwickler werden aus dem Store gedrängt.
      Es ist ja jetzt schon ziemlich viel Pflegeaufwand nötig.
      Wenn mann z.B. irgendwo einen Rechtschreibfehler korrigieren will kann man Pech haben, dass der bisherige Code als deprecated gilt und man nur deshalb Teile der Software komplett neu entwickeln muss, ohne dass irgend eine neue Funktion hinzukommt.

      • Stimmt! Das Apple das „demnächst von allen Entwicklern erwartet“ heißt ja nicht, dass das wirklich jeder so umsetzten muss. Jetzt „erwartet“ Apple ja auch ausschließlich ganz tolle, hippe, super coole und stylische Apps, die super praktisch sind und nie abstürzen. Die Realität sieht indes ganz anders aus.

        Aber alleine die Erwartung zu formulieren ist schon Absurd und fast eine Frechheit. Mit den 30% Gebühren schneidet sich Apple ein wirklich dickes Stück vom Kuchen ab, und sollte daher die Erwartungen an die Entwickler nicht zu hoch stecken. Im Gegenteil, könnten mal die Entwickler von Apple mehr erwarten. Wie man hört ist zumindest in letzter Zeit der qualvolle Review-Prozess deutlich besser geworden. Trotzdem gibt es immer noch etliche unnütze Stolpersteine und Stricke, mit denen sich ein Entwickler herum ärgern muss.

        Den Store mal besser zu pflegen, die Bewerbung von Apps unter „Unsere Favoriten“ oder „Empfohlen von Apple“ transparenter zu machen, etc. wäre mal etwas, was die Entwickler zu Recht von Apple erwarten könnten.

      • Genau, nicht zu vergessen ist der ständige Aufwand Apps an neue Geräte und iOS Änderungen anzupassen. Im Gegenzug gibt’s aber kein Entgegenkommen, wie man das finanziell wieder reinbekommt. Apple Watch Apps separat verkaufen oder als IAP? Extensions als IAP? Zeitbeschränkte Testversionen? Höherer Entwickleranteil? Kostenpflichtige Upgrades bei größeren Versionssprüngen? Alles Fehlanzeige.

  • Das ist überhaupt nicht lächerlich sondern nur richtig, Entwickler stärker für Themen außerhalb der reinen Entwicklung zu sensibilisieren. Eine App als Einnahmequelle sollte nicht als reines Stück Software gesehen werden, sondern vielmehr als „Business“. Entwickler sind (natürlich mit Außnahmen) von Haus aus aber eher Ingenieure, die etwas erschaffen wollen. (Produkt) Features stehen meistens über Kommunikation um Retention und Engagement zu fördern. Das beginnt bei einfachen Releasenotes (Bugfixes & UI Improvements..wirklich?) bis hin zu Newsfeeds, Feedback Formulare oder Nutzertests.
    Das großartige „Feature xyz“ in der Entwicklung gilt oft als „der Gamechanger, mit dem die App erfolgreich wird“ und man vergisst schnell, den Nutzern draußen überhaupt zu kommunizieren, dass es das Feature dann auch gibt.

    • Kommt drauf an, was man unter „Entwickler“ versteht. Du beschreibst die Person, die vor dem Rechner sitzt und den Code schreibt. Die kümmert sich natürlich recht wenig um die Kommunikation, denn das schlicht und einfach nicht ihre Aufgabe.

      Versteht man unter dem „Entwickler“ die ganze Firma, die hinter einer App steht, sollte es dort neben den Programmieren (also den eigentlichen Entwicklern) natürlich auch Personen geben, die sich um die Kommunikation kümmern. Das wird auch in allen größeren Firmen bereits der Fall sein. Eine Softwarefirma, die nur Programmierer beschäftigt, die App in den Store „klatscht“ und sich nicht um Feedback und Kommunikation kümmert, wird es nicht lange geben.

      Selbst für diese „großen“ Firmen wird es sich aber meist nicht lohnen eine „Community“ aufzubauen. Natürlich würde sich das auszahlen, wenn man es wirklich schafft, aber dafür muss man schon sehr, sehr viel Zeit und Geld investieren. Viel einfacher ist es da, eine App zu erstellen, den ersten Hype abzuwarten und sich dann dem nächsten Projekt zu widmen. Das ist nicht die Schuld der Softwarefirmen, sondern einfach dem System „App Store“ geschuldet.

      Der überwiegende Großteil aller Apps kommt aber vermutlich nicht von „großen“ Firmen die zumindest theoretisch die Möglichkeit zum Community Building hätten, sondern 1-2 Personen „Firmen“, die auch bei noch so toller Sensibilisierung für da Thema nie auf die Idee kommen werden, eine Community aufzubauen.

      • Aber genau das ist ja mein Punkt. „Indie Developer“ bzw. kleine Startups bestehen im App-Business meist aus Entwicklern, die sich parallel um Vermarktung und sonstiges kümmern.
        Einen „Hype“ um eine App kann man nur generieren, wenn man etwas erschafft, was Nutzer teilen wollen bzw. das Gefühl haben, nicht alleine das Produkt toll zu finden. Über Community Building schafft man es, nicht nur mit den Nutzern zu reden sondern den Nutzern die Sicherheit zu geben, dass es genau richtig ist, darüber zu reden. Und daraus entstehen dann organische Installs -> Nutzer.

      • Klar: Mit viel Fleiß, Arbeit, Aufwand und Zeit kann auch ein Indie Developer einen Hype um seine App schaffen, eine Community Aufbauen und ganz groß raus kommen. Aber wie viele schaffen das? Genau kaum einer. Das liegt nicht am mangelnden Einsatz, sondern einfach an der Masse an Apps und der geringen Chance überhaupt wahrgenommen zu werden.

        Was lohnt sich also mehr: Viel Arbeit und Aufwand in Community Build zu stecken und auf einen Hype zu hoffen? Oder eine solide und gute App zu entwickeln, ein Jahr auf die Einnahmen darauf zu setzten und sich dann das nächste Projekt zu suchen?

  • Natürlich eine Frage der App. Aber Apple gibt mit solchen Aktionen ja die gewünschte Richtung vor und belohnt Apps mit „Featured im Appstore“ & Co. Sustainable Businesses sind im App Bereich (auch für Indie Devs) durchaus möglich, und auf dem Weg ist Community Building ein fast unvermeidbarer Schritt. Es gibt unglaublich viele sehr gut gemachte Apps, die weit vor ihrem Zenit in der Versenkung verschwinden, eben weil Sie nur das Stück Software als Produkt sehen, und nicht das außen herum.

    Nebenbei gibt es durchaus diverse Services a la Appboy, die es Entwicklern erleichtern, in die Richtung zu gehen.

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