ifun.de — Apple News seit 2001. 30 652 Artikel

Teils sekundenlange Verzögerungen

macOS Catalina trottenlangsam: Entwickler klagen über Security-Bremse

38 Kommentare 38

macOS Catalina stampfte nicht nur die Unterstützung von bis dahin problemlos arbeitenden 32bit-Anwendungen ein, das im vergangenen Herbst lancierte Betriebssystem führte auch eine Handvoll umstrittener Sicherheitsabfragen ein.

Diese sorgten für eine massive Zunahme störender Warnmeldungen und verpassten dem Mac-Update den Spitznamen „macOS 10.15 Vista“ – in Anlehnung an ebenfalls von Hinweismeldungen durchsetze Windows-System.

Catalina Langsam

Ohne geht es nicht: Sonder-Rechte für das Terminal

Neben den sichtbaren Nebenwirkungen der verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat macOS Catalina auch zahlreiche komplett unsichtbare Security-Ausbauten vorgenommen, die das System unter Umständen spürbar träge und langsam arbeiten lassen. Trottenlangsam, wie sie bei uns in der Reitschule sagen würden.

Terminal-Skripte und moderne Lockdown-Abfragen

Ein Beispiel: macOS kennt inzwischen mehrere, privilegierte Verzeichnisse, auf die Drittanwendungen nur nach vorheriger Nachfrage zugreifen dürfen. ~/Desktop gehört dazu, aber auch ~/Dokumente und ~/Downloads. Um hier Datei-Zugriffe vorzunehmen, oder schlicht verzeichnis-Inhalte zu sichten, müssen Apps über eine entsprechende Berechtigung verfügen.

Ob diese vorhanden ist oder nicht, prüft das Betriebssystem andauernd und bremst so auch Kommandozeilen-Werkzeuge aus, die erstellt wurde, als noch niemand die von Apple implementierten, zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Radar hatte. Entsprechend schlecht optimiert sind viele Unix-Werkzeuge und sorgen, etwa in Shell-Skripten und selbstgeschriebenen Automationen dafür, dass eigentlich flüssige Arbeitsabläufe immer wieder für mehrere Millisekunden gestoppt werden, damit macOS nach dem Rechten sehen kann.

Auszeiten, die sich addieren und für einen spürbaren Performance-Einbruch sorgen können, wie zahlreiche Entwickler nach diesen Beobachtungen von Allan Odgaard bestätigen.

Zusätzliche Netzwerkabfragem, die offenbar mit der von Apple durchgeführten Beurkundung von Drittanbieter-Apps zu tun haben, können für weitere Latenzen sorgen, die sich im Sekundenbereich sogar mit der Stoppuhr messen lassen.

Nach Angaben der betroffenen Entwickler lassen sich viele der Performance-Einbußen umgehen, indem Apples Systemintegritätsschutz deaktiviert wird – dies jedoch hebelt große Teile der Security-Strategie Cupertinos aus und ist mehr Workaround als gangbare Lösung.

Slow by Design

Unterm Strich ist Apple gefragt und steht in der Pflicht, die gröbsten Performance-Patzer mit macOS 10.16 auszubügeln. Solltet ihr euch seit dem letzten Upgrade über ein langsames System gewundert haben, dann können wir jetzt zumindest auf erste Blog-Einträge verweisen, die die Ursachen in Apples strikteren Sicherheitsvorkehrungen sehen:

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
26. Mai 2020 um 15:06 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    38 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    38 Comments
    Älteste Kommentare
    Neuste Kommentare Meiste Stimmen
    Inline Feedbacks
    View all comments
    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 30652 Artikel in den vergangenen 7181 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2021 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven