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Drei neue Limits greifen

Kurznachrichtendienst Twitter: Login-Pflicht und neue Zugriffs-Limits

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30 Kommentare 30

Wer das Kurznachrichten-Portal Twitter bislang nur gelegentlich, nur passiv und ausschließlich über seinen Web-Browser angesteuert hat, der konnte die kurzen Nachrichten von anderen Nutzern, von Prominenten, Sportlern oder Institutionen bislang problemlos mitverfolgen – dies hat sich vor einigen Tagen geändert.

Twitter Fehler

Seit dem Wochenende insistiert die Twitter-Webseite auf den Login mit einem eigenen Account und zeigt die angesteuerten Inhalte andernfalls überhaupt nicht mehr an. Folgt man verlinkten Tweets ohne eingeloggt zu sein heißt es hier jetzt lediglich „Etwas ist schiefgelaufen. Probiere, es erneut zu laden.“.

„Schutzmaßnahme“ vor Daten-Scraping

Laut Twitter-Eigner Elon Musk soll es sich bei der überraschend eingeführten Login-Pflicht nicht etwa um die jüngste Strategie handeln, die Anzahl der aktiven Nutzern zu vergrößern, sondern um eine Schutzmaßnahme gegen den Abgriff von Daten.

Twitter hätte seit kurzem mit einer massiven Form des Daten-Scrapings zu kämpfen, also dem automatisierten Abruf von Inhalten, die anschließend weiterverarbeitet würden. Um gegen diese vorzugehen haben man nicht nur eine Login-Pflicht implementiert, sondern auch neue vorgaben ausgearbeitet, wie viel Zugriffe eingeloggte Anwender ausführen dürften, ehe diesen die Interaktion mit dem Kurznachrichten-Portal vorübergehend untersagt wird.

Drei neue Limits greifen

So sollen vorerst drei neue Limits greifen, um Twitter gegen das „extreme Ausmaß der Datenauslese und Systemmanipulation“ in Stellung zu bringen:

Folgende Beschränkungen gelten:

  • Verifizierte Konten dürfen nur noch maximal 10.000 Beiträge pro Tag lesen.
  • Nicht verifizierte Konten erhalten Zugriff auf maximal 1.000 Beiträge pro Tag.
  • Frisch erstellte Konten dürfen nur noch maximal 500 Beiträge pro Tag lesen.

Es bleibt abzuwarten welche Konsequenzen mit öffentlichen Geldern finanziert Twitter-Konten aus den neuen Vorgaben ziehen werden. Denn: Müssen Polizei, Feuerwehr, Öffentlich-Rechtliche, Kommunen und Politiker noch Social-Media-Accounts auf Twitter unterhalten, wenn ein Großteil der potenziellen Zielgruppe deren Inhalte gar nicht mehr zu Gesicht bekommt?

03. Jul 2023 um 07:23 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Es ist nur traurig, wie der einst als Genie bekannte Elon Musk eine sehr nützliche Plattform nach und nach kaputt macht.

    • Glaubst Du wirklich die Kausalität ist so herum? Eine Plattform, die keinen Gewinn abgeworfen hat, war doch vorher schon kaputt, nur wollte das niemand eingestehen.

      Und dank toller Cloud Services skaliert hat jeder Zugriff die Kosten unverhältnismäßig hoch.

      Die Art und Weise wie Musk das allerdings PR technisch macht, ist gruselig. Das ist das eigentlich Traurige daran.

      • Was hat Nützlichkeit mit roten Zahlen schreiben zu tun? Und Cloud Services als Argument für teure Kosten ist auch so ein Quatsch-Argument von Musk, insbesondere wenn man die Belegschaft drastisch reduziert muss man auslagern.

      • Dummes Fanboy Gelabere, sorry. Es gab einen Fehler bei Twitter, der dazu führte, dass sich die Seite selbst ständig indiziert… Ganz offensichtlich Musks Versagen! Und extrem peinlich… Daher kam er dann mit Sperren

    • Der wahre Klaus

      Und bei „nützlich“ würde ich auch nicht so einfach mitgehen.

  • „Der Vogel ist abgestürzt, Mastadon steht bereit.“
    Das alterantive Webfrontend Nitter funktioniert übrigens auch nicht mehr …

  • Musk hat es wirklich geschafft und Twitter zerstört. ;'(

    • Nun, wenn ja, war das mit 44 Mrd. USD ein sehr teures Hobby.

      • Sind auch nur rund 16% seines Vermögens. Da wird es wohl mehr Leute geben die ein teureres Hobby haben welches in der Zwischenzeit nicht mal einen Euro abwirft.

      • Erinnert sich niemand an MySpace mehr?

    • Der mit dem Wolf tanzt

      Nicht so voreilig, junger Mann! ☝
      Der olle Musk ist noch am Schaffen! Aber ich bin überzeugt davon, daß er sein Ziel erreichen wird und Twitter endgültig in den Boden fährt.
      Oder mit anderen Worten: Wir befinden uns in einem abstürzenden Flugzeug, das senkrecht nach unten trudelt. NOCH ist die Mühle nicht am Boden zerschellt, NOCH lassen sich die Passagiere Champagner nachgießen… und wir sind live dabei!

  • Vielleicht eine Maßnahme gegen KI basierte Datenauswertung?

    • Nein, gegen nitter. Da ja die API nicht mehr gratis war, hat man sich einfach als Browser ausgegeben, um die Tweets zu Archivieren. Nun kann Twitter alle Accounts einfach sperren, welche bei solchen Webseiten mithelfen. Hoffe auch, dass die offiziellen Stellen nun zum öffentlich erreichbaren Mastodon wechseln…

  • Wow! Ist da jetzt nicht ein noch größerer shitstorm ausgebrochen als bei Reddit?

  • Gott was bin ich froh, mich da abgemeldet zu haben. Wird ja immer lächerlicher

  • Oder man war da nie angemeldet, und hat auch noch nie verstanden wozu man Zwitter überhaupt je gebraucht hat. :)

  • Also find es für Private Leute schade, finds aber geil für datensuslese und vor allem für Politiker ne gute blockade, das man mal mehr aufs reale geht.

  • Wie war das, „der Vogel ist frei“? Der sitzt derzeit in einem kleinen runden Käfig.

  • Laut Internen Meldungen gibt es Programmierfehler, die dazu führen, das Twitter sich selbst DDoSt. Und nach den großen Entlassungen ohne Sinn und Verstand ist niemand mehr da, der das auf die Schnelle beheben kann.

  • DK-BusinessSolution

    Da war doch die Rede von 6.000 lesbare Tweeds (Verifiziert), 600 (bestehende Konten ohne Verifizierung) und 300 (neue Konten ohne Verifizierung). Oder hat sich das, was nicht verwunderlich wäre, wieder geändert?

  • Das traurigste ist, dass es gar kein groß angelegtes Web-Crawling von Twitter gab, wie „Genie“ Musk behauptete – sondern Twitter sich durch einen internen Fehler selbst durch eine DDoS-Attacke in die Knie zwang… So dumm einfach nur

  • Ich habe Twitter und auch Redit. Komme und kam nie damit zurecht

    Weil es nicht so funktioniert wie FB

    Bleibe bei FB und Fertig

  • Wieviele Tweets liest man denn als Power-User für gewöhnlich?

  • Ah ja, jetzt ist also einer der größten Vorteile von Twitter gegenüber Facebook und Instagram auch abgeschafft. Mal sehen, wie lange da noch jemand einen Mehrwert sieht. Bisher waren ja Reichweite und öffentliche Sichtbarkeit ziemlich unschlagbar.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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