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Im Interview mit ABC

Kritik an Cook: Apple-Chef verteidigt seine Rolle

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44 Kommentare 44

Tim Cook ist gerade wieder auf Werbetour für sein Unternehmen und hat dabei auch im amerikanischen Frühstücksfernsehen Station gemacht. Im Interview mit Michael Strahan vom Sender ABC wurde der Apple-Chef auch mit kritischen Fragen konfrontiert.

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Kritik entzündet sich vor allem an Cooks Nähe zum US-Präsidenten. Er nahm an dessen Amtseinführung teil und unterstützte diese finanziell. Zudem besuchte er mehrfach das Weiße Haus und überreichte dort ein Goldgeschenk.

Für zusätzliche Kritik sorgte auch seine Teilnahme an einer Vorführung einer Dokumentation über die Präsidentengattin Melania. Diese fand kurz nach einem tödlichen Vorfall im Zusammenhang mit innenpolitischen Spannungen statt.

Rolle nicht als politisch zu verstehen

Der Apple-Chef vermied es, direkt auf die angesprochenen Punkte einzugehen und betonte, seine Rolle nicht als politisch zu verstehen. Gespräche mit Regierungen würden sich einzig auf wirtschafts- und technologiepolitische Themen konzentrieren. Cook wollte sich auch nicht dazu äußern, ob Apple die im vergangenen Jahr gezahlten Importsteuern wieder zurückfordere, nachdem diese vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten für unzulässig erklärt wurden. Man werde die weitere Entwicklung beobachten und abwarten. Apple hat allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 3,3 Milliarden US-Dollar Importsteuern entrichtet.

Kein Grund, Apple zu verlassen

Tim Cook wurde zudem auf die Gerüchte um seinen Rückzug von Apple angesprochen. Der Apple-Chef wies dies kategorisch zurück. Er habe weiterhin großes Interesse an seiner Tätigkeit und sehe aktuell keinen Anlass für einen Wechsel. Zuletzt haben Diskussionen über einen möglichen Führungswechsel bei Apple erneut zugenommen. Im Gespräch war auch eine Art Doppelspitze, bei der Cook einen mehr auf den praktischen Bereich fokussierten Nachfolger unterstützt. Als möglicher Kandidat gilt dabei vor allem John Ternus.


20. März 2026 um 13:08 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    44 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Apple braucht eine neue Führung. Cook hat das in meiner Wahrnehmung eher verwaltet als Innovationen voran zu treiben.

    • Ob das an cook liegt oder daran das es ein Aktien Unternehmen ist und die Technologiesprünge kleiner geworden sind ist wohl fraglich. Die eigene Chip Produktion ist jedenfalls schon ein großer Schritt gewesen.

      • Fakt ist leider, dass Cook selbst einst sagte, ihm interessiere die Technik nicht so sehr, jedoch ist er ein guter Geschäftsmann, der alle Hebel gezogen hat die Lieferanten unter einen Preisdruck zu stellen.

        Im Falle von Qualcomm hat man sich jedoch zur Lachnummer der Technikindustrie gemacht.

      • Die Apple Vision Pro ist doch ein Cook Projekt. Das Ding ist hervorragend. Ein bisschen teuer. Das war der Ur-Mac auch.

      • „Kleinere Technologiesprünge“ sind das, was man gemeinhin einen Mangel an Innovation nennt. ;) Also steigert man die Gewinne ersatzweise durch Ausbau der „Service-Sparte“ (Abos und Werbung) und positioniert Produkte im Luxus-Segment (Lifestyle statt Innovation). Darin ist Tim Cook ja auch wirklich gut.

      • Der Unterschied zu Jobs ist, dass Jobs 50% des gesamten Firmenkapitals in die iPhone-Entwicklung gesteckt hat. Das gleiche hat er beim iPad gemacht. Sehr hoch gepokert. Wenn iPhone oder iPad ein Flop gewesen wären, wäre das das Ende von Apple gewesen. Innovation ist mit hohen Investitionen und damit mit hohem Risiko verbunden.
        Unter Cook investiert Apple sein Geld in Aktienrückkäufe (wie der gesamte Tech-Sektor), um die Aktienpreise hoch zu halten.

      • Was für ein Quatsch, hansi. Bei der Vorstellung des iPhones saß Apple auf 10 Milliarden Rücklagen und Jobs sagte selber, dass ihr Break Even irgendwo bei etwas über einer Millionen Geräte läge. Selbst wenn das iPhone gefloppt wäre, wäre Apple nicht pleite gegangen. Sie hätten nur nicht ihre heutige Größe erreicht. Beim iPad war das finanzielle Risiko noch geringer, da Apple durch das iPhone bereits einen noch besseren Cashflow hatte.
        Man bedenke, dass das erste iPhone sehr viele Komponenten „von der Stange“ enthielt, also Massenware von Zulieferern. Und sie hatten beim ersten iPhone auch noch nicht in allen Belangen die modernsten und teuersten Komponenten verbaut, sondern sich auf die in ihren Augen wichtigsten Komponenten fokussiert. Das erste iPhone hatte z.B. kein (damals teures) UMTS Modul, sondern man hatte das Geld lieber in den hochwertigen kapazitiven Touchscreen gesteckt.
        Wir können übrigens davon ausgehen, dass beim Aushandeln der ganzen Zuliefererverträge für das erste iPhone Cook und nicht Jobs federführend war. Generell waren Jobs und Cook aber zusammen ein gutes Team.

      • @msb..

        Er ist kein guter Geschäftsmann, er hinterlässt nur verbrannte Erde.

    • Apple Watch, M Prozessoren , Services wie Apple TV, Vision Pro, Apple Pay, Datenschutz an erster Stelle, Face-ID, Nachhaktigkeit. Alles Cook. Da ist schon sehr viel passiert unter Cook.

      • +1 Es gibt kein Unternehmen der Welt, dass dauerhaft Innovationen bringt. Da geht es immer auf und ab. Und die Frage ist, auf was man sich konzentriert. Apple hat einen anderen Fokus als Google, Microsoft oder Amazon. Wichtig ist immer, dass man breit aufgestellt ist, um
        dauerhaft eine gute Basis zu haben. Das versucht jedes Techunternehmen. Bei Apple waren es zuerst nur Produkte (+ Ökosystem). Aber bei hohen Zöllen, Kriegen etc. wird das sehr schnell zum Problem. Mit den Services haben sie sich einfach breiter aufgestellt. Sie wären dumm, wenn sie das nicht gemacht hätten.

      • @maik danke für Deinen wirklich vernünftigen Beitrag. Sehe ich genauso

    • Stimmt, absolut NULL Innovationen … ach nee, warte mal … alleine die M-Chips, die mit allem vergleichbaren am Markt den Boden aufwischen, wären bei anderen Firmen eine Jahrhundert-Innovation und würden drei CEOs zu Glanz verhelfen. Nur bei Apple nicht, da ist der Cook dann ein Loser, weil unter ihm keine Innovationen kamen.

      Dieses dauernde Innovationsgelaber ist total unsinnig, und dazu sogar noch faktisch falsch.

      • Es ist auch faszinierend, dass die Menschen nicht einmal den Unterschied zwischen einem Geschäftsführer wie Cook, der nicht mal 1% des Unternehmens besitzt, und Besitzern wie Musk oder Zuckerberg, die die Mehrheit an ihren Unternehmen halten, gibt… letztere können wie Könige oder Diktatoren agieren. Cook kann das nicht…

        Aber nun ja, wie beim Fussball hat man hier halt auch tausende Bundestrainer, die alles besser wissen…

      • Exakt!

      • Die M-Chips sind Weiterentwicklungen der A-Chips, die Entscheidung diese zu entwickeln fiel unter Jobs‘ Zeit.

      • Und wer hat entschieden, auf ARM für Macs zu setzen und eben genau diese Chips für die Macs weiter zu entwickeln??

        Meine Güte, es muss echt megamäßig schlimm um einen stehen, wenn man anderen den Erfolg einfach neidet und nicht mal diesen wertschätzen kann.

      • Diskutant, das ist so nicht so trivial zu beantworten. Darüber, ob der Kauf von P.A. Semi durch den damaligen CEO Steve Jobs oder COO Tim Cook initialisiert wurde, können wir heute wohl allenfalls spekulieren.

      • Zumal wenn man anfängt, irgendeinen Start irgendeines anderen Produktes als Basis für eine Entwicklung zu nehmen, dann war nicht mal Jobs innovativ. Denn vor dem A-Chip gab es schon mobile Chips, vor dem iPhone gab es Smartphones, vor dem Mac gab es Computer. Komischerweise ist Steve für alle der Innovator, Cook nur ein Buchhalter. Lächerliche Götzenanbetung ist das.

    • Deine Wahrnehmung. Aha.
      Welche fachliche Qualifikation hast du? Wie tief bist du in der Materie?

    • Das Unternehmen schreibt unter Cook bekanntermaßen die besten Zahlen ever….mehr gibts da eigentlich nicht zu sagen.

  • Auf die Frage nach seinem Rückzug kann man doch nicht im Ernst eine ehrliche Antwort erwarten! Das würde doch nur für Unruhe sorgen und die Aktienkurse beeinflussen.

  • Gott, was sind schon 3,3 Mrd. Dollar… Die kriegt er in Europa doch locker wieder rein.
    Und dass es bei Mellis Image-Filmchen um rein geschäftliche Interessen ging, wer will das bezweifeln? Die Einladung hat er doch nur wahrgenommen, um Donny sein güldenes iPhone vorbeizubringen – ganz in Wahrheit hat er Apple also die Porto-Kosten gespart!

  • In allen Punkten die er angibt und auch so wie er diese angibt, volle Zustimmung.

    Wer glaubt, dass Tim jetzt den Präsidenten liebt, der sucht nur etwas zum meckern.
    Ganz klar ist, dass man im Interesse des Unternehmen handeln sollte. So macht es jedes große Unternehmen. Wer das nicht akzeptiert, der gehört nicht in die Wirtschaft.

    • Max Von Mustermann
    • Absolut – Alle Punkt mit grosser Begeisterung feiern! So haben sich große deutsche Konzerne im Dritten Reich auch verhalten. Immer im Interesse des eigenen Unternehmens gehandelt! Ob Regierungen faschistisch oder durchgeknallt sind – egal, die Gewinnmaximierung hat stets Vorrang.

      • Vielen Dank @Nik.
        Moral und Anstand sind unbezahlbar. Für beides braucht es Charakter.

      • Das ist natürlich ein idealisierte Weltbild und auch löblich nur bildet es leider nicht die Realität ab.

        Aber es wäre ein schönes Feld um die Demokratie wirklich nach vorne zu bringen und zu schützen: z.B. Gesetze, die „Widerstands-Unternehmen“ vor gesetzwidriger Einflussnahme durch ein Schurken-Regime wie das unter Trump schützen würden.

        Aber das wird niemals passieren; warte nur ab bis Deutschland den Spannungsfall ausruft…

      • Der Geschäftsführer der Deutschen Eisenwarenfabrik (DEF) nutzte im Dritten Reich übrigens auch seine sozialen Kontakte um mit der SS engere Verbindungen einzugehen. Er freundete sich mit KZ Lagerkommandanten an und machte nicht nur diesen viele Geschenke. Er war sogar in die NSDAP eingetreten und man hätte ihn als durchaus opportunistisch einstufen können.
        Der Name dieses Geschäftsmannes lautete Oskar Schindler.
        Will sagen: In der NS Zeit gab’s nicht nur I.G. Farben und was das tiefere Bestreben der ganzen CEOs ist, werden wir wohl erst im Nachhinein sehen. Es würde mich aber nicht wundern, wenn es den meisten nur um „tax evasion“ geht.

      • Moral und Anstand sowie Verantwortung hat Tim auch für hunderttausende Angestellten.

        Solange Apple mitspielt, hat es auch die Möglichkeit das, wofür es steht, weiter auszubauen und zu schützen.

        Dieses „Ich denke nur in meine eine Richtung“ ist bei uns hier leider häufiger in den „Meinungen“ vertreten. Argumente fehlen nur oftmals…

    • Vieles wofür Apple steht wird von Trump massiv angegriffen und untergraben! Apple hätte zumindest die Macht sich diesem Mann nicht anzubiedern. Schade, dass Tim Cook es trotzdem tut.

    • Was könnte wichtiger sein als Geld? Wem fällt was ein? Hallo, ist da einer?

  • Natürlich wird er die zu viel gezahlten Steuern solange Trump im Amt ist nicht einfordern. Er hat die Hose voll und kein Rückgrat.

  • Cook ist ein guter Geschäftsführer, dass zeigen schon die Umsätze und Verkäufe. Ausserdem funktionieren die Geräte einwandfrei und die Software ebenso.
    Ihr könnt jammern wie ihr wollt, Fakt ist er macht es gut. Das Problem das im Web Spekulationen und Wunschdenken die Realität verdrängt hat ist leider alltäglich. Ich gebe nichts drauf und werde weiterhin Apple unterstützen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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